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Thema: PSA 5,7

  1. #181
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    Kurze Zwischenmeldung: PSA vom 23.01.2017 5,57. Jetzt ist er tatsächlich etwas gesunken. Im März dann MMRT ggfs Rebiopsie. Viele Grüße Sonja

  2. #182
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    Hallo Sonja,

    Ihr habt vermutlich über eine OP schon nachgedacht, aber Dein Mann fürchtet sich vor den Nebenwirkungen? (keine "Verurteilung", nur Interesse)
    Hattet Ihr Euch da mal in einem Spezialzentrum beraten lassen? Manchmal können da Ängste genommen werden, die sich im Nachhinein als gar nicht so schlimm erweisen?

    Wichtig ist, dass jeder die Therapie wählt, die er + Familie (und am besten auch noch der behandelnde Arzt ;-)) für richtig hält. In diesem Sinne drücke ich die Daumen und bin
    überzeugt, dass bei Euch alles gut wird!

    Viele Grüße und viel Erfolg/Gesundheit weiterhin!
    Arne

  3. #183
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    Hallo Arne, danke für die lieben Worte. Wie du dem Profil und dem Thread entnehmen kannst, hat sich mein Mann bei seinem Urologen, in Gronau und in Magedeburg erkundigt. Und mit 53 Jahren macht er sich natürlich Sorgen um die möglichen Folgen. Er wurde aber sehr gut aufgeklärt ;o). Viele Grüße, Sonja

  4. #184
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    Ergebnis MMRT vom 27.03.2017

    Hallo zusammen, gestern ist uns der vorläufige Befund des Kontroll MMRTs nach einem Jahr AS mitgeteilt worden. Der eh vorhandene Resttumor ist gewachsen, im nicht behandelten Teil der Prostata scheint ein neuer Herd gewachsen zu sein.
    Der Arzt aus Magdeburg hat uns 3 Möglichkeiten vorgeschlagen: Direkt mit der Therapie Bestrahlung oder OP zu starten. Oder im Vorfeld eine MRT-gesteuerte oder Fusionsbiopsie zu machen.

    Mein Mann hat das ziemlich runtergezogen, weil der PSA-Wert ja seit Monaten relativ konstant ist. Ich würde mich über Eure Meinungen freuen.

    Gibt es Erfahrungen mit Bestrahlung (nicht Protonen oder IRE ) als Erstbehandlung?

    Meinem Mann geht es psyhisch nicht gut. Er ist vor kurzem verrentet worden. Er leidet an Depressionen. Daher kann ich mir vorstellen, dass er eine Bestrahlung vom Kopf her besser wegstecken würde. Mit ist klar, dass eine Rezidiv- OP nach einer Bestrahlung nicht möglich ist.

    Aber so eine Bestrahlung kann ja auch als Primärtherapie den Krebs endgültig "erledigen" oder? Der 4er Anteil im Gleason war ja unter 3%.

    Viele Grüße Sonja

    Ich weiß, hier sind viele Profis unterwegs, die ich sehr bewundere. Wir stehen hier gerade wieder vor einem Berg, den wir zusammen erklimmen müssen. Und die Depressionen machen die Entscheidung schwer.

  5. #185
    Harald_1933 Gast
    Guten Morgen Sonja,

    auf Grund eigener guter Erfahrungen würde ich eine IGRT, also eine bildgestützte Bestrahlung favorisieren. Trotz des Hinweises von Prof. Schostak, zunächst AS noch beizubehalten, sollte man wohl doch schon sehr bald aktiv werden. Ich wünsche Deinem Mann, dass er die depressive Stimmung überwindet. Die von mir vorgeschlagene Bestrahlung würde mit 35 Sitzungen ablaufen, wobei man immer dafür sorgen sollte, dass der Darm möglichst vor der Bestrahlung entleert wurde und die Blase mittig gefüllt ist. Bestrahlungsdauer pro Sitzung von mir gefühlt wohl etwas mehr als 10 Minuten.

    Gruß Harald

  6. #186
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    Hallo Sonja,

    wenn sich ein neuer Herd zeigt (was bei der HG-PIN in der ursprünglichen Biopsie irgendwann zu erwarten war), würde ich wissen wollen, was da drin ist (aggressiverer Herd etc.).

    Ich persönlich (aber ich bin aufgrund dem Hang zur radikalen Vorgehensweise hier sicherlich auch kein Maßstab) würde klar zur OP tendieren. Diese hat den Vorteil, dass nur bei der vollständigen Entnahme des Organs ein vollumfänglicher Befund durch den Pathologen möglich ist, d.h. hier weiß man dann genau, was "drin" war und wie groß die Ausbreitung gewesen ist. Dein Mann ist noch nicht alt, ein guter Operateur sollte die Nebenwirkungen gering halten können. Ich weiß allerdings nicht, ob die vorangegange HIfU-Behandlung eine Operation in irgendeiner Art beeinflusst, hier kann Euch sicherlich Prof. Schostak helfen.

