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Thema: Nach RPE und Androgenblokade steigt PSA

  1. #841
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    Zitat Zitat von Hvielemi Beitrag anzeigen
    "Jederzeit" wird Anfang der kommenden Woche sein, nach der nächsten
    Laborrunde samt PSA und der montäglichen Besprechung mit Prof. Gillessen,
    der Uro-Onkologin, die nun schon länger nicht von Docetaxel spricht ;-)
    Denn mal los....viel Erfolg !

    Uwe

  2. #842
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    @Konrad:

    Respekt, eine tolle Geschichte! Ich freue mich ehrlich für diesen großartigen Zwischenschritt und Erfolg!

    Ich bin sicher, wir lesen noch viele Jahre hier von Dir!

    Viele Grüße
    Arne

  3. #843
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    Fertig lustig!

    Zitat Zitat von Arne80 Beitrag anzeigen
    ... großartigen Zwischenschritt und Erfolg!
    Gestern war wieder Kontrolltermin am KSSG:

    Mittags zur Blutentnahme, dass PSA- und andere Werte zwei Stunden später
    vorliegen bei der Konsultation.

    Dann rüber zur Radiologie, wohin ich die DVD brachte mit dem PSMA-PET drauf,
    um sie ins System einzulesen. Dabei grad den Stellv. Chefarzt der Urologie nebenan
    getroffen und ihm beiläufig erklärt, dass das verschriebene Betmiga die
    Blasenkrämpfe nicht mindere, sondern nur irgendwie ändere. Nicht zum Angenehmen.
    Also absetzten, eine Woche beobachten und dann nochmal versuchen.

    Weiter ins Spital-Café, wo ich einen Beitrag zu Dir, lieber Arne, schrieb (den ich
    vielleicht nicht hätte schreiben sollen?).
    Wie vermutet kam dann der Radioonkologie-Professor zu seinem Stamm-Tischchen,
    um seinen Cappucino zu trinken. Ihm die Bilder der Femur-Knochenmetastase
    auf dem IPad gezeigt. Er: Kein Wunder, dass das weh tut, sie bekommen vom
    Sekreteriat einen Termin, möglichst bald.

    Schliesslich zur Professorin, die sich immer sehr freut, wenn Doris auch dabei ist,
    die mittlerweile dazugestossen ist. Alle Blutwerte OK, so gesehen hab ich die
    PSMA-Therapien mit Yttrium90 und Lutetium177 gut überstanden. Auch die
    PET-Bilder hat sie bereits mit dem Nuklearmediziner angeschaut. Nun schlägt sie
    eine baldige Bestrahlung der Metastase im Femur vor, was sie dem Radioonkologen
    im Tumorboard heute vorschlagen will. Der weiss ja schon Bescheid ...

    Der PSA-Wert: 1.99, oder eben schon wieder 2ng/ml, Verdoppelungszeit
    seit dem Nadir vor zwei Wochen: 22 Tage.
    Das ist nicht lustig, der Krebs lässt mir keine Ruhe.


    So, jetzt kommt die Sonne durch zwischen den Wolken, wir gehen auf den
    Hausberg Gäbris. Ein Spaziergang von 2 Stunden. ich hoffe, das reize die
    Metastase im Femur nicht zu sehr. Danach soll Regen kommen und wir
    werden dann den gestern am Bodensee gepflückten Bärlauch zu Pesto
    verarbeiten. Und ja, die angekündigte Feier-Forelle hat gestern abend trotz
    des PSA gut geschmeckt. Die war mir perfekt gelungen, keine Sekunde
    zu kurz oder lang in der Pfanne.
    Mann hat eben auch Glück.

    Carpe diem!
    Konrad
    Meine Beiträge schreibe ich als CRPCa-betroffener Laie.

    [1] Mein PSA-Verlauf graphisch auf myprostate.eu
    [2] Meine PK-Historie auf Myprostate.eu
    [3] PSA-Verlaufsanalyse 2003-2013 nach Glättli (Was ist PSA-Alert?)
    [4] PSMA-PET/CT vom 04.07.2012: Paraaortale Lymphmetastase
    [5] PSMA-PET von 08.2016 vor PSMA-RLT, danach 03.2017, sowie 05.2017

  4. #844
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    Oh Man(n), lieber Konrad.

    Nicht so schön, der PSA-Wert.

    Nun gucke doch aber einfach nach vorne.

    Mein Gott, oder wer auch immer . . . .
    Ich hatte mir damals sorgen um dich gemacht!
    Wirklich Sorgen!

    Heute, nachdem du deinen „Bericht“ abgegeben hast, mache ich mir keine Sorgen mehr um dich!
    Schaue doch einmal selbst.
    So blöd sieht deine Lage doch gar nicht aus.

    Blasenkrämpfe - Damit kann oder muss man leben.
    Ist schlimm.
    Schränkt die Lebensqualität ein, aber nicht das Leben.

