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Thema: PSA 5,7

  1. #321
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    Hallo Sonja, kann es sein das vor dem Wert ein "<" steht. Ich bekomme schon 2,5 Jahre immer den Wert <0,07.Das heißt kleiner. Dann brauche ich mir keine Gedanken wegen so einer Steigerung von 0,01 machen.

  2. #322
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    Hi Michi, ne kein < als. Aber wir sind schon froh über den momentanen Stillstand. Viele Grüße Sonja

  3. #323
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    Hallo zusammen,
    zu der häufigen Diskussion um den PSA-Wert möchte ich mal ein paar grundsätzliche Bemerkungen aus der Laborpraxis machen.
    1. Alle Labore sind nach den Richtlinien der Bundesärztekammer, kurz RiLiBÄK, zur Qualitätskontrolle, verpflichtet. Darin werden für jeden Parameter die Grenzwerte, die bei der Messung einzuhalten sind, vorgegeben.
    2. Es wird unterschieden zwischen einem Referenzmethodenwert und einem Sollwert. Für PSA gilt ein Sollwert. Das ist insofern wichtig, weil die unterschiedlichen Nachweisverfahren nicht auf einen allgemein gültigen Standard kalibriert werden können, im Gegensatz zu z.B. Kalium, Natrium oder auch Hämoglobin.
    An den Tagen, an denen mit einem Messverfahren Patientenproben untersucht werden, ist mindestens 2-mal innerhalb von 24 Stunden und spätestens nach 16 Stunden eine Kontrollprobeneinzelmessung durchzuführen. Idealerweise sollten 3 solche Kontrollen mitgemessen werden und zwar im niedrigen, mittleren und hohen bzw. pathologischen Bereich. Die RiLiBÄK legt für PSA z.B. fest, dass die zulässige relative Abweichung des Einzelwertes bzw. des relativen quadratischen Mittelwertes maximal 15,5% betragen darf für Messwerte im Bereich von 0,2 bis 50 ng/ml (in der RiLiBÄK steht als Einheit µg/l, was auf dasselbe herauskommt). Daraus folgt, dass Werte unterhalb von 0,2 ng/ml bzw. oberhalb von 50 ng/ml dieser Vorgabe nicht entsprechen müssen. Andererseits bedeutet das konkret, dass bei einer Messung von 0,2 ng/ml der wahre Wert zwischen 0,169 und 0,231 liegen kann und darf! Mit anderen Worten, alles was unterhalb 0,2 ng/ml gemessen wird ist größeren Schwankungen ausgesetzt und das gilt erst Recht für Messungen unterhalb 0,1 oder gar 0,07 oder 0,05.
    Das schreibe ich jetzt bewusst aus 30-jähriger Laborerfahrung heraus. Vielleicht hilft es ja dem oder der einen oder anderen künftige PSA-Werte in diesem Bereich gelassener zu sehen.
    Gruß
    Arnold
    Falls jemand das in der RiLiBÄK nachlesen möchte (Vorsicht, trockener Stoff) hier der Link : https://www.rfb.bio/pdf/Rili-BAEK-2014.pdf

  4. #324
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    Lieber Arnold,

    vielen Dank für diese Infos! Das finde ich sehr interessant.
    Vielleicht kannst du mir diese Frage beantworten: Kann es auch zu unterschiedlichen PSA-Werten kommen, wenn im Blut gar kein PSA mehr vorhanden ist?
    Soviel ich weiss, wird das PSA "indirekt" gemessen, über einen Umweg sozusagen. Wenn die Nachweisgrenze des Geräts bei 0,01 liegt, kann dann trotzdem mal 0,03 angezeigt werden, ohne dass überhaupt welches vorhanden ist?

    Detlef

  5. #325
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    Hallo Detlef,
    Wenn die Nachweisgrenze des Geräts bei 0,01 liegt, kann dann trotzdem mal 0,03 angezeigt werden, ohne dass überhaupt welches vorhanden ist?
    Genau das kann passieren. Es liegt daran, wie Du richtig schreibst, dass PSA indirekt gemessen wird, in der Regel mittels Antigen-Antikörperreaktion und da können halt unspezifische Bindungen auftreten, die zu einem falsch positiven Signal führen. Diese unspezifischen Signale treten bemerkbar, wenn überhaupt, nur in der Nähe der Nachweisgrenze des jeweiligen Verfahrens auf. Bei höheren Konzentrationen verschwinden sie im erlaubten Schwankungsbereich.

    Arnold

  6. #326
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    Das sind ja gute Nachrichten. Die werden mir (und sicher auch anderen) helfen, die PSA-Hysterie etwas einzudämmen.

    @Ralf: Kann man diese Informationen aus fachkundiger Quelle irgendwie für die Allgemeinheit konservieren? Im Forumsextrakt vielleicht?

    Detlef

  7. #327
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    Hallo Detlef,

    ist geschehen, siehe hier.

    Ralf

  8. #328
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    Update: PSA-Wert vom 12.03.2019 : 0.06. Der Trend ist leider klar zu erkennen, finde ich. Viele Grüße Sonja

  9. #329
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    Zitat Zitat von Frau40 Beitrag anzeigen
    Bei myprostate habe ich keinen einzigen Fall ohne Kapseldurchbruch oder späterer Metastasierung gefunden.



    Gruß Sonja
    Hi Sonja,

    ich hab meine Daten nicht bei myprostate eingetragen, aber ich bin so ein fall OHNE Kapseldurchbruch (hatten einen T2c und wohl noch wahnsinniges Glück gehabt)
    Keine Metastasierung und ausser der RPE keine weitere Behandlung (bisher) notwendig. RPE ist auch allerdings erst 4 Monate her

  10. #330
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    Hier noch die Antwort von Professor Schostak, die innerhalb weniger Minuten per Mail kam, nachdem ich den Wert mitteilte.

    Hallo Frau ,

    alles wie immer in Ordnung -ein Wert tief im Nullbereich!

    Alles dazu habe ich schon oft ausgeführt.

    Wenn jemals in mehreren Kontrollen (mind. 2 Wochen Abstand) über 0,2 ng/ml bestehen, sollten Sie sich melden, dann wäre eine spezielle Untersuchung (PSMA-PET/CT) angezeigt, um herauszufinden, wo es her kommt. Eine "blinde Therapie im Sinne einer Bestrahlung ohne Ziel sollte nicht gemacht werden.


    Mit freundlichen Grüßen,


    M. Schostak



    Vielleicht ist das interessant für den einen oder anderen.
    LG Sonja

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