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Thema: fortgeschrittener Prostatakrebs

  1. #11
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    Zitat Zitat von WernerE Beitrag anzeigen
    Beiderseits kapselüberschreitendes Prostatakarzinom (z. T. duktales Adenokarzinom). Präparationsränder und Absetzungsränder tumorfrei. Samenblasen bds. karzinominfiltriert. Metastasenfreie Lymphknoten pelvin bds. UICC-Klassifikation: pT3b pN0 (0/14) Mx R0; im Sinne des Stadiums III (UICC) Gleason´s Grade: 7 (4+3) Tumorvolumen: 7,29 ml.
    Lieber Werner,

    Ich fasse zusammen:
    Lokal fortgeschrittenes Pca, schlecht differenziert. Ränder frei. Es sind ausreichend Lymphknoten entfernt worden (14) und keiner war befallen.
    PSA nie Null, aktuell leichter biochemischer Progress, keine Symptome. Eine Nachbestrahlung der Loge ist erfolgt. Knochenszintigramm negativ.

    Ich bleibe bei meiner Vermutung, dass wahrscheinlich ein oder mehrere weitere Lymphknoten (außerhalb des typischen Gebiets) befallen sind. Eine PET/CT-Untersuchung in diesem niedrigen PSA-Bereich bringt nichts (ich meine, man sieht den Herd noch nicht).

    Keine akute Gefahr; Ich rate zum Warten ohne jede Therapie. Zwischen 1 und 2,5 ng/ml sollte man zum Einen das Szintigramm wiederholen und zum Anderen eine PET/CT-Untersuchung machen.
    Zeigt sich darin ein gut erreichbarer, singulärer Herd (im Bauch), würde zumindest ich ihn laparoskopisch entfernen (das sehen nicht alle so), ist er schlecht erreichbar, sollte er bestrahlt werden.
    Spricht das PSA darauf nicht an, muss man in weiterer Folge an eine Hormonbeeinflussung denken. Ich würde frühestens ab 2 ng/ml und nur mit Bicalutamid 150 anfangen.
    Wenn es gut läuft, brauchst Du vielleicht niemals Hormone - zumindest sind die genannten Konzepte sicher gut geeignet, das möglichst weit nach hinten zu verschieben.

    Herzliche Grüße,

    Martin Schostak

  2. #12
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    Hallo Herr Professor Schostak,

    ganz herzlichen Dank für die in meiner Situation doch beruhigenden Worte. Ich habe heute einen weiteren PSA-Wert erhalten: 0,35. Also wieder leicht gestiegen. Mitte Januar 2013 lasse ich nochmals messen und habe dann einen Gesprächstermin bei meinem Urologen. Gerne würde ich dann noch einmal um Rat bitten.

    Bis dahin allen frohe Weihnachten und die Gabe, die Krankheit ab und an hinten anzustellen.

    Werner

  3. #13
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    Lieber Werner,
    zum Zeitpunkt der Bestrahlung 0,34, jetzt 0,35 - da gibt es wegen der Messungenauigkeit gar keinen Unterschied.
    Also: Ruhe bewahren!

    Schöne Weihnachten und herzliche Grüße

    Martin Schostak

  4. #14
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    Hallo zusammen,

    ich hole mir zwischenzeitlich Rat bei einem Doktor der Naturheilkunde. Einige Mittel, die das Abwehrsystem des Körpers stärken (sollen), nehme ich auch ein. Der Doktor rät mir nun zu einer Misteltherapie abgestimmt auf meine Tumorerkrankung (pT3b). Er verspricht sich davon, dass das Wachstum des Tumors dadurch gestoppt, oder sogar rückläufig sein wird.

    Auf meine Frage, wie teuer denn so eine Therapie sein wird, teilte er mir mit, dass Urologen sie sogar verschreiben könnten und die Krankenkassen die Kosten tragen würden. Es sei eine weithin medizinisch akzeptierte Behandlung.

    Hat jemand Erfahrung mit der Misteltherapie? Gibt es Gründe, die dafür, oder dagegen sprechen?

