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Thema: Psa-anstieg nach op

  1. #91
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    Hallo Roland,
    melde mich etwas verspätet, war 3 Tage im Ausland.
    Prof. Heidenreich wird am Tag vor der Operation eine erneute PSMA-Markierung durchführen, um intraoperativ
    mit einen entsprechenden Gammasonde die PSMA-aktiven Herde sicher aufspüren und resezieren zu können.

    Gruss Richard

  2. #92
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    Hallo
    Prof. Heidenreich hat mich operiert, leider nicht mit dem gewünschtem Erfolg. Der Tumor 2 x 1 cm wurde entfernt, infiltriert wurde aber die Wand des Rectums , Prof. Heidenreich sprach von einem feinen verästeltem Gewebe
    umH das zu Entfernen , wäre die Darmwand beschädigt worden, er sprach auch von einer Infiltration an der Blasenwand das wurde aber im vorläufigem Arztbericht nicht erwähnt, ich warte den entgültigen Arztbericht erst mal ab.

    Prof. Heidenreich geht erstmal von einem Abfallen des Psa-Wertes aus, er schlug mir vor in 6 Wochen eine erneute Psa Messung , dann in weiteren 3 Monaten die nächste. Sollte sich die Verdopplungszeit stark erhöhen rät er zu
    einer Hormontherapie , gegen die ich mich seit über über 5 Jahren schon wehre.

    Die Frage ob doch nochmal operiert werden könnte , wurde mit nein beantwortet. Meine Frage ins Forum - Ist das wirklich so, vielleicht hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht, wäre für jede Antwort dankbar.
    Ansonsten habe ich die Op gut überstanden , denke auch das Prof. Heidenreich die richtige Adresse war , würde mich wieder für Ihn entscheiden.

    Vor der Op wurde nochmal ein PET-CT gemacht , ausserdem wurde ein Psma- Marker gesetzt, erholt habe ich mich von der OP recht gut. Was die Nebenwirkungen angeht , spüre ich bis jetzt keine Veränderungen.

    Gestern war ich noch bei meinem Urologen , der mir dringend rät sofort mit einer Hormontherapie anzufangen , das ich ablehnte nach einem Gespräch von weit über 1 Stunde haben wir uns dann geeinigt erstmal abzuwarten.

    Richard

  3. #93
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    "Dem Operateur ist nichts zu schwör" - das wissen wir alle seit Sauerbruch. Dass solche Operationen eigentlich auch "experimentelle Therapien" sind und lediglich eine in der Medizin anerkannte Technik (das Skalpell) nutzen wird gerne übersehen. "...ob doch nochmal operiert werden könnte" - sollte das denn?

  4. #94
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    Hallo Richard,

    schön dass du wieder zurück bist, wenn auch das Ergebnis nicht ganz befriedigen kann.
    Die Infiltration in die Darmwand war wohl vorher in der Bildgebung nicht zu sehen und
    somit wäre auch eine Cybernife-Bestrahlung nicht erfolgreicher gewesen, denn auch
    da hätte man nichts davon gewußt und hätte die Darmwand ohnehin von Strahlung verschont.

    Also hast du erst mal alles richtig gemacht und bist den Hauptteil des 2*1 cm^2 Tumors
    erst mal los. Wie sich das auf die PSA Entwicklung auswirkt wirst du sehen, jede
    Reduktion ist ja erst mal ein zeitlicher Gewinn.

    Eine zweite Operation wird wohl auch deshalb schwierig, weil im Moment
    nichts da ist, was zu operieren wäre. Wolfgang aus Berlin hat wohl mal nach
    einer eher erfolglosen OP eine zweite an gleicher Stelle vornehmen lassen.
    Wie man mit der Infiltration in die Dramwand weiter verfährt und welche
    Folgen die noch haben kann, musst du mit Heidenreich noch mal besprechen.

    Ich wünsche dir gute Genesung von der Operation und viiiel PSA-Abfall

    Roland
    Meine Werte grafisch bei myprostate: hier
    PSA Verlauf unter Metabloc und Metformin: hier #253

  5. #95
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    Prof. Heidenreich ist als ausgezeichneter Chirurg bekannt. Wenn er nicht weiter operiert, ist das Risiko bei einem anderen Arzt viel zu hoch.

    Es ist ein Problem bei der metastasengerichteten Therapie, dass manche Metastasen so ungünstig liegen, dass sie operativ und mit Bestrahlung nicht zu entfernen sind.

    Georg

  6. #96
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    Das Prof. Heidenreich ein ausgezeichneter Chirurg ist weis ich , deswegen habe ich mich ja von ihm operieren lassen , und würde bei einem Prostata-Rezidiv immer wieder hingehen
    Ich denke halt das in meinem spez. Fall wahrscheinlich ein Spezialist für Darmchirugie tätig werden muss

    Natürlich kann man bei einer Infiltration des Darmes einen Teilabschnitt herausnehmen und die Stücke dann wieder miteinander verbinden, das nennt man dann End-zu-End. Allerdings muß, das wissen natürlich die Darmoperateure, auf die spezielle Peristaltik Rücksicht genommen werden, damit weiterhin ein gleichmäßiger Transport des Darminhaltes gewährleistet bleibt. Soll heißen, man muß u.U. größere Stücke entfernen, um dieser Peristaltikkontinuität gerecht zu werden.

    Andererseits geht das alles nur, wenn genügend Abstand im Enddarmbereich, um den wird es sich bei mir handelt, zum Darmausgang vorhanden ist. Ich habe gehört daß es da eine kritische Grenze gibt die bei bei 8cm liegt.
    Sollte die infiltrierte Stelle also näher am Ausgang liegen, muß ein anderer Weg gewählt werden. U. U. muß dann auch daran gedacht werden, zeitweilig einen anderen Ausgang zu legen.

    Jetzt warte ich erstmal den kompletten Befund ab , auch um zu sehen was mit der Blase ist, sollte die auch infiltriert sein wäre da eine neue Situation. Und natürlich die Psa -Messung Ende April.

    Richard

  7. #97
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    Richard,

    eine neue Situation kann jederzeit auftreten. Leider muss man damit rechnen, dass neue Metastasen auftreten, wenn man keine Hormontherpie macht. Wenn Du die von Dir angepeilte Darmoperation durchführen lässt und ein halbes Jahr später sind zwei neue Metastasen da - da hast Du mit der aufwändigen Darmoperation wenig gewonnen.

    Georg

  8. #98
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    Hallo Georg ,
    bei mir geht es nicht um eine Metastase, sondern um eine Infiltration , also ein Übergreifen auf das Nachbargewebe.


    Richard




    Richard,

    eine neue Situation kann jederzeit auftreten. Leider muss man damit rechnen, dass neue Metastasen auftreten, wenn man keine Hormontherpie macht. Wenn Du die von Dir angepeilte Darmoperation durchführen lässt und ein halbes Jahr später sind zwei neue Metastasen da - da hast Du mit der aufwändigen Darmoperation wenig gewonnen.

    Georg[/QUOTE]

  9. #99
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    Hallo Richard
    Zitat Zitat von por991 Beitrag anzeigen
    bei mir geht es nicht um eine Metastase, sondern um eine Infiltration , also ein Übergreifen auf das