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Thema: PCa: One Disease or Many?

  1. #51
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    Hallo Detlef,

    es tut mir leid, aber an dieser Stelle muss ich deine Einschätzung als etwas naiv bezeichnen.

    Vielleicht können sich einzelne Betroffene mit fundierten Kenntnissen bei zugewandten Ärzten, Krankenkassen, Behörden Gehör verschaffen. Die meisten Patienten sind durch die Umstände ihrer Erkrankung und auch durch das fehlende Fachwissen nicht dazu in der Lage deinen Vorschlägen nachzukommen. Wenn ich zudem sehe wie schwierig es zum Teil ist, bereits etablierte Verfahren wie z.B. ein PSMA-PET CT durchzusetzen, habe ich wenig Hoffnung, dass wir als Betroffene hier einen bedeutenden Einfluss ausüben können. Die meisten Ärzte können sich in ihrem Praxisalltag auch gar nicht mit unseren aus dem üblichen Rahmen fallenden Anliegen beschäftigen - es fehlt ihnen schlichtweg die Zeit dafür.

    Du hast sehr idealisierte Vorstellungen, die sich meines Erachtens so in unserem Gesundheitswesen nicht wiederfinden und auch nicht realisieren lassen.

    Gruß
    Roland
    Lerne mit Deinen Beschwerden zu leben, versuche gelassen zu bleiben und gehe friedvoll mit Deinen Mitmenschen um - dann hast Du schöne Tage.

  2. #52
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    Roland,

    vermutlich hast du Recht. Aber:
    1. Wieviel PCa-Diagnosen gibt es pro Jahr, 60.000? Dann dürften ca. 1/2 Million Männer mit PCa leben in Deutschland. Das ist doch eine Lobby! Ich verstehe auch nicht, wieso davon nur ca. 2-3 Dutzend hier aktiv sind. Sind die alle zu alt, zu krank, zu uninteressiert? Liegt es am Forum? (Welch ketzerischer Gedanke :-). Oder liegt es am Bewusstsein, am Delegieren der Gesundheit an die Halbgötter in Weiß?
    2. Steter Tropfen höhlt den Stein.
    3. Mein Urologe ist durchaus interessiert an neuen Erkenntnissen. Wozu gehen die sonst zu ihren Kongressen?
    4. Wer nicht kämpft, hat schon verloren. Schliesslich geht es um unsere Gesundheit und um unser Leben.
    5. So manche Revolution wurde von naiven Idealisten gestartet.

    Gruß,
    Detlef

  3. #53
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    Lieber Detlef,

    ich glaube dein Idealismus und dein positives Denken sind nicht totkriegen - dies ist ein Stück weit bewundernswert.
    Die Erfahrungen meiner jugendlichen 58 Lebensjahre haben mich vom Idealisten zum Realisten gewandelt.

    Ein gewisser Barack parolierte einst "Yes we can" - nun dreht Donald die Schraube wieder zurück und justiert das System auf seine Weise. Angela sagte "Wir schaffen das" - und hat nun die AfD am Hals.
    Ideal ist das alles nicht - aber ziemlich real.
    Dennoch wie entwickelte sich unsere Welt ohne Idealisten?

    Gruß Roland
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  4. #54
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    ich glaube dein Idealismus und dein positives Denken sind nicht totkriegen - dies ist ein Stück weit bewundernswert.
    Die Erfahrungen meiner jugendlichen 58 Lebensjahre haben mich vom Idealisten zum Realisten gewandelt.
    Lieber Roland,

    das ist hart erarbeitet.
    In meinem jugendlichen Alter von 55 Jahren war ich eher ein pessimistischer Realist mit wenig positiven Erwartungen an mein Leben. "Alter, Krankheit, Armut, Tod" schien meine Zukunft.
    Dann kam der Krebs. Nun hatte ich die Wahl, mich meinem "Schicksal" zu ergeben oder meine Energien zu mobilisieren und den Kampf aufzunehmen.
    Ich entschied mich für letzteres. Wer gewinnt ist noch nicht entschieden. Aber ich spüre in mir eine große Entschlossenheit, eine psychische Stärke, für Gesundheit und Leben. Man nennt das wohl Resilienz. Und ich glaube, dies ist die Kraft, die Wunder bewirken kann.
    Insofern bin ich dem Krebs wirklich dankbar. Er hat mich wieder zu meiner Kraftquelle geführt und mir gezeigt, dass das Leben schön ist und dass es sich lohnt, dafür zu kämpfen. Dazu musste ich das Jammertal durchqueren, mich mit Krankheit und Tod auseinander setzen, meinen Zweifeln und Ängsten begegnen.
    Nun bin ich stärker als zuvor. Auch wenn es immer mal wieder Rückfälle gibt, wenn der plöde PSA wieder steigt.

    Liebe Grüße,
    Detlef

  5. #55
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    Hallo Detlef,

    ich denke die Thematik Idealismus vs. Realismus ist unerschöpflich - vielleicht sollten wir sie hier beenden und unter der Rubrik Prostatakrebs und Psyche weiterführen.

    Übrigens wollte ich im letzten Beitrag eigentlich totzukriegen schreiben, aber das Tablet geht mit den vorgefertigten Wortbausteinen immer mal wieder seine eigenen Wege.

    In Hamburg sagt man spitze Steine - in Stuttgart spricht man 'schbize Schdeine'
    In Hamburg heißt es 'plöde' - in Stuttgart sagt man 'bleed', geschrieben wird's wohl aber blöd.

    LG
    Roland
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  6. #56
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    Ich hoffe, es sind jetzt die persönlichen Befindlichkeiten ausreichend gewürdigt worden. Ich möchte diesen Thread eigentlich dazu nutzen, um sehr weit in die Zukunft weisende Ansätze vorzustellen. Das diese momentan noch nicht von jedem Arzt auf Kosten der GKV angeboten werden kann, ist logisch. Entweder man wartet 10 Jahre auf Studien oder Zulassung, oder man bewegt sich selbst. Das vorgestellte Verfahren noch nicht praxistauglich sind ist erstmal kein Hinderungsgrund für mich darüber zu berichten. Ich hoffe, darauf kann man sich einigen?
    prepare for the unexpected and expect to be unprepared

  7. #57
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    @Andy:

    Tut mir leid, wenn dein Thread etwas "missbraucht" wurde.

    Das vorgestellte Verfahren noch nicht praxistauglich sind ist erstmal kein Hinderungsgrund für mich darüber zu berichten.
    Das habe ich auch an keiner Stelle angezweifelt - aber eine Diskussion über das Vorgestellte muss trotzdem möglich sein. Hier ist diese dann leider zunehmend aus dem Ruder gelaufen.

    Roland

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