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Thema: fortgeschrittener Prostatakrebs

  1. #101
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    Guten Morgen,Werner ,Konrad,
    und alle Mitleser,

    vielen Dank schon mal für die Antworten.
    ich stelle hiermit noch mal Auszüge aus dem Arztbrief ein den ich vor ein paar Tagen bekommen habe.
    deshalb weil ich das nur zum Teil verstehe.
    Anamese:
    In der Bildgebung der stattgehabten PSMA-PET-CT-Untersuchung zeigte sich ein multilokuläres lymphogenes Rezidiv mit Befall der interaortocavalen,
    billiakalen sowie präsakralen Lympfknoten.
    Nuklearmedizinischer Befund:

    Pathologische Speicherung an folgenden Lokalisationen.
    moderat,interaortocavaler LK (ca. Höhe Deckplatte LWK 4 ) :SUVmax 4,7
    geringfügig,billiakal (caHöhe LWK 5):SUVmax 3,8 rechtsbzw. 3,2 linksseitig flau, präsekral rechts:SUVmax 2,8
    Ansonsten weitgehend unauffällige Verteilung und Speicherung des des Pharmakons im übrigen Untersuchungsgebiet.

    Zusammenfassende Beurteilung
    Bei bekanntem PK mit im Verlauf ansteigendem PSA-Wert dringender V.a. LK-Metastase interaortocaval(ca. LWK4)mit erkenntlicher moderater PSMA Speicherung.
    Zudem flaue PSMA Speicherherdebilliakal und präsekral rechts,vereinbar mit weiteren kleinen LK-Metestasen.
    die 07/2013 vorbeschriebenen,suspekten PSMA-Speicherungen zweier LK links pariliakal bzw. präsekral sind bei anamnestisch angegebenen Z.n. Radiatio nicht mehr sicher nachweisbar.
    Beurteilung:
    Bei erneutem Lymphogenen Rezidiv besprachen wir die verschiedenen Theraphiemöglichkeiten wie Salvage-Lymphadenektomie.
    oder Androgenblockade.
    Vorschlag des Arztes
    Durchführung einer extendierten retroperitonealen Lymphadenektomie beidseits.

    so stehts da........
    hatte das bei der Besprechung mit dem Arzt wohl nicht so richtig verstanden und wohl nicht koreckt ins Forum gestellt.
    das war jetzt ziemlich viel.
    hoffe das es jemand liest und eine Meinung dazu hat.

    das mal zu der aktuellen Lage

    erst mal grüsse aus Mainz
    und weiter gehts

    adam

  2. #102
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    Lieber Adam

    Ich hatte geschrieben:
    "... denke ich, wäre es einen Versuch wert, den Erfolg per OP zu wiederholen."

    Im Arztbrief steht:
    Vorschlag des Arztes
    Durchführung einer extendierten retroperitonealen Lymphadenektomie beidseits.
    Über die Nebenwirkungen einer ausgedehnten Lymphknotenentfernung
    beidseits kann ich dir nichts sagen, aber das wäre der letzte Versuch,
    den Krebs doch noch wegzukriegen, oder doch wenigstens wie nach
    der Bestrahlung um Jahre hinauszuschieben.

    Androgendeprivation ist rein palliativ, verzögernd und mit einigen
    nicht ganz angenehmen Nebenwirkungen verbunden, die hier im Forum
    schon oft durchdekliniert worden sind, oder auch in meinem Bericht [2].

    Der Entscheid liegt bei dir, der Arzt hat seine Empfehlung ausgesprochen.

    Carpe diem!
    Konrad
    Meine Beiträge schreibe ich als CRPCa-betroffener Laie.

    [1] Mein PSA-Verlauf graphisch auf myprostate.eu
    [2] Meine PK-Historie auf Myprostate.eu
    [3] PSA-Verlaufsanalyse 2003-2013 nach Glättli (Was ist PSA-Alert?)
    [4] PSMA-PET/CT vom 04.07.2012: Paraaortale Lymphmetastase
    [5] PSMA-PET von 08.2016 vor PSMA-RLT, danach 03.2017, sowie 05.2017

  3. #103
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    Danke Konrad,
    habe mich auch weiter beschäftigt mit dem anstehenden weiteren Vorgehen.
    habe folgendes gefunden in dieser Leitlinie.

    Interdiziplinäre Leitlinie der Qualität S3 zur Früherkennung,Diagnose und Theraphie der verschiedenen Stadien des Prostatakarzinoms

    da gibt es wohl keine für den ektomierten Betroffenen positiven Fallzahlen.
    bin da noch sehr Zwiegespalten
    Garantien gibt es nicht.

    bitte noch um Meinungen

    Ps. an Konrad
    Bewundernswert wie Du hier im Forum tätig bist.
    also Hut ab.

    Adam

  4. #104
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    Hallo Adam,

    mit stillschweigendem Einverständnis von Werner ( Threadersteller ) möchte ich hierzu auch meine Meinung mitteilen.

    Offenbar stößt du nun an Grenzen, einerseits eine Therapieform zu finden und anzuwenden, die derzeit keinen Rückhalt in den Leitlinien findet, andererseits Therapiemöglichkeiten auszuloten, die z.Z. noch als Experimentell gelten.

    Was nun?
    Die Leitliniengetreuen werden schweigen wollen. Du hast die Crux nun auch selber erkannt.

    Durchführung einer extendierten retroperitonealen Lymphadenektomie beidseits.
    Vielleicht findest du einen sehr guten Operateur. Ein gewisses Restrisiko ( Absetzungsränder ) wird bleiben. Die Chance alles zu erwischen....... nun ja, besteht, an einer weiterführenden ADT... wirst du wohl nicht herumkommen.
    Nachfolgerisiken durch die Entfernung der L. Knoten im lymphatischen System?

    Was ist mit Lutetium 177 nach erfolgreicher Andockung durch das Ga 68 mit dem PSMA?

    Nicht zugelassen, experimentell verfügbar, an immer mehr Uni Kliniken in den klinischen Studien.
    Kostentragung, nun ja, nach Ausschöpfung von Spielräumen - möglich -
    Systemische Behandlung an allen Stellen wo PSMA angereichert hat. Das kann auch an Tumorzellgewebe außerhalb der Lymphknoten sein.

    Noch ein Wort zur RT Bestrahlung:
    Nach Jahren der Erfahrung mit Metastasen muß festgestellt werden, dass es sowohl Lymphknoten M. als auch Knochen M. gibt, die sich einer Bestrahlung widersetzen können.
    Auch höhere Applizierung von Gy kann einerseits die Resistenzmechanismen nicht durchbrechen. ( Photonen ) Andererseits sorgen hypoxische ( saures Milieu ) für zusätzliche Erschwernisse im Zellzyklus.

    Wird der Repair der Einzel- und Doppelstrangbrüche erfolgreich durchgeführt, dürfte die Erfolgsquote der RT sinken.
    Nur irreparable Schädigung führt zur nekrotischer Apoptose.

    Jedenfalls wünsche ich dir, eine glückliche Hand bei der Auswahl deiner weiterführenden Therapie.

    Laß dich nicht verunsichern, denn -egal - welcher Weg, du wirst ihn wahrscheinlich alleine gehen müssen und verantworten.
    Da ich dieses sehr gut nachempfinden kann, schreibe ich dir dieses, auch weil ich gleichen Weg gehen musste.

    Freundliche Grüsse
    Hans-J.

  5. #105
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    Hallo Hans ,
    und alle anderen Mitbetroffenen,
    danke für Deine Ausführungen.
    werde am Donnerstag das noch mal mit meinem Urologen besprechen .
    was die Ausführung und die Probblematik der Lymphadenektomie betrifft werd ich mich noch mal schlau machen und berichten.
    hoffe ich komme zu einem Entschluss der mir letztendlich was bringt.

    " sonnige" grüsse aus Mainz
    Adam

  6. #106
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    Hallo zusammen und insbesondere Hans-J.,

    zunächst einmal muss ich mich weiter gedulden. Die CD enthält keine Fusionsbilder. Da muss ich Morgen noch einmal die UKM anrufen. Ich hoffe, dass die Bilder noch problemlos nachgeliefert werden können. Im weiteren wirst Du, Hans-J., wahrscheinlich (leider) Recht behalten. Vorbehaltlich der Aussagekraft der Fusionsbilder wird der/die pararektale/n Lymphknoten wohl nicht operabel sein. Ich kann nur hoffen, dass man ihm/ihnen per Bestrahlung beikommen kann.

    Bezüglich Lutetium 177 habe ich mittlerweile gehört, dass die Behandlung erst Anwendung finden kann, wenn keine Anti-Hormon-Therapie mehr wirkt. Ist die Behandlung eigentlich die gleiche, wie die in Bad Berka (Theranostics)?

    Viele Grüße

    WernerE

  7. #107
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    Hallo Werner,

    Bezüglich Lutetium 177 habe ich mittlerweile gehört, dass die Behandlung erst Anwendung finden kann, wenn keine Anti-Hormon-Therapie mehr wirkt. Ist die Behandlung eigentlich die gleiche, wie die in Bad Berka (Theranostics)?
    Ja, wäre vielleicht einmal gut, es würde sich auf eine bestimmte Bezeichnung für diese neue Therapieform geeinigt. Ja, Bad Berka bietet auch die Lutetium 177 Therapie an. ( Theranostics )
    Theranostics beinhaltet ja Therapie und Diagnostik. Aber sich etwas darunter vorstellen können die wenigsten. Ich glaube Konrad, hatte dieses einmal ganz gut erklärt, sodass ich es jetzt nicht noch einmal ausführe.

