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Thema: Panik bricht aus - PSA geht nach Strahlentherapie nicht runter.

  1. #31
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    Hallo Bernd,

    um dich zu einer realistischen (und nicht deiner verständlicherweise sehr sensiblen) Sichtweise deiner Situation zu bringen, ist ja hier schon Vieles geschrieben worden.

    Ich möchte aber noch eines ergänzen, was dich in Zukunft nicht wieder nervös machen sollte.

    Ich war eigentlich auch immer davon überzeugt, dass die Zellteilung ein natürlicher Vorgang ist und daher ohne Sprünge abläuft. Dem ist aber wohl nicht so.

    Wenn du meinen PSA-Verlauf ansiehst,

    http://www.myprostate.eu/?req=user&id=511&page=graphic

    müsste die logarithmische Kurve in der Zeit von 2009 bis 2013 eigentlich eine Gerade sein (= konstante Verdopplungszeit). Ist sie aber nicht, und es hat mich jedes mal erschreckt, wenn der PSA-Wert höher war als erwartet.

    Also, solltest du dich für eine AHT entscheiden, dann rechne auch danach immer wieder mit unerwarteten Werten, die dich aber nicht verrückt machen sollten. Warte lieber hoffnungsvoll auf die nächsten.

    vG und alles Gute

    Friedhelm

  2. #32
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    Hallo Hvielemi und Friedhelm ,

    möcht mich für eure Antworten und Ratschläge bedanken. Ich werd versuchen einige der Ratschläge umzusetzen um etwas von meiner scheiss Panik zu verlieren , was aber für mich schwer sein wird . Man liest ja auch hier ,hin und wieder, dass man mit T3b und Gleason 7b schlechte Karten hat. Da mein Alter ja noch recht jung für diese sch....... Krankheit ist werd ich mir wohl um meinen 65 Geburtstag keine Sorgen machen müssen .

    Aber wie gesagt, werd mich jetzt intensiver mit der Hormongeschichte auseinandersetzen und zw. PSA- Wert 1 und 2 ein PET/CT machen ,um dann zu entscheiden wie es weiter geht.

    Es werden sich bei mir bestimmt noch einige Fragen zu der weiteren Behandlung auftun und ich hoffe das ich dann wieder um Rat fragen darf . Auch möcht ich mir mehr Zeit für dieses Forum nehmen und aktiver hier mitschreiben, obwohl ich eigentlich versuch , alles was mit der Krankheit zu tun hat ,wegzuschieben und nicht daran zu denken solang ich noch keine Nennenswerte Beschwerden hab . Im mom. setzt mir mehr die Psyche und mein Rücken zu .

    Es wurde vor ein paar Tagen ein CT der Hüfte und Oberschenkel durchgeführt -keine Metastasen in den Knochen -Gott sei Dank .

    Gruss Bernd

  3. #33
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    Zitat Zitat von bernd58 Beitrag anzeigen
    Hallo Hvielemi und Friedhelm ,

    Aber wie gesagt, werd mich jetzt intensiver mit der Hormongeschichte auseinandersetzen und zw. PSA- Wert 1 und 2 ein PET/CT machen ,um dann zu entscheiden wie es weiter geht.


    Gruss Bernd
    Hallo Bernd,

    wieso bist du bei einem Werte unter 2 ng//ml so scharf auf ein PET/CT?

    1. Wird man sehr wahrscheinlich nichts sehen
    2. Wenn man doch was findet, wirst du wohl vorsichtshalber doch eine HT machen, am besten eine intermittierende, dann kannst du in einer Therapiepause immer noch ein PET machen lassen und hast bis dahin auch bessere Nerven mit deinem PK umzugehen.


    Das Ziel ist bei guter Lebensqualität Zeit zu gewinnen und deshalb nicht schon bei kleinen PSA-Werten mit einer Therapie beginnen, die einem die Lebensqualität vermiest.

    Alles Gute

    Friedhelm

  4. #34
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    Danke Hvielemi für deine ausführliche Antwort ,

    Ich hatte zwischenzeitlich wieder einen Termin, am 05.12.2013, bei meinem Strahlentherapeuten. Da ich schon seit einiger Zeit den Verdacht hege,dass meine Bestrahlung fehlerhaft war ,frage ich euch um Rat ,insbesondere den hier anwsenden Strahlentherapeut und Urologen.
    Da bei mir die rechte Samenblase mit infiltriert war habe ich meinen Strahlentherapeuten gefragt - ob meine Samenblaseloge mit bestrahlt wurde . er verneinte dies . ich hab ihm dann nochmal erklärt das bei mir die Samenblase recht mit betroffen war - Er blätterte unruhig in meiner Akte und meinte dann -sie sei mit tangiert worden . worauf ich nachfragte ,was er unter tangiert versteht und ich nochmals wissen wollte ob die Samenblasenloge mit der richtigen Dosis bestrahlt wurde-auf diese Frage wich er mir aus und zeigte mir einen Bestrahlungsplan mit dem ich als Laie nicht viel anfangen konnte sonder nur irgend welche eingerahmten Felder zeigte. Ich hab mir meine kompletten Unterlagen aushändigen lassen .
    Wie ist eure Meinung dazu ? Was für Möglichkeiten hab ich ? Was kann ich tun ?
    Ich glaub ich sterb nicht an Protatakrebs sonder bekomm vorher einen Herzkasper -weil diese Krebsdiagnose und das ganze drumherum mich schafft.

    Am 19.12.2013 hab ich wieder Kontrolltermin bei meinen Urologen -bin auf seine Meinung dazu gespannt.
    Dann werd ich von Ihm noch mein Weihnachtsgeschenk - Anstieg des PSA - bekommen und mein Weihnachten ist gelaufen.


    Gruss Bernd

  5. #35
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    Ich möchte meinen weiteren Verlauf hier mitteilen und erhoffe mir vielleicht auch weitere Ratschläge .
    Wie Ihr aus den vorigen Beiträgen seht ,belastet mich diese Krankheit extrem und mein Verlauf entwickelt sich auch nicht positiv .
    Nach offener OP 2010 und Strahlentherapie 2012 steigt mein PSA stetig an und ist zum jetztigen Zeitpunkt bei 0,45 angelangt .
    Ende 2013 hatte ich Schmerzen in der rechten Hüfte - CT Becken ergab leichte Läsionen in beiden Hüftgelenkkugeln, die nicht eindeutig zu beurteilen waren .
    4 Monate Später nochmals Kontroll CT - Läsionen unverändert - Radiologe ist sich sicher das es keine Knochenmetastasen sind ,da diese auch schon im Vorbereitungs CT zur Bestrahlung 2012 sichtbar waren und sich auch nicht zu diesen Bildern verändert haben.
    Vor ca. 2 Monaten bekam ich schmerzen in der linken Niere - Urologe schickte nich zum MRT Abdomen - da kam es mit voller Wucht - es wurde am Blasenboden unten ,rechts eine Metastasenverdächtige Stelle von ca. 8mm entdeckt -alle anderen Organe und Skelett was mit erfasst wurde sind ohne Befund - keine auffälligen Lymphknoten.
    Am 25 .6 .14 muss ich jetzt in die Klinik zur Biopsie an dieser Stelle und ich geh davon aus -auch wegen steigendem PSA - das dass Ergebniss nicht so toll wird .
    Hat jemand ähnliche Erfahrung gemacht ? Lässt sich das ohne weiteres operieren und mit welchen Folgen .

    Gruss Bernd

  6. #36
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    Hallo Bernd,
    ich kann Dir nachfühlen und möchte kurz meinen Verlauf darstellen, wo manche Forenteilnehmer sich sicherlich wundern werden. Diagnose 2/2012, keine OP gewollt sondern auf die Protonentherapie gesetzt. Erstmal abwarten, Ruhe einkehren lassen nach diesem Diagnoseschock. Also mit DHB (Zoladex Bica und Finasterid) angefangen bis Juli 2013. Im April 2013 mit der Protonenbestrhlung begonnen. Psa durch die HT. war bei 0,2 - Nach Absetzen der HT stige der Wert auf 2,7 bis hin im Juni 2014 auf 11,9!!! Nun war ich beim PSMA Pet CT und es kam die grosse Ernüchterung! Metastase in der Rippe links, Lymphknoten oberer Bauchraum und Becken! Ich bin geschockt. Die Protonentherapie hat allerdings Erfolg gehabt; die gesamte Prostata nebst Samenblasen/Umgebung etc ist frei von irgendwelchen Krebszellen. Und nun?! Guter Rat teuer. Heute würde ich nicht mehr so lange warten, ich würde gleich nach Diagnosestellung ein PSMA Pet Ct machen, die Stellen, die erkennbar sind komplett bestrahlen lassen, denn die Protonenbestrahlung ist und bleib für mich die optimale Behandlung. Schade, dass ich nur 2012 noch nicht die finanziellen Mittel hatte und nicht den Mut nach Bayern zu ziehen und die KAsse zu wechseln. Heute streite ich mich vor dem SG mit der Krankenkasse und wenn die jetzt den Befund sehen, lachen die sich ins Fäustchen und ich bleibe auf den Kosten sitzen. Naja, jedenfalls habe ich noch meine LQ die letzten zwei Jahre ausgenommen der Zeit der HT.
    Aber was ich jetzt machen soll, welche Therapie? Der Arzt rät mir zur DHB mit Profact - kenne ich nicht das Präparat. Der andere Arzt rät mir zur Bestrahlung der markanten Stellen um die DHB noch hinauszuzögern. Gesundheitlich geht es mir saugut, ich kann es kaum glauben und bin total niedergeschlagen. Wie lange bleibt mir noch 6 Monate? - 10 Jahre? Ich kann nur sagen, das ist eine Sch.... Erkrankung, eine Sch... Situation. Ich bin eigentlich ganz ruhig und gelassen, emotional ganz komisch, das kann doch alles nicht wahr sein, denke ich mir..... Ich kann wirklich nur dazu raten gleich die richtige Diagnostik einzusetzen, durchzusetzen bei den Ärzten Kliniken. Nicht lange rumfackeln. 2012, vor der DHB hätte man sicherlich schon eine Stelle "glühen" sehen.
    Nun ja, vielleicht hat noch jemand einen Rat für mich, den ich gerne aufnehmen werde. Ich war in Bayern, wäre ich mal bei unserem "Urologen" vorbeigefahren.

    Gruss Rolf

  7. #37
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    Hallo Rolf,
    also ob die Protonenbestrahlung (PBRT ) wirklich das Non-Plus-Ultra ist, oder eben auch nur eine andere Form der Strahlentherapie, das steht, meiner Meinung nach, noch nicht fest. Theoretisch hat die PBRT Vorteile, aber ob sich das auch klinisch darstellen lässt? Echte Vergleichsstudien gibt es bisher nicht, d.h. aktuell läuft eine Studie in den USA (wo sonst) dazu an: NCT01617161, Proton Therapy vs. IMRT for Low or Intermediate Risk Prostate Cancer (PARTIQoL). Meiner Meinung nach ist es wurscht, welches Verfahren angewendet wird, was zählt ist die BED, oder Biologische-Effektivdosis. Ich selbst hatte vor 5 Jahren EBRT+HBR Brachy gewählt, weil das eine Dosis in die Prostata bekommen hat, die weder mit IMRT noch mit PBRT realisierbar war.

    Bei Strahlentherapie gilt aber, dass man es schon beim ersten mal richtig machen muss, denn Salvage Verfahren können erhebliche Nebenwirkungen haben. Somit würde ich deiner Ansicht der verfeinerten Diagnose VOR Therapie unbedingt zustimmen, wenn das Risikoprofil es als sinnvoll erkennen lässt.

    Nun zu dir:
    Kein Aktionismus, aber solange es erreichbare lokale Läsionen gibt lass sie lokal behandeln!! Egal ob durch operative Entfernung, oder Strahlentherapie, wie z.B. Cyberknife. Das wird dich nicht heilen könne, aber den Krankheitsprogress möglicherweise hinauszögern können. Um eine ADT wirst du aber irgendwann nicht mehr herumkommen, und da bin ich der Meinung "früh" ist besser als "spät".

    Rolf, bitte schau dir mal meinen Beitrag vom Düsseldorfer Symposium an: Düsseldorf Dezember 2013 - Part I

  8. #38
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    Hallo LowRoad,
    ich habe den Düsseldorf Link gelesen und finde es sehr interessant, dass gerade Prof. Wenz dies so akzeptierte. Auch wir haben ja aggressiv auf den persönlichen Therapieplan anstatt leitliniengerecht bestanden. Und ich muss weiterhin sagen, dass ich immer noch dazu stehe. Meinst Du es würde etwas bringen ein Gespräch bei ProfWenz zu suchen und ihn daraufhin ansprechen? Wenn ich ehrlich bin, dann würde ich lieber mit Bestrahlungen erst einmal den Metastasen hinterher hetzen, wie ein anderer Arzt zu mir sagte, als abzuwarten und mich mit HT. jetzt schon zu quälen. vielleicht ist es aber auch riskant zu behaupten, erst einmal die Stellen zu bestrahlen und abzuwarten was mit dem PSA passiert um dann wieder zu bestrahlen? Ehrlich gesagt ich weiss es nicht. Mein Bauchgefühl sagt, Bestrahlung und keine HT. Mein Kopf sagt, HT auf alle Fälle um nichts zu versäumen????
    Guter Rat teuer und die Zeit rennt. Hier mal ein Ausschnit des PSMA

  9. #39
    Harald_1933 Gast
    Zitat Zitat von willho
    Hier mal ein Ausschnit des PSMA
    Ausschnitt Fehlanzeige.

    LowRoad (Andi) hat vielleicht wohl verdienten Urlaub.

    Zitat Zitat von willho
    Mein Bauchgefühl sagt, Bestrahlung und keine HT. Mein Kopf sagt, HT auf alle Fälle um nichts zu versäumen????
    Mir widerstrebt es fast, Dir Ratschläge zu geben, weil Du hinter jeder Hecke einen Feind vermutest. So zumindest stellt sich mir das bislang dar. Bei einem evtl. geplanten Gespräch mit Professor Wenz solltest Du schon klare Vorstellungen von dem haben, was Dir wirklich vorschwebt. Eine begleitende HT empfiehlt Professor Wenz in der Regel eher für PCa mit hohem GS, und das käme bei Dir ja in Betracht.

    Das:

    "14.01.2014 0.46 17.10.13
    Nachdem das Fernsehteam vom MDR auf uns zugekommen ist bzgl. der Prostatageschichte und Krankenkassen-Kostenübernahme heute grosser Fimdrehtag. Die Berichte werden ausgestrahlt in mehreren Sendungen:
    Plusminus 22.01. 21:45 ARD
    Hauptsache Gesund 06.02. 21:00 MDR
    Umschau 18.02. 20:15 MDR"

    sind Deine letzten Einträge unter www.myprostate.eu Wie ist denn die tatsächliche aktuelle Situation?

    "An Grundsätzen hält man nur fest, solange sie nicht auf die Probe gestellt werden; geschieht das, so wirft man sie fort wie der Bauer die Pantoffeln und läuft, wie einem die Beine von Natur gewachsen sind"
    (Otto von Bismarck)

    Gruß Harald

  10. #40
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    Hallo,
    als fast täglicher mitleser hier im forum brauch ich nun auch mal wieder fachkundigen rat.

    zu meiner jetztigen situation gibt es folgendes zu berichten :
    regelmässige kontrolle beim urologen ( alle 3 monate ) mit stetigem PSA anstieg ( leichte schwankungen auf und ab ,immer gleiches labor ) . psa wert am 28.11.16 - 1,14 ng/ml / 26.1.17 - 1,40 ng/ml / 27.2.17 - 1,29 ng/ml .

    am 10.03.17 68Ga-PSMA-PET-CT in Heidelberg ; Professor Haberkorn.
    Befund:
    Lymphknotenvergrösserungen - keine metastasentypische Lymphknotenvergrösserungen

    Extralymphatische Metastasen - keine metastasentypische Knochenläsionen, keine metastasentypische Lungenläsionen, kein Nachweis von metastentypischen Läsionen der Abdominalorgane.

    Andere Befunde:
    Im übrigen keine besonderen Auffälligkeiten. Altersentsprechende degenerative Wirbelsäulenveränderungen.

    Nuklearmedizinischer Befund:
    Erhöhte PSMA Speicherungen an folgenden Lokalisationen - LK parailiacal rechts mit einem SUVmax bis 4,8
    - LK parailiacal rechts mit einem SUVmax bis 3,9
    Im übrigen Untersuchungsgebiet ansonsten unaufällige Verteilung und Speicherung des Radiopharmakons.

    20.3.17 Besprechung beim Urologen, der mir eine operative Entfernung in der Uniklinik Mannheim , Professor Michel empfiehlt, mit dem er telefonisch Rücksprache hielt und dieser gleicher Meinung ist.

    Nun zu meinen Fragen:
    Wie erfolgreich ist so eine Op , bringt sie einen gewissen Aufschub der Hormonspritze?
    Wie gefährlich ist diese Op?
    Bringt eine Bestrahlung den gleichen Erfolg ?

    Vielen Dank für eventuelle Antworten und Ratschläge, bin im moment ziemlich verunsichert.

    Grüsse Bernd

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