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Thema: PK - was nun?

  1. #691
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    Hallo Hartmut,

    war das ein spezieller Masseur? Da ich nach meiner letzten OP ebenfalls Schmerzen in den Beinen habe, bin ich auf der Suche nach einer dauerhaften Lösung. Derzeit nehme ich ein schwaches Opiod, 2 x 100 mg Tramadol.

    Hier noch ein Beitrag aus der heutigen Ärztezeitung zum Thema Schmerzen im Bein-Gesäß-Rückenbereich. Es werden konventionelle Ansätze vorgeschlagen, u.a. in Bezug auf Faszien und Triggerpunkte. Damit der Patient das aushält, bekommt er Opioide. Zitat: " Mit dem Einsatz von Opioiden soll nicht gezögert werden."

    Gruß
    Wolfgang

  2. #692
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    Hallo Wolfgang,

    im Wesentlichen kommt es darauf an, die Wirbelkörper im betroffenen Bereich gegeneinander zu mobilisieren. Wenn auf dem Rezept steht "manuelle Therapie" bei Wurzelkanalstenose im Bereich (WBK X bis Y)
    dürfte der Physiotherapeut keine Probleme haben, die richtige Anwendung zu treffen.

    Gruß Heribert

    Vollständige PK-Historie seit 2005 bei
    myProstate.eu
    Menschen sind Engel mit nur einem Flügel.
    Sie müssen sich umarmen um fliegen zu können.



    (Luciano de Crescenzo)

  3. #693
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    Zitat Wolfgang:
    war das ein spezieller Masseur?
    Hallo Wolfgang,

    das weiß ich leider nicht genau.
    Es ist eine Praxis für Physio- u. Ergotherapie mit 2 Therapeuten, die auch Massagen anwenden.
    Ich frage am Dienstag einmal nach, welche Ausbildung er hat.

    Gute Besserung!
    Gruss
    hartmut

  4. #694
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    Mit dem Einsatz von Opioiden soll nicht gezögert werden.
    In den USA wurde der Notstand erklärt da zuviele Patienten davon abhängig geworden sind.

  5. #695
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    Morphin

    Hallo Georg,

    ich schreibe hier mal die Antwort in das Thema, weil ja Hartmut auch Erfahrungen mit Opioiden hat. Eine längere Diskussion macht sicher nur an anderer Stelle Sinn.

    Wir hatten letztens eine Diskussion zum Thema Schmerzmittel. Prof. Dr. Sven Gottschling, Palliativmediziner, Uni Saarland, schreibt in seinem Büchlein "Schmerz loswerden" über die Vorurteile in Bezug auf Morphin. Ich zitiere sinngemäß.

    1. macht süchtig/abhängig: falsch Im Gegenteil, wenn Morphin rechtzeitig, am besten vor Auftreten von Schmerzen, eingesetzt wird, ist eine Suchtgefahr geringer. Begründung im Buch.
    2. Morphin bekommt man zum Sterben: falsch. Es ist eins der Schmerzmittel mit den geringsten Nebenwirkungen und kann Jahre und Jahrzehnte verabreicht werden.
    3. Sobald man Morphin bekommt, dämmert man vor sich hin: Das Gegenteil ist der Fall.
    4. Man darf Morphin nicht zu früh einsetzen, sonst verliert es seine Wirkung: Das ist völliger Nonsens.
    5. Der Einsatz von Morphin beschleunigt den Tod: Auch dieser Irrglaube hält sich erstaunlich hartnäckig.
    6. Morphin hat eine Dosisobergrenze: Das ist falsch. Es kann ohne Nebenwirkungen in riesigen Dosen verabreicht werden, falls Bedarf besteht. Steigen die Schmerzen nicht, kann jahrelang die selbe Dosis ausreichen. Es gibt Patienten, die das Jahrzehnte lang nehmen.
    7. Morphin führt zu Atemdepression: falsch. Der Atem verlangsamt sich.
    8. Morphin wird von vielen Patienten nicht gut vertragen: stimmt so nicht. Falls Nebenwirkungen auftreten, sind diese von kurzer Dauer, außer Verstopfung.

    Das Buch ist interessant und gut lesbar geschrieben. Teilweise überschneidet sich der Inhalt mit dem Spiegel Bestseller "Leben bis zuletzt", in dem aus Sicht von Prof. Gottschling die Palliativmedizin als Alternative zum freiwiliigen Selbsttod dargestellt wird. Weil ich mich wieder einmal mit freiwilligem Scheiden aus dem Leben beschäftige habe ich neben Anleitungen zum Suizid diese beiden Paperbacks bestellt, die andere Auswege zeigen.

    Gruß
    Wolfgang

  6. #696
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    In vielen Fällen kann man Morphin sinnvoll einsetzen. Ich hatte nur diesen Artikel in der Zeit gelesen und dieses Video. Daher bin ich gegen die Aussage "soll nicht gezögert werden".

    Die in dem Artikel genannte Pharmafirma hat für ein Medikament, dass nur für Schwerstbetroffene gedacht war, in Anzeigen geworben, auf Ärztekongressen Vorträge bezahlt und Pharmaberater ausschwärmen lassen, die die Gefährlichkeit bei Ärzten herunterspielen sollten. Auf dem Beipackzettel war beschrieben wie man es nicht anwenden sollte - dies wurde die bevorzugte Anwendungsart der Abhängigen. Meine Meinung ist, diese Firma macht sehr erfolgreich auf legalem Wege den Drogenhändlern Konkurrenz.

    Georg

  7. #697
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    Hallo Zusammen,
    hallo Wolfgang,

    der „Fleisch-Monteur“ hat eine 3 jährige Ausbildung mit Fortbildung absolviert.
    Egal wie er nun gebildet ist, für mich ist es ein, oder mein Wunderheiler!
    Ich bin auch nur Kapitän durch harte Arbeit, später über die Seemannsschule der Hapag Lloyd in Hamburg geworden, und nicht über einen Studienplatz.
    Nun ja, für die Hapag hatte es nicht gereicht. Da bin ich danach als Ing-Assi gefahren.
    Das wäre aber eine andere Geschichte.
    Heute gab es eine große Packung Toffifee extra für die Praxis.

    Dieses mal kam u.a. auch ein Massagestab zum Einsatz.
    Er hat mir sehr gut getan.
    Ich bin seit einiger Zeit beschwerdefrei.

    Soviel schei… hatte ich ja noch nie auf einmal erlebt, außer bei der Diagnose Pca.
    Weihnachten und Silvester waren gelaufen.
    Spanien klappte zuvor.
    Dort bin ich ohne Einschränkungen auf dem Boot rumgekaspert.
    Die Fahrt dorthin war auch OK.

    Nun muss ich erst einmal den PSA Verlauf abwarten.
    Dieser wird in den nächsten Tagen gemessen.
    Vielleicht hat Georg recht, wenn er sagt, eine HT/ADT in Kombination eine Bestrahlung wäre besser.
    Ich hatte bedenken, wegen einer Über-Therapie. Daher meine Ablehnung.

    Zum Morphin möchte ich auch noch etwas sagen.
    Wenn der Mensch Schmerzen hat, ist es eigentlich egal was er nimmt.
    Hauptsache es hilft.
    So denke ich!
    Alle Warnungen werden dann von mir in den Wind geschlagen, Hauptsache die Schmerzen schwinden.
    Ich habe da sehr viele Erfahrungen sammeln können, aufgrund meines Clusterkopfscherzes!

    Nach der Bestrahlung hatte ich derartige Schmerzen, dass ich zu 2 X Valoron® N retard 50/4 mg Retardtabletten, auf Anweisung von Brigitte (Befehle gibt es ja nicht mehr ) gegriffen hatte. Die waren allerdings 10 Jahre alt. Hatten dennoch geholfen.

    Lieber Herr Dr. Daniel Schmidt, was soll ich denn nun glauben?
    Sie sagen, Rückenschmerzen enstehen nicht durch eine Bestrahlung.
    Ich musste aber einen Aufklärungsbogen unterschreiben, wo drinnen stand, dass ich in 3 Jahren gelähmt sein könnte.
    Die Nebenwirkungen sind allerdings in Promille, oder (0.01 %) angegeben.
    Wenn mich unser lieber Konrad nicht aufgeklärt hätte, wäre ich gar nicht erst dort hin gegangen.
    Ich hatte vor 2013 nie größere Probleme mit dem Rücken.

    Gruss
    Hartmut

  8. #698
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    Hallo Hartmut, es heißt nicht umsonst "Der Glaube versetzt Berge" Wenn man an Besserung oder Heilung glaubt warum soll dann einer etwas sagegen haben. Mach weiter sound ich hoffe das ich noch lange etwas von dir lesen kann. Man ließt dann nicht nur Theorien die man im Internet überall findet sondern Tatsuchen die du selber erlebt hast.

  9. #699
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    Guten Morgen zusammen,

    mein PSA ist auf 1.57 gestiegen.
    Die OP und die nachfolgende Bestrahlung haben nicht den erwünschten Erfolg erbracht.

    Mein Urologe hat mir eine imitierende AHT (AHT mit Pausen) angeboten, die ich vorerst abgelehnt habe.
    Ob Spritze oder Tabletten, das habe ich versäumt zu klären.
    Daraufhin habe ich eine Überweisung in die UNI Kiel zu Prof. Dunst bekommen.

    Diese hatte mir im August gesagt, falls der PSA steigt, werden wir über PET gucken, und evtl. eine Nachbestrahlung mit Cyberknife oder SBRT ? durchführen.
    Ob die AOK es bezahlt ist fraglich. Ich glaube nicht.
    Daher werde ich nach Abwägung der Vor- und Nachteile schauen, ob ich für diese Studie in frage komme.
    https://www.uksh.de/171211_pi_hypost...ie_update.html

    Immerhin habe ich ja fast 5 Jahre nach Diagnose überlebt, und hatte 4 Jahre ruhe.
    Damals, vor 5 Jahren hatte man gesagt 5 – 10 - 15 Jahre überleben nach Diagnose.
    Heute ist die Überlebensrate höher, auch für schwerer Betroffene.

    Nun bin ich ja vielleicht etwas „pflegeleichter“ im Forum geworden, aber meinen Humor habe ich immer noch nicht verloren.
    das ist leider ein weiterer Tatsachenbericht.

    Gruss
    hartmut

  10. #700
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    Hartmut, wie ich lesen kann ist dein PSA-Wert nie so richtig runter gegangen. Hat der Chirurg nicht alles erwischt das er einseitig nervenschonend operiert hat ? Ich frag das als Laie, hab davon keinen Ahnung. Wenn ich aber hier lese ist ein Gleason 7b normal fast noch einfach in den Griff zu kriegen. Nachdem bei mir Glaison 9 festgestellt wurde ist mein PSA nach Op weit runter dann ein wenig erhöt, nach Bestrahlung bis jetzt immer <0,07. Hab ich bis jetzt nur mehr Glück als du ?

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