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Thema: Aufruf Beteiligung Akte2013 Protonentherapie Kostenübernahme

  1. #1
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    Aufruf Beteiligung Akte2013 Protonentherapie Kostenübernahme

    Hallo Forenteilnehmer,
    ich nehme Bezug auf viele Protoneninteressierte und das Problem der ablehnenden Bescheide zur Kostenübernahme durch die GK. Nachdem die DAK mittels einen rechtskräftigen Bescheid abgelehnt hat, haben wir bei Sozialgericht Klage eingereicht. Zudem gibt es seit Anfang Dezember ein rechtskräftiges Urteil zur Kostenübernahme eines Privatversicherer der Protonentherapie in Loma Linda.
    Der im Prozess beteiligte Rechtsanwalt war im Auftrag des RPTC mit involviert. Primär geht es darum, dass die KK noch laut Vertrag verpflichtet ist, die Kosten zu tragen ohne Bezug des Befundes. Im Zuge dessen, dass diese Therapie so schnell wie möglich für jeden Patienten offen sein soll, ist man bestrebt, die ablehnenden Bescheide mehr in die Öffentlichkeit zu bringen.
    Darum haben wir auch an Akte 2013 geschieben. Je mehr Mitstreiter sich bei Akte melden, oder besser gesagt, je früher wird darüber berichtet und das Dilemma veröffentlicht.
    Darum gilt mein Aufruf hier an jeden, der vorhat sich im RPTC (oder auch in anderen KLiniken) bestrahlen zu lassen sich an die Redaktion Akte 2013 zu wenden. Selbst wenn ablehnende Bescheide bereits erteilt worden sind und keine Klage angestrebt wird, sollte man sich dort melden.
    Fakt ist, dass Verträge abgeschlossen worden sind und diese auch einzuhalten sind.

    Selbst wenn es für den einen oder anderen nicht mehr hilfreich ist, so wären die Erfahrungenn und das eventuelle Ergebnis doch auch für die Zukunft anderen Patienten hilfreich.

    In diesem Sinne
    liebe Grüsse
    Carmen

  2. #2
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    Hallo,
    schade dass dieses Thema doch keinen interessiert?
    Gruss CArmen

  3. #3
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    Hallo Carmen,

    das liegt wohl daran, dass die Protonentherapie im Zusammenhang mit der Bestrahlung eines Prostatakarzinoms als Overkill bezeichnet werden muss und tatsächliche Vorteile gegen andere Bestrahlungsarten noch nicht erkennbar werden.

    Es geht auch darum inwieweit Therapien bezahlbar bleiben, wenn man anderen Patienten aus der Solidargemeinschaft nichts wegnehmen will! Oder gehörst Du nicht zu den Menschen, die für ihren Haushalt eine bestimmte/begrenzte Summe zur Verfügung haben?

    Gruß Heribert

    Vollständige PK-Historie seit 2005 bei
    myProstate.eu
    Menschen sind Engel mit nur einem Flügel.
    Sie müssen sich umarmen um fliegen zu können.



    (Luciano de Crescenzo)

  4. #4
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    Zitat Zitat von Eheweib Beitrag anzeigen
    schade dass dieses Thema doch keinen interessiert?

    Bloss weil es neuer und teurer ist, muss es nicht zwingend besser sein.
    Worin, bitte, liegt der therapeutische Vorteil der Protonentherapie?

    Carpe diem!
    Hvielemi
    Meine Beiträge schreibe ich als CRPCa-betroffener Laie.

    [1] Mein PSA-Verlauf graphisch auf myprostate.eu
    [2] Meine PK-Historie auf Myprostate.eu
    [3] PSA-Verlaufsanalyse 2003-2013 nach Glättli (Was ist PSA-Alert?)
    [4] PSMA-PET/CT vom 04.07.2012: Paraaortale Lymphmetastase
    [5] PSMA-PET von 08.2016 vor PSMA-RLT, danach 03.2017, sowie 05.2017

  5. #5
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    NZZ: Die Teilchentherapie auf der Suche nach Anwendungen

    Zitat Zitat von Hvielemi Beitrag anzeigen
    Bloss weil es neuer und teurer ist, muss es nicht zwingend besser sein.
    Worin, bitte, liegt der therapeutische Vorteil der Protonentherapie?
    Heute ist in der Wissenschaftsbeilage der NZZ ein ganzseitiger Artikel über die Protonentherapie erschienen,
    aus dem ich mal auszugsweise, mit Schwerpunkt Prostatakrebstherapie, zitiere
    Leider ist der Link nur für Abonnenten ganz zu öffnen:
    http://www.nzz.ch/wissen/wissenschaf...gen-1.17940337

    Die Teilchentherapie auf der Suche nach Anwendungen

    Es klingt nach der perfekten Waffe gegen Krebs: Ionen können tief ins Gewebe eindringen und ihre Energie punktgenau abgeben. Bei welchen Tumoren dies klinische Vorteile bringt, wird derzeit erforscht.

