Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 132

Thema: Psa-anstieg nach op

Hybrid-Darstellung

Vorheriger Beitrag Vorheriger Beitrag   Nächster Beitrag Nächster Beitrag
  1. #1
    Registriert seit
    13.01.2014
    Ort
    Hessen
    Beiträge
    81

    Psa-anstieg nach op

    Hallo ,
    mir wurde Oktober 2013 mit Da-Vinci die Prostata entfernt. Bis Jan 14 lagen meine Werte bei 0,01 , im März stieg der Wert auf 0,02 , im Juni auf 0,11, diese Woche dann der Schock, 0,21 !!
    Ich hatte mr eigentlich eine Heilung erhofft, und kein Rezidiv. Mein Urologe rät dringend zur Bestrahlung, eventuell mit einer 2-3 jährigen leichten Hormontherapie . Ich habe Angst vor der
    Bestrahlung und fürchte mich vor den Nebenwirkungen und Spätfolgen, auch mit der Hormontherapie habe ich Probleme . Ich denke ich habe nicht mehr viel Zeit. Gibt es Alternativen,
    event, Hifu , Protonen ect. Für Tips und Ratschläge wäre ich sehr dankbar

    Gruss Richard

    Meine Daten
    61 Jahre
    Biopsie GL 6 + 7b
    Nach OP
    pt2c, pNO (0,22) , pLO , pVO, pNn1
    GL 3+4=7a rechts Gl 4+5=9a links
    Rechts G2 Links G3

  2. #2
    Registriert seit
    13.01.2014
    Ort
    Hessen
    Beiträge
    81
    gehört noch dazu

    A-Carcinom beidseits
    (rechts>links ), ca 5% des Organvolumens

  3. #3
    Registriert seit
    25.11.2012
    Ort
    Ibbenbüren, Nähe Osnabrück
    Beiträge
    614
    Hallo Richard,

    um eine Bestrahlung der Prostataloge wirst Du sicher nicht herumkommen. Und das sollte m. E. möblichst bald passieren. In der Regel musst Du Dich davor aber nicht sonderlich fürchten. Aber das ist nun mal die wohl allerletzte Möglichkeit der Heilung. Ob eine AHT notwendig ist, werden Dir sicherlich noch die Experten sagen. Gleason 9 auf einer Seite ist natürlich recht hoch. Ich wusste gar nicht, dass mittlerweile zwischen links und rechts unterschieden wird.

    Viele Grüße

    WernerE

  4. #4
    Registriert seit
    07.06.2011
    Ort
    CH 90... Appenzellerland
    Beiträge
    4.401
    Zitat Zitat von por991;
    ... stieg der Wert auf 0,02 , im Juni auf 0,11, diese Woche dann der Schock, 0,21 !!Ich hatte mr eigentlich eine Heilung erhofft, und kein Rezidiv. Mein Urologe rät dringend zur Bestrahlung, eventuell mit einer 2-3 jährigen leichten Hormontherapie . vNach OPpt2c, pNO (0,22) , pLO , pVO, pNn1GL 3+4=7a rechts Gl 4+5=9a links Rechts G2 Links G3
    Für GS 9 ist pN0 (0/22) ein denkbar günstiges Ergebnis. Da würde ich mal abklären, ob HIFU auf die Prostataloge ohne das Rezidiv im Bild zu sehen, weil derzeit noch zu klein, sinnvoll sei. Das hat den Vorteil gegenüber einer Perkutanen Logenbestrahlung, dass im Versagensfall noch die Bestrahlung von Loge und Lymphabflusswegen zur Verfügung steht als letzte Möglichkeit zur Heilung. Nochwas: Eine "leichte" Hormontherapie gibt es nicht. Entweder Du kriegst den Testosteronspiegel auf Kastrationsniveau runter oder unterbindest die Androgenaufnahme der Krebszellen möglichst vollständig. Haben beide ihre Nebenwirkungen und sind bestens geeignet, das Versagen der Strahlentherapie während der AHT zu verschleiern. Carpe diem! Hvielemi / Konrad PS: immer noch ohne Zeilen und Absatzschaltung, sorry.
    Meine Beiträge schreibe ich als CRPCa-betroffener Laie.

