Seite 8 von 8 ErsteErste ... 678
Ergebnis 71 bis 75 von 75

Thema: Intermittierende vs. kontinuierliche Hormonentzugstherapie

  1. #71
    Harald_1933 Gast
    Moin Heinz Kurt,

    als in die Pfalz emigrierter Hamburger nahm ich schon vor gut 40 Jahren Abschied vom früheren Biertrinken und entdeckte dagegen anfänglich die forztrockenen Rieslinge als bevorzugte Getränke. Das hat sich seit Bekanntwerden des PCa grundlegend geändert. Ein guter Pfälzer oder auch Elsäßer Riesling wird zum Fisch zwar nicht verschmäht, aber trockene Rotweine aus der Pfalz, Chile und Südafrika dominieren zu fast 98 Prozent beim Weinkonsum. Nun ist hier in der Pfalz ein Gläschen mit 0.2 ltr. eher verpönt. Ein Viertelche sollte es schon sein und meist jedoch handelt es sich um einen Schoppen nicht nur auf dem Bad Dürkheimer Wurstmarkt, und der mundet mit 0.5 ltr. täglich passend zur Besänftigung des Tumorwachstums doch am besten.

    Auf Dein weiteres Wohl. Gruß Harald.

    "Älter werden heißt, aufgrund veralteter Erfahrungen falsche Schlüsse auf die Gegenwart zu ziehen"
    (Kurt Guggenheim)

  2. #72
    Registriert seit
    13.11.2010
    Ort
    Hessen
    Beiträge
    1.886
    Hier Doc Strum's Kommentar zur SWOG-9346 Studie:



    [1]: Strum, IADT vs. CADT presentation at the 2012th PCRI conference

  3. #73
    Registriert seit
    01.05.2006
    Ort
    Hamburg
    Beiträge
    1.511
    Zitat Zitat von LowRoad Beitrag anzeigen
    Hier Doc Strum's Kommentar zur SWOG-9346 Studie:

    [1]: Strum, IADT vs. CADT presentation at the 2012th PCRI conference
    Danke für die Bereitstellung der Folien!

    In der letzten Folien schlägt er vor, was zu tun wäre, ich gehe das mal durch, da ich mich sowieso wieder kümmern muss, wie ich selbst weitermache (bin ja auch eigentlich ein IADT-Praktiker ...):


    1. OBTAIN baseline EXPERT pathology reviews - ja, hatte ich im Dez.2010 durch Prof. Bonkhoff begutachtete 4 Stanzen gemacht, jetzt, wo die Strahlentherapie
    nicht viel gebracht hat und das PSA wieder rapide ansteigt, werde ich mich erneut stanzen lassen.
    Abgesehen von positivem COX-2 hatte / habe ich neuroendokrine Zellen - beides hat für die Therapie Konsequenzen.
    Und dann steht da noch ein Verdacht auf intraduktales PCa im Raum: Hier das neueste Papier von Bonkhoff dazu.
    Krebszellen, die im duktus=Gang/Drüsengang hängen, sind schwer oder gar nicht erreichbar, sozusagen von der üblichen Versorgung über des Gefässystem nicht mehr erfasst. Gefährlich, gefährlich, aber ich muss mich hier noch weiter einlesen.

    2. Obtain other markers for Gleason Scores of 8-10 - man soll also mehr messen bei hohem Gleason. Meiner ist 4+4. CGA/NSE/CEA, das kennen wir ja, nur müssen wirs auch messen, mein CGA ist erhöht. LDH, auch hier immer mal diskutiert, Laktatdehydrogenase, mit den 5 Isoformen - mein LDH ist erhöht, spricht evtl. für Metastasierung. COX-2, bei mir im Gewebe positiv. Bcl-2 im Gewebe, wenn positiv, dann Taxotere dagegen, bei mir (bis jetzt) noch nicht gemessen. Früher wurde häufiger darauf hingewiesen, ich mache es mal wieder, hier der link auf den Artikel von Bonkhoff zu den Markern.
    Und einiges mehr (wie hoch ist der D3-Spiegel ??) ...

    3. Obtain baseline testosterone levels using LC/MS/MS; if available PSADT, PSAV, Urine DPD - für die Berechnung der PSA-Veropplungszeit haben wir ja das myprostate, dort kann man schön seine PSA-Werte eintragen, allerdings muss man sie auch vorher gemessen haben; genau wie Testosteron. DPD = Dexopyrodinoline - huch, hier passiert mir ja was seltsames: wenn dpd urintest ins google eingebe, lande ich auf einem promann-Eintrag von 2004, Beitrag von Wil de Jongh - kann man mal wieder sehen, wie lange wir auch diesen Punkt schon wissen. Werden die DPDs standardmässig bei Met-Verdacht gemessen? Nein, der Standard ist, warten bis Symptome kommen.

    4. Stratify based on GS, PSA, # of bone mets, DRE status - also die Patienten stratifizieren, soll heissen, das individuelle Risiko ermitteln und dann eine entsprechend individuelle Therapie zusammenstellen. Mit Mets, ohne Mets, Knochen-Mets oder nur LKs? Wir haben ja aufgenommen in unseren Verständis-Fundus, dass es den oligometastasierten PCa gibt, zu unterscheiden von der voll ausgeprägten Metastasierung.

    Dann weist Dr. Strum noch auf dieses hin:
    ADT Treatment (Rx) Defines Sensitivity of Patient’s PC 2.

    und sagt, wenn die ADT2 nicht richtig wirkt, sollte was anderes gemacht werden
    If PSA on ADT2 ≥ 0.05, patient should be on different Rx, e.g., Keto, Estrogen, Zytiga, MDV3100

    Und ausserdem sollen alle Zometa oder Xgeva bekommen und ein Rundum-Knochen-Supplement, ich verlinke mal das LEF-Produkt
    All patients should receive either Zometa or Xgeva + comprehensive bone supplement.

    Ok, die Supplementen-Schachtel ist schnell besorgt, aber für ein neues staging bei mir muss ich erstmal ein bischen was organiseren/ machen/ machen lassen.

    Bis dann,
    Rudolf

  4. #74
    Registriert seit
    01.05.2006
    Ort
    Hamburg
    Beiträge
    1.511
    Zitat Zitat von RuStra Beitrag anzeigen
    Just vorgestern habe ich auch mit 750 mg Resveratrol täglich angefangen!
    .

    In einem aktuellen Papier von Prof. Andreas Gescher und Team von der Uni Leicester in England wird berichtet, dass die Dosen Resveratrol, die nötig wären, wohl erheblich höher liegen müssten.

    One recent clinical trial in healthy volunteers provided evidence that repeated administration of resveratrol can attenuate components of the insulin-like growth factor (IGF) signalling system, which influences malignant development; circulating levels of IGF-1 and IGF-binding protein 3 were both lowered by intervention [23]. This effect was maximal at 2.5 g but absent at the highest dose of 5.0 g.

  5. #75
    Registriert seit
    12.03.2008
    Ort
    bei Köln/Bonn und rund ums Mittelmeer
    Beiträge
    1.367
    Hallo Diskutanten &Interessierte,

    anhand beigefügten, aktuellen Links kippt die - auch hier im Forum - sehr vertretende Meinung unserer Schulmediziner, dass die CADT der IADT überlegen sei.
    Dieses wird nun klar widerlegt und der ausschließliche Faktor "Lebenszeit" sollte kritisch betrachtet werden.

    http://extranet.medical-tribune.de/v...nko_06_S08.pdf

    http://extranet.medical-tribune.de/v...nko_06_S19.pdf

    Grüsse
    Hans-J.

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •