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Thema: nach RPE

  1. #141
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  2. #142
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    Martin,

    die von Lothar erwähnte Quelle, die Studie von Stephenson, hatte ich in meinem Beitrag genannt. Dort heißt es: "Nearly half of patients with recurrent prostate cancer after radical prostatectomy have a long-term PSA response to SRT when treatment is administered at the earliest sign of recurrence." = "Nahezu die Hälfte der Patienten mit rezidivierendem Prostatakrebs nach radikaler Prostatektomie haben eine langfristige PSA-Reaktion auf eine SRT(=Salvage Bestrahlung), wenn die Behandlung beim frühesten Anzeichen eines Rezidivs erfolgt."

    Es gibt auch eine neuere Studie von Tendulkar, die auf der Studie von Stephenson aufbaut und schon ab 0,1 ng/ml bestrahlen will.

    Die Salvage-Bestrahlung zwischen 0,2 und 0,5 ng/ml ist derzeit ein Grundpfeiler der Prostatakrebstherapie. In meinem Beitrag wollte ich meine Gedanken dazu darstellen und Gegenmeinungen provozieren, das war meine Absicht. Die wurden jedoch nicht geäußert. Trotzdem machen weltweit praktisch alle Urologen diese Salvage-Bestrahlung entsprechend der Leitlinien .

    Also will ich keine Empfehlung aussprechen, sich nicht an die Leitlinie zu halten.

    Georg

  3. #143
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    @ Lothar: Wo hast Du das PSMA-PET/CT machen lassen und wieso bist Du zur RT nach Rostock?

  4. #144
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    Das PSMA-PET/CT habe ich in Bonn im Johanniter Krankenhaus machen lassen.
    Die RT in Rostock aus „persönliche“ Gründen, die hatten mit der VERO einen fortschrittliches IMRT-Linearbeschleuniger.
    In Bonn gibt es aber auch gute RT- Geräte.
    Gruss
    Lothar

  5. #145
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    Ah - das ist ja fast vor der Tür! Ich werde im April die 0,2 reißen, da kann ich den Uro in der Richtung befragen.

  6. #146
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    Georg, ich wollte dir nichts unterstellen.
    Lothar, die leitlinie ist mir bekannt und die Studie von Stephenson war bereits von Georg in dem von mir verlinkten Beitrag aufgeführt. Die "limitations" weisen unter Anderem darauf hin, dass keinesfalls klar ist, ob die frühzeitige Behandlung die Lebenszeit verlängert. Sicher ist nur, dass die frühestmögliche Bestrahlung des Lokalrezidivs dieses vernichtet oder soweit schwächt, dass dort erstmal Ruhe ist. Und solange dass fast ohne Nebenwirkungen geschieht, ist es auch keine Frage. Bei Überlebenszeiten von 10 und mehr Jahren sollte man diese aber im Auge behalten, denn gerade bei RT treten die Probleme erst viel später auf (nur ein Beispiel: https://www.sciencedirect.com/scienc...02283814008161 ).
    Das von Tendulkar propagierte Nomogramm schlägt 15 Punkte auf, wenn man bei PSA 0,5 statt 0,2 bestrahlt. Das ist der halbe Einfluß, den R0 ausübt, welches aber im Nomogramm eine Verkürzung der rezidivfreien Zeit bewirkt: ein kleiner Schönheitsfehler - da triumphieren die Zahlen über die Realität. Für Werner W. verändert das vermutlich nichts.

    Die erste Frage ist doch, ob man wegen eines Nomogramms oder aufgrund klinischer Untersuchung und individueller Tatsachenfeststellung die Bestrahlung durchführt. Da ist die Leitlinie meines Erachtens nicht auf der Höhe der Zeit. Die zweite Frage ist, wann eine Bildgebung einigermaßen zuverlässig etwas sieht (man könnte natürlich alle 2 Monate ein PSMA PET/CT machen - das ist allerdings unbequem und das CT strahlt auch ganz schön). Dazu gibt es inzwischen einige Studien.

  7. #147
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    Martin,

    ich habe jetzt das Nomogramm von Tendulkar nicht nochmal analysiert, aber R0 wird als negativer Faktor gesehen, da dies die Wahrscheinlichkeit senkt, dass ein lokales Rezidiv vorliegt. Wenn der PSA Wert bei einem R0 steigt, so steigt die Wahrscheinlichkeit für Lymphknoten- und andere Metastasen. Dies macht eine Salvage-Bestrahlung weniger erfolgreich.

    Die Nomogramme kommen meist aus den USA, dort gibt es praktisch kein PSMA PET/CT, selten Cholin PET/CT. Deshalb greift man auf diese Nomogramme zurück. Meine Kritik daran ist, dass diese auf statistische Daten zurückgreifen, die bis zu über 20 Jahre alt sind. Da hat sich an der Bestrahlungstechnik inzwischen einiges getan. Wenn man heute mit höherer Dosis bestrahlen kann als in den alten Fällen in den Statistiken, muss man, so meine Überlegung, nicht bei 0,2 ng/ml mit der Bestrahlung anfangen sondern kann auch gute Erfolge bei 0,5 ng/ml haben. Manchmal stabilisiert sich auch der PSA Wert bei 0,4 ng/ml.

    Georg

  8. #148
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    Ich fand die Bestrahlung doch belastend und die Entscheidung dafür, ist mir nicht leicht gefallen.
    Nach der „Entdeckung“ des Lokalrezidiv (und der Bestätigung eines R1 anstatt RX) wollte ich eigentlich eine sterotaktische Bestrahlung gezielt auf das Rezidiv.
    Dies wurde von den Urologen und den Strahlentherapeuten abgelehnt.
    Deshalb stimmte ich schließlich einer Logenbestrahlung zu.
    Ohne das „positive“ Ergebnis des PSMA-PET/CT hätte ich auf Empfehlung meines Urologen (Prof. der in der Leitlinienkommision arbeitet) bis 0,3 PSA gewartet (Zeitgewinn).
    Unabhängig davon, finde ich eine Abklärung durch ein PSMA-PET/CT wichtig, ob ein Lokalrezidiv vorliegt oder ob LK befallen sind.

    Gruss

    Lothar

  9. #149
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    bin jetzt nach RPR und Bestrahlungsende seit Tagen wie ein Zombie unterwegs...Diaröh und Vertopfung im Wechsel...allgemein abgefucked quasi wie abgelutscht

    selbst Golfen turned mich nicht mehr an....Energiemodus ist am Ende....Muskulatur lässt nach...selbst Sitzen wird zum Problem,weil immer ein Druck auf dem Damm herscht....kotz

    abba...PSA war 0,006

    toll...wenn das so weitergeht dann Gute Nacht

    Lima( Leitlinientherapiert)



  10. #150
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    Hallo Lima,

    Du hast in kurzer Zeit das „volle Programm“ absolviert.
    Nach dem Bestrahlungsende ging’s mir auch nicht gut.
    Durchfall, Stressinkontinenz und Erschöpfung.
    Jetzt -nach 2 Monaten - gehts mir doch deutlich besser.
    Der Körper und Geist muss sich erholen.
    Freu Dich über den sehr niedrigen PSA-Wert!
    Machst Du eine AHB?
    Gute Besserung, auch beim Golf (spiele ich auch)

    Lothar

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