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Thema: Nach RPE und Androgenblokade steigt PSA

  1. #1251
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    Ja, Werner und Uwe,
    nach den allerersten 9 Monaten der iADT hatte ich nach dem Wiederanstieg des PSA
    auf 4ng/ml ein PSMA-PET gemacht. Das war 2012 in Heidelberg, wo das zuerst
    eingeführt worden war.

    Dabei wurde trotz zweier dicker positiver Lymphknoten, die bei der RPE entnommen
    worden waren, im kleinen Becken keine weiteren Metstasen mehr gefunden. Die
    ADT hatte die zweifellos einst vorhandenen Knoten 'weggeschmolzen'.
    Aber im PET wurde weiter oben, paraaortal eine grosse Metastase gefunden (Anhang [4]),
    die ich für die Mutter aller weiteren Metastasen halte, die sich seither gebildet hatten.
    Leider gab es damals schon weiter oben noch weitere Läsionen, weswegen man auf
    eine lokale Therapie verzichtet hatte (So etwa zwei drei Seiten nach Beginn dieses Blogs).

    Es ist ja leider immer noch so, dass ein einmal gestreuter Prostatakrebs als unheilbar
    gilt. Das ist nicht nur ein Dogma, sondern trifft auch bei mir offensichtlich zu. Selbst
    der extrem intensive, kurzstrahlige Alpha-Strahler 225Actinium, der eigentlich auch
    Einzelzellen zerstören könnte, scheint es nicht zu schaffen, einmal angelegte Metas
    vollkommen zu vernichten. Deshalb hatte ich erwartet, auf dem neuen PET alte
    Bekannte wieder anzutreffen. Vom Entstehen von neuen Läsionen mit vollkommen
    neuen Eigenschaften hatte ich nicht mal in den schlechtesten Nächten geträumt.
    Ich stelle mir vor, dass diese weder aus der Prostata, noch aus der in [4] gezeigten
    Metastase stammen, sondern aus weiteren Generationen, die sich mit übler werdenden
    Eigenschaften im Verlaufe der Jahre gebildet hatten.

    Nun ist es natürlich nicht sinnvoll, aus meinem Extremkrebs mit extrem kurzer VZ Regeln
    ableiten zu wollen, wie sich Metastasierung im Allgemeinen verhalte. Man bedenke, dass
    ein Krebs mit einer VZ von einem Jahr zwischen Diagnose und Ableben sich üblicherweise
    20 oder 30 mal teilen kann, was meiner aber locker jedes Jahr tut. Dementsprechend
    gibt es bei mir viel mehr Möglichkeiten für üble Mutationen, als dies sonst üblich ist.

    Man kann bei weniger aggressiven Krebsen tieferer Gleasongrade wohl berechtigterweise
    davon ausgehen, dass die Metastasierung bereits vor der Diagnose angelegt war.
    Dass spätere, ausnahmsweise nach der Primärtherapie entstehende Metastasen aus
    Metastasen nie klinisch relevant würden, liegt einfach daran, dass die bei einer vielmonatigen
    VZ gar nie so gross werden können um entdeckt zu werden. Die ausnahmsweise gegebene
    Metastasierung aus Metastasen kann also nur bei sehr kurzer VZ je relevant werden.
    Tja, das scheint bei mir der Fall zu sein ...


    Was ganz anderes:
    Heute bin ich mit meinem jüngeren Sohn mit einer kleinen Seilbahn 700m
    in die Höhe gefahren, um oberhalb von jähen Felswänden auf Berblumenwiesen
    zu spazieren und Picknicken. So schön, mal wieder in den Bergen zu sein.
    Auf der Nordseite blühen noch die Anemonen:



    Die bunten Punkte weit unten im Hintergrund sind einige der dutzenden Gleitschirme über
    und unter uns, die die heutige Thermik am Alpsiegel zu nutzten wussten.


    Carpe diem!
    Konrad
    Meine Beiträge schreibe ich als CRPCa-betroffener Laie.

    [1] Mein PSA-Verlauf graphisch auf myprostate.eu
    [2] Meine PK-Historie auf Myprostate.eu
    [3] PSA-Verlaufsanalyse 2003-2013 nach Glättli (Was ist PSA-Alert?)
    [4] PSMA-PET/CT vom 04.07.2012: Paraaortale Lymphmetastase
    [5] PSMA-PET von 08.2016 vor PSMA-RLT, danach 03.2017, sowie 05.2017

  2. #1252
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    Zitat Zitat von Hvielemi
    ;Die ausnahmsweise gegebene
    Metastasierung aus Metastasen kann also nur bei sehr kurzer VZ je relevant werden.
    Tja, das scheint bei mir der Fall zu sein ...

