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Thema: PK - was nun?

  1. #911
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    Hallo Roland und Dirk,

    ich kann Eure Begründung für die Abkürzung AHT durchaus nachvollziehen. Ich glaube aber, dass dies nur von wenigen dann auch so verstanden wird, da ja auch unser Abkürzungsverzeichnis eine andere Bedeutung vorgibt. Bisher war ich überzeugt ADT=AHT. Vorsichtshalber werde ich AHT nicht verwenden, um Mißverständnissen vorzubeugen. Auch das Krebsforschungszentrum beschränkt den Begriff Antihormontherapie nicht auf Bicalutamid sondern wendet ihn auch auf GnRH-Analoga an.

    Georg

  2. #912
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    Hallo Georg,

    vielen Dank für den Link. Im Abschnitt Antihormone wird Bicalutamid genannt. Im Abschnitt GnRH-Analoga wird Goserelin erwähnt.

    Grüße

    Dirk

    NB. Stimmt wieder mit Rolands, Konrads und meiner Erkenntnis überein.

  3. #913
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    Guten Morgen!

    Experiment gelungen.
    Nach 30 Tagen Einnahme von Bicatulamid ist der PSA auf 0.201 gesunken.

    Zu welchen Preis?
    Die Leberwerte haben sich erhöht. Ich füge einmal den Labor-Bericht bei.
    Ob Grund zur Sorge besteht, kann ich nicht beurteilen.
    Den Alkohol- und Zigaretten Konsum habe ich stark eingeschränkt.

    An NB hatte ich bisher nur einige Tage starke Beinschmerzen in der Wade links, beim bewegen, sowie Schmerzen in der Hüfte beim gehen.
    Das ist nun wieder alles ok.

    Gruss
    Harmut


  4. #914
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    Zitat Zitat von Hartmut S Beitrag anzeigen
    Experiment gelungen.
    Nach 30 Tagen Einnahme von Bicatulamid ist der PSA auf 0.201 gesunken.
    Moins,
    dafür herzlichen Glückwunsch lieber Hartmut . . .
    auf das es weiter sinken möge.

  5. #915
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    Lieber Hartmut,

    Nach einer kurzen Auszeit vom Forum melde ich mich gerne wieder zurück und freue mich auch, dass Du gut auf das Bica ansprichst.
    Bei mir kommt dies ja erst in den kommenden 1-2 Monaten begleitend mit einer Bestrahlung. Habe immer noch ziemlich grossen Respekt vor einer ADT, auch wenn sie
    erst mal auf 12-18 Monate beschränkt bleibt.

    Keine Ahnung wie das jetzt bei Dir geplant ? Keine Bestrahlung des Rezidivs in der Prostataloge ? Bleibt es beim Bica oder wird es bald ersetzt durch ein GnRH Analoga ?

    Dann noch eher etwas zum Schmunzeln. Ich finde Deine Blutwerte auch fantastisch, Keinerlei Anzeichen in Deinem Blut irgendwelcher Dieselabgase von den Hochseeschiffen oder von VW.
    Damit lässt sich noch lange leben, Kapitano !

    Tritus

  6. #916
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    Wenn ich mit meinem Viano 3.0 Diesel durch Kiel fahre, schließe ich wegen der Kreuzfahrtschiffe im Hafen alle Luftklappen, und setze den Mundschutz über die Nase.

    ja, lieber Tritus, der Plan ist, die Pillen noch 1 Monat zu schlucken, und dann im Oktober die Prostataloge bestrahlen lassen.
    Mal sehen, ob die entdeckten Zellen noch gefunden werden.

    Ich nehme derzeit 150 mg.
    Falls Du die begleitend mit einer Bestrahlung nimmst, werden es wohl nur 50 mg sein.
    Außer den weiter oben beschriebenen Nebenwirkungen, habe ich keine weiteren.
    Vielleicht ein etwas unruhigeren Schlaf, und nachmittags mal etwas mehr müde als sonst.
    Über die viel zitierte Antriebslosigkeit kann ich nichts sagen, denn faul war ich schon immer.
    Georg hatte einmal geschrieben, dass die NW erst nach 3 Monaten eintreten könnten.
    Solange wollte ich die 150 mg aber nicht einnehmen.

    Mein Urologe (gleichzeitig Operateur) hält von der mir selbst verordneten Mono-Einnahme der Bicalutamid nichts.
    Ich spreche ihn morgen mal an, ob ich die Einnahme auf 50 mg reduzieren kann.

    Danke, lieber Stefan, für die guten Wünsche.
    Mal gucken, ob der Erfolg anhält.
    Mein Arzt zappelt bereits nervös mit der Spritze rum.

