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Thema: PK - was nun?

  1. #11
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    Ganz einfach Silver Dollar,

    bei einem "high risk" Tumor, ist das PCa-Geschehen schon systhemisch, und ein "biochemisches Rezediv" vorprogrammiet.
    Das brauche ich Dir aber nicht erklären.
    Achja, verantwortungsbewußte Operateure tektomieren ohnehin nur bei einem GS < = 6, und einem tPSA von < = 10 ng/ml. z,B. Prof. Huland etc.
    Nun frag Dich Silver Dollar warum wohl ?

    Eine Kombi-Therapie, Radatio mit ADT, wäre hier angebracht zu erwähnen.

    Gruß Helmut

  2. #12
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    Ich vergass doch in der Tat noch zu erwähnen Silver Dollar,

    dass bei einem "high risk"-Tumor nicht mehr von einem "kurativen" Therapieansatz auszugehen ist.
    Oder habe ich nach 6-jähriger Auseinandersetzung mit dem Pca da etwas falsch verstanden. Du meinst natürlich die besagte 5-jährige Rezidivfreiheit, welche von der Medizin als Kurativ bezeichnet wird.
    Stimmt, diese ist nach einer RPE garantiert, unabhängig der T-Situation etc.
    Und noch etwas Silver Dollar, lies mal in "myprostate.eu" die PK-Historien, sämtlicher Therapieotionen im Kontext zu den Tumorstadien, und gradings.


    Gruß Helmut

  3. #13
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    Hallo,

    ich lebe noch!
    Wenn ich das hier alles lese, müsste ich ja schon halb tot sein.
    Spätestens auf Seite 4 bin ich dann verstorben.

    Ich hoffe, vieles in dieser Diskussion ist hypothetisch bzw. spekulativ gemeint.
    Wir sollten nun erst einmal das 1. MRT abwarten. Danach geht es dann Schritt für Schritt weiter. Bis dahin habe ich auch alle benötigten Daten vorliegen um mit zu diskutieren.

    Ich fühle mich pudelwohl, hatte ja auch vorher kaum Probleme.
    Ich frage mich, ob es richtig war, wegen eines erhöhten PSA und einem pos. Tastbefund zur Biopsie zu gehen.
    Nun tut mir praktisch alles weh. Das kommt aber vom lesen und spielt sich im Kopf ab.

    Spertel, ich bin nicht in der UNI Kiel, ich bin in der Urologie von Dr. Seif in Kiel.

    Vielen Dank für die ganzen Informationen. Diese werden mir nach dem nächsten Schritt sehr hilfreich sein.

    Gruss
    Hartmut

  4. #14
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    Schwieriger Entscheid: RPE ja oder nein?

    Zitat Zitat von Hartmut S Beitrag anzeigen

    ich lebe noch!
    Wenn ich das hier alles lese, müsste ich ja schon halb tot sein.
    Spätestens auf Seite 4 bin ich dann verstorben.

    Ich hoffe, vieles in dieser Diskussion ist hypothetisch bzw. spekulativ gemeint.
    Wir sollten nun erst einmal das 1. MRT abwarten. Danach geht es dann Schritt für Schritt weiter. Bis dahin habe ich auch alle benötigten Daten vorliegen um mit zu diskutieren.

    Ich fühle mich pudelwohl, hatte ja auch vorher kaum Probleme.
    Ich frage mich, ob es richtig war, wegen eines erhöhten PSA und einem pos. Tastbefund zur Biopsie zu gehen.
    Lieber Hartmut

    Dir wurde ja jetzt in etwa alles geraten, was möglich ist, und auch das Gegenteil davon.
    Das kommt daher, dass aus den wenigen Daten, die Du hast - es sind durchaus genügend -,
    erkennbar wird, dass ein Grenzfall vorliege, in dem einerseits Heilung möglich wäre, was für eine
    rasche OP (RPE) sprechen würde, um den Krebs vollständig aus dem Körper zu entfernen.
    Andererseits besteht bei 12/12 befallenen Stanzen und Gleason 7 schon der Verdacht,
    dass eben gerade dies nicht mehr möglich sein wird, also Krebszellen oder auch bereits
    gebildete Metastasen im Körper verblieben nach der RPE.

    Den Entscheid, die verbleibende Chance auf Heilung zu nutzen, oder diese beileibe nicht
    garantierte Chance vergehen zu lassen, nimmt Dir niemand ab. Auch eine Auskunft über
    den möglichen Erfolg wirst Du nur in %, bezogen auf eine statistische Masse erhalten.
    Dasselbe gilt auch für die Bestrahlung als zweite einigermassen aussichtsreiche Heilbehandlung.

    Dass Du dich auch mit einem vielleicht schon fortgeschrittenen Prostatakrebs pudelwohl
    fühlst, ist eine durchaus übliche Geschichte. Würdest Du von dem Krebs schon etwas
    spüren, wäre er sehr wahrscheinlich ohnehin nicht mehr heilbar. Du kannst aber nicht
    damit rechnen, ohne Therapie ein langes, beschwerdefreies Leben zu führen. Daher dieser
    Druck, eine Entscheidung zu treffen.

