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Thema: Cabozantinib (XL 184 - 307 ).

  1. #1
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    Cabozantinib (XL 184 - 307 ).

    Hallo Betroffene,
    ich habe seit 20 Monaten Abiraterone genommen, aber mein PSA fing wieder an
    zu steigen. Nach langen Überlegungen habe ich mich entschlossen an der
    Studie mit Cabozantinib (XL 184 - 307) teilzunehmen, Voraussetzung hierfür
    war schon mit Docetaxel und Abiraterone behandelt worden zu sein.
    Hat jemand vielleicht Erfahrungen damit oder etwas darüber gelesen.
    Für Rückäußerungen wäre ich dankbar.
    Gruß M.P.

  2. #2
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    Hat inzwischen die Versuchsreihe begonnen? Ist sie vielleicht schon beendet? Gegebenenfalls: mit welchem Ergebnis? Ist jemals von den Ärzten gesagt worden, warum nr solche Prostata-Krebskranke teilnehmen durften, die erfolglos mit der Hormontherapie und der anschließenden Chemo behandelt worden waren? Warum nicht auch andere mit Knochenmetastasen?

    Für Antworten wäre ich dankbar.

    Harald Schwarz

  3. #3
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    Harald,
    es scheint dir schwer zu fallen, die vorgeschriebenen Verfahren zur Erlangung einer Medikamentenzulassung zur Behandlung an Menschen zu akzeptieren!? Sie sind aber nun mal derart, auch damit müsstest du dich abfinden. Medikamente werden nicht generell zugelassen, sondern stadienabhängig, das heißt bspw., dass ein Medikament, welches für die Behandlung NACH Chemotherapie zugelassen ist, es nicht automatisch auch für die Behandlung VOR Chemotherapie zugelassen ist. Du kannst ja immer noch den, privat finanzierten, Off-Label Weg gehen.

    Zur COMET-1 Studie (XL184-307, 2012-001834-33) hatte ich dir an anderer Stelle schon geantwortet:

    "This study is ongoing, but not recruiting participants"

  4. #4
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    Vielen Dank für Deine Antworten - Du weißt, dass sie nicht helfen können, denn mit meinem Zustand ABFINDEN möchte ich mich gerade nicht! Ich werde weiter fragen und bohren, wo ich Möglichkeiten sehe.

    Bei meiner Situation hatte ich einen Punkt vergessen: die Hauptkrebsmasse habe ich mit dem HIFU-Verfahren (Ultraschall) beseitigen lassen. Da ich alle Strahlungsbehandlungen ablehne (zumal sie immer Sackgassen sind), habe ich, solange die Hormontherapie wirkt und mir die Knochenmetastasen keine Schmerzen bereiten, zZt meiner Meinung nach alles getan, um dem Übel zu begegnen. Und nach allem, was ich im Internet finden kann, dürfte Cabozantinib interessant für mich sein - wenn es denn für meinen Fall zugelassen werden sollte.

    Was die bisherigen Einschränkungen bei den Anwendungs-Trials betrifft, so beruhen sie erkennbar darauf, dass die Industrie immer erst noch die fein teuren Vorstadien 'Immunwerden gegen die Hormonbehandlung' und 'Immun werden gegen die anschließende Chemo' mitnehmen möchte, bevor sie Cabozantinib unabhängig von diesen Vorstadien in Trials anwendet - und dann bei einem Erfolg womöglich die schönen Einnahmen für die Behandlung der sündhaft teuren Vorstadien verliert.

  5. #5
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    Harald,
    also, dass die (böse) Pharmabande erst abwartet, dass wir schwerer erkranken, um uns dann um so mehr zu schröpfen, ist vielleicht ein schöner Nebeneffekt, aber nicht gewollt! Die wollen zuvorderst GELD verdienen, dazu sind sie mal gegründet worden, und Patente laufen ab, also muss man sie schnell in markfähige Medikamente umwandeln. Das gelingt aber nur bei schwerkranken Männern, die statistisch schnell versterben, also ein Vorteil kurzfristig erkennbar ist. Ein Mittel, was die Krankheit im Anfangsstadium aufhalten könnte, wäre ganz ganz schwer in Geld umzusetzen.


    Trotzdem, frohe Ostern!

  6. #6
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    Natürlich wollen und müssen die in erster Linie Geld verdienen - aber das muß man auch sagen dürfen! Und Du, lieber LowRoad, sagst das ja auch, wenn auch ein wenig umwunden. Ab und zu bringt es etwas, Luft abzulassen. Im übrigen: Die Farmaindustrie ist ja nicht die einzige Beteiligte bei den Trials, dazu gehören auch Krankenhäuser und Ärzte - und die sind schon nach ihrem Eid verpflichtet, nicht nur aufs Geld zu schielen, sondern dem Patienten zu helfen, und zwar in jeder Phase seiner Krankheit. Deshalb ist es nach wie vor für mich empörend, dass Cabozantinib eben nur an solchen Patienten ausprobiert wird, die schon die beiden gängigen Vortherapien erfolglos absolviert haben.

    Denn also zunächst mal schöne Ostern und anständige Ärzte bei den Trials!

    Harald

  7. #7
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    Die COMET-1 Studie ist gescheitert. Cabozantinib steigerte das Gesamtüberleben im Vergleich zu Prednison von 9,8 auf 11,0 Monate. Das ist statistisch nicht signifikant/ausreichend. Das progressionsfreie Überleben stieg im Cabozantinib-Arm von 2,8 (unter Prednison) auf 5,5 Monate.
    Wieder einmal: gute Phase-II-Ergebnisse lassen sich in Phase-III-Studien nicht halten. Vielleicht und hoffentlich gibt ja die Analyse von Subgruppen noch was her?!
    Schade! Wir bräuchten so dringend weitere Medikamente für den fortgeschrittenen
    PCa.
    Josef

  8. #8
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    Zitat Zitat von JosefJ Beitrag anzeigen
    Die COMET-1 Studie ist gescheitert. Cabozantinib steigerte das Gesamtüberleben im Vergleich zu Prednison von 9,8 auf 11,0 Monate. Das ist statistisch nicht signifikant/ausreichend. Das progressionsfreie Überleben stieg im Cabozantinib-Arm von 2,8 (unter Prednison) auf 5,5 Monate.
    Wieder einmal: gute Phase-II-Ergebnisse lassen sich in Phase-III-Studien nicht halten. Vielleicht und hoffentlich gibt ja die Analyse von Subgruppen noch was her?!
    Schade! Wir bräuchten so dringend weitere Medikamente für den fortgeschrittenen
    PCa.
    Josef

    For new drugs to demonstrate real value in such patients, it seems highly likely that they are going to need to work in ways that are very different to those of available forms of treatment.

    So ist es.
    Grüsse, Rudolf

  9. #9
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    Meine Beiträge schreibe ich als CRPCa-betroffener Laie.

    [1] Mein PSA-Verlauf graphisch auf myprostate.eu
    [2] Meine PK-Historie auf Myprostate.eu
    [3] PSA-Verlaufsanalyse 2003-2013 nach Glättli (Was ist PSA-Alert?)
    [4] PSMA-PET/CT vom 04.07.2012: Paraaortale Lymphmetastase
    [5] PSMA-PET von 08.2016 vor PSMA-RLT, danach 03.2017, sowie 05.2017

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