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Thema: Ed Friedman: The New Testosterone Treatment

  1. #1
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    Ed Friedman: The New Testosterone Treatment

    hallo Fortgeschrittene,

    hier ein Buch-Tipp:
    "The New Testosterone Treatment - How You and Your Doctor can fight Breast Cancer, Prostate Cancer and Alzheimer's"
    von Ed Friedman.

    Kann man bei amazon bestellen, was auch schon ein paar gemacht haben ...

    Freu mich auf die Debatte,
    die eine Anschluss-Debatte sein wird an das, was 2007 und 2008 hier schon mal diskutiert wurde, wie schön, dass wir dieses Forum habe.

    Grüsse,
    Rudolf

  2. #2
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    Zitat Zitat von RuStra Beitrag anzeigen
    hallo Fortgeschrittene,

    Freu mich auf die Debatte,
    mal ein für dieses Forum eher ungewöhnlicher Lese-Appetit-Happen,
    ein Auszug aus dem Kapitel über ALZHEIMER übersetzt:

    ----------------------------------------------------------------------------


    "The New Testosterone Treatment –
    How You and Your Doctor can fight Breast Cancer, Prostate Cancer and Alzheimer's"
    von Ed Friedman.

    Chapter 14, S. 247
    A new protocol for curing early-state alzheimer's and
    for halting late-stage alzheimer's

    Ein neues Protokoll für die Heilung von Alzheimer im Anfangs-Stadium
    und für das Stoppen von Alzheimer im Spät-Stadium

    Mit all der mannigfaltigen Evidenz, die auf Hormone zeigen,
    ist es keine Überraschung, dass ich die Anwendung von Hormonen
    für die Behandlung von Alzheimer empfehle.
    Die wirkliche Frage ist, wieso ich der einzige Wissenschaftlicher bin,
    der dieses Behandlungs-Protokoll empfiehlt?
    Die Antwort ist ganz einfach. Ich bin NICHT der erste Wissenschaftler,
    der mitbekommen hat, dass Hormone die Antwort auf Alzheimer sind!

    Ich darf Sie an einen Auszug aus einem PNAS-Artikel von 2002 erinnern:
    "Wenn man Testosteron älteren Männern gibt oder Östradial postmenopausalen Frauen,
    so hat das wahrscheinlich bei der Vorbeugung / Behandlung von Alzheimer Vorteile."
    [ s. Anhang 1 ]

    Es ist klar, dass auch andere Forscher den Wert von Testosteron erkannt haben,
    wenn es darum geht, Alzheimer zu bekämpfen.
    Allerdings bin ich wohl der erste Wissenschaftler, der realisiert hat, dass
    Aromatase-Hemmer, wenn sie zusammen mit der Gabe von Testosteron
    eingesetzt werden, Brust- und Prostatakrebs verhindern und dass sie
    gleichermassen auch den Effekt von Testosteron im Einsatz gg. Alzheimer
    verstärken. Und ich bin wohl auch der erste, der bemerkt hat, das der Östrogen-Rezeptor beta (ER-beta) bei Alzheimer schützend wirkt (was bedeutet, dass Alzheimer zurückgeht, wenn dieser Rezeptor aktiviert wird durch irgendwas, das an ihn bindet) und dass Estriol effektiver sein sollte als Estradiol[3]. Das kommt daher, dass Estriol im Gegensatzu zu Estradiol vorzugsweise am ER-beta bindet [4].
    Während die meisten Ärzte, selbst Anti-aging-Ärzte, eine Philosophie haben, so wenig Hormone wie möglich einzusetzen und für eine so kurze Zeit wie möglich, ist meine Philosophie, dass es innerhalb gewisser Grenzen sicherer ist höhere Hormon-Level als niedrigere zu haben, mit der Ausnahme von Estradiol und Estron.