    Stephanie Lahrtz
    Der Behandlungsraum im Heidelberger Ionenstrahltherapiezentrum (HIT) sieht so aus, ... fast 120 Millionen Euro gekostet.
    ... viel Aufwand für sehr kleine Teilchen, in die Mediziner wie Krebspatienten grosse Hoffnung setzen.

    Die Partikeltherapie ist nämlich laut Theorie immer dann der konventionellen Röntgenbestrahlung überlegen, wenn der Tumor in einem sehr strahlenempfindlichen Gewebe wie dem Gehirn, dem Sehnerv oder dem Rückenmark oder nahe an solchen Strukturen liegt. Denn aufgrund ihrer physikalischen Eigenschaften geben Wasserstoffionen (Protonen) und Kohlenstoffionen beim Durchtritt durch biologisches Gewebe fast ihre gesamte Energie in einem genau definierten Zielgebiet ab – und deutlich weniger davor und kaum etwas danach. Dieser Abgabebereich wird durch die Geschwindigkeit, welche die Partikel im Beschleuniger aufnehmen, bestimmt und ist somit steuerbar. Deshalb belasten Partikelstrahlen das Gewebe um einen Tumor herum deutlich weniger als Röntgenstrahlen.

    Trotz diesen Vorteilen weiss man noch immer nicht, bei welchen Tumoren Partikelstrahlen tatsächlich besser sind als Röntgenstrahlen. Denn es fehlen klinische Studien. Und dies, obwohl Protonen und vereinzelt auch Kohlenstoffionen bereits seit den 1980er Jahren in einigen Zentren in den USA, Japan und auch am Paul-Scherrer-Institut (PSI) in der Schweiz zur Zerstörung von Tumoren eingesetzt werden. Diese Lücke wollen nun unter anderem das PSI und das deutsche HIT im Rahmen verschiedener klinischer Studien schliessen.
    ...
    Eine Partikeltherapie kostet in Deutschland ungefähr 20 000 Euro, in der Schweiz rund 30 000 Franken und damit jeweils zwei- bis zweieinhalbmal so viel wie eine Röntgenbestrahlung. Eine genügend grosse klinische Studie ist also kein Schnäppchen.
    ...
    Für eine faire Beurteilung der Partikeltherapie müsste man nicht nur die Kosten der Bestrahlungen, sondern auch die Aufwendungen für Nebenwirkungen und allfällige Spätschäden in die Kalkulation aufnehmen, fordert Martin Jermann, Leiter des Protonenprogramms am PSI. Doch derzeit existierten keine langjährigen Vergleiche der Gesamtkosten von Partikeltherapien gegenüber denen der Röntgenbestrahlungen. Jermann hält es für möglich, dass trotz höheren Bestrahlungskosten die Partikeltherapie in vielen Fällen billiger sei, da sie weniger Nebenwirkungen und Spätschäden ...

