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Thema: PSA 5,7

  1. #231
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    Moin, die Nacht war Mist. Ich hab die Daten mit der Patin oder Partintabelle oder so eingegeben. So prickelnd ist das nicht. Unser Sohn ist 14. Ich habe schrecklich Angst, meinen Mann zu verlieren. Heute ist ein Gespräch mit dem Urologen vor Ort bzgl. Der Ausbreitungssiagnostik. GRUß Sonja

  2. #232
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    Moin Sonja,

    kein tolles Ergebnis, Deine Besorgnis kann ich verstehen.

    Aber auch kein Grund, komplett schwarz zu sehen.....mein "Start PSA" war bei 69.....und mir geht es heute gut.

    Es ist zwar nicht so wie vorher, aber die Vergleiche darf man nicht ziehen.

    Euch stehen alle Therapiemöglichkeiten offen und Prof. Schostak ist ein kompetenter Ansprechpartner.

    Ruhig bleiben (ja ja...leicht gesagt, ich war's auch nicht.....)

    Grüße

    Uwe

    Und die Partintabellen ? Statistik halt - und jeder Fall ist anders....zumal die PT retrospektiv sind und sicher nicht alle heutigen Möglichkeiten bzw. deren Ergebnisse beinhalten können....)

  3. #233
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    PSMA-PET!

    Zitat Zitat von Frau40 Beitrag anzeigen
    Partintabelle ...
    Ich habe schrecklich Angst, meinen Mann zu verlieren.
    Liebe Sonja

    Bitte vergiss die Partin-Tabellen ganz schnell.
    Die wurden berechnet, als es kein Abirateron gab und kein Enzalutamid,
    keine PSMA-Liganden für nuklearmedizinische Diagnose und Therapie,
    und Immuntherapien guckten noch nicht mal über den Horizont, derweil
    heute absehbar wird, dass die im Kommen sind, nicht nur für Labormäuse!

    Ich bin deinem Mann sechs Jahre voraus in der Karriere mit einem GS9.
    Die Partin-Tabellen hätten mich längst totgesagt, aber meine Söhne werden
    auch weiterhin einen Vater haben.

    Die Entwicklung von GS6 über GS7 zu GS9 ist allerdings wenig prickelnd.
    Gehe davon aus, dass die Verdoppelungszeit des Krebsvolumens mit
    zunehmender Entdifferenzierung der Zellen abnimmt, die Agressivität
    also steigt.
    So kommt es, dass vor Jahren der gemütlich vor sich hin wachsende
    Gleason-Grad-3-Tumor von einem schneller wachsenden GG4 aufgeholt
    wurde, was zu der GS 3+4=7-Biopsie führte.
    Dieser wird nun wiederum von dem später entstandenen GG5 überholt.
    Man sieht das an den PSA-Verdoppelungszeiten (VZ) die sich verkürzt haben,
    vom letzten Jahr mit über zwei Jahren zu diesem Jahr mit einem Jahr,
    was aber immer noch keineswegs ein Schnellgang ist. Damit besteht
    die Chance, dass sich dieser GS9 auf ein lokales Geschehen begrenzt.

    Meine VZ beträgt derzeit vergleichsweise kurze drei Wochen, und schon
    vor sieben Jahren waren es nur sieben Monate. Dein Mann hat also die
    klar bessere Prognose.


    Für die Ausbreitungsdiagnostik braucht es jetzt nur eines:
    Ein PSMA-PET, verbunden mit einem CT oder besser noch mit einem
    mMRT. Letzteres ist im Nahbereich der Prostata besser geeignet,
    die PSMA- Signale genau zu verorten.

    Alle Versuche, zuerst mit rein morphologischen Untersuchungen wie
    CT oder mMRT mit 1.5, 3 oder 7Tesla Fedstärke weiterzukommen, sind
    Zeitverschwendung. Die funktionale Aussage des PSMA-PET ist grundlegend!
    Guck Bild [4], das die Fusion eines CT (grau) mit einem PET (bunt dargestellt)
    zeigt. Wo der Krebs sitzte, ist auf den ersten Blick zu sehen.
    Auch die Bilder in [5] zeigen (neuere, bessere) PET-Aufnahmen, diesmal aber
    Rohdaten ohne CT oder MRT: Nach Abzug von Leber, Niere, Speichel- und
    Tränendrüsen sind die Läsionen auch hier augenfällig.
    Um die genau zu verorten, werden sie in den Fusionsbildern bunt dargestellt
    und, wie gehabt in [4] scheibchenweise mit dem CT oder MRT überlagert.

    Wenn diese Bilder vorliegen, sprechen wir weiter über die Therapie.
    Vorher ist das Geschwafel. Ihr habt genug Zeit, um diese Frage gründlich
    zu klären.


    Carpe diem!
    Konrad,
    der heute mal nicht wegen des Krebses im Spital sitzt und sein Flüssig-
    Frühstück schlürft.
    Meine Beiträge schreibe ich als CRPCa-betroffener Laie.

    [1] Mein PSA-Verlauf graphisch auf myprostate.eu
    [2] Meine PK-Historie auf Myprostate.eu
    [3] PSA-Verlaufsanalyse 2003-2013 nach Glättli (Was ist PSA-Alert?)
    [4] PSMA-PET/CT vom 04.07.2012: Paraaortale Lymphmetastase
    [5] PSMA-PET von 08.2016 vor PSMA-RLT, danach 03.2017, sowie 05.2017

  4. #234
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    Meine persönliche Empfehlung der RPE von vor einigen Monaten bleibt bestehen, um nicht noch mehr Zeit zu verlieren als bis jetzt ohnehin schon. Es ist kein guter Stil, im Nachgang alles besser zu wissen, aber spätestens mit dem Auftreten des neuen Karzinomherdes (und Vorhandensein von HGPIN in der Biospie) war ein behandlungswürdighes Karzinom gegeben, das sieht auch Prof. Bonkhoff so:

    Woher der jetzt deutlich höhere Gleason-Wert kommt, kann man nur spekulieren. Wie groß war denn der biopsierte Bereich?
    Die OP hat halt den Vorteil, dass dann alles auf dem Tisch liegt und beurteilt werden kann, die Biopsie kann immer nur Teilbereiche untersuchen! Die PSA-VZ war aber bisher m.E. gar nicht mal so auffällig, die hätte ich in dem Fall kürzer erwartet (sofern der GS9 schon "immer" da gewesen wäre).
    Da aus einer HGPIN ein Karzinom >=GS6 entstehen kann, wäre meine Theorie, dass der GS9-Tumor relativ neu ist. Das wiederum hätte für Euch den Vorteil, dass die Chance einer lokalen Angelegenheit und somit noch ein kurativer Anspruch in der Therapie gegeben ist, sofern Ihr jetzt zügig handelt. Dass aus den vorhandenen GS7a-Bereichen innerhalb eines Jahres ein GS9 entstehen kann, halte ich auch eher für unwahrscheinlich, das hätte man im PSA-Verlauf sehen sollen.

    Ihr wisst zudem nicht, wieviele HGPIN noch im Organ Deines Mannes vorhanden sind, die ebenfalls entarten können und werden. Daher, bitte Euren Ärzten vertrauen und zeitig handeln!Au

    Auch wenn das jetzt vielleicht noch nicht auf der Tagesordnung steht, nur der Hinweis: Euer Sohn hat auch ein erhöhtes Risiko, sofern Dein Mann < 60 Jahre alt ist. Bitte das im Hinterkopf behalten und ihn rechtzeitig zur Früherkennung schicken!

    Viele Grüße
    Arne
    Geändert von RalfDm (23.05.2017 um 09:21 Uhr) Grund: Linkeinbindung korrigiert
    Meine Beiträge stellen KEINE FACHÄRZTLICHE AUSKUNFT, sondern die Meinung eines Betroffenen dar.

  5. #235
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    Zitat Zitat von Arne80 Beitrag anzeigen
    Meine persönliche Empfehlung der RPE von vor einigen Monaten bleibt bestehen, um nicht noch mehr Zeit zu verlieren als bis jetzt ohnehin schon. Es ist kein guter Stil, im Nachgang alles besser zu wissen, ...

    Die OP hat halt den Vorteil, dass dann alles auf dem Tisch liegt und beurteilt werden kann, die Biopsie kann immer nur Teilbereiche untersuchen! Die PSA-VZ war aber bisher m.E. gar nicht mal so auffällig, die hätte ich in dem Fall kürzer erwartet (sofern der GS9 schon "immer" da gewesen wäre).
    Da aus einer HGPIN ein Karzinom >=GS6 entstehen kann, wäre meine Theorie, dass der GS9-Tumor relativ neu ist. Das wiederum hätte für Euch den Vorteil, dass die Chance einer lokalen Angelegenheit und somit noch ein kurativer Anspruch in der Therapie gegeben ist, sofern Ihr jetzt zügig handelt.

    Lieber Arne,
    du greifst vor!
    Heute ist die Besprechung über die Ausbreitungsdiagnostik angesagt,
    und ich habe dazu, nicht zur Therapie, eine deutliche Meinung abgegeben.
    Bevor die Ausbreitung (Staging) nicht geklärt ist, hat das Drängen auf eine
    spezifische Therapie keinen Sinn.
    Die Frage ist ja nicht, ob man einfach per AS zugucken wolle, wie sich der GG5
    ausbreite, sondern ob schlimmstenfalls Fernmetastasen zu berücksichtigen seien,
    was dann vielleicht eine Radiatio per SBRT hilfreicher erscheinen liesse, als eine RPE.
    (Hätte ich von der im PSMA-PET [4] gesehenen Fernmetastase früher gewusst,
    hätte ich mich niemals operieren lassen, sondern eine Radiatio gewählt,
    was nun wieder keine Empfehlung ist, sondern eine illustrierende Feststellung zur
    Offenheit der Therapiewahl vor einem modernen und aktuellen Staging)

    Was deine Beurteilung des Krebsgeschehens angeht, bin ich ansonsten bei dir.
    "Zügig handeln" ist sicher richtig und zu unterscheiden von panisch handeln.
    Nochmal: Es besteht genug Zeit für eine geeignete Ausbreitungsdiagnostik (Staging)
    und um daraus therapeutische Schlüsse zu ziehen. Was damit gemeint sein kann,
    hab ich weiter oben dargelegt.

    Prof. Schostak hat auch mein Vertrauen. Es war damals vor der HIFU in keiner
    Weise absehbar, dass da sozusagen im Untergrund ein GG5 lauere.
    Sonja und ihr Mann sind auf einem guten Weg.


    Carpe diem!
    Konrad
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    [3] PSA-Verlaufsanalyse 2003-2013 nach Glättli (Was ist PSA-Alert?)
    [4] PSMA-PET/CT vom 04.07.2012: Paraaortale Lymphmetastase
    [5] PSMA-PET von 08.2016 vor PSMA-RLT, danach 03.2017, sowie 05.2017

  6. #236
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    Erstmal allen vielen Dank. Ich hatte Zeit, es sacken zu lassen. Der Urologe vor Ort vereinbart schnellstmöglich einen Termin für Szintigraphie und Ct. Mmrt wurde vor der Biopsie in Magdeburg gemacht. Sollte Professor Schostak ein PSMA-PET vorgeben, wird das in Angriff genommen. Ich hab nur Angst, dass es zu lange dauert, bis man einen Termin bekommt.

    Danke für die Infos. Gruß Sonja

  7. #237
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    Hallo Konrad,

    Die Frage ist ja nicht, ob man einfach per AS zugucken wolle, wie sich der GG5
    ausbreite, sondern ob schlimmstenfalls Fernmetastasen zu berücksichtigen seien,
    was dann vielleicht eine Radiatio per SBRT hilfreicher erscheinen liesse, als eine RPE.
    das stimmt natürlich, ich denke aber, dass eine Entfernung des Primärtumors in jedem Fall sinnvoll ist, ob sich nun zusätzlich noch Fernmetastasen zeigen oder nicht. Studien deuten ja auf eine bessere Prognose auch beim metastasierten Karzinom hin, wenn die Prostata entfernt wird.
    Wie immer gilt: als nicht-Mediziner darf und kann ich nichts empfehlen, aber auch ohne medizinisches Hintergrundwissen liegt der Gedanke nahe, dass -bildlich gesprochen- eine Entfernung der "Wurzel allen Übels" Vorteile bieten kann. Solange die Verbreitungswege und Pathways der Metastasierung nicht vollständig geklärt sind, würde ich persönlich zu einer Entfernung des malignen Ursprungskarzinoms tendieren, unabhängig von der weiteren Ausbreitung. Ergänzend kämen dann natürlich weitere Therapien gegen einzelne Läsionen dazu.

    Hier sollten sich Sonja + Ehemann natürlich eingehend vom Arzt beraten lassen, Prof. Schostak wird hier den weitaus besseren Überblick haben als ich.

    Viele Grüße
    Arne
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  8. #238
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    Termine für CT und Szinti stehen. 1.6 und 9.6. . Ist das nicht zu lange weg? Da mein Mann zu Prof. Schotak sehr viel Vertrauen hat, werden wir den Weg mit ihm gehen. Mal sehen, was das Gespräch bringt. Gruß Sonja.

  9. #239
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    Die visuelle Begutachtung von Prostata(krebs)gewebe, auch Gleason-Grad genannt, ist, streng genommen, nur bei völlig unvorbehandeltem Gewebe zulässig! Wird aber routinemäßig immer gemacht, auch wenn es völlig sinnfrei wäre, wie beispielsweise in Metastasen.
    prepare for the unexpected and expect to be unprepared

  10. #240
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    Lieber Andi, ich schäme mich das zuzugeben. Aber ich verstehe das nicht.
    Gruß Sonja

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