    Es ist richtig, dass die THERAPIE mit Lutetium 177 ( Radiopharmakon ) erst nach Versagen der ADT erfolgen soll. Versagen heißt auch, Metastasenprogress unter ADT.
    Da du offenbar noch keine ADT hattest, wird es wohl oder übel anstehen.
    Ein komisches Gefühl sich auf einem Gleis zu befinden, wo die Richtung strikt vorgegeben ist.

    Die von dir angesprochene RT dürfte nicht einfach sein, es versteht sich, dass hier keine 3 D konformal angedient werden sollte.
    Durchaus kannst du viele, schöne Jahre haben und mit Glück auch nachhaltigen Erfolg bei einer RT.
    Aber auch Vorsicht ist in Organnähe geboten. Suche nur erstklassige Institute.

    Meine besten Wünsche
    Hans-J.

  8. #108
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    Hallo zusammen,
    das Pech bleibt mir treu. Nachfolgend in Kursiv das Schreiben von Professor Schostak an mich.Sein Angebot der Terminabsprache habe ich jedenfalls angenommen. Am kommenden Dienstag werde ich ihn treffen.

    Viele Grüße

    WernerE

    Sehr geehrter Herr Ehrenberg,
    diesmal ist alles angekommen und gut sichtbar.
    Ich möchte vorwegschicken, dass diese Beratung informell und privat erfolgt - es besteht kein klassisches Arzt-Patient-Verhältnis.

    Es leuchtet an verschiedenen Stellen, u.a. neben dem Enddarm kurz vor dem Kreuzbein, rechts iliacal und links kurz vor der tiefen Bauchmuskulatur.
    Leider habe ich keine guten Nachrichten. Ein Befall an so verschiedenen Etagen ist allerhöchstwahrscheinlich nicht mit lokalen Behandlungsmethoden therapierbar.
    Es gibt aber auch gute Nachrichten: Lymphknoten sind zunächst mal nicht lebensbedrohlich, so lange sie nicht irgendwas abdrücken. Ich an Ihrer Stelle würde eine intermittierende Hormonbehandlung machen, beginnend ab dem Überschreiten von 10 ng/ml (!). Ausgesetzt werden kann ab dem Unterschreiten von 4 ng/ml. Diese Strategie ist durch eine große Studie unterstützt.
    Ihr aktueller Wert liegt weit unter 10 ng/ml, d.h. falls Sie diesem Konzept folgen, müssen Sie derzeit nichts machen.

    Wenn Sie mehr über diese und eventuelle andere Optionen wissen möchten, müssen Sie bitte einen Termin in meiner Sprechstunde vereinbaren.

    Mit freundlichen Grüßen,

    M. Schostak

  9. #109
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    hallo Werner,
    Du hast mir geantwortet zur Lymphadenektomie.
    Hatte am Freitag den Termin mit Einweisung. OP wäre Heute gewesen.
    Meine Frau und ich konnten noch mal mit dem Oberarzt der Urologie in Heidelberg sprechen.
    Sehr ausführlich " endlich mal" . die Ausage vom Oberarzt, sehr aufwändige OP mit gewissen Risiken und evtl.negativen Folgen.
    Er meinte mit 15 kg weniger Gewicht wäre es einfacher.
    wir haben die OP abgesagt. werde jetzt auch auf bicalutamid gehen.
    habe heute die erste eingenommen bei einem PSA von 3,2 ng /ml.
    laut Dr.Schostak beim Vorschlag zu Deiner Situation könnte ich auch noch warten ?
    die Verdoppelungszeiten sind halt sehr kurz.
    Adam

  10. #110
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    Hallo Adam,

    ich habe am kommenden Dienstag einen Gesprächstermin bei Professor Schostak. Ich bin froh, dass ich den so kurzfristig bekommen habe. Das ist mir allemal der Weg von 600 KM (hin und zurück...) wert. Er hat ja eine zumindest für mich völlig neue Anti-Hormontherapie genannt. Ich werde mich mal beraten lassen. Bezüglich meines PSA-Wertes mache ich mir keine Illusionen mehr. Ich denke, dass ich in 2016 die 10-er-Marke reißen werde.

    Hast Du die Brustdrüsen bestrahlen lassen?

    Viele Grüße

    WernerE

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