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Thema: fortgeschrittener Prostatakrebs

  1. #461
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    Hallo Werner,
    17.12.2019: PSA 0,87 bei Testo 13,6 nmol/l
    17.03.2020: PSA 5,65 bei Testo 14,95 nmol/l
    09.04.2020: PSA 7,45.

    Ich nehme Bicalutamid 50 mg zur Vorbereitung auf die nächste ADT.

    05.05.2020: PSA 11,4 trotz 4 Wochen Bicaöutamid 50 mg.

    Ab 04.05.2020 ADT mit Pamorelin.
    Du musst das dann mal abwarten was die nächste Messung aussagt.
    ich würde in einem Monat dann messen lassen Testo und PSA.
    dann siehst Du wo es lang geht.

    lg
    Adam

  2. #462
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    hallo nochmal,
    einen Hinweis noch aus dem Basiswissen.
    Schau da mal Kapitel 8.5.1 auf Seite 124
    lg
    Adam

  3. #463
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    Hallo Werner,
    Zitat Zitat von WernerE Beitrag anzeigen
    trotz 4 Wochen Bicalutamid 50 mg ist der PSA-Wert von 7,45 auf 11,4 gestiegen. Sicherlich überhaupt kein gutes Zeichen.
    Aufmerksam geworden durch Deinen Beitrag habe ich gerade einen neuen Abschnitt in den Ersten Rat (alias "Basiswissen") eingefügt, der mit der nächsten Ausgabe am 1.6. erscheinen wird, aber hier schon mal ein Vorabdruck:
    8.5.2 Wenn unter reiner Antiandrogen-Behandlung der PSA-Wert steigt

    Wenn der Patient eine Therapie nur mit einem Antiandrogen der ersten oder zweiten Generation macht – das sind im Wesentlichen Flutamid und Bicalutamid – geschieht es manchmal nach einiger Zeit, dass der PSA-Wert steigt, obwohl der Patient sein Antiandrogen ordnungsgemäß einnimmt. Das Messen des Testosteronspiegels hilft hier nicht weiter, denn die Antiandrogene senken ihn nicht, mehr hierzu auf Seite 127. Der Krebs kann gelernt haben, sich vom Antiandrogen zu ernähren, eine Tatsache, die manchen Urologen unbekannt zu sein scheint. Der weiter oben erwähnte Dr. Leibowitz berichtete hiervon schon vor fast 20 Jahren.

    In der Folge steigt der PSA-Wert, ohne dass es scheinbar eine Erklärung hierfür gibt. Die einzige mir bekannte Möglichkeit, hier eine Klärung herbeizuführen, ist das Absetzen des Antiandrogens. Fällt daraufhin der PSA-Wert, so ist tatsächlich dieser Umstand eingetreten und es darf nie wieder ein Antiandrogen der ersten oder zweiten Generation eingesetzt werden. Für dieses Abfallen des PSA-Werts nach Entzug des Antiandrogens gibt es in der Medizin eine Bezeichnung: Antiandrogen-Entzugssyndrom, englisch anti-androgen withdrawal syndrome, AAWS.

    Die Therapie muss jetzt geändert werden.
    Ralf

  4. #464
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    Wenn ich das Profil richtig verstehe, nimmt Werner seit 2016 Bicalutamid. Dann kann dieses jetzt auch seine Wirkung verloren haben. Eventuell sind dann die Androgenrezeptoren des Tumors, wie Ralf beschrieben hat, in der Lage Bicalutamid statt Testosteron für ihr Wachstum zu verwenden. Ich habe dies in meinem Text "Nebenwirkungen der ADT" auf Seite 31 beschrieben. Dort erwähne ich auch, dass die Möglichkeit besteht, von Bicalutamid auf Flutamid zu wechseln, wenn man gerne weiter Antiandrogene verwenden will.

  5. #465
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    Hallo Werner,
    Ab Sommer 2017 Bicalutamid 150 mg.

    Der Tumor in der Harnblase hatte Gottlob keine malignen Zellen.

    02.10.2017: PSA 1,64
    15.01.2018: PSA 1,34
    19.04.2018: PSA 1,8
    Du hattest Bicalutamid 150 mg genommen in 2017,Dein PSA ist dann wieder angestiegen Anfang 2018. Das Bica hat also keine Wirkung mehr.genauso wie bei mir.
    Ich habe es dann abgesetzt weil die PSA Verdoppelungszeiten wieder so waren wie ohne Bica.
    es ist dann so wie es Ralf im Basiswissen beschrieben hat.
    lg
    Adam

  6. #466
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    Hallo zusammen,

    ich komme erst jetzt zum Lesen. Danke für Eure Meinungen. Das mit dem Bicalutamid hat sich bereits aufgeklärt. Ich habe es in 2017 abgesetzt, weil es begann, seine Wirkung zu verlieren. Pamorelin hingegen, das ich im Anschluss bis 01/2019 genommen habe, hat dann denn PSA-Wert bis auf 0,04 gedrückt.

    Sehr interessant hingegen ist die Erweiterung des Basiswissens durch Ralf. Ich habe das mit der Negativ-Wirkung von Bicalutamid auch schon mal hier im Forum gelesen, es aber schlichtweg wieder vergessen. Mein Urologe hat es mir wegen der Vermeidung des Flare Up verordnet. Vielleicht weiß er es ja, wie so viele andere Urologen auch, nicht besser. Mir hätte es aber einfallen sollen. Ich werde ihn bei der nächsten Messung darauf ansprechen. Wird bestimmt wieder unangenehm...

    Danke noch mal an euch alle.

    WernerE

  7. #467
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    Hallo Werner (und alle),
    Zitat Zitat von WernerE Beitrag anzeigen
    Sehr interessant hingegen ist die Erweiterung des Basiswissens durch Ralf.
    die Erweiterung habe ich schon wieder rückgängig gemacht. Die Sache war bereits in Abschnitt 8.5.6 "Wenn unter der antihormonellen Behandlung der PSA-Wert steigt" beschrieben, den Abschnitt habe ich jetzt noch ein bisschen editiert.
    Gelegentlich bin ich selbst überrascht, was alles schon im Basiswissen steht...

    Ralf

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