    [1] Mein PSA-Verlauf graphisch auf myprostate.eu
    [2] Meine PK-Historie auf Myprostate.eu
    [3] PSA-Verlaufsanalyse 2003-2013 nach Glättli (Was ist PSA-Alert?)
    [4] PSMA-PET/CT vom 04.07.2012: Paraaortale Lymphmetastase
    [5] PSMA-PET von 08.2016 vor PSMA-RLT, danach 03.2017, sowie 05.2017

  5. #5
    Registriert seit
    13.01.2014
    Ort
    Hessen
    Beiträge
    81
    Zitat Zitat von Hvielemi Beitrag anzeigen
    Für GS 9 ist pN0 (0/22) ein denkbar günstiges Ergebnis. Da würde ich mal abklären, ob HIFU auf die Prostataloge ohne das Rezidiv im Bild zu sehen, weil derzeit noch zu klein, sinnvoll sei. Das hat den Vorteil gegenüber einer Perkutanen Logenbestrahlung, dass im Versagensfall noch die Bestrahlung von Loge und Lymphabflusswegen zur Verfügung steht als letzte Möglichkeit zur Heilung. Nochwas: Eine "leichte" Hormontherapie gibt es nicht. Entweder Du kriegst den Testosteronspiegel auf Kastrationsniveau runter oder unterbindest die Androgenaufnahme der Krebszellen möglichst vollständig. Haben beide ihre Nebenwirkungen und sind bestens geeignet, das Versagen der Strahlentherapie während der AHT zu verschleiern. Carpe diem! Hvielemi / Konrad PS: immer noch ohne Zeilen und Absatzschaltung, sorry.
    WernerE /Konrad
    vielen Dank für Euere Antworten.

    Konrad, in 14 Tagen wird nochmal ein neuer PSA -Wert ermittelt, ich gehe davon aus das es weiter nach oben geht.Was mir Sorgen macht, ist halt dieser rasante Anstieg in dieser kurzen Zeit. Mein Urologe sowie mein Operateur gehen
    davon aus, dass das Rezidiv in der Loge sitzt. Ich setze Hoffnung in die Hifu Therapie , und versuche morgen Professor Schostak in Magdeburg zu erreichen.Wenn eine Hifu nicht möglich ist , komme ich um eine Bestrahlung wohl nicht herum.
    Die Bestrahlung ist natürlich auch keine Garantie auf Heilung, wenn man bedenkt, dass bei der Hälfte der Bestrahlten der Krebs wiederkommt, kommt die Angst hoch.
    Ist es eigentlich auch evtl. sinnvoll, eine event. Hormontherapie nach erfolgter Strahlentherapie zu beginnen ?
    Wäre es deshalb ratsam, mit der event.Hormontherapie bis nach evtl. erfolgreicher Bestrahlung abzuwarten - damit das Ergebnis nicht verschleiert wird?

    Gruss Richard

  6. #6
    Registriert seit
    10.02.2013
    Ort
    Südbaden, Efringen-Kirchen; Kreis Lörrach.
    Beiträge
    720
    Zitat Zitat von por991 Beitrag anzeigen
    Konrad, in 14 Tagen wird nochmal ein neuer PSA -Wert ermittelt, ich gehe davon aus das es weiter nach oben geht.Was mir Sorgen macht, ist halt dieser rasante Anstieg in dieser kurzen Zeit. Mein Urologe sowie mein Operateur gehen davon aus, dass das Rezidiv in der Loge sitzt.
    Nunja Richard, was versteht Dein Urologe und Operatuer unter "rasanten Anstieg ?"