    Carpe diem!
    Konrad
    Nun, deswegen beobachte ich deine Historie so aufmerksam....denn meine VZ sind auch nicht gerade lang...... 2 der jetzt bestrahlten Metastasen waren allerdings vor über 2 Jahren schon im CT Bild als verdächtige Bereiche gesehen worden (wenn auch ohne Traceraufnahme).
    Von der jetzt größten war damals nichts zu sehen.

    Schauen wir mal, wie es sich weiterentwickelt.

    Mit einem Bild aus den Bergen kann ich mangels Berg (höchster Berg hier hat 70m) nicht dienen.

    Grüße Uwe

  3. #1253
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    Lieber Uwe,
    mit ca. 75 Tagen ist deine PSA-VZ zwar sehr kurz, aber immer noch 5 mal länger
    als die meine gegenwärtig, oder gar zehnfach gegenüber meiner kürzesten VZ
    im vergangenen Jahr. Die Gefahr von aus Metastasen metastasierten neuen
    Metastasen ist damit um das fünf- bis zehnfache geringer. Aber von der Hand
    zu weisen ist das nicht, denn auch ich hatte eine deutlich längere VZ zu jenen
    Zeiten, als die Metastasierung wohl stattgefunden hatte.
    Gleason-Grad 5 ist leider eine recht unerfreuliche Wundertüte.

    Ich wünsche Dir nachhaltigen Erfolg mit der IMRT auf die Knochenmetastasen.

    Blumenbilder mit dem iFon gelingen auch in flachen Gegenden:



    Dieses hier entstand im Geltinger Birk vor drei Wochen.
    Eine eindrückliche Landschaft in deiner so entspannt schönen Heimat,
    findet

    Konrad

  4. #1254
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    lieber konrad,

    hier ist deine freundin brigitte.
    nun schreibe ich einmal hier im forum, was ich noch nie gemacht habe.

    Ich war nach deinem befund etwas erschrocken.
    wir machen uns nun sorgen um dich.
    hartmut konnte die letzte nacht nicht schlafen, weil er an dich gedacht hat.

    ich wunderte mich heute morgen über hartmut.
    normalerweise mag er tiere mehr, als menschen.

    wir haben dich ins herz geschlossen, darum hoffe ich, bzw. wir, dass du die chemo einigermaßern gut verträgst,
    und du dir deinen (unseren) wohnwagen im sommer hier im norden für finnland abholen kannst.

    lebe grüße
    brigitte

  5. #1255
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    Danke, liebe Brigitte, für die guten Wünsche.

    Sag Hartmut, dass ich guter Dinge bin und der ungewohnten Chemo
    nun recht locker entgegenblicke. Es ist zur Zeit der einzige gangbare Weg,
    und ich bin entschlossen, ihn zu gehen.
    Hartmut soll entspannt schlafen heute Nacht, auch wenn ich selbst
    vielleicht wieder nicht so gut schlafen werde. Ich bin ja in guter Hand.

    Die Reise in den Norden mit dem Wohnwagen hat sich in meinem Kopf
    festgesetzt. Doch das Problem ist offensichtlich:
    Wenn ich alle zwei Wochen eine Chemo bekomme, reicht die Zeit diesen Sommer
    nicht für eine Fernreise. Aber zwischendurch mal wieder ein paar Tage an der Küste
    könnten reizvoll sein. Abhängen am Plöner See, Spazieren am Ufer der
    Eckernförde oder ein Ausflug auf eine Insel mit'm Buddadampfa.

    Nichts Wildes, aber willkommene Ablenkung von Krankheit und Therapie.

    Liebe Grüsse,
    Konrad

  6. #1256
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    Hallo Konrad,

    auch von hier alles Gute, dass Du die Chemo einigermaßen verträgst und vor allen Dingen, dass sie auch so hilft, wie Du Dir das wünschst. Wir drücken alle Daumen.

    Liebe Grüße Wolf und Gabi

  7. #1257
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    Auch wir schliessen uns den Wünschen an, lieber Konrad!

  8. #1258
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    Lieber Konrad, auch ich wünsche Dir dabei alles Gute,

    ich darf an so etwas garnicht denken . . .

  9. #1259
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    Hallo Konrad,
    muss und will Dir viel Erfolg wünschen.
    Biete deinem Untermieter weiterhin die Stirn und zeig ihm was ne Harke ist !!!
    Lieben Gruß
    Rembert

  10. #1260
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    Alles Gute Konrad!

    Liebe Grüße
    Helmut

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