    Viele Grüße und wie schon gesagt: Trotz allem frohe Festtage! Werner

  5. #15
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    Zitat Zitat von WernerE Beitrag anzeigen
    Hat jemand Erfahrung mit der Misteltherapie? Gibt es Gründe, die dafür, oder dagegen sprechen?
    Hallo WErner,

    darüber kannst Du hier nachlesen.

    Ralf

  6. #16
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    Zitat Zitat von WernerE Beitrag anzeigen
    Hallo zusammen,

    ich hole mir zwischenzeitlich Rat bei einem Doktor der Naturheilkunde. Einige Mittel, die das Abwehrsystem des Körpers stärken (sollen), nehme ich auch ein. Der Doktor rät mir nun zu einer Misteltherapie abgestimmt auf meine Tumorerkrankung (pT3b). Er verspricht sich davon, dass das Wachstum des Tumors dadurch gestoppt, oder sogar rückläufig sein wird.
    Auf meine Frage, wie teuer denn so eine Therapie sein wird, teilte er mir mit, dass Urologen sie sogar verschreiben könnten und die Krankenkassen die Kosten tragen würden. Es sei eine weithin medizinisch akzeptierte Behandlung.Hat jemand Erfahrung mit der Misteltherapie? Gibt es Gründe, die dafür, oder dagegen sprechen? Viele Grüße und wie schon gesagt: Trotz allem frohe Festtage! Werner
    Hallo Werner,
    es gibt schon auch eine schulmedizinische Meinung zum Thema: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19153707

    Eine kritische Bewertung der Phytotherapie des Prostatakarzinoms
    PD Dr. F.G.E. Perabo, E.C. von Löw, R. Siener, J. Ellinger, S.C. Müller, P.J. Bastian Urologe A. 2009 Mar;48(3):270-1, 274-83. doi: 10.1007/s00120-008-1929-5

    Zusammenfassung

    Patienten mit einem Prostatakarzinom setzen zunehmend phytotherapeutische Substanzen zusätzlich zur konventionellen Therapie ein. Das gewünschte Ziel ist in der Regel, das körpereigene Immunsystem zu unterstützen, das Tumorleiden zu bekämpfen, die Hoffnung eine therapiebedingte Morbidität zu minimieren und die Lebensqualität zu verbessern und letztlich auch die Sorge vor dem Versagen der konventionellen Tumortherapie. Eine Vielzahl von Phytosubstanzen werden als potentielle Präparate zur Behandlung des Prostatakarzinoms beworben. Das Ziel dieser Arbeit ist die Differenzierung zwischen den präventiven und therapeutischen Ansätzen und zu evaluieren, welche Phytosubstanzen tatsächlich für einen Einsatz in der Therapie des Prostatakarzinoms geeignet sein können. Hierzu wurden die präklinischen In-vitro- und In-vivo-Daten sowie alle klinischen Studien zu den Phytosubstanzen wie Genistein, Lycopin, Epigallokatechingallat, Resveratrol und Mistel bewertet. Die dargestellten Daten zeigen, dass derzeit keinerlei klinische Beweise vorliegen, die belegen, dass Phytosubstanzen einen therapeutischen Nutzen in Bezug auf Tumorrezidiv oder Überleben haben. Auch die Frage zur besseren Immunfunktion und Lebensqualität bleibt offen. Manche dieser Phytosubstanzen könnten aber eine Rolle in der Prävention des Prostatakarzinoms spielen.

    Spende das Geld doch lieber der Krebshilfe!

    An die Phyto-Jünger: Ihr dürft jetzt über mich herfallen...;-)

    Herzliche Grüße für ein geruhsames Fest

    Martin Schostak





  7. #17
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    Zitat Zitat von M Schostak Beitrag anzeigen

    An die Phyto-Jünger: Ihr dürft jetzt über mich herfallen...;-)
    Wie wär's mit diesem Kraut statt Misteln?


    Die vielgeschmähte Chemotherapie des Prostatekrebses basiert auf dem hochgiftigen Eibenextrakt.
    Auch eine Phytotherapie!

    Carpe diem!
    Hvielemi
    Meine Beiträge schreibe ich als CRPCa-betroffener Laie.