    Ich habe vor bald 3 Jahren ähnliches erlebt, habe mich für die OP entschieden und musste
    dann hinnehmen, dass eben bereits Metastasen vorhanden waren, und dass auch die
    Schnittränder nicht 'sauber' waren. Jetzt lebe ich mit der Antihormontherapie (AHT), auch
    "chemische Kastration" genannt, genauso, wie ich es ohne RPE nun auch tun würde.
    Gepokert und nichts gewonnen, aber auch nicht viel verloren.

    Tja, das IST eben so.
    Die Statistik hätte auch ein anderes Ergebnis zugelassen.
    Anderen ist bei ungünstigeren Werten eine Heilung durch RPE oder Bestrahlung gelungen.

    Für Deine Entscheidung brauchst Du nicht beliebig viele weitere Diagnostik, sondern einen Arzt,
    der die die Optionen erklärt für den Fall des bereits zu weit fortgeschrittenen Tumors nach der OP.
    Die sind ähnlich, wie wenn die OP nicht stattfindet, nur ohne die Option der Heilung, aber
    auch ohne die Risiken der OP, insbesondere die Kontinenz betreffend.

    Wie immer Du Dich entscheidest,
    ich wünsche Dir, dass Du bald wieder auf dein altes Schiff in Spanien zurückkehren kannst.


    Carpe diem!
    Hvielemi
    Meine Beiträge schreibe ich als CRPCa-betroffener Laie.

    [1] Mein PSA-Verlauf graphisch auf myprostate.eu
    [2] Meine PK-Historie auf Myprostate.eu
    [3] PSA-Verlaufsanalyse 2003-2013 nach Glättli (Was ist PSA-Alert?)
    [4] PSMA-PET/CT vom 04.07.2012: Paraaortale Lymphmetastase
    [5] PSMA-PET von 08.2016 vor PSMA-RLT, danach 03.2017, sowie 05.2017

  5. #15
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    Lieber Konrad,

    Dein Beitrag enthält wie so oft schon, guten Rat mit Augenmaß, weshalb ich ihn inhaltlich voll unterstütze!

    @ Hartmut, Dir wünsche ich viel Glück bei der kommenden Entscheidung zu der Du sehr erfahrene Ärzte brauchst.

    Herzliche Grüße
    Heribert

    Vollständige PK-Historie seit 2005 bei
    myProstate.eu
    Menschen sind Engel mit nur einem Flügel.
    Sie müssen sich umarmen um fliegen zu können.



    (Luciano de Crescenzo)

  6. #16
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    Zitat Zitat von helmut.a.g. Beitrag anzeigen
    Achja, verantwortungsbewußte Operateure tektomieren ohnehin nur bei einem GS < = 6, und einem tPSA von < = 10 ng/ml. z,B. Prof. Huland etc.

    Gruß Helmut
    Hm, das hiesse ja, dass die Kollegen von Dr. Huland verantwortungslos handelten, als sie mich mit einem GS von 9 und einem PSA von 68 tektomierten ? Ich fürchte, das ist etwas sehr pauschal ausgedrückt....

    Es ist immer der Einzelfall entscheidend - und dan kann die OP sehr wohl angeraten sein, um z.B. die Tumorlast zu verringern und die kurative Schiene nicht von vornherein zu verlassen. Ob hinterher eine zusätzliche RT angezeigt ist, wird dann der feingewebliche Befund weisen.

    Just my 2 cents..

    Uwe

  7. #17
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    Liebe Forum-Freunde,

    ich danke Hvielemi für die klare, etwas verständlichere Ausführung.

    Ich habe mir einmal erlaubt in die Profile hinein zu schauen.
    Insbesondere die von Konrad und Uwe haben mir gefallen.
    Darf man das überhaupt so schreiben?
    Nein!
    Ich wollte damit nur ausdrücken, dass für mich vielleicht noch Hoffnung besteht.
    Ihr habt es ja auch einigermaßen gut hinbekommen.

    Ich habe heute entschlossen eine OP durchführen zu lassen.
    Beratungsgespräch in der Martiniklinik am 27.03.13
    Beratungsgespräch in meiner Urologie in Kiel am 28.03.13
    Der OP-Termin sollte schnell gesetzt werden!
    Der Urlaub ist auf September verlegt worden.
    Die MRT-Becken Untersuchung ist morgen, am 21.03.13

    Ich freue mich nicht, dass ich in diesem Forum angelegt habe.
    Man wird zu sehr mit Tatsachen konfrontiert.
    Ich bin dennoch froh, dass ich das Forum gefunden habe, weil es wohl so sein sollte.
    Danke an alle die mir eine PN gesendet haben!