    Nachdem eine Reihe von Wissenschaftlern nun wissen, dass Hormone die Antwort auf Alzheimer sind, warum sind keine klinischen Tests gemacht worden, um diesen Behandlungs-Ansatz zu überprüfen?
    Bei Frauen haben die Ärzte immer gedacht, dass die Studie von 2002, Women’s Health Initiative (WHI) der definitive klinische Test gewesen ist, um zu zeigen, dass Hormonersatztherapie sowohl das Risiko von Brustkrebs als auch das von Alzheimer steigen lässt. Damals aber bestand keinerlei Möglichkeit, all die schlechten Resultate durch den Fakt erklären zu können, dass synthetische Progestine fast vollständig die Androgenrezeptoren blocken (wie im Kapitel 3 diskutiert). Bis auf den heutigen Tag haben nur sehr wenige Ärzte diesen Fakt zur Kenntnis genommen, was zum grossen Teil darauf zurückzuführen ist, das der entsprechende Artikel zu den Problemen mit Progestinen in einer biologischen Zeitschrift publiziert wurde, nicht in einer medizinischen [5].
    Bei Männern ist es eine andere Geschichte. Es gibt keinen Zweifel, dass Ärzte an den medizinischen Hochschulen haben lernen müssen, dass Testosteron gefährlich ist. Während ich an diesem Buch arbeitete, hatte ich eine interessante Konversation mit einem pensionierten Kardiologen. Er schien an meiner Arbeit zu Alzheimer Interesse zu haben. Als er allerdings realisierte, dass mein Behandlungs-Vorschlag die Verabreichung hoher Mengen Testosteron beinhaltete, sagte er: „Das können Sie nicht machen. Das wird bei diesen Männern Prostatakrebs auslösen.“ An diesem Punkt erklärte ich ihm meine Arbeit zum Prostatakrebs und wie Testosteron Prostatakrebs ausschliesslich dann verursacht, wenn es in Estradiol umgewandelt wird. Seine Antwort war: „Lassen Sie es mich wissen, wenn Ihr Buch fertig ist.“
    Diese Angst vor Prostatakrebs findet auch oft ihren Niederschlag in der wissenschaftlichen Literatur. Hier sind 2 Zitate aus einer Veröffentlichung aus dem Jahre 2000 in den Proceedings of the National Academy of Sciens (PNAS), in der die Möglichkeit diskutiert wird, Testosteron zur Verhinderung von Alzheimer bei Männern einzusetzen:
    „Unsere Ergebniss legen nahe, dass Androgen-Supplementierung bei älteren Männern … für die Entwicklung von Alzheimer schützend sein kann.“
    „Diese möglichen Vorteile müssen abgewogen werden mit den möglichen negativen Wirkungen von Testosteron, einschliesslich der Entwicklung eines Prostatakarzinoms.“

    Sowohl für Männer wie für Frauen ist klar, dass bei Alzheimer Hirnzellen wegsterben. Es gibt keine Behandlung dafür, tote Zellen wieder zum Leben zu erwecken. Das bedeutet, dass das beste, was jegliche Behandlung tun kann, ist das Stoppen von weiterem Nervenzelltod. Allerdings ist es so, dass Menschen mit Alzheimer oder anderen Formen von Demenz auch Tage haben, an denen es ihnen besser geht als sonst. Wenn man sich das vor Augen führt, könnte das beste Szenario sein, den Geisteszustand so wiederherzustellen, wie es an den besseren Tagen ist, und die Erinnerung so zu stabilisieren, dass die Person vieles von dem wieder zurücklernen kann, das schon vergessen war.

