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Thema: Rezidiv 2 Jahre nach RPE

  1. #221
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    Hallo Roland,

    Dein Bericht unter myprostate.eu besteht nur aus wenigen Worten, während die PSA-Werte sorgfältig vermerkt wurden. Ich habe mich nun in Deinem Profil kundig gemacht.

    Du erwähnst selbst, dass Du überall wo es auftritt die Diskussion: Hormontherapie früh/spät. verfolgst.

    Wegen der heftigen Bauchschmerzen könntest Du mal einen Blick in Heriberts Profil werfen. Er hat ja das Thema Prostatakrebs abgehakt, aber eine neue Baustelle andernorts therapieren müssen.

    Für mich selbst hatten die nachfolgenden Ausführungen eines renommierten Professors Aussagekraft:

    "Meine Meinung passt zur Leitlinie:

    "Ein nichtsymptomatisches metastasiertes Prostatakarzinom KANN mit einer Hormonentzugstherapie behandelt werden" (also muss nicht).


    Im Gegensatz dazu steht die Empfehlung beim symptomatischen Tumor: "...soll behandelt werden".


    Es kommt also auf eventuelle Schmerzen an.

    Ich selber (also falls ich in Deiner Situation wäre) würde warten, bis ich eventuell Schmerzen bekomme und erst dann behandeln. Das wäre auch ohne Bildgebung gegangen und nennt sich WW.

    Formal hat nur Docetaxel als Zugabe bisher bewiesen, dass es nach 5 Jahren einen Vorteil bringt. Bei Abriateron, Enzalutamid und Apalutamid ist in den aktuellen Anaysen (zuletzt ESMO im September 2019) noch immer mehr als der Median der mit dem Präparat behandelten Patienten in Therapie. Nur die Kontrollgruppe (Placebo) hat den Median bereits überschritten. Erst, wenn der Median auch in diesem Verum-Arm der Kaplan-Meier-Kurve erreicht ist, (also der Median der mit dem Prüfpräparat Behandelten) progredient geworden ist, kann man statistisch korrekt von einem wirklichen (Überlebens-)vorteil reden. Statt dessen wird im Moment eine Hilfskrücke bemüht. Es wird zu bestimmten Zeitpunkten, z.B. nach 2 Jahren gemessen, wieviel Unterschied es zwischen den Armen gibt. Wie oben erwähnt, ist das statistisch nicht korrekt (wenn gleich die Aussage hochwahrscheinlich richtig ist).

    Lutetium wäre definitiv völlig falsch für die De Novo-Metastiaserung (und das haben wir hier vorliegen)


    Der letzte Absatz war nur Einleitung für den kurzen Satz, dass ich in Deinem Fall zum Zeitpunkt X keine Eskalation der ADT mit was auch immer wählen, sondern, wenn überhaupt, eine ADT als Monotherapie machen würde - bei gutem PSA-Ansprechen auf unter 4 ng/ml sogar als intermittierende Therapie à la M. Hussain."

    Also Roland, was spricht dagegen, dass auch Du trotz der Befunde des PSMA/PET/CT am Montag in Bonn zunächst mal auf WW verharrst?

    Gruß Harald
    nicht nachlassen

  2. #222
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    Harald,

    ich glaube die Empfehlung abzuwarten, bis Schmerzen auftreten, hat auch mit Deinem hohen Alter und Deinen Baustellen zu tun (Komorbiditäten). Dieses Abwarten bis Schmerzen auftreten dürfte nur für wenige Patienten die richtige Empfehlung sein.

    Georg

  3. #223
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    Hallo Harald und Georg und Mitleser,

    ich bitte um Entschuldigung, lieber Harald, ich hätte das Wort "Bauchschmerzen" in Anführungszeichen setzen sollen.
    Tatsächlich habe ich keinerlei Beschwerden und meinte dieses Wort im übertragenden Sinne ( = Sorgen).

    Harald, tatsächlich schaue ich ja meinem Krebs schon seit Ende 2014 beim Wachsen zu
    ohne "harte" Therapie, lediglich METABLOC und später Metformin haben offensichtlich
    zumindest den PSA Anstieg gebremst. Die Unsicherheit bleibt - erst recht nach Klaus' Erfahrungen -
    ob es sich dabei nur um PSA-Kosmetik handelt, deshalb unbedingt die bevorstehende
    Bildgebung.

    Die statistischen Aussagen zu den Unterschieden bei ADT früh/spät sind mit noch
    nicht ganz klar, da gab es ja gerade auch eine kurze Diskussion in einem anderen Thema.
    Auch noch nicht klar ist mir, wann da jeweils von "früh" und wann von "spät" geredet wurde.
    (Beide Unkenntnisse liegen daran, dass ich selbst die entsprechenden Texte noch nicht genau
    genug studiert habe).
    Natürlich kenne ich Georgs und Prof. Schostaks Meinung, eine intermettierende ADT
    sozusagen mit der Pause zu beginnen und bei ca. 10 ng/ml erst einzusteigen. Das wäre im
    Moment meine Position, mit der momentanen Hoffnung, dass sich durch die Bildgebung
    möglicherweise noch eine lokale Option ergibt.

    Gruß Roland
    Meine Werte grafisch bei myprostate: hier
    PSA Verlauf unter Metabloc und Metformin: hier #253

  4. #224
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    Hallo Roland,

    man könnte wähnen, dass ich absichtlich das mit den "Bauchschmerzen" spontan aufgegriffen habe, um Dich zu provozieren. Das war aber natürlich nicht der Fall. Das Wort "Bauchschmerzen"
    fiel mir sofort auf. So kam es zum Mißverständnis. Ich bitte nachträglich um Verständnis.

    @Georg, auch ein 71-Jähriger könnte sehr wohl auf WW verharren, noch dazu wenn er ansonsten keine Beschwerden hat. Roland wird nach dem erneuten Befund am Montag sehr wohl überlegen müssen, ob denn dringend Handlungsbedarf besteht. Etliche Forumsaktivisten haben eh immer davor gewarnt, PSMA/PET/CT-Untersuchungen in Kauf zu nehmen, wenn nicht von vorn herein die Absicht bestand, therapiemäßig Konsequenzen zu ziehen. Ich bedauere, das ich mich in Mannheim habe überreden lassen, und das noch in Anbetracht einer Entscheidungshilfe von kompetenter Seite, das nicht zu veranlassen.

    Ich wünsche Dir, Roland, das berühmte goldene Händchen zu weiteren Entscheidungen.

    Herzliche Grüße

    Harald
    nicht nachlassen

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