    Dieses Posting stellt nun nicht meine eigene Beerdigung da.
    Ich weiss aber nun, dass ich die Krankheit ernst nehmen muss.
    Ich habe aber immer noch nicht meinen Humor verloren.
    Den alten Seebär schafft so schnell keiner. Oder doch!?

    Na ja, egal.
    Schreibt nun bitte nichts Schlechtes mehr.
    Ich melde mich, je nach Lage der Dinge, die morgen etwas mehr Klarheit bringen.

    Ich bin leider kein Privatpatient.
    Der Professor an der UNI Kiel will Geld verdienen, und behandelt daher keine Kassenpatienten!
    Der hat es auch nicht begriffen, dass ich schon etwas älter bin, und eine kleine finanzielle Rücklage gebildet habe. Das wollte er wohl nicht wirklich wissen.

    Sorry für die Formfehler, die Nächte sind zurzeit etwas unruhig!

    Gruss
    Hartmut

  8. #18
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    Moin nach Kiel,

    die Martiniklinik behandelt auch Kassenpatienten - zumindest von den Kassen, mit denen sie Verträge abgeschlossen hat (Siehe Homepage)

    Lasse dich, wie geplant dort umfassend beraten (vorher Fragen sammeln, die jetzt bestimmt auftauchen....) -
    mit Deinen Ausgangswerten besteht aus meiner laienhaften Sicht durchaus Hoffnung (wenn auch ggf. nicht allein durch die OP)

    Hol di stief...

    Uwe

  9. #19
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    Moin,
    Zitat Zitat von helmut.a.g. Beitrag anzeigen
    Ganz einfach Silver Dollar,

    bei einem "high risk" Tumor, ist das PCa-Geschehen schon systhemisch, und ein "biochemisches Rezediv" vorprogrammiet.
    Das brauche ich Dir aber nicht erklären.
    wenn Du da mal freundlicherweise evidente Daten beibringst hilfst Du mir und vielen anderen Patientenvertretern sehr weiter, falls was ich vermute Dir das nicht möglich ist lass einfach solche nicht fundierten Bemerkungen
    Achja, verantwortungsbewußte Operateure tektomieren ohnehin nur bei einem GS < = 6, und einem tPSA von < = 10 ng/ml. z,B. Prof. Huland etc.
    Nun frag Dich Silver Dollar warum wohl ?
    auch da bist Du leider auf dem Holzweg, dummerweise für Dich bin ich als Mitglied eines Landesverbandes der Selbsthilfe Kooperationspartner der Martini Klinik, deren aktuelle, den Zertifizierungsstellen übermittelte und von dort kontrollierte Zahlen weder auf alle Professoren, es gibt deren mindestens 6 noch auf den von Dir angesprochenen zutreffen. Verantwortungsbewusste Ärzte handeln wie es der Name schon sagt so und befinden sich nicht in einer Scheuklappenarena die von GS PSA Deiner obigen Eingebung geprägt sind.

    Eine Kombi-Therapie, Radatio mit ADT, wäre hier angebracht zu erwähnen.

    Gruß Helmut
    "maybe", aber ob RPE / Radiatio und dann ADT oder Radiatio und ADT die kurative Therapie sind lass mal den Arzt entscheiden, die Wahrscheinlichkeit spricht für Lösung A.
    Gruss aus Tornesch
    Guenther
    SHG Prostatakrebs Pinneberg
    Dies ist die Ansicht eines Betroffenen und keine fachärztliche Auskunft
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  10. #20
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    Also Silver Dollar,

    mir ist seit längeren bekannt, dass Du Leiter der SHG Prostatakrebs Pinneberg bist. Dies stellt allerdings keine Kompetenz dar, und legitimiert auch nicht, dogmatisch immer nur die RPE zu favorisieren. Dazu braucht es keine SHG, diesbezügliche Fragen des PCa-erkrankten, kann jeder Urologe beantworten.
    Aufgabe sollte es viel mehr sein, kritische Stellungnahmen abzugeben zu jeglicher Therapieoption. Komplette Aufklärung über die irreversiblen Nebenwirkungen einer RPE, nicht nur auf die Potenz und Inkontinenz bezogen, sondern darüber hinaus. Alternativen aufzeigen.
    Auch gehört es nicht zu den Aufgaben eines SHG-Leiter, Reklame für ein noch nicht zertifiziertes Prostatazentrum in Pinneberg zu machen, damit dieses Haus auf seine ca. 200 REP`s p.a. kommt um zertifiziert zu werden.
    Auf differenzialdiagnostischen Methoden hinweisen, und keinen pauschalisierten "Blödsinn" reden, und mit nicht angeführten Studien zu argumentieren, im Kontext zu "high risk" Tumoren.
    Diese kannst Du u.a. bei Stephen B. Strum, oder unter "Diagnostik" bei Prof. H. Bonkhoff, vergegenwärtigen.

    Gruß Helmut

    Gruß Helmut

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