    [ S. 249 ]
    Behandlung von Alzheimer bei Männern


    [S. 251 ]
    Behandlung von Alzheimer bei Frauen


    [ S. 253 ]
    Schlussfolgerungen

    Meine eigenen Forschungen und meine Besuche auf Websites für Alzheimer-Patienten zeigen mir, dass eine Reihe von Betroffenen diejenigen Supplemente nehmen, von denen ich oben gesprochen habe [das waren: Niacinamid, Curcumin, Rosmarin, Salbei ], sowie auch Kokosnuss-Öl. Leider berichtet keiner, dass das zu einer Heilung geführt hat, obwohl manch einer glaubt, dass ihr Ernährungs-Regime den Progress der Erkrankung verlangsamt hat. Ich bin nicht überrascht, dass keine Heilung durch diese Supplementierung erreicht werden konnte, da die Hormon-Level nun mal im Zuge des Alterungsprozesses heruntergehen und das wiederum all die biochemischen Marker steigen lässt, die mit Alzheimer assoziiert sind. Selbst wenn also einige symptomatische Besserung erzielt werden kann durch Supplementierung und Ernährungs-Umstellung, so ist doch der einzige Weg den Progress zu stoppen, den Abfall der Hormon-Level zu verhindern.

    Um es für Männer zusammenzufassen: Kein Rauchen, hohe Level von Vitamin D3 und von freiem Testosteron, dazu Aromatase-Hemmer und Estriol – hiervon kann man erwarten, dass damit Alzheimer der Garaus gemacht werden kann. Falls nicht, sollten die Supplemente, die ich für Frauen aufgelistet habe, hinzugenommen werden. Schliesslich, falls nichts dergleichen wirkt, sollte man ernsthaft erwägen, Testosteron über das maximale physiologische Level hinauszutreiben genauso wie Estriol.

    Für Frauen: Kein Rauchen, hohe Level von Vitamin D3 und von freiem Testosteron, dazu Aromatase-Hemmer und Estriol, 10 Tage mit hohem Progesteron jeden Monat, zusätzlich die diskutierten Supplemente. Wenn dieser Behandlungs-Plan nicht funktioniert, dann sollten höhere Level von freiem Testosteron, Progesteron und Estriol erwogen werden.

  3. #3
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    Testosteron - Östrogen - PCA

    Rudolf,
    danke für den Tipp mit dem Buch! Ich habe es jetzt seit ein paar Tagen hier und schon etwas darin herumgestöbert. Es wird nicht mit Superlativen gespart und eine völlig neue, korrekte Sicht auf die Entstehung und die Progression dreier Volkskrankheiten versprochen: PCa, BC, Alzheimer. Da sich der Autor besonders mit der Wirkung der Hormone Testosteron, Östrogen und Progesteron befasst hatte ich gehofft endlich die "Weltformel" zu finden, die die beobachteten Sachverhalte schlüssig zusammenführt. Leider bin ich da wieder mal enttäuscht worden. Fangen wir mit der von Friedman postulierten Entstehungsgeschichte von PCa an.

    The only way testosterone can cause prostate cancer is if it is first converted to estrogen, which then binds to that villainous ER-alpha! This point bears repeating because it is of vital importance. Testosterone doesn't cause prostate cancer.
    ...
    In the absence of excess aromatase (which converts testosterone into cancer-causing estradiol), testosterone is capable of killing prostate cancer.
    ...
    Zu DHT ist seine Stellungnahme widersprüchlich. Einerseits erkennt er an, dass bei fehlendem 5-alpha-reductase Enzym kein PCa entsteht, andererseits schreibt er, dass hohe DHT Werte günstig für das Überleben von PCa Patienten wäre. Das hilft nun auch nicht weiter.

    Kommen wir zuerst zum Testosteron/Östrogen Verhältnis, was ggf. Krebsauslösend sein soll. Diese Erklärung, dass bei alternden Männern sich das Testosteron/Östrogen Verhältnis hin zu Östrogen ändert ist nicht neu. Auch das der ER-alpha hier eine wichtige Rolle spielt. Frage ist dann z.B. warum:


    1. in Studien [1] ER-alpha Blocker wie Toremifene die PCa Entstehung nicht mindern konnten? Ein für mich besonders enttäuschender Sachverhalt, das muss ich gestehen! "Cancer was detected in 34.7% and 32.3% of men in the placebo and treatment groups, respectively, with no observed difference"
    2. Frauen, mit einem für Männer unsagbar schlechtem Testosteron/Östrogen Verhältnis NIE PCa bekommen? Sagt jetzt nicht Frauen haben keine Prostata, haben sie doch, nicht viel aber immerhin[2]... So ein paar PCA Fälle hätten sich doch entwickeln können?
    3. warum junge Männer (vor der Pubertät) mit ebenfalls ungünstigem Testosteron/Östrogen Verhältnis kein PCA bekommen?
    4. warum übergewichtige Männer zwar aggressivere PCa Verläufe zeigen, aber in der Summe nicht öfters von PCa betroffen sind [3].
    5. warum z.B. Männer die zu frühem Hahrverlust (Glatzenbidung) neigen (erhöhte DHT Werte) eher von PCa betroffen sind[3]: "Baldness at the age of 40 was associated with an 81% increased risk of prostate cancer before the age of 55"
    6. warum im therapeutischem Setting Östrogen auch in ganz geringen Dosen evt. zusammen mit Dexamethason die PCa Progression hemmt?

    Soviel erst mal von mir - ich lese weiter...

    -----------------------
    [1]: Prostate cancer diagnosis among men with isolated high-grade intraepithelial neoplasia enrolled onto a 3-year prospective phase III clinical trial of oral toremifene.
    [2]: The Female Prostate
    [3]: Cancer Research UK, Prostate cancer risk factors

  4. #4
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    @all:

    Dr. med. Douwes, St. Georg Klinik in Bad Aibling, therapiert schon lange beim PCa, u.a. mit einer Hormonsubtitution bei gegebener Testosteron-Östrogen-Dysbalance. Nach seinen Angaben, ist diese bei älteren Männern immer gegeben, und Auslöser für das "Altmännercarzinom" der Prostata.
    Seine Abhandlung darüber ist in den KISP-Extrakten, Texten, enthalten.

    Gruß Helmut
    An alle PCa-Erstdiagnostizierten und deren Angehörige, sowie andere Interessenten.
    Bitte die 3 unten angeführen Links zur Kenntnis zu nehmen. Basisinfo zum PCa (Prostatakarzinom) OBERWICHICHTIG !


    http://www.prostatakrebs-bps.de/imag...erdam_2014.pdf
    http://www.prostatakrebs-bps.de/medi...frueherkennung
    http://www.prostatakrebse.de/informa...ster%20Rat.pdf

  5. #5
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    .... wobei meiner persönlichen Meinung nach das "Altmännerkarzinom" überhaupt keiner Behandlung bedarf - es ist ja nur "Begleiter", kein "Mörder" .....
    ----------------------------------------------------------
    Meine Kommentare stellen keine verbindliche Auskunft dar,
    sondern spiegeln meine PERSÖNLICHE Meinung und Erfahrung
    wider und können keine direkte Beratung und Behandlung
    vor Ort ersetzen

    Gruss
    fs
    ----------------------------------------------------------

  6. #6
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    @Urologe "fs":

    Ihre Antwort ist korrekt. Mein Komentar bezog sich auch nur auf das Thema, von Ed Friedman, und seine Ausführungen in, "Teststerone-Treatment", nämlich die Zusammenhänge von Testosteron versus Östrogen, welche für die Entstehung von Alzheimer postuliert werden.

    Alzheimer ereilt eben auch nur ältere Menschen. (in der Regel)

    Gruß Helmut
    An alle PCa-Erstdiagnostizierten und deren Angehörige, sowie andere Interessenten.
    Bitte die 3 unten angeführen Links zur Kenntnis zu nehmen. Basisinfo zum PCa (Prostatakarzinom) OBERWICHICHTIG !


    http://www.prostatakrebs-bps.de/imag...erdam_2014.pdf
    http://www.prostatakrebs-bps.de/medi...frueherkennung
    http://www.prostatakrebse.de/informa...ster%20Rat.pdf

  7. #7
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    Helmut,
    vielleicht hast Du Friedman falsch verstanden? Er hält dieses allgemein bekannte Phänomen der Östrogen Dominanz bei älteren Männern schon für PCA auslösend, wobei er aber nicht, wie z.B. Dr. Douwes mit "Hormonsubtitution", also Testosterongaben agieren will. Sein Ansatz basiert auf der Gabe eines Aromathasehemmers zusammen mit einer Östrogenart, welche speziell auf den ER-beta zielt, und einem 5ARI um DHT klein zu halten. Leider gibt es wenig Evidenz für solch eine Behandlung, aber da die Nebenwirkungen überschaubar wären, könnte man es ja in der IADT Pause mal probieren? Ich habe das heute schon mal mit meinem Uro diskutiert - er hat nur mit den Schultern gezuckt, was zu erwarten war. Also ist man doch wieder alleine, wie immer halt.

    Only the brave can walk alone!

  8. #8
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    @LowRoad:

    So isses..., letztendlich sind wir wieder alleine, und stehen da im zu kurzen Hemd. Aus den folgenden weitern Ausführungen ect, geht auch das Gegenteil hervor. PCa, versus Testosteron-Östrogendominaz und dgl.
    Im übrigen LowRoad, habe ich im Frühjahr dieses Jahres eine Hormonsubtitution im Sinne Dr. Douwes-Theorie-, und anderer bekannten Fürsprecher, durch geführt. Mein PSA fiel um ca. um 0,61 ng/ml innert 6 Monate.
    Anzumerken ist, dass mein DHT- weit unter dem Referenzbereich liegt (deshalb habe ich auch keine Glatze), mein freies Testosteron ebenfalls, mein Testo bei ca. 3,50 ng/ml, u. das schon immer. Der FAI-Index ((SHBG/FH) ist allerdings OK, sowie Estradiol, FSH usw. und sofort.
    Ergo, es ist schon etwas dran....

    Gruß Helmut
    An alle PCa-Erstdiagnostizierten und deren Angehörige, sowie andere Interessenten.
    Bitte die 3 unten angeführen Links zur Kenntnis zu nehmen. Basisinfo zum PCa (Prostatakarzinom) OBERWICHICHTIG !


    http://www.prostatakrebs-bps.de/imag...erdam_2014.pdf
    http://www.prostatakrebs-bps.de/medi...frueherkennung
    http://www.prostatakrebse.de/informa...ster%20Rat.pdf

  9. #9
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    @LowRoad:

    So weit ich mich zu erinnern vermag, besteht in der Forschung ohnehin keine Einigkeit, in Bezug von Testosteron versus PCa, und überhaupt. Einerseits wird bei einer Hormonentzugstherapie durch GnRH-Agonisten auf Rezeptorebene (AR) das Androgen Testosteron in seiner Wirkung gehemmt, oder bei der DHB, dass Testosteron selbst entzogen wird bis hin zum Kastrationsniveau.

    Unterschieden wird dann noch in der Applikationsform, dauerhaft über ein definiertes Zeitfenster, oder intermittierend, bis hin zur Kastrationsresistenz. Darüber streiten sich ebenfalls die Geister…

    Dr. Bob Leibowitz (DHB), kommt nun nach langjährigen Praxiserfahrungen zu der Ansicht, gerade bei „austherapierten“, androgenresistenten (defekter AR) Patienten, diese mit hochdosierten Testosteron bis zu 12 ng/ml zu behandeln. Erstrebenswert für ihn ist, einen Testo-Wert von mind. 4- 6 ng/ml auf Dauer zu erhalten.
    Oder habe ich da nun auch etwas missverstanden.

    Dr. med. Douwes, Bad Aibling, substituierd mit dem Hormon Progesteron. Dieses wirkt gegen Östrogendominanz, die sich im Alter bei Männern und Frauen immer entwickelt. Progesteron wirkt u.a. auch als 5-alpha-Reduktasehemmer, und verringert somit die Umwandlung von Testosteron in schädliches Dihydrotestosteron (DHT). Da spielt nun der von LowRoad erwähnte „ER-beta“ mir einer der wichtigsten Rollen.
    Kontrovers wird diskutiert, dass erhöhte DHT-Werte PCa-fördernd sind, geringere dagegen nicht. Ein Pro-und Kontra. Die eine Studie belegt dieses, eine anders stellt das Gegenteil fest usw.

    Ein zu hoher DHT-Spiegel erhöht das PCa-Risiko, wird behauptet. Mein DHT-Spiegel dagegen liegt unter dem Referenzbereich,
    (da gibt es nichts mehr zum runter regulieren) sowie das FSH, und bin trotzdem Träger eins PCa´s.
    Testo– Substitution sind kontraproduktiv beim PCa, bei mir ging das PSA herunter. Habe nur diese Therapie über 6 Monate dieses Jahr gemacht, u. ohne NEM`s, wollte es wissen. Letztes Jahr machte ich nichts, weder NEM´s, noch Ernährungsumstellung, PSA stieg.

    Und weil das nun mal so ist, und keiner etwas genaues weiß, ist der Einzelfall immer vom Standard abweichend zu betrachten.
    Da es mit den Hormonentzugstherapien auch nicht so wirklich funktioniert, wird hier im Forum aktuell (O-Ton) Diskussionen über die Stammzellen-Theorie geführt, über Substitutionen von Vitamin D3, das Immunsystem als evtl. Lösung aktualisiert, und zum guter Schluss nun das Testo-Östrogen Dilemma.
    Damit beschäftigt sich die Alternativmedizin schon sehr lange, und therapiert nach diesem An-u. Grundsätzen. Natürlich keine evidenzbasierte Medizin, zum Glück.
    In diesem Zusammenhang fällt mir gerade eine kürzlich gemachte Aussage von Reinardo zum Thema EbM ein. Sinngemäß bedauert er, dass sich zu viele Ärzte der EbM gegenüber verpflichtet fühlen, und die Individualität hinten ansteht. Der kann ich mich nur anschließen, aufgrund meiner Erfahrungen.
    Gruß Helmut
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  10. #10
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    Hallo helmut,

    Dr. med. Douwes, Bad Aibling, substituierd mit dem Hormon Progesteron. Dieses wirkt gegen Östrogendominanz, die sich im Alter bei Männern und Frauen immer entwickelt. Progesteron wirkt u.a. auch als 5-alpha-Reduktasehemmer, und verringert somit die Umwandlung von Testosteron in schädliches Dihydrotestosteron (DHT).
    Ich gehe sehr stark davon aus, dass du das Sript von John R. Lee gelesen hast, welcher im gleichen Sinne die Hormon Balance for Men schon um 2000
    publizierte. Leider verstarb er 2003. Seine Recherchen und Publikationen werden in seinen References mit Studien hinterlegt, welche von Größen wie Eaton, Reeves, Carter HB Pearson, Vatten, Nomura, Guess, European Cancer, Hsing, Friedman GD, Morgentaler, Gustasson und, und, und bestätigt werden.

    Die Qualität ist schwerlich anzuzweifeln und die Verunsicherung wird noch größer, wenn Testosteron, Progesteron, Östrogen im Zusammenspiel zu sehen ist. Das diese Erkenntnisse mit der derzeitigen ADT nicht immer konform gehen, wagt niemand zu formulieren.

    Bleibt also das Festhalten an bestehende Praxis und Erkenntnis, wie du selber formuliert hast. ( Getreu nach Huggins )

    In Bezug der Tumorstammzellen wird es jedoch weitergehen, jedoch aus der Tumorstammzellentheorie ist ein anerkanntes Faktum geworden.

    Beste Grüsse
    Hans-J.

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