    Für Kinder und Spezialfälle

    Aus Mangel an Beweisen werden derzeit die Ionen meist nur gegen seltene Tumorvarianten und Spezialfälle eingesetzt. Dazu zählen Augentumore sowie bösartige Geschwülste an der Schädelbasis, in den Hirnhäuten oder an der Wirbelsäule. Bei den Augentumoren ist die Partikeltherapie unbestritten der bessere Weg, da dabei der sehr empfindliche Sehnerv in vielen Fällen geschont werden kann. ... So konnte die 5-Jahres-Überlebensrate mit Protonenbestrahlung bei den Knorpeltumoren von 40 auf über 80 Prozent und bei den Knochentumoren von weniger als 5 auf über 50 Prozent gesteigert werden.
    Auch bei Kindern gilt der Einsatz von Ionenstrahlen in vielen Fällen als die bessere, weil akut wie auch langfristig verträglichere Behandlungsvariante.
    ...
    Es liegen derzeit allerdings keine aussagekräftigen Studien darüber vor, in welchem Ausmass die Partikeltherapie für Kinder nicht nur – wie unbestritten – akut weniger belastend, sondern tatsächlich auch zu weniger Zweittumoren im späteren Erwachsenenleben führt. Ebenso fehlen Angaben, ob bei den häufigen Tumorarten von Erwachsenen wie Brust- oder Prostatakrebs eine Partikeltherapie die medizinisch bessere Behandlung wäre.
    Experten sind überzeugt, dass nicht alle Brust- oder Prostatakrebspatienten eine Protonen- oder Kohlenstoffionentherapie benötigen. Denn in Ländern mit hochentwickelter Medizin – diese umfasst neben Vorsorgeprogrammen auch eine Vielzahl von Behandlungsarten inklusive modernster Röntgenstrahltechnologie – werden bei diesen beiden Tumorarten bereits deutlich längere Überlebensraten erzielt als etwa bei der Behandlung von Lungen- oder Gehirntumoren. Daher stehen diese häufigen, aber vergleichsweise gut kontrollierbaren Tumorarten derzeit nicht im Fokus der Partikelanwendungen.
    Es könnte jedoch sein, dass jüngere Personen mit einem besonders aggressiven Brust- oder Prostatakarzinom von einer Partikeltherapie profitierten, sagen Jermann wie Debus. Denn man könne damit höhere Bestrahlungsdosen einsetzen und verursache trotzdem weniger Nebenwirkungen und Gewebeschäden.
    ...

    Wie uns Strahlentherapeut Daniel Schmidt schon mehrfach dargelegt hatte, ist bei der Prostatabestrahlung die Schonung der Harnröhre und der Darmwand auch bei Protonen nicht gegeben. Für "jüngere Personen mit einem besonders aggressiven ... Prostatakarzinom" wird der Protonenstrahl wohl erwogen wegen der allenfalls geringeren Spätfolgen, wie dies am PSI bei Kindern seit den 80ern praktiziert wird.

    ... nec Babylonios temptaris numeros.
    Carpe diem!
    Hvielemi
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    [1] Mein PSA-Verlauf graphisch auf myprostate.eu
    [2] Meine PK-Historie auf Myprostate.eu
    [3] PSA-Verlaufsanalyse 2003-2013 nach Glättli (Was ist PSA-Alert?)
    [4] PSMA-PET/CT vom 04.07.2012: Paraaortale Lymphmetastase
    [5] PSMA-PET von 08.2016 vor PSMA-RLT, danach 03.2017, sowie 05.2017

  6. #6
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    Zitat Zitat von Eheweib Beitrag anzeigen
    ..Zudem gibt es seit Anfang Dezember ein rechtskräftiges Urteil zur Kostenübernahme eines Privatversicherer der Protonentherapie in Loma Linda.
    Der im Prozess beteiligte Rechtsanwalt war im Auftrag des RPTC mit involviert. Primär geht es darum, dass die KK noch laut Vertrag verpflichtet ist, die Kosten zu tragen ohne Bezug des Befundes...
    Hier wird der Wahnsinn zur Methode. Ich finde das LomaLinda-Urteil ungeheuerlich, wenn es tatsächlich so gefällt worden sein sollte. Hier agiert die RPTC-Lobby gezielt und ohne Rücksicht auf die volkswirtschaftlichen Konsequenzen.

    Es geht hier m.E. nicht um das Wohl des Patienten (Daniel Schmidt hat hierzu klare Ausführungen gemacht), sondern um die Erlösverbesserung für das Rinnecker-Zentrum zu Lasten der Solidargemeinschaft.

    Sollte für solche Bestrebungen hier im Forum wirklich geworben werden?

    Schorschel

  7. #7
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    Hallo Hvielemi,

    ich bin mir nicht sicher, ob Du hier nicht zwei unterschiedliche Dinge in einen Topf wirfst: Die zur Protonenbestrahlung verwendeten Protonen sind Wasserstoffatome, denen man das (einzige) Elektron geklaut hat, womit nur das Proton ubrigbleibt (das in der Natur am häufigsten vorkommende Wasserstoffisotop hat kein Neutron im Kern) und die damit eine positive Ladung haben. Die Schwerionen, von denen in dem NZZ-Artikel die Rede ist, sind Kohlenstoff-Atomkerne, bestehend aus sechs Protonen und sechs Neutronen (die Elektronen wurden diesen Atomen ebenfalls geklaut), sind also von ganz anderem Kaliber als die Protonen des RPTC und in Loma Linda.