    [1] Mein PSA-Verlauf graphisch auf myprostate.eu
    [2] Meine PK-Historie auf Myprostate.eu
    [3] PSA-Verlaufsanalyse 2003-2013 nach Glättli (Was ist PSA-Alert?)
    [4] PSMA-PET/CT vom 04.07.2012: Paraaortale Lymphmetastase
    [5] PSMA-PET von 08.2016 vor PSMA-RLT, danach 03.2017, sowie 05.2017

  8. #18
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    Hallo Werner,
    was meint denn Dein Doktor der Naturheilkunde zu dem Artikel des Deutschen Krebsforschungszentrum (dkfz.)

    Die Mistel in der Krebstherapie:
    http://www.krebsinformationsdienst.d...ung/mistel.php




    Freundliche Grüße
    Horst
    http://www.myprostate.eu/?req=user&id=62

  9. #19
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    Zitat Zitat von HorstK Beitrag anzeigen
    Einfach köstlich, was man da so liest:

    Die Mistel wurde schon von den Kelten als Heilpflanze verwendet. Ihre Heiler schrieben der Pflanze neben der Wirkung auf den Körper auch einen magischen Einfluss zu. Auch die antike "Signaturlehre" wurde in der Geschichte der Medizin immer wieder aufgegriffen. Nach deren Konzepten lässt sich die Heilwirkung einer Pflanze aus dem Aussehen erschließen: Mistelpflanzen als Baumparasiten galten demnach als geeignete Mittel gegen Erkrankungen, die wie Krebs als "Parasit" des Menschen verstanden wurden.
    Rudolf Steiner, der Begründer der Anthroposophie, schlug den pflanzlichen Schmarotzer vor rund hundert Jahren für die Krebstherapie vor, aus geisteswissenschaftlich-weltanschaulichen Überlegungen heraus. Die Ärztin Ita Wegman griff seine Anregungen auf. Für beide spielte das "Immaterielle", was nicht mit den Sinnen wahrnehmbar sei, eine große Rolle bei der Entwicklung der anthroposophischen Konzepte von Gesundheit und Krankheit.
    Aber die Misteltherapie hält sich nun schon seit mehr als 2000 Jahren, ...


    ... also muss da doch was dransein.

    MINDESTENS ein Placebo-forte-Effekt )

    Carpe diem!
    Hvielemi
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    [1] Mein PSA-Verlauf graphisch auf myprostate.eu
    [2] Meine PK-Historie auf Myprostate.eu
    [3] PSA-Verlaufsanalyse 2003-2013 nach Glättli (Was ist PSA-Alert?)
    [4] PSMA-PET/CT vom 04.07.2012: Paraaortale Lymphmetastase
    [5] PSMA-PET von 08.2016 vor PSMA-RLT, danach 03.2017, sowie 05.2017

  10. #20
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    Hallo Werner,
    wenn Du in die Schatzkiste der Mutter Natur greifen willst, kann ich Dir noch eine andere Empfehlung geben: In der Klinik für Tumorbiologie wird eine freie Studie mit Modifiziertem Citruspektin (MCP) betrieben. Ansprechpartner ist dort Dr. Azemar. MCP enthält im wesentlichen Inhaltsstoffe von Schalen von Citrusfrüchten und Äpfeln und behindert die Metastasierung. Die Wirkung entsteht dabei durch Hemmung der Tumorzellenadhäsion.

    Literatur: Pienta KJ, Naik H, Akhtar A, et al. Inhibition of spontaneous metastasis in a rat prostate cancer model by oral administration of modified citrus pectin. Journal of the National Cancer Institute, Vol. 87 (5), 348, 1995.

    Ich wende es z.Zt. begleitend zur Taxotere-Chemo an. Da ich aber noch gleichzeitig auch noch div. Chin. Heilpilzpulver, Brokkolisprossen, Grüntee und Gamma-Tocotrienol zu mir nehme, kann ich nichts genaues im einzeln sagen. Die Chemo ist aber in den bisherigen 14 Wochen sowohl in den Nebenwirkungen wie auch im PSA-Verlauf geradezu ausgezeichnet verlaufen, was in meinem Fall nicht unbedingt zu erwarten war.

    Viele Grüße,
    Peter

    meine PCA-Historie: http://www.myprostate.eu/?req=user&id=111

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