    Lieber Konrad,
    ich denke, dass was du über dich übergehen lassen hast, ist gut.
    Ich, der blöde Hartmut, bin überzeugt davon, dass du du noch sehr viele Jahre überleben wirst.
    Wie Adam es dir bereits geschrieben hatte.
    Gut, dass es diese schwer belastende Therapie gibt. Sie rettet sicherlich unser Leben für viele Jahre.
    Erst deins, dann meins.

    Denke einmal nach, du wolltest bereits vor einigen Jahren (2013) die Flinte ins Korn werfen.
    Das sah der Hartmut damals anders.
    Nun sage bitte nicht wieder, es war nicht so . . .
    Wir hatten uns über deine Garage unterhalten. Mehr sage ich nun mal nicht.
    Kein Smilie, es war damals für uns ernst genug.

    Keine Sorge, ich konnte mich schlau sabbeln.
    Auch wenn ich einmal von etwas schreibe, wovon ich keine Ahnung habe . . . .

    Ich schreibe nun nicht mehr, was ich dir 2013/14 geschrieben hatte.
    Da hatte ich geschrieben, du schafft das.

    Heute schreibe ich, du hast es geschafft.
    Das meine ich total ernst!!!
    Jetzt fange ich auch schon so an, wie die b . . ..
    mit drei Mal !!!

    Nein, ohne Spaß, gehe es nun Baustelle für Baustelle an.
    Wenn ein Arzt etwas anderes sagt, hole dir eine 4. Meinung.
    Es klappt bestimmt!

    Gruss
    Hartmut

  5. #845
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    Hallo Konrad,

    nicht ganz so schön - ist evtl. die Metastase am Oberschenkel dafür ursächlich ? Die hat sich ja durch die PSMA Therapie wenig beeindrucken lassen.....

    Viele Grüße

    Uwe

  6. #846
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    Hallo Konrad,

    Verdoppelungszeit 22 Tage ist nicht lustig, das stimmt.
    Ich sehe es wie Uwe, es ist Zeit für eine lokale Therapie in Form einer Bestrahlung der Oberschenkel-Metastase.

    Wurde in Deinem Fall eigentlich schon mal eine Genanalyse von Tumorzellen durchgeführt? Habe in der Martini-Klinik davon gehört, so könnte man evtl. "maßgeschneidert" Medikamente identifizieren, die bei Deinem genetischen Zellcode wirksam sein können (müssen nicht PCa-spezifisch sein).

    VG
    Arne

  7. #847
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    Zitat Zitat von uwes2403 Beitrag anzeigen
    nicht ganz so schön - ist evtl. die Metastase am Oberschenkel dafür (VZ 22 Tage) ursächlich ?
    Die hat sich ja durch die PSMA Therapie wenig beeindrucken lassen.....
    Ja, wir 'hoffen', dass es die Knochenmetastase sei.
    Ich hatte schon geschrieben, dass ich mich mit meinem Strahlemann in Bern
    besprochen habe. Der hat alle perkutanen Bestrahlungsverfahren im Angebot.
    Und dem Radioonkologen am KSSG hab ich gestern im Café meine Bildern gezeigt.
    Beide sind erst mal der Meinung, eine Bestrahlung wäre richtig.
    Heute befindet das Tumorboard am KSSG über meinen Fall, und ich erwarte innert
    Tagen Rückmeldungen aus Bern und St. Gallen. Ich will rasch handeln, denn
    nach dem 2h-Spaziergang auf den Hausberg Gäbris tat es wieder heftig weh.
    Und mein Schulfreund, orthopädischer Chirurg, warnt vor Instabilität des
    Knochens an dieser hochbelasteten Stelle.

    Ob der rasend steigende PSA von dieser Metastase im Femur stamme, oder von
    den durch die PSMA-RLT massiv geschwächten Residuen von Lymphknotenmetas
    wird sich erst nach der Bestrahlung erweisen. Ich fürchte, es sind (auch) die
    Lymphknoten, denn solch lebensbedrohliche VZ hatte ich auch schon mal vor
    zwei Jahren, als von Knochenmetastasen noch keine Spur zu sehen war.
    Die im CT identifizierten besonders rasch wachsenden Metastasen wurden
    damals in Bern per Cyberknife weggestrahlt. Das geht also nicht mehr.

    Wir planen, die Lymphmetastasen weiterhin per CT zu überwachen.
    Damit sieht man mit relativ geringem Aufwand das Wachstum deutlich.
    Ein PET gibt es dann wieder, wenn wir die Spur des Krebses verlieren sollten.


    Lieber Arne,
    Meine Onkologin ist nicht nur auf urologische Tumoren spezialisiert, sondern
    auch auf Immuntherapien. Da hat sie ein weltweites Netzwerk, aber diese
    personalisierte Medizin ist noch weitgehend Zukunftsmusik.