    Gruss
    hartmut

  7. #917
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    Moin, moin,

    ich hatte heute einen Termin beim Urologen.
    Welch ein Wunder, ich soll meine “eigenmächtige Therapie” mit nunmehr 50 mg, bis zum Ende der Bestrahlung fortsetzen.
    Die Logenbestrahlung kann ich im November beginnen.
    Dann haben wir noch im Oktober Zeit für Spanien.
    Am Donnerstag geht`s erst mal ab nach Dänemark.

    Lieber Georg, du hattest einmal vor 1 Jahr bei mir folgendes geschrieben:
    “Es wirkt auch eine, ich sage mal: "Hormontherapie light" - ca. ein Monat 150 mg Bicalutamid und anschließend 50 mg "Erhaltungsdosis", diese täglich oder später reduziert auf zweimal die Woche.”
    Würdest du das heute auch noch so schreiben?
    Das mit der Reduzierung auf 2 X die Woche würde ich dann ggf. mal nach der Bestrahlung versuchen.

    Der PSA Wert wird ja durch die Bicatulamid mehr oder weniger manipuliert.
    Die Zellen werden ja nur schlafen gelegt.
    Könnte “mein Experiment” Auswirkungen auf die spätere Spritze haben?
    Ich will mit der AHT nurZeit gewinnen bis zur eigentlichen ADT.

    Zitat Konrad
    Grob gesagt:
    ADT = 'Spritze' (Ausnahme: Abirateron-Tabletten)
    AHT = Pillen, Bicalutamid, also 'Casodex' und Generika


    Gruss
    hartmut

  8. #918
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    Hallo Hartmut,

    damals wolltest Du partout keine Hormontherapie vor der Bestrahlung machen und ich habe versucht, Dich wenigstens zu einer Bicalutamid Therapie zu bewegen.

    Der Patientenbericht, auf dem mein Hinweis beruhte, war wie folgt: der Patient machte eine Salvage-Bestrahlung und danach neun Monate ADT. Anschließend wartete man ab und der PSA Wert begann wieder zu steigen. Dann fing man mit 150 mg Bicalutamid an und der PSA Wert fiel deutlich. Anschließend hat man die Dosis wie beschrieben reduziert und dabei laufend den PSA Wert beobachtet. Er stieg auch bei zwei Tabletten die Woche nicht wieder an, was den Patienten sehr erfreute. Der Patient war ein bekannter amerikanischer Urologe, der von einem bekannten Onkologen betreut wird. Der hatte diese Dosierung vorgeschlagen.

    Ob der niedrige PSA Wert sich letztlich in verlängerte Überlebenszeit übersetzen lässt, weiß natürlich niemand. Es weiß überhaupt niemand mit Sicherheit, wie lange man nun genau nach einer Salvage-Bestrahlung ADT machen soll, sechs Monate scheinen jedenfalls zu kurz zu sein. Bei Patienten mit niedrigem Risiko kann man auch auf eine Hormontherapie verzichten. Durch die Metastasen würde ich Dich nicht als niedriges Risiko einstufen.

    Mit ADT oder Bicalutamid 150 mg wärst Du auf der sicheren Seite, damit will man die durch die Bestrahlung vorgeschädigten Tumorzellen zusätzlich schwächen und angreifen.

    Die geschilderte reduzierte Bicalutamid Therapie ist experimentell. Ich würde sie einsetzen, wenn einem außer dauerhafter Hormontherapie keine Option mehr bleibt und man zufrieden damit ist, den PSA Wert niedrig zu halten mit wenig Medikamenteneinsatz. Dabei muss man natürlich den PSA Wert überwachen, ob die eingesetzte Dosis auch ausreicht. Wenn nicht, muss man sie wieder erhöhen.

    Georg

  9. #919
    SeppS58 Gast
    Hallo Hartmut,

    mir ist bei Deinen Blutwerten der Testosteronwert 6,63 aufgefallen. - Den hätte ich niedriger erwartet nach dem ganzen Bicalutamid. Und Testosteron ist ja der Treibstoff!!

    Bitte achte nicht nur auf den PSA Wert. Der kann auch täuschen.

  10. #920
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    Ich zitiere mal:
    Zitat Zitat von Basiswissen, Kapitel 8.5.1
    Noch etwas ist bei einer Antiandrogen-Monotherapie anders als bei einer ADT1, ADT2 oder ADT3: Da durch den Wirkstoff nur die Androgenrezeptoren blockiert, aber nicht die Hoden in ihrer Funktion beeinträchtigt werden, bleiben der Testosteronspiegel und damit bei vielen Patienten die Libido und die Potenz unverändert erhalten, die Hoden behalten ihre Größe. Die Annahme mancher Patienten, dass auch bei einer Monotherapie mit z. B. 150 mg Bicalutamid pro Tag der Testosteronspiegel in den Kastrationsbereich fallen müsse, ist also falsch.
    Georg

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