    Als Faustregel gilt oder galt bis dato, dass bei einer PSA-VZ (Verdopplungszeit) von über 2 Jahren von einem Lokalrezidiv, also in der Loge, auszugehen ist. Bei VZ unter 2 Jahren dagegen liegt wahrscheinlichkeit eine systemische Erkrankung vor. Vorausgesetzt, dass PSA ist für das Monitoring (Verlaufskontrolle) als Tumormarker weiterhin relevant. Dies ist, muß, bei einem GS von 9 nicht unbedingt gegeben sein und sollte mit berücksichtigt werden.

    Gruß Helmut
    An alle PCa-Erstdiagnostizierten und deren Angehörige, sowie andere Interessenten.
    Bitte die 3 unten angeführen Links zur Kenntnis zu nehmen. Basisinfo zum PCa (Prostatakarzinom) OBERWICHICHTIG !


    http://www.prostatakrebs-bps.de/imag...erdam_2014.pdf
    http://www.prostatakrebs-bps.de/medi...frueherkennung
    http://www.prostatakrebse.de/informa...ster%20Rat.pdf

  7. #7
    Registriert seit
    13.01.2014
    Ort
    Hessen
    Beiträge
    81
    Zitat Zitat von helmut.a.g. Beitrag anzeigen
    Nunja Richard, was versteht Dein Urologe und Opreratuer unter "rasanten Anstieg ?"

    Als Faustregel gilt oder galt bis dato, dass bei einer PSA-VZ (Verdopplungszeit) von über 2 Jahren von einem Lokalrezidiv, also in der Loge, auszugehen ist. Bei VZ unter 2 Jahren dagegen liegt wahrscheinlichkeit eine systemische Erkrankung vor. Vorausgesetzt, dass PSA ist für das Monitoring (Verlaufskontrolle) als Tumormarker weiterhin relevant. Dies ist, muß, bei einem GS von 9 nicht unbedingt gegeben sein und sollte mit berücksichtigt werden.

    Gruß Helmut
    Hallo Helmut,

    Die Aussage -rasanter Anstieg- sind meine Worte, nicht die meines Urologen bzw. Operateurs. Die VZ liegt ja bei mir unter 2 Jahren, wahrscheinlich eine systemische Erkrankung ,dann wäre eine Bestrahlung ja nicht mehr sinnvoll-
    Wie gehts dann weiter ?

    Gruss Richard

  8. #8
    Registriert seit
    07.06.2011
    Ort
    CH 90... Appenzellerland
    Beiträge
    4.401
    Zitat Zitat von por991 Beitrag anzeigen
    Die VZ liegt ja bei mir unter 2 Jahren, wahrscheinlich eine systemische Erkrankung,
    dann wäre eine Bestrahlung ja nicht mehr sinnvoll - Wie gehts dann weiter ?
    Lieber Richard

    Die rasche VZ ist mir schon aufgefallen, zugleich aber auch die N0 (0/22).
    Somit liegt es wohl nicht an den Lymphknoten, und dass Fernmetastasen
    just zum Zeitpunkt der RPE auftauchen mit 0.02 ng/ml ist ja auch recht
    unwahrscheinlich.
    GS9, bzw. dessen GG5-Anteil pflegt aggressiver, also schneller zu wachsen,
    als GG3 und 4, auch wenn das in einem Lokalrezidiv geschieht.
    Ein Widerspruch besteht also nicht, es ist nur seltener.

    Ich würde in diesem recht speziellen Fall weiterhin von einem lokalen
    Geschehen ausgehen und daher zur Erfolgskontrolle einer Bestrahlung,
    der Loge, HIFU oder was auch immer erst mal auf eine Hormontherapie
    verzichten. Aber das ist nur meine Meinung, ob die richtig sei,
    kann ich nicht belegen.

    Zu Deiner Frage, wie es weiterginge, wenn es - wider erwarten -
    systemisch wäre, kannst Du z.B. meine Story anschauen.
    Die Hormontherapie (AHT) bringt einige Zeit, die Zweitlinien-AHT
    noch mehr Zeit, OP oder Bestrahlung von günstig gelegenen,
    Einzelmetastasen (nicht bei mir) noch mehr, man hangelt sich eben durch.
    Ich lebe nun einige Jahre schon recht gut damit und bin zudem
    so glücklich, wie sonst in meinem ganzen Leben noch nie.

