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Thema: "Zuckerentzug lässt Krebszellen absterben"

  1. #1
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    "Zuckerentzug lässt Krebszellen absterben"

    Hallo Fortgeschrittene, falls diese Studie hier schon diskutiert wurde, bitte diesen Hinweis wieder löschen!

    In einem nature-Papier schon von August

    "Synthetic lethal metabolic targeting of cellular senescence in cancer therapy"

    zwar nicht an PCa- sondern an Lymphom-Krebszellen untersucht, ist die Kombi zwischen einleitender Chemo und anschliessendem Zuckerentzug für die verbliebenden durch die Chemo ruhig gestellten Krebszellen gezeigt worden.

    Interessant die ausführliche Pressemitteilung der Charité, die hier runterzuladen ist:


    Neuartiger Therapieansatz gegen Krebs entdeckt

    Zucker-Entzug lässt Tumorzellen absterben

    Durch Hemmung ihres Energiestoffwechsels können ruhende Tumorzellen selektiv vernichtet werden.
    Diese Entdeckung machten jetzt Wissenschaftler der Charité – Universitätsmedizin Berlin und des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) in Berlin-Buch zusammen mit weiteren Kooperationspartnern aus Deutschland. Die Ergebnisse der Studie sind in der Fachzeitschrift Nature* publiziert."

    ...

    „Wir stellten fest, dass der Energiestoffwechsel von seneszenten Tumorzellen nach einer Chemotherapie massiv ansteigt und die Zellen regelrecht zuckerhungrig sind“, erläutert Prof. Schmitt. „Weiterhin konnten wir zeigen, dass diese Zellen nicht nur mehr Energie produzieren, sondern von ihrer massiven Stoffwechselsteigerung auch abhängig sind“, fügt er hinzu. Hemmten die Wissenschaftler den Zuckerstoffwechsel der Zellen, starben sie ab.

    Schönen Sonntag,
    Rudolf

  2. #2
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    Wäre dies vielleicht auch etwas zur Ergänzung der ADT, wenn Zellen massenweise in der G0-Phase hängen?
    Vielleicht ist da die Weihnachtszeit nicht so geeignet für das Experiment.
    Im Ernst: Die Ausführungen lassen aufhorchen und ein Versuch ist's wert. In einem anderen Begründungszusammenhang haben wir die mögliche Antikrebswirkung einer Drosselung der Glukosezufuhr auch bei Coy u.a. schon kennengelernt.
    Grüße
    Hartmut

    Meine PK-Geschichte im Überblick: http://www.myprostate.eu/?req=user&id=74

  3. #3
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    Hallo Hartmut u. Rudolf,
    ich habe den Artikel heute auch in " Doc Check News" mit Interesse gelesen und gleich an die 2-oder mehrtägige Fastenkuhr gedacht, die Rudolf schon propagiert hat. Im Ernährungsalltag dürfte es schwierig sein, eine völlig Zuckerfreie Ernährung hinzubekommen. Man müsste ja z.B. auch weitgehend auf Obst verzichten. Und wie sieht es mit Kohlehydraten aus? Am nähesten käme da wohl die 6-wöchige Preuss-Kur mit ausschließlich Gemüsesaft. Aber die wurde wurde wahrscheinlich schon von einigen unter HB stehenden Männern erfolglos praktiziert.
    Aber allein die Feststellung dieser Studie, daß Krebszellen nicht abgetötet wurden, sondern in diesen (vorübergehenden) Verharrungszustand versetzt werden, ist hochinteressant und erklärt wohl auch, warum Chemotherapien meist nur eine mehr oder weniger lange Wirkung haben.
    PeterP
    h

  4. #4
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    Da mich das mit dem Zuckerentzug brennend interessiert, habe ich Prof. Schmitt angeschrieben. Ich habe heute diese Mail bekommen:

    **
    Sehr geehrter Herr XX

    die in den Medien dargestellte Forschungsarbeit hat leider noch keine klinische Reife, d.h. die dort untersuchten Zusammenhänge wurden noch nicht im Rahmen
    einer Behandlungsstudie an Patienten geprüft. Somit können wir Ihnen leider noch keine Behandlung Ihres Tumorleidens im Sinne der zitierten Forschungsergebnisse anbieten.

    Sollten Sie an einer Beratung bzw. Betreuung durch unsere Abteilung an der Charité bzgl. Ihrer Krebserkrankung interessiert sein, stehen wir Ihnen gern
    in unserer Hochschulambulanz zur Verfügung, in der Sie mit einem Überweisungsschein einen Vorstellungstermin vereinbaren können.

    Mit freundlichen Grüßen

    Prof. Dr. med. Clemens Schmitt


    Birgit Henkel
    Administration BSIO – Berlin School of Integrative Oncology
    Molekulares Krebsforschungszentrum (MKFZ) der Charité
    Campus Virchow Klinikum/Forum 4/Raum 1.0014
    Augustenburger Platz 1
    13353 Berlin
    Tel. 0049-030/450-559073
    Fax 0049-030/450-565976

    Ich habe mich sehr gewundert, dass da so schnell und überhaupt geantwortet wurde!

    Otto

  5. #5
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    Ich lebe seit 4 Jahren nach Dr. Coy und Dr. Kremer und meine Metastasen; ich Sage für mich: sie schlafen.
    Die letzten Untersuchungen (Knochenzintigram, MRT u. CT) der Beckenknochen, der Wirbelsäule u. Rippen,
    zeigen, dass die Metastasen seit dieser Zeit sich nicht verändert haben.
    Ich glaube aber nicht, dass das nur ein Erfolg der Zucker- u. Kohlehydratarmen Ernährung zu verdanken ist.

    Georg

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