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Thema: Lutenisierendes Hormon - sehr niedriger Wert

  1. #1
    HansiB Gast

    Lutenisierendes Hormon - sehr niedriger Wert

    Hallo Zusammen,

    nachdem ich mich endlich aufgerafft habe noch einige Blutwerte messen zu lassen, kam jetzt raus, dass der LH-Wert bei <0,1 U/l liegt. Der Normalbereich liegt zwischen 1,5 und 10 U/l. Was hat dieser sehr niedrige Wert zu bedeuten?
    Ein weiterer Wert, der mir etwas unheimlich ist, ist der Selen-Wert, der liegt jetzt bei 122 ug/l. Ich nehme allerdings erst seit ein paar Wochen ein Selen-Ergänzungspräparat, das ich jetzt wohl absetzen werde.

    Testosteron liegt jetzt bei 0,26 ug/l (ECLIA) und PSA bei 1,08 ug/l, sind also stark gefallen und so niedrig wie nie zuvor.

    Danke und viele Grüße
    Hans

  2. #2
    HansiB Gast
    Ich habe mich mittlerweile im Buch von Dr. Strum informiert: Der sehr niedrige LH-Wert resultiert aus der Einnahme von Elegard.
    Mich interessiert trotzdem, wie bei anderen HBlern und auch bei RP und RT therapierten Patienten mit ganz niedrigem Testosteron-Wert und sehr niedrigem PSA der LH-Wert liegt. Vielleicht hat der ein oder andere Erfahrung mit dem Selen-Wert, ohne zusätzliche Selen-Einnahme.

  3. #3
    Registriert seit
    04.05.2006
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    Nürnberg
    Beiträge
    480

    LH und Selen

    Hallo Hans,

    wie du bereits selbst gelesen hast, resultiert der sehr niedrige LH-Wert aus der Hormonblockade des Testosterons, das normalerweise in den Hoden gebildet wird. Nun versucht zuerst einmal die Hirnanhangdrüse durch eine vermehrte Ausschüttung des LHs, deine Hoden dazu aufzufordern, wieder mehr Testosteron zu produzieren, was aber durch das LHRH-Analogon Eligard unterbunden wurde/wird. Das geht wahrscheinlich eine Zeitlang so, bis die Hirnanhangdrüse die Rückmeldung von den Hoden erhält, dass ihre Bemühungen umsonst sind und dadurch wird die Menge des LH so niedrig werden.
    Die HB-2 funktioniert also ganz gut und unterdrückt deine körpereigeneTestosteronproduktion wirksam.
    Es ist allerdings zu befürchten, dass deine eigene Testosteronproduktion langfristig von selbst nicht wieder anspringen wird.

    Zum Selen:
    Umrechnung: µg/l x 0,0127 = µmol/l
    Der Referenzbereich von Selen im Blutserum liegt bei 0,75 – 1,80 µmol/l
    Du gibst 122 mcg/l an – dies entspricht 1,55 mcmol/l, wenn ich mich nicht verrechnet habe.

    Insofern hast du noch nicht „überdosiert“ und aus verschiedenen Quellen geht hervor, dass sich ein erhöhter Selenspiegel auf das PCa und auf dessen Vorbeugung günstig auswirken soll.
    http://www.nih.gov/news/pr/jul2001/nci-24.htm
    http://www.aerzte-zeitung.de/docs/2004/08/02/143a0501.asp
    http://www.forum-maennerarzt.de/index.php?kid=&a=416
    http://www.aerztlichepraxis.de/artikel?number=1105368971
    http://www.medizin.de/gesundheit/deutsch/508.htm

    Mache dir mal keine Sorgen, sondern freue dich über den Erfolg.

    Viele Grüsse,

    Carola-Elke
    Geändert von Carola-Elke (14.05.2006 um 21:29 Uhr)

  4. #4
    HansiB Gast
    Hallo Carola-Elke,

    vielen herzlichen Dank für die Informationen und Deine Hilfe.

    Ich freue mich natürlich über meinen Erfolg. Leider habe ich mit meinem fortgeschrittenen PK von meinen Ärzten keinerlei Hilfe erhalten.
    Die Umstellung auf Elegard, das Absetzen von Casodex, als der PSA wieder stieg, die Einnahme von Proscar (3HB) und später Verdoppelung, Krebsmarker über das Übliche hinaus, QCT-Messung (Osteoporose), DNA-Zytometrie erfolgte alles auf eigene Initiative und ohne Absprache mit Urologe und Onkologe, die nur 2HB oder 1HB kennen (zumindest für mich). Auch der Wechsel zu einem anderen Urologen brachte bisher keine große Hilfe. Nur die SHG und KISP mit Forum diskutierten mit mir über Möglichkeiten.
    Viele Mitbetroffene und auch die Ärzte des Forums empfehlen mir eine leichte Chemo oder eine sonstige Erweiterung der Therapie (Celebrex nehme ich bereits). Eine Chemo mit 70 mg Taxotere alle drei Wochen würde ich bekommen, nur möchte ich solange PSA und Testosteron weiter fallen davon absehen, um nicht meine guten Blut-/Leberwerte und mein Imunsystem zu zerstören. Die Metastasen scheinen zu ruhen. Ich erwäge anstatt, dem am 08.02.06 abgesetzten Casodex Flutamid zu bekommen. Vielleicht hat jemand damit Erfahrungen gemacht.

    Was für eine Bedeutung hat eine sehr breite Stammlinie bei der DNA-Zytometrie?

    Viele Grüße
    Hans

  5. #5
    WinfriedW Gast
    Zitat Zitat von HansiB
    ....
    Was für eine Bedeutung hat eine sehr breite Stammlinie bei der DNA-Zytometrie?
    ...
    Hans
    Ja, das würde mich auch sehr brennend interessieren, insbesondere welche therapeutische Konsequenz aus dieser Erkenntnis konkret zu ziehen ist.

    Gruß Winfried und alles Gute weiterhin

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