    Carpe diem!
    Hvielemi / Konrad

    PS: Ich sitze wieder am Laptop zuhause
    und hab daher wieder Zeilenschaltung und Abschnitte.

    Die teils sonnigen, teils nassen Tage im Tessin haben wir genossen.
    Meine Beiträge schreibe ich als CRPCa-betroffener Laie.

    [1] Mein PSA-Verlauf graphisch auf myprostate.eu
    [2] Meine PK-Historie auf Myprostate.eu
    [3] PSA-Verlaufsanalyse 2003-2013 nach Glättli (Was ist PSA-Alert?)
    [4] PSMA-PET/CT vom 04.07.2012: Paraaortale Lymphmetastase
    [5] PSMA-PET von 08.2016 vor PSMA-RLT, danach 03.2017, sowie 05.2017

  9. #9
    Registriert seit
    04.05.2006
    Ort
    Mannheim
    Beiträge
    1.209
    Hallo Hvielmi,

    da muss ich Dir widersprechen.

    Die beiden Therapien unterscheiden sich in den Nebenwirkungen gewaltig.

    Die HT mit Spritze ist eine chemische Kastration mit all den Nebenwirkungen der Kastration. Im Gegensatz dazu bleibt bei der Behandlung mit "Antiandrogenen", z.B. Bicalutamid der Testosteronspiegel im Körper des Mannes erhalten und es sind nur Brustwachstum und Brustempfinlichkeit als Hauptnebenwirkungen bekannt. Insofern kann man da schon von einer "leichten" HT sprechen.

    Die S3-Leitlinie sieht beim nicht fortgeschrittenen PK die Antiandrogen-Behandlung gleichwertig zur Spritze. Erst ab einem PSA-Wert von 500 scheint die Spritze Vorteile zu haben.

    Ich würde immer mit Antiandrogenen anfangen und erst wenn diese nicht mehr wirken, auf die Spritze wechesln.

    Gruß

    Hansjörg Burger

  10. #10
    Registriert seit
    01.05.2006
    Ort
    Hamburg
    Beiträge
    1.515
    Zitat Zitat von BurgerH Beitrag anzeigen

    Die HT mit Spritze ist eine chemische Kastration mit all den Nebenwirkungen der Kastration. Im Gegensatz dazu bleibt bei der Behandlung mit "Antiandrogenen", z.B. Bicalutamid der Testosteronspiegel im Körper des Mannes erhalten und es sind nur Brustwachstum und Brustempfinlichkeit als Hauptnebenwirkungen bekannt. Insofern kann man da schon von einer "leichten" HT sprechen.

    Die S3-Leitlinie sieht beim nicht fortgeschrittenen PK die Antiandrogen-Behandlung gleichwertig zur Spritze. Erst ab einem PSA-Wert von 500 scheint die Spritze Vorteile zu haben.

    Ich würde immer mit Antiandrogenen anfangen und erst wenn diese nicht mehr wirken, auf die Spritze wechesln.

    Gruß

    Hansjörg Burger
    ich bin da sehr vorsichtig geworden GENERELL als Einstieg das Antiandrogen zu empfehlen, den Bicalutamid ist ein partieller Agonist und kein reiner Antagonist.
    Durch Androgenrezeptormutation ARM kann es sogar zu einem beschleunigten Wachstum - vor allem bei höheren Gleason Scores - kommen.
    Und dann, so zeigte eine Subgruppenanalyse, wirken Zytiga und Xtandi bei Bicalutamid-vorbehandelten u.U. deutlich schlechter
    ----------------------------------------------------------
    Meine Kommentare stellen keine verbindliche Auskunft dar,
    sondern spiegeln meine PERSÖNLICHE Meinung und Erfahrung
    wider und können keine direkte Beratung und Behandlung
    vor Ort ersetzen

    Gruss
    fs
    ----------------------------------------------------------

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •