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Thema: Neues aus DNA, Genom und Forschungspools beim Prostatakarzinom

  1. #151
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    LowRoad's Beitrag möchte ich nur ein wenig ergänzen: Die Resistenzen wurden wesentlich durch den übermäßigen Antibiotikaeinsatz in der Medizin und in der Landwirtschaft erzeugt. Letzteres muss man schon fast kriminell nennen, denn Regeln der WHO werden auch in Deutschland nicht ausreichend umgesetzt und Tierärzte werden korrumpiert.
    Zitat Zitat von LowRoad Beitrag anzeigen
    Multiresistente Keime sind ein wachsendes Problem in der klinischen Praxis, wobei besonders die Krankenhäuser ungewollt der Verbreitung Vorschub leisten.
    "Ungewollt" würde ich da nicht sagen. Schon vor 30 Jahren sagte mir ein Schulfreund, damals Arzt im Krankenhaus, dass Mediziner Krankenhäuser als "Einrichtungen zur Verbreitung von Keimen" bezeichnen würden. Gleichzeitig wurde und wird zur Op-Prophylaxe und bei der Nachsorge einiges an Antibiotika verteilt. Und das Entstehen von Resistenzen war schon lange bekannt.

  2. #152
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    Theorie und Praxis liegen oft weit auseinander; hoffen wir, dass bald versucht wird Erkenntnisse zu den Antibiotika-Rückständen umzusetzen!

    Ganz aktuell eine Veranstaltung zur Thematik Antibiotikarückstände im Abwasser von Kliniken, Landwirtschaft und Kläranlagen. Sowie Antibiotikarückstände in Oberflächengewässern und Probleme bei der Trinkwasseraufbereitung.

    Ein BMBF-Forschungsvorhaben zu Antibiotikaresistenzen im Wasserkreislauf (HyReKA).

    http://www.hyreka.net/

    Die Präsentationen der Abschlussveranstaltung im April 2019 sind als umfangreiche zip-Datei nach öffnen des zuvor erwähnten links zum Download verfügbar.
    Zeitaufwendig, da umfangreiches Material, aber sehr informativ.

    Franz


  3. #153
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    Geändert von RalfDm (13.08.2019 um 14:56 Uhr) Grund: Löschung wegen Copyright-Verletzung

  4. #154
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    Vielen Dank für die Infos!

    Wie sieht denn die Realität aus, die Hartmut mehr interessieren würde?

    Ja toll. . . .
    Irgendwie habe ich nicht wirklich das Gefühl, das wir davon profitieren könnten.
    Diese Fantasterei ist wohl eher für unsere Enkel.

    Gruss
    hartmut

  5. #155
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    Ich selbst gehe mit meinem Gleasson 9 und etlichen initialen Metastasen im Skelett, in den Lymphknoten, sowie in der Blase ja auch einen Weg, der leicht von den Leitlinien abweicht (Es ist der Versuch, neben der ADT mit früher Chemo mit Docetaxel lokale Therapien anzuwenden, wie Bestrahlungen des Primärtumors, sowie der 2 verbliebenen Skelettmetastasen, die die Chemo überlebt haben). Mein Ziel ist es, Zytiga so weit wie möglich hinauszuschieben, da ich da auch ein hohes Potential zur Anregung weiterer bösartiger Mutationen sehe. Die Bestrahlungen habe ich hinter mir, Ergebnisse werde ich wohl erst in 1-2 Monaten sehen können. Sollte meine Strategie funktionieren, werde ich versuchen, zukünftig neu auftretende Metastasen wiederum erstmal lokal bestrahlen zu lassen und damit das Tumorgeschehen zu kontrollieren.

    Hans-J. hat mir mit seinen Einschätzungen schon viel geholfen. Daher lese ich seine Beiträge mit grösstem Interesse. Auch wenn mir zum Beispiel seine "Wurmkur" momentan noch als "etwas zu innovativ" erscheint, so freue ich mich über die Info, dass jemand mit seinem umfangreichen Wissen dieses Experiment angeht. Was ich dann daraus mache, muss ich ja letztendlich selbst entscheiden.

    Aber auch den letzten Beitrag von Hans-J. über die neuesten Erkenntnisse der Immuntherapie habe ich mit grösstem Interesse gelesen: Natürlich erwächst daraus noch keine Therapie, die morgen verfügbar sein wird, aber es gibt mir viele Hinweise, wohin die Reise bei den Immuntherapien demnächst gehen kann. Und mir persönlich ist seitens der Martiniklinik in Hamburg, wo ich mich beraten lasse, als Trostpflaster des letzten Versuches in naher oder mittlerer Zukunft ein Versuch mit Immuntherapien in Aussicht gestellt worden.

    Wir Alle, die sich in diesem Forum bewegen, haben ein mehr oder weniger grosses "Päckchen" zu tragen. Ich verstehe auch, dass der Eine oder Andere genervt ist über Jubelmeldungen, die dann letztendlich keine Konsequenz für die eigene Erkrankung haben. Ich verstehe auch, dass der Eine oder Andere gewisse Therapievorschläge für gefährlich oder sogar unverantwortlich hält. Aber ich finde, wir sollten hier auch den Raum für derartige Überlegungen wohlwollend begleiten. Schliesslich muss jeder von uns selbst entscheiden, was er aus diesen Infos macht. Am schlimmsten fände ich, wenn sich dieses Forum nur noch auf die Leitlinien einstampfen würde. Dann bräuchten wir dieses Forum nicht mehr, dann könnten wir auch gleich die Leitlinien lesen - und das wars ......

    Zusammenfassend möchte ich sagen, dass ich mich hier in diesem Forum über jede neue Info freue, insbesondere von Hans-J. Was dann "Fantasterei" ist oder nicht, muss jeder für sich selbst beantworten.

    Und ich freue mich, dass es dieses Forum gibt. Man kann sich informieren und jeder hat dann selbst die Verantwortung, was er daraus macht. Persönliche Angriffe sollten wir als Verbündete den Medien Facebook und Co, sowie den Kommentarspalten der Tageszeitungen Überlassen.

    Liebe Grüsse
    Lothar

  6. #156
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    Dem schliesse ich mich an....auch wenn vieles, was hier vorgestellt wird noch keinen direkten Nutzen für die betroffenen hat.
    Betonung liegt auf noch....
    Grüße
    Uwe

  7. #157
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    Hallo, Hartmut, Lothar, Uwe @all

    wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass sich die neueren Therapieansätze von den herkömmlichen vollkommen neu orientieren und zwar hin zur molekularen Genetik.
    Endlich sind für - überwiegend weiblichen Krebsentitäten - Therapieansätze zur Verfügung, die vor 5 Jahren noch nicht denkbar waren. Ich hatte sie auf # 153 aufgeführt.

    Wir, mit unserem PCa sind leider etwas später dran und profitieren vom Vorlauf der Frauen, müssen aber auch zur Kenntnis nehmen, dass z. B. Olaparib beim PCa nicht so erfolgreich war als bei den Frauen.

    Dafür wurde jetzt Rucaparib und Talazoparib in Studien 2 und 3 ausgeschrieben. Als ich vor vielen Jahren hier diesen Thread aufmachte, konnte ich auch nicht ahnen, dass sich die DNA mit all ihren Fehler in der Replikation Gegenstand von Therapieansätzen werden würde. Die PARP Inhibitoren genau wie die Checkpointskontrollpunkte.

    Es ist sehr, sehr viel in der Forschung und in Studien angekommen, manchmal habe ich das Forum überfordert, manchmal wurde ich nicht verstanden, würde das heute auch versuchen einfacher zu transportieren.

    Eine kaum zu überschauende Flut von neuen Therapieansätzen woraus sich dann auch noch die aktive Immunisierung ableiten könnte, damit der Körper wieder die Kontrolle über das Tumorgeschehen übernehmen könnte. Eine derartige Zeit des Umbruches wie zur Zeit kommt einem Paradigmenwechsel gleich.

    Es war immer mein Anliegen nicht mit Rezeptoren,Pathways zu versuchen Signalwege zu blockieren oder zu triggern, sondern dem Fingerzeig des Tumores zu folgen, wie er zur Sicherung seines Lebens und Expandierens, die Angionese ausbaut, saures Milieu schafft, die Mitochondrien lahmlegt, das Immunsystem so manipuliert, dass Killerzellen, Gedächtniszellen T-Reg. usw. die Tumorzellen nicht mehr als fremd erkennen. Der Tumor hatte doch immer seinen Finger darauf gelegt und die Feinde, die ihm nach dem Leben trachteten uns gezeigt. Wir haben da viele Jahre vergeigt.

    Die genetischen Ansätze zur Reparatur des Defektes - ehe die Duplizierung einsetzt - ist doch naheliegend, wir wollen doch keine weiteren mutierten TZ, sondern wieder die originalen, differnenzierten TZ. Diese Ansätze finden jetzt langsam bei bestimmten Entitäten und Studien den Stellenwert und Bedeutung die sie schon vor Jahren hätten haben müssen.

    Ob die Checkpoints ( Kontrollpunkte 1 u. 2 ) den Apoptosezyklus wirklich so lange anhalten können, bis der Defekt behoben werden kann wird sich noch zeigen müssen.
    Hier werden sehr viele Wege zur Zeit beschritten und ich bin mir ganz sicher, wir werden nicht geheilt werden können, aber ein ganz anderes OS erreichen ohne unseren Körper zu vergiften.
    Denn die derzeitigen Medi's arbeiten nicht auf den gesamten Körper, sondern gehen hoch selektiv vor und lassen die gesunden Zellen außen vor.
    Weiterhin bin ich mir sicher, wenn jetzt endlich dem PCa auch die Power zugeführt wird, wie anderen Entitäten, dass es hier flotter gehen könnte.

    Da ich den palliativen Maßnahmen der Hormonmanipulationen durch alle Spielarten nicht besonders zugetan bin, ist bekannt. Selbst wenn für mich die neueren DNA und Immuntherapien nicht mehr in Frage kommen, wird es die nächste Generation sein die davon profitieren wird.

    https://www.krebsinformationsdienst....krebs-brca.php

    Hans-J.

  8. #158
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    Lieber Lothar,

    Dir im Besonderen meinen Dank für Dein Statement. Deine Ausführung sowie auch Dein PCa Werdegang ähnelt meinem sehr.

    Ich selbst gehe mit meinem Gleasson 9 und etlichen initialen Metastasen im Skelett, in den Lymphknoten, sowie in der Blase ja auch einen Weg, der leicht von den
    Leitlinien abweicht (Es ist der Versuch, neben der ADT mit früher Chemo mit Docetaxel lokale Therapien anzuwenden, wie Bestrahlungen des Primärtumors, sowie der 2 verbliebenen Skelettmetastasen, die die Chemo überlebt haben). Mein Ziel ist es, Zytiga so weit wie möglich hinauszuschieben, da ich da auch ein hohes Potential zur Anregung weiterer bösartiger Mutationen sehe. Die Bestrahlungen habe ich hinter mir, Ergebnisse werde ich wohl erst in 1-2 Monaten sehen können. Sollte meine Strategie funktionieren, werde ich versuchen, zukünftig neu auftretende Metastasen wiederum erstmal lokal bestrahlen zu lassen und damit das Tumorgeschehen zu kontrollieren.


    Hans-J. hat mir mit seinen Einschätzungen schon viel geholfen. Daher lese ich seine Beiträge mit grösstem Interesse. Auch wenn mir zum Beispiel seine "Wurmkur" momentan noch als "etwas zu innovativ" erscheint, so freue ich mich über die Info, dass jemand mit seinem umfangreichen Wissen dieses Experiment angeht. Was ich dann daraus mache, muss ich ja letztendlich selbst entscheiden.
    So ist es, Du wirst Dir denken können, dass dieses Wurmmittel noch andere Eigenschaften hat als Parasiten anzugehen. Dieses jedoch ist in keinen Studien belegt, aber wird in den Forschungslaboren so hinter der Hand weitergegeben. Kann und darf so nicht kommuniziert werden. Somit halte ich mich da auch bedeckt.

    Zur Immuntherapie:
    Um dieses wieder scharf zustellen, scheint sich die Gewissheit zu verdichten, dass zuerst die DNA Defekte gerichtet werden sollten, somit bewegt sich zur Zeit die Immuntherapie im Kreise, wohlwissend dass bei bestimmten Entitäten Therapie erfolgt und eine anschließende Immuntherapie OS strecken kann.

    Beim PCa - in der Regel mit einem sehr langsamen TZ Wachstum - scheinen andere Maßstäbe in der DNA Reparatur angewendet werden müssen. Der Ansatz, mithilfe einer Metastase die Sequenzierung vorzunehmen um sich über die Entartung der Chromosomen ein Bild zu machen, verzögert die Beforschung, könnte aber auch größere Chancen bieten, eine individuelle - nur auf die Entartung ausgerichtete - Therapieform zu finden. Also müssen wir geduldig warten ob BRCA 1/2 auch beim PCa mit den Hoffnungen Rucaparib und Talazoparib erfolgreich sein werden.
    Sollten diese Studien erfolgreich sein, kann es bis zur Zulassung auch sehr schnell gehen.

    Ich finde es gut, wie Du mit Deinem PCa umgehst, Du hast Dich für die Kombi Chemo+ADT entschieden und stehst dazu. Da würde ich mit Enzalutamid in der 2. Linie vorsichtig sein. Abi arbeitet da anders. Das hinausziehen dieser 2. Linie ist OK, die lokale Kontrolle des Tumorgeschehens decken sich weitgehend mit meinen Vorstellungen.

    Die neueren Bestrahlungsarten sind weit weniger Knochenmarkschädigend als die alten.

    Wenn du den Wunsch äußerst bei der Bestrahlung, dass der Knochenmarkschutz für Dich einen hohen Stellenwert hat, kann das ARC Verfahren mit VMAT und einer ausgefuchsten Kollimatorentechnik das weitgehend berücksichtigen.

    Hans-J.

  9. #159
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    Hallo zusammen,

    das Wort „Fantasterei“ sollte nichts schlechtes ausdrücken.
    Ich war ein wenig enttäuscht, dass es keine wirklichen Fortschritte in der Pca Behandlung gibt.
    Nachdem ich die Ersten und auch die letzten Berichte von Hans-J. noch einmal gelesen habe, tut sich da ja doch etwas, wodurch wir vielleicht kurzfristig profitieren.

    Vor ca. 15 Jahren hatte meine Frau, Brigitte Schilddrüsenkrebs. Ein guter Bekannter hatte zeitgleich Hodenkrebs. Die Nachuntersuchungen konnten keine Krebszellen mehr finden. Beide fühlen sich als geheilt.
    Daher, in der Krebsforschung hat sich in den letzten 20 Jahren teilweise etwas bewegt.
    Einige Krebsarten sind gut behandelbar.

    Gruss
    hartmut

  10. #160
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    Geändert von RalfDm (13.08.2019 um 14:55 Uhr) Grund: Löschung wegen Copyright-Verletzung

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