    Bisher einzige Personalisierung bei mir:
    Ich hab zugesagt, an einer Studie teilzunehmen, an der die
    Wirkung von Carboplatin aus den Biopsie-Proben abgeklärt wird.
    Das könnte mal nach Docetaxel und/oder Cabazitaxel wichtig werden,
    denn nur wenige Männer sprechen auf das giftige Zeug an, während es
    alle andern nur quält.
    Aber das bleibt hoffentlich noch lange Zukunftsmusik.


    Und ja, lieber Hartmut,
    ich guck nach vorn, wie ich mich das als Skipper an allerlei anspruchsvollen
    Küsten gewohnt bin. Aber da seh ich leider kein Ruhekissen, sondern nur eine
    schrumpfende Zahl von therapeutischen Möglichkeiten.
    Aber von Innovationen hab ich ja schon mehrfach profitiert.

    Und noch was seh ich grad voraus:
    Euren Besuch auf der Reise nach Spanien!


    Carpe diem!
    Konrad
    Meine Beiträge schreibe ich als CRPCa-betroffener Laie.

    [1] Mein PSA-Verlauf graphisch auf myprostate.eu
    [2] Meine PK-Historie auf Myprostate.eu
    [3] PSA-Verlaufsanalyse 2003-2013 nach Glättli (Was ist PSA-Alert?)
    [4] PSMA-PET/CT vom 04.07.2012: Paraaortale Lymphmetastase
    [5] PSMA-PET von 08.2016 vor PSMA-RLT, danach 03.2017, sowie 05.2017

  8. #848
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    Hallo Konrad,

    Meine Onkologin ist nicht nur auf urologische Tumoren spezialisiert, sondern
    auch auf Immuntherapien. Da hat sie ein weltweites Netzwerk, aber diese
    personalisierte Medizin ist noch weitgehend Zukunftsmusik.
    Nur für den Fall der Fälle, Prof. Schlomm ist an der MK der "Guru" für die indvidualisierte Gentherapie beim Prostatakarzinom:

    https://www.martini-klinik.de/die-ma.../prof-schlomm/

    Soweit ich weiß, hat er dies experimentell bereits an 2 Patienten getestet. Ginge ja nur darum, einen weiteren Pfeil wieder in den Köcher zu stecken? Kannst Du ja mal mit Deiner Onkologin drüber reden,
    vermutlich kennen die sich sowieso und sie weiß Bescheid, wie der Stand der Forschung in Hamburg ist.
    Ansonsten würde ich ihn einfach mal anschreiben und Deinen Fall schildern, evtl. ist bereits eine Genomanalyse der Metastasen aus im Blut zirkulierenden Zellen möglich.

    Hier ein Paper aus dem Jahr 2016 zum Thema:

    https://www.martini-klinik.de/filead...om_Schlomm.pdf

    Interessant fand ich die Aussage aus einem anderen Paper zu dem Thema, dass Tumore bisher immer ihrer organspezifischen Herkunft entsprechend behandelt werden (PCa heißt so, weil es aus der Prostata kommt und wird mit Medikament XY behandelt), obwohl vermutlich bei vielen Krebsarten identische Phänomene hinsichtlich Ausbreitung etc. vorkommen. Hier soll nach meinem Verständnis ja die Genanalyse ansetzen, um so auch andere Medikamente einsetzen zu können, die bisher gar nicht für Tumortyp XY vorgesehen sind.

    Viele Grüße
    Arne

  9. #849
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    Danke, Arne, für diesen Hinweis:
    https://www.martini-klinik.de/filead...om_Schlomm.pdf
    .Weiters werden bei vielen Prostatakarzinomen molekulare Veränderungen gefunden, die darauf hindeuten,
    dass zielgerichtete molekulare Therapien beim metastasierten Prostatakarzinom wirksam sein könnten.
    Als Konsequenz wird die Routinesequenzierung von Prostatakarzinomen vor jeglicher Therapieentscheidung
    in wenigen Jahren Standard sein.
    Dieser Schlusssatz von Prof. Schlomms Artikel klingt gut und
    entspricht meiner Vorstellung, dass es durchaus möglich sein könnte,
    mit dem Fortschritt der Therapien den Krebs weiterhin in die Schranken
    zu weisen. Da schon im Studien-Stadium dabeizusein, ist eine gute
    Aussicht.
    Ich habe schon mehrfach Therapien bekommen, die zum Zeitpunkt
    meiner Erstdiagnose noch nicht verfügbar waren oder die nur
    vorübergehend im Rahmen von Studien verfügbar waren.

    Carpe diem!
    Konrad

  10. #850
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    Und mir hat am Montag ein Professor gesagt, dass alle 9 Monate etwas neues auf den Markt kommt. Das kann uns doch weiter hoffen lassen... lieber Konrad.

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