    Viele Grüße
    Arne

  7. #187
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    Sonja,
    wenn Ihr Euch für eine RT als lokale Therapie entscheidet, dann sollte klar sein, dass diese sehr wahrscheinlich zusammen mit einer ADT (Testosteron Unterdrückung) durchgeführt wird, was als Nebenwirkung ebenfalls mentale Probleme verursachen könnte. Die psyhischen Probleme werden sich bei Deinem Mann somit wahrscheinlich weiter verschlechtern.

    Eine Operation ist aber auch nicht nur eine körperliche Belastung, sondern durch die möglichen Folgen der Therapie wie Inkontinenz und/oder Erektile Dysfunktion ebenfalls belastend. Manchmal kommen die Männer besser damit klar zu wissen, dass der Tumor mechanisch entfernt wurde - "raus ist raus".

    Heilungschancen beider Verfahren dürften bei Deinem Mann in etwas gleichwertig sein. Der zeitliche Aufwand auch, es sei denn man benötigt eine Reha nach RT, dann dauert die gesamte Behandlungszeit bei RT länger. Bei RT gibt es Spezialverfahren wie SBRT oder HDR Monotherapie, die in ganz wenigen Sitzungen, bis hin zu einer einzigen, durchführbar sind, vielleicht auch eine Alternative?

    Just my 2 Cent
    if nothing's fails, it's not real life

  8. #188
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    Hallo Arne, Hallo Harald, vielen Dank für Eure Antworten. Ich habe Herrn Schostak eine Mail geschrieben und hoffe, dass er Zeit hat, sie zu beantworten. Mein Mann möchte gerne eine zusätzliche Biopsie, um Informationen über die Aggressivität zu erhalten. Laut Herrn Schostak im letzten Jahr sind mehrere Patienten nach Hifu operiert und kontinent entlassen worden. Es stellt sich jetzt auch die Frage in dieser Situation lieber offen, oder doch davinci?

  9. #189
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    Hallo Andi, danke für die Infos. Mir war das mit der begleitenden Hormontherapie nicht bewusst. Gibt es bestimmte Kliniken, die man direkt ansprechen sollte. Wenn die "normale Bestahlung" als Option getrachtet würde, ist es dann egal, wo man es machen lässt?
    Gruß Sonja

  10. #190
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    Mein Mann möchte gerne eine zusätzliche Biopsie, um Informationen über die Aggressivität zu erhalten
    Das sehe ich ähnlich, da es ja ein neuer und bisher unbekannter Herd ist. Wenn Ihr Euch zur OP entscheidet, wäre dies aus meiner Sicht aber sekundär, da das Organ ohnehin entfernt wird und die PCa-Diagnose ja bereits gestellt ist. Im Nachgang kann man dann analysieren lassen, was der neue Herd für einen Gleason hatte. Ob man sich dann vorher noch die Biopsie antun muss, weiß ich nicht (hier muss ein Arzt was zu sagen).

    Sinn machen würde es natürlich, wenn eine Fortführung der AS überlegt wird. Hier aber bedenken, dass eine Biopsie nicht immer alle Bereich des Carcinoms erfassen kann.

    Es stellt sich jetzt auch die Frage in dieser Situation lieber offen, oder doch davinci?
    Hier unbedingt mit Spezialisten reden. Ich weiß nicht, ob eine HIFU eine daVinci-OP ausschließt bzw. eine offene OP erfordert.
    Erfahrungsberichte bzgl. der OP-Techniken im Forum sind meist höchst subjektiv, da jeder Patient nur über eine einzige RPE berichten kann, nämlich seine eigene. Ein Arzt hat hier den weitaus größeren Überblick...
    Ich empfehle (auch subjektiv) die Martini-Klinik in Hamburg. Dort sagte man mir, dass beide OP-Verfahren hinsichtlich des Behandlungsziels gleichwertig sind, die da-Vinci-Technik
    bietet den Vorteil einer kürzeren Katheter-Tragezeit (5 Tage anstatt 10) und schnellerer Wundheilung (minimal-invasiv, daher kleinere Wunden).

    Viel wichtiger als Roboter/kein Roboter ist aber die Erfahrung des Operateurs. Bei einem "mittelmäßigen" bzw. weniger geübten Operateur bringt auch ein Roboterassistent nicht viel, daher meine Empfehlung zu einem Spezialzentrum. In der Martini-Klinik verfügt Prof. Haese über den "Guru-Status" und die meiste Erfahrung mit dem da-Vinci-System!

    Wie gesagt, keine Aufforderung/Rat zu einer Therapie, (sowas ist Arztsache) nur mein persönliches Empfinden.

    VG
    Arne

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