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Thema: Panik bricht aus - PSA geht nach Strahlentherapie nicht runter.

  1. #21
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    Hallo,
    mein nächster Kontrolltermin ,Anfang Sept. rückt wieder näher und meine Nervosität steigt. Obwohl ich ja eigentlich schon weiss das mein Wert sicherlich weiter gestiegen ist. Im Moment plagen mich aber auch stärkere Schmerzen im Becken und Bein . Da ich aber auch schon eine Bandscheiben -OP an den Wirbeln L5-S1 hatte und seither eine Nervenwurzelläsion in dem Bereich habe und deshalb seit der OP chronische Schmerzen im rechten Bein leide , ist es für mich schwierig zu deuten ob es vielleicht schon Knochenmetasen sind.Mein letztes Knochenszinti war Okt. 2012 und ein MRT der Lendenwirbelsäule im Dez. 2012 - alle beiden Untersuchungen waren ohne Befund auf Knochenmetastasen . Mein letzter PSA war 0,26 und nun meine Frage dazu - kann bei diesem PSA Wert ,ich hab noch keine Hormontherapie gehabt,schon schmerzhafte Knochenmetastasen vorhanden sein . Und wie oft kann man so ein Knochenszinti machen . ich hab ja schon einiges an Strahlen abbekommen.

    gruss Bernd

  2. #22
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    Hallo Bernd,

    ich würde an Deiner Stelle dem Rat des Urologen folgen und vor allen Dingen ruhig Blut bewahren.

    Ein Rezidiv nach Strahlentherapie wird bei einem Wert von 2,0 ng/ml über dem Nadir gemessen, also bei Dir 0,16 + 2,0 = 2,26!

    Erst dann beginnt man mit einer weiteren Behandlung, wahrscheinlich einer Hormontherapie, wobei Du, wenn es soweit ist, mit Deinem Urologen besprechen solltest, ob für den Beginn wegen der niedrigeren Nebenwirkungen ein HT mit Bicalutamid (Tabletten) angezeigt wäre.

    Mehr Information aus einem Informationsblatt des KID (Krebsinformationsdienstes Heidelberg):

    https://www.krebsinformationsdienst....nstieg-rad.pdf

    Alles Gute und weniger Stress!

    Hansjörg Burger

  3. #23
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    Hallo BurgerH,

    danke für deine Antwort , aber bei mir war es nach der Op eine Rezidivbestrahlung ( biochemisches Rezidiv ) . Gelten da die von dir genannten Werte auch ,ich war der Meinung da wäre es etwas anders. Ich fiebere ja schon meinem nächsten Urolgentermin am 18.09. entgegen.
    Ich werde Ihn da mal Auf Hormontherapie ansprechen und was er so mit mir vor hat ,da ich davon ausgehe das meine PSA-Werte weiter steigen werden.
    Bin gespannt was er für eine Hormontherapie empfiehlt ,man liest ja hier viel über die eine und andere Art der Hormontherapie . Welche ist die Beste ?
    Was mir auch aufgefallen ist ,bei vielen Mitgliedern hier werden Blutwerte bestimmt von denen ich noch nie was gehört hab .Zum Beispiel Tumormarker und die ganzen anderen Werte .Sind das Blutwerte die nur dem Privatpatienten vorbehalten sind oder kann ich,als Kassenpatient auch solche Werte von meinem Urologen einfordern?
    Und noch eine Frage zu einem Knochenszinti - gibt es da unterschiedlich gut Geräte ,auf was sollte ich achten und wie oft kann man solch eine Untersuchung machen ? Ich hab bis zum jetztigen Zeitpunkt schon drei hinter mir und die letzte war im Okt. 2012.

    Gruss Bernd

  4. #24
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    Zitat Zitat von bernd58 Beitrag anzeigen
    Hallo BurgerH,

    danke für deine Antwort , aber bei mir war es nach der Op eine Rezidivbestrahlung ( biochemisches Rezidiv ) . Gelten da die von dir genannten Werte auch ,ich war der Meinung da wäre es etwas anders. Ich fiebere ja schon meinem nächsten Urolgentermin am 18.09. entgegen.
    Ich werde Ihn da mal Auf Hormontherapie ansprechen und was er so mit mir vor hat ,da ich davon ausgehe das meine PSA-Werte weiter steigen werden.
    Bin gespannt was er für eine Hormontherapie empfiehlt ,man liest ja hier viel über die eine und andere Art der Hormontherapie . Welche ist die Beste ?
    Was mir auch aufgefallen ist ,bei vielen Mitgliedern hier werden Blutwerte bestimmt von denen ich noch nie was gehört hab .Zum Beispiel Tumormarker und die ganzen anderen Werte .Sind das Blutwerte die nur dem Privatpatienten vorbehalten sind oder kann ich,als Kassenpatient auch solche Werte von meinem Urologen einfordern?
    Und noch eine Frage zu einem Knochenszinti - gibt es da unterschiedlich gut Geräte ,auf was sollte ich achten und wie oft kann man solch eine Untersuchung machen ? Ich hab bis zum jetztigen Zeitpunkt schon drei hinter mir und die letzte war im Okt. 2012.

    Gruss Bernd
    Hallo Bernd,

    da hast Du wahrscheinlich recht. Wahrscheinlich gilt die Rezidiv-Definiton nach OP mit 0,20 ng/ml in zweimaliger Messung bestätigt auch nach OP und Bestrahlung.

    Trotzdem würde ich an Deiner Stelle noch keinen Gedanken an die Hormontherapie verschwenden. Bei Deinen Daten würde ich selbst noch zuwarten bis der PSA ein Höhe von 5 oder 10 ng/ml errreicht.

    Aber wenn HT, dann mit Antiandrogenen (Bicalutamid) anfangen, weil bei nicht fortgeschrittenen Prostatakarzinomen gemessen an einem PSA-Wert unter 500 die Tabletten gleichwertig mit der Spritze sind. Weil bei den Antiandrogenen kein Testosteronentzug erfolgt, sind die Nebenwirkungen bedeutend geringer als mit der chemischen Kastration mit Spritze.

    Was soll eigentlich die Frage nach dem Knochenszintigramm. Das ist doch bei einem PSA-Wert von 0,26 völlig unsinnig, da da in der Regel bestimmt noch keine Knochenmetastasen entstanden sind und selbst wenn, sie mit dem Szinitigramm noch nicht nachgewiesen werden können.

    Selbstverständlichb gibt es noch eine Reihe weiterer Parameter, die aber umstritten sind. In der Nachsorge ist der PSA ein recht zuverlässiger Parameter.

    Ich glaube, dass Dein Problem mehr auf der psychischen Seite liegt. Ich weiß nicht, ob Dir weitere Untersuchungen wirklich helfen und die Angst nicht noch vergrößern. Du solltest etwas gegen Deine Angst vor dem Rezidiv unternehmen:

    Entspannungstraining, Meditation, Psycholonkologie oder mit dem bequemen Weg eines modernen Psychopharmakons. Das würde ich aber nicht vom Hausarzt, sondern mir vom Neurologen verschreiben lassen.

    Alles Gute

    Hansjörg Burger

  5. #25
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    Hallo Bernd,

    nun haben dir ja bereits viele fundierte Menschen und Ärzte geantwortet.
    Ich möchte nur hinzufügen, selbst wenn alles nicht so gelaufen ist, wie du es dir vorgestellt hast, wirst du sicherlich die nächsten 20 Jahre überleben.
    Beruhige dich nun wieder etwas. Es wird alles nicht so heiss gegessen, wie es gekocht wird.

    Das mit der privat versicherten Versorgung gegenüber der, der Kassenpatienten ist quatsch.
    Im Gegenteil. Wer privat Versichert ist, wird ausgenommen wie eine Gans.
    Soll heissen, du bekommst die notwendige Versorgung, und nicht den unnötigen Kostenschnickschnack.
    Die verkürzten Blutuntersuchungen sind schon OK. - Alles andere braucht der Arzt bzw. Mensch nicht!
    Das hat schon alles seine Richtigkeit, sonst würdest du hier nicht so viele privatversicherte, aktive Mitglieder im Forum finden.
    Die Kassenversicherten haben keine Probleme. Lesen nur noch im Hintergrund.
    Das war mir damals, bei meiner Recherge aufgefallen.
    Ich hatte diese netten Menschen einmal indirekt als "Kaviarfresser" bezeichnet. *gg*

    Gruss
    Hartmut

  6. #26
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    @HartmutS.

    Zitat HartmuT: "Ich hatte diese netten Menschen einmal indirekt als "Kaviarfresser" bezeichnet. *gg*"

    Incl. mich, ich glaube "Körnerfresser war auch dabei....

    LG, Helmut
    An alle PCa-Erstdiagnostizierten und deren Angehörige, sowie andere Interessenten.
    Bitte die 3 unten angeführen Links zur Kenntnis zu nehmen. Basisinfo zum PCa (Prostatakarzinom) OBERWICHICHTIG !


    http://www.prostatakrebs-bps.de/imag...erdam_2014.pdf
    http://www.prostatakrebs-bps.de/medi...frueherkennung
    http://www.prostatakrebse.de/informa...ster%20Rat.pdf

  7. #27
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    Hallo
    hatte jetzt meinen Kontrolltermin bei meinem Urologen und leider ist mein PSA wieder gestiegen und zwar von 0,26 auf 0,29 . Mist ,aber ich konnte es mir ja schon denken . Somit steht wohl klar das meine kürzliche Bestrahlung ausser Nebenwirkungen nichts gebracht hat - leider.

    Ich hab mit ihm über das weitere Vorgehen gesprochen . Er möchte bis ca. 1,0 nichts unternehmen und wenn ich möchte vorher ein PET/CT oder PSMA/CT durchführen bei dem Wert um 1,0 .

    Er möchte dann mit einer LNRH Hormontherapie beginnen -ich meinte er sagte Eligard oder ähnlich -ich war so nervös das ich mir eh nur die Hälfte merken konnte und ich im mom auch noch unter starke Schmerzmittel ( Tilidin ) wegen meiner Nervenwurzelläsion stehe .

    Was kann ich noch meinerseits tun ? Ist dieser Ansatz meines Urologen ok ,oder gibt es Besseres ?

  8. #28
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    Zitat Zitat von bernd58 Beitrag anzeigen
    ... leider ist mein PSA wieder gestiegen und zwar von 0,26 auf 0,29 .
    Somit steht wohl klar das meine kürzliche Bestrahlung ausser
    Nebenwirkungen nichts gebracht hat - leider.
    Es war schon richtig, diese letzte Heilungschance wahrzunehmen,
    auch wenn es nicht gereicht haben sollte. Das weiss man erst hinterher.
    Hoffentlich belästigen Dich die Nebenwirkungen nicht allzu lange.
    Nun hast Du eine PSA-Verdoppelungszeit von etwa einem Jahr, aber
    es ist noch nicht klar, ob es sich dabei um einen "PSA-Bump" handle,
    oder ob das doch eher das weitere Wachstum jener Metastasen sei,
    die der die Strahlen nicht erreicht hatten.


    Ich hab mit ihm (dem Urologen) über das weitere Vorgehen gesprochen .
    Er möchte bis ca. 1,0 nichts unternehmen und wenn ich möchte vorher
    ein PET/CT oder PSMA/CT durchführen bei dem Wert um 1,0 .

    Er möchte dann mit einer LNRH Hormontherapie beginnen -ich meinte er sagte Eligard ...
    Auch Forums-Urologe FS hatte Dir in Beitrag #5 empfohlen,
    was nun auch Dein eigener Urologe sagt:
    Warten, bis ein PET ein aussagekräftiges Bild liefere,
    dann ggf. Intervention oder nötigenfalls AHT.

    Ob ein Cholin-PET/CT bei PSA 1 ng/ml ein aussagekräftiges Bild liefere,
    sei mal dahingestellt, für eine PSMA-PET/CT brauchst Du schon mal 2 ng/ml.
    Bei Deiner gegenwärtigen Verdoppelungszeit von etwa einem Jahr würde
    so ein PSMA-PET-Bild in rund drei Jahren erfolgen können.
    Falls das nicht, wie Urologe FS hofft, einen therapierbaren Knoten zeigt,
    wäre dann gelegentlich mal eine AHT angezeigt. Bei den tiefen PSA-Werten,
    auch noch in Jahren, wäre wohl ein Antiandrogen (Casodex) angenehmer,
    als gleich mit der nebenwirkungsstärkeren Androgendeprivation (Eligard)
    zuzustechen.

    Aber das steht ja alles schon in den vielen Beiträgen,
    die hier schon geschrieben worden sind.

    Ich wünsch Dir, dass Du Deine Nervenwurzelläsion bald in den Griff bekommst.

    Carpe diem!
    Hvielemi
    Meine Beiträge schreibe ich als CRPCa-betroffener Laie.

    [1] Mein PSA-Verlauf graphisch auf myprostate.eu
    [2] Meine PK-Historie auf Myprostate.eu
    [3] PSA-Verlaufsanalyse 2003-2013 nach Glättli (Was ist PSA-Alert?)
    [4] PSMA-PET/CT vom 04.07.2012: Paraaortale Lymphmetastase
    [5] PSMA-PET von 08.2016 vor PSMA-RLT, danach 03.2017, sowie 05.2017

  9. #29
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    Hallo Hvielemi,

    danke für deine Antwort . Wie muss ich das mit dem PSA - Bump verstehen , besteht da noch geringe Hoffnung das die Bestrahlung was gebracht hat ? Mein Urologe geht von einem Versagen der Strahlentherapie aus und bereitet mich wohl schon mal seelisch und moralisch auf die Hormontherapie vor .
    Wie verhält sich das mit der Vewrdoppelungszeit - bleibt die im groben konstant über einen langen Zeitraum oder kann sich diese schlagartig ändern?
    Ich werde meinen Urolgen nocghmals darauf ansprechen ,ev. doch erst mit Casodex oder ähnlichem anzufangen wobei ich bei ihm Bicalutamid angesprochen habe .
    Er meintew er sei eher konservativ eingestellt und beginne deshalb auch schon mit PSA 1,0 mit Hormontherapie ,es gäbe moderne eingestellte Urolgen die würden später teilweise erst bei 4 anfangen. Obwohl mein Urolge auch recht jung ist und ein Ableger der Uniklinik Heidelberg ist .
    Er wolle dem Krebs gleich die Nahrung nehmen und Bicalutamid zusätzlich um einen sogenannten - Flair Up - zu vermeiden .

    Meine Nervenwurzel plagt mich schon seit 2003 und die werd ich wohl nicht mehr so richtig unter Kontrolle bringen - aber sie bringt mich halt nicht um !

    Gruss Bernd

  10. #30
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    Hqallo Bernd,
    ich schreib ein paar Antworten zwischen Deine Zeilen.

    Zitat Zitat von bernd58 Beitrag anzeigen
    Wie muss ich das mit dem PSA - Bump verstehen , besteht da noch geringe Hoffnung das die Bestrahlung was gebracht hat ?
    Ja, so ist es, geringe Hoffnung.
    Zum PSA-Bump kannst Du dich mal mit der Suchfunktion hier im Forum schlau machen

    Wie verhält sich das mit der Vewrdoppelungszeit - bleibt die im groben konstant über einen langen Zeitraum oder kann sich diese schlagartig ändern?
    Die VZ ist ein Charakteristikum eines jeden Krebses. Sie bleibt weitgehend konstant und kann deswegen als Prognoseinstrument gebraucht werden. Nach einer AHT pflegt die VZ kürzer zu sein, scheint sich dann aber wieder an die VZ zuvor anzugleichen.

    Ich werde meinen Urolgen nochmals darauf ansprechen ,ev. doch erst mit Casodex oder ähnlichem anzufangen wobei ich bei ihm Bicalutamid angesprochen habe .
    Casodex ist ein Markenname für Bicalutamid. "Ähnliches" wäre ein Generikum gleicher Wirkung.

    Er meinte er sei eher konservativ eingestellt und beginne deshalb auch schon mit PSA 1,0 mit Hormontherapie ,es gäbe moderne eingestellte Urolgen die würden später teilweise erst bei 4 anfangen.
    Er wolle dem Krebs gleich die Nahrung nehmen und Bicalutamid zusätzlich um einen sogenannten - Flair Up - zu vermeiden .
    Ich fürchte, dass es keine Evidenz gebe, ob die Androgendeprivation oder das Antiandrogen zuerst genommen werden solle, oder beide zusammen. Wichtig ist, dass der PSA möglichst tief sinke und bleibe.
    Auch ob ein früher oder später Einstieg hilfreich sei, ist offen. Sicher ist nur, dass Bilder bei unter 2 ng/ml wenig bringen, denn nichts sehen heisst nicht, es sei nichts da.[/QUOTE]

    Tut mir leid, dich ratlos zu lassen.

    Carpe diem!
    Hvielemi
    Meine Beiträge schreibe ich als CRPCa-betroffener Laie.

    [1] Mein PSA-Verlauf graphisch auf myprostate.eu
    [2] Meine PK-Historie auf Myprostate.eu
    [3] PSA-Verlaufsanalyse 2003-2013 nach Glättli (Was ist PSA-Alert?)
    [4] PSMA-PET/CT vom 04.07.2012: Paraaortale Lymphmetastase
    [5] PSMA-PET von 08.2016 vor PSMA-RLT, danach 03.2017, sowie 05.2017

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