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Thema: Kleines Büchlein für Betroffene mit Rezidiv bei Pca

  1. #11
    Harald_1933 Gast
    Nadir nach der bei mir im Jahre 2007 vorgenommenen IGRT (bildgeführte IMRT)

    Die von mir aus dem Gesamtkontex bei myprostate herauskopierte Teil-PSA-VZ, die sich in der Tat im Forum dann reichlich unübersichtlich präsentierte, hat dazu geführt, dass Professor Martin Schostak versehentlich einen von der Realität abweichenden Nadir herauslas. Hier die komplette PSA-VZ.

    In Kurzfassung aus meinem Forums-Profil dies:

    09.01.2007 PSA 8.86 Uni-Klinik Ulm, Prof. Reske C-11-Cholin-PET mit CT + eMRT

    Beurteilung: Lokalrezidiv eines Prostata-CA im mittleren Drittel des recProstatalappen peripher gelegen. Kein Nachweis von Lymphknoten- oder Fernmetastasen.

    Die am 15.12.2006 wegen der PET-Untersuchung abgesetzte Proscar-Einnahme wurde am 10.1.2007 mit gleichzeitiger Hinzunahme von Casodex 50 mg wieder aufgenommen.

    Hierdurch am 22.1.2007 ein PSA von 5.11 und Testosteron von 8.23
    PSA am 23.2.2007 1.22 + Testosteron 6.39
    PSA am 20.3.2007 0.86 + Testosteron 6.34

    Vom 26.3.2007 bis 18.5.2007 IGTR gesteuerte IMRT-Bestrahlung im Klinikum Mannheim bei Prof. Wenz mit 44 Gray auf Prostata, Samenblasen und die pelvinen Lymphknotenstationen. Anschließend wurde mittels integrierter Boosttechnik die Prostata und die Samenblasen bis zu einer Gesamtdosis von 74.29 Gy - entspricht biologisch 78 Gy - aufgesättigt.

    Die radiotherapeutische Behandlung erfolgte durchgehend in IMRT-Technik über 9 Einstrahlrichtungen unter täglicher Lokalisation des Zielvolumens mittels stereotaktischem Ultraschall oder Linearbeschleuniger-assoziiertem cone-Beam-System.

    Zusammenfassung aller PSA-Werte nach per IGRT gesteuerter IMRT:

    PSA 2.7. 2007 2.56 ng/ml + Testo 4.75 µg/l
    PSA 1.8. 2007 1.80 ng/ml
    PSA 3.9. 2007 1.12 ng/ml + Testo 4.38 µg/l
    PSA 5.11.2007 0.75 ng/ml + Testo 5.26 µg/l
    PSA 7.1. 2008 0.65 ng/ml + Testo 5.99 µg/l
    PSA 26.2. 2008 0.56 ng/ml + Testo 4.47 µg/I
    PSA 6.5. 2008 0.39 ng/ml + Testo 4.19 µg/I
    PSA 6.8. 2008 0.38 ng/ml + Testo 3.55 µg/l
    PSA 25.9. 2008 0.36 ng/ml + Testo 4.60 µg/l
    PSA 24.11.2008 0.35 ng/ml + Testo 4.44 µg/l
    PSA 3.03.2009 0.25 ng/ml + Testo 4.35 µg/l
    PSA 7.07.2009 0.27 ng/ml + Testo 4.67 µg/l
    PSA 26.01.2010 0.22 ng/ml + Testo 4.93 µg/l

    Die anfängliche PSA-Erhöhung nach dem Ende der Bestrahlung - letzter Wert zu Beginn der Radiatio war 0.86 ng/ml - ist zum einen durch die Tatsache zu erklären, dass ich noch über meine Prostata verfüge und zum anderen damit, dass die lediglich in ihrer DNA geschädigten Tumorzellen zwar nicht mehr teilungsfähig sind, aber noch weiterhin PSA abgeben. Dieser Prozess kann sich durchaus bis auf 18 Monate hinziehen.

    20.07.2010 PSA 0.27

    21.01.2011 PSA 0.31 Testosteron 4.58 µg/l

    Der PSA-Nadir nach Bestrahlung war also am 26. Januar 2010 0.22 ng/ml.

    In der Tat ist es sehr ungewöhnlich, dass nach so langer Zeit nach einer Radiatio sich erst der Nadir anzeigt. Professor Frederik Wenz, der die IGRT im Jahre 2007 betreute, meinte schon damals, dass es durchaus möglich sei, dass die bestrahlten Tumorzellen noch länger als 18 Monate nach der Bestrahlung PSA abgeben würden, obwohl ihre DNA zerstört wurde und sie nicht mehr teilungsfähig wären. Außerdem hätte ich ja auch noch meine Prostata.

    Die günstige Zukunftsprognose von Prof. Martin Schostak bleibt dennoch bestehen. Ich darf also zunächst weiter frohlocken, ohne auf einem himmlischen Gefährt durch's Weltall zu schaukeln.

    "Die höchste Form des Glücks ist ein Leben mit einem gewissen Grad an Verrücktheit"
    (Erasmus von Rotterdam)

    Gruß Harald

  2. #12
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    Zitat Zitat von Harald_1933 Beitrag anzeigen
    Lieber Martin Schostak,
    vielen Dank für den eingestellten Link, den Firefox zunächst blockierte, weil man ihm nicht traute. Nachdem ich Vertrauen in den Link setzte, gab Firefox ihn frei.
    Herzliche Grüße Harald
    Liebes Forum.
    das Problem lag nur an der falschen Angabe eines https-Servers in der URL. Das hat offenbar die Warnmeldung ausgelöst.

    Meine Patientenbroschüre "Rezidive bei Prostatakrebs" ist unter folgender URL problemlos zu laden:

    http://www.med.uni-magdeburg.de/unim...d5d24cb954.pdf

    herzliche Grüße

    M Schostak

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