    Ralf

  8. #8
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    Hallo Schorschel,
    Zitat Zitat von Schorschel Beitrag anzeigen
    Sollte für solche Bestrebungen hier im Forum wirklich geworben werden?
    nein, aber es darf gerne ausgewogen und sachlich darüber diskutiert werden.

    Ralf

  9. #9
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    NZZ: Es geht um Parikelstrahlen

    Zitat Zitat von RalfDm Beitrag anzeigen
    ich bin mir nicht sicher, ob Du hier nicht zwei unterschiedliche Dinge in einen Topf wirfst:
    Nein, Ralf, ich vermische da gar nichts, es geht um Partikelstrahlen insgesamt.
    Der NZZ-Artikel ist in der Print-Ausgabe untertitelt:
    Neue Studien sollen die Wirksamkeit von Wasserstoff- und Kohlenstoffionen gegen Tumore belegen
    Es ist von Partikeln die Rede, im Gegensatz zu Röntgenstrahlen (Photonen),
    da beide "Teilchen", also Wasserstoff- und Kohlestoff-Ionen ähnliche therapeutische Eigenschaften aufweisen:

    Damit die auf drei Viertel der Lichtgeschwindigkeit beschleunigten
    Wasserstoff- oder Kohlenstoffionen millimetergenau auf den Patienten auf der
    Liege treffen können, ist eine technische Grossanlage mit modernsten Apparaturen nötig.
    ...
    Die Partikeltherapie ist nämlich laut Theorie immer dann der konventionellen
    Röntgenbestrahlung überlegen, wenn der Tumor in einem sehr strahlenempfindlichen
    Gewebe wie dem Gehirn, dem Sehnerv oder dem Rückenmark oder nahe an solchen
    Strukturen liegt. Denn aufgrund ihrer physikalischen Eigenschaften geben Wasserstoffionen
    (Protonen) und Kohlenstoffionen
    beim Durchtritt durch biologisches Gewebe
    fast ihre gesamte Energie in einem genau definierten Zielgebiet ab – und
    deutlich weniger davor und kaum etwas danach. Dieser Abgabebereich wird
    durch die Geschwindigkeit, welche die Partikel im Beschleuniger aufnehmen,
    bestimmt und ist somit steuerbar. Deshalb belasten Partikelstrahlen das Gewebe
    um einen Tumor herum deutlich weniger als Röntgenstrahlen.
    .

    Auf spezifische Vorzüge des "schwereren" Kohlestoff-Strahls geht der Artikel nur kurz ein,
    aber ohne Bezug zu unserem PCa:
    Forscher des HIT haben zudem kürzlich in Zellkulturversuchen herausgefunden,
    dass eine Bestrahlung mit Kohlenstoffionen die Zellen eines besonders aggressiven
    Hirntumors (Gliom) an der Wanderung hindert. Denn die Ionen blockierten die Bildung
    bestimmter, für die Fortbewegung benötigter Proteine auf der Zelloberfläche. Dies
    könnte ein bisher unbekannter Vorteil der Kohlenstoffionenbestrahlung gegenüber
    anderen Bestrahlungsverfahren sein. Noch ist allerdings unklar, ob dies im Gehirn die
    Metastasenbildung blockiert oder zumindest mindert.
    Am im Kern aus den 80ern stammenden PSI werden ausschliesslich Protonen,
    also Wasserstoff-Ionen verwendet, während am moderneren HIT in Heidelberg sowohl
    Protonen als auch Kohlenstoff-Ionen beschleunigt werden können.

    Carpe diem!
    Hvielemi

    Hier ein Bild des ganzen Artikels aus der Print-Ausgabe (anklicken für volle Grösse):

    Meine Beiträge schreibe ich als CRPCa-betroffener Laie.

