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Thema: Rezidiv 2 Jahre nach RPE

  1. #211
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    Dank Martin! Wie wird das den festgestellt, wird das Präparat mit speziellem Farbstoff eingefärbt oder wie kann man PSMA negativ erkennen?

  2. #212
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    Ja, Farbstoff. Könnte ich wahrscheinlich in meiner Werkstatt auch machen. Mir fehlt nur das Mikrotom.
    Natürlich muss der Pathologe optisch gucken, ob das auch Krebszellen sind, die gefärbt wurden und wieviele nicht gefärbt wurden. Aber die Frage, ob Gleason 3 oder 4 usw. die muss da ja nicht entschieden werden.

  3. #213
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    Na ja, nur das Mikrotom wird nicht genügen. Es wird ein PSMA bindender Ligand benötigt (kann ein möglichst spezifischer Antikörper oder auch ein Peptid sein), der mit den zu untersuchenden Zellen in Reaktion gebracht wird. Dann wäscht man alles weg, was irgendwie gar nicht oder nur sehr schwach (unspezifisch) bindet.
    Der Ligand enthält ev. schon den Detektionsmarker (ein fluoreszierendes, ein radioaktives Molekül), ein reiner Farbstoff von Auge zu sehen wäre zu wenig sensitiv.

    Ja und dann noch fast das wichtigste. Man muss für jede solche Testmethode einen cut-off haben, das heisst einen Grenzwert zwischen negativ und positiv. Dies kann man ermitteln, indem man die Streuung des Signals von vielen individuellen Präparaten ohne PSMA Expression kennt. Schon dies dürfte eine Herausforderung sein, exprimieren doch auch mehr oder weniger alle gesunden Prostatazellen auch PSMA.

    Ich will mich aber nicht auf weiter auf die Äste wagen, da ich die genauen Protokolle für diese Testung nicht kenne. Skeptisch bleibe ich trotzdem, besonders wenn ich lese dass 20% oder gar 40% der Krebszellen PSMA negativ sein sollen bei dieser Untersuchung. Waren denn zumindest die gesunden Prostatazellen PSMA positiv ? Ist das nicht eher ein Nachweisbarkeitsproblem ? Gerne würde ich auch mehr erfahren über diesen Test. Wurde dieser validiert, oder sind dies alles mehr oder weniger hausgemachte Assays die niemand externes überprüfen kann ?

    Auf die schnelle habe ich noch eine etwas ältere Beschreibung eines Tests gefunden:

    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC1472940/

  4. #214
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    Hatte ich nicht ernst gemeint...
    Tritus, beim PET/CT mit PSMA-Liganden kann man sehr gut zwischen gesunden und kranken Zellen unterscheiden, auch in der Prostata. Wir sprechen da von SUVmax 3 und im Mittel 6, das heißt gegenüber "normal" von 1 bis höchstens 2 in der Regel eine Verdoppelung. Ich wage anzunehmen, dass ich diesen Unterschied auch einer Zelle ansehen kann, die angefärbt unter dem Mikroskop liegt; schließlich sind dort die Randbedingungen weniger und kontrollierbar (siehe die Liste zu SUV unter https://de.wikipedia.org/wiki/SUV_(Nuklearmedizin) ).
    Am Besten schreibst du Bad Berka an und fragst, Frau Dr. Kunze ist sehr engagiert. Oder halt das UKE. Interessant wäre das für das Forum allemal.

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