    [1] Mein PSA-Verlauf graphisch auf myprostate.eu
    [2] Meine PK-Historie auf Myprostate.eu
    [3] PSA-Verlaufsanalyse 2003-2013 nach Glättli (Was ist PSA-Alert?)
    [4] PSMA-PET/CT vom 04.07.2012: Paraaortale Lymphmetastase
    [5] PSMA-PET von 08.2016 vor PSMA-RLT, danach 03.2017, sowie 05.2017

  10. #10
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    Das Problem ist ein ganz anderes:

    Die Ergebnisse vom Kopf können nicht 1:1 auf die Prostata übertragen werden - das Gehirn bewegt sich keinen Millimeter, wenn der Kopf fixiert ist,
    aber die Prostata kann ohne weiteres bis zu 15 mm nach oben oder unten (Blasenfüllung, Atmung) oder 20 mm nach vorn oder hinten sich verschieben
    innerhalb kurzer Zeit (Blähung etc.). Was nützt ein Millimeter genauer Schnitt, wenn das Organ nicht an der Stelle sitzt???

    Deswegen wurde im JNCI - einer sehr angesehenen Schrift - eine Untersuchung veröffentlicht, die zeigt, das zwar nach 6 Monaten die Protonentherapie
    etwas weniger Nebenwirkungen hat, es aber nach 12 Monaten keinerlei Unterschiede mehr zur IMRT im Ergebnis gab.
    Dazu wurden immerhin über 500 Protonenpatienten gegen jeweils 2 "normale" gematcht und verglichen (die Protonen-Patienten
    waren tendenziell etwas jünger und gesünder bei den Nebenerkrankungen).

    Der einzig signifikante Unterschied - Kosten mehr als das doppelte ...

    Proton Versus Intensity-Modulated Radiotherapy for Prostate Cancer: Patterns of Care and Early Toxicity



    + Author Affiliations

    • Affiliations of authors: Cancer Outcomes, Public Policy, and Effectiveness Research (COPPER) Center (JBY, PRS, JH, LDC, ALP, KBR, CPG), Department of Therapeutic Radiology (JBY, KBR), and Department of Internal Medicine (PRS, CPG), Yale School of Medicine, and Yale Cancer Center (JBY, KBR), Yale University, New Haven, CT; Health Research & Educational Trust, Chicago, IL (JH); Lombardi Comprehensive Cancer Center, Georgetown University, Washington, DC (ALP).


    • Correspondence to:
      James B.Yu, MD, Yale University School of Medicine, Department of Therapeutic Radiology, 40 Park St, LL511-SMILOW, New Haven, CT 06511 (james.b.yu@yale.edu).


    • Received May 15, 2012.
    • Revision received September 24, 2012.
    • Accepted September 25, 2012.


    Abstract

    Background Proton radiotherapy (PRT) is an emerging treatment for prostate cancer despite limited knowledge of clinical benefit or potential harms compared with other types of radiotherapy. We therefore compared patterns of PRT use, cost, and early toxicity among Medicare beneficiaries with prostate cancer with those of intensity-modulated radiotherapy (IMRT).

    Methods We performed a retrospective study of all Medicare beneficiaries aged greater than or equal to 66 years who received PRT or IMRT for prostate cancer during 2008 and/or 2009. We used multivariable logistic regression to identify factors associated with receipt of PRT. To assess toxicity, each PRT patient was matched with two IMRT patients with similar clinical and sociodemographic characteristics. The main outcome measures were receipt of PRT or IMRT, Medicare reimbursement for each treatment, and early genitourinary, gastrointestinal, and other toxicity. All statistical tests were two-sided.

    Results We identified 27,647 men; 553 (2%) received PRT and 27,094 (98%) received IMRT. Patients receiving PRT were younger, healthier, and from more affluent areas than patients receiving IMRT. Median Medicare reimbursement was $32,428 for PRT and $18,575 for IMRT. Although PRT was associated with a statistically significant reduction in genitourinary toxicity at 6 months compared with IMRT (5.9% vs 9.5%; odds ratio [OR] = 0.60, 95% confidence interval [CI] = 0.38 to 0.96, P = .03), at 12 months post-treatment there was no difference in genitourinary toxicity (18.8% vs 17.5%; OR = 1.08, 95% CI = 0.76 to 1.54, P = .66). There was no statistically significant difference in gastrointestinal or other toxicity at 6 months or 12 months post-treatment.

    Conclusions Although PRT is substantially more costly than IMRT, there was no difference in toxicity in a comprehensive cohort of Medicare beneficiaries with prostate cancer at 12 months post-treatment.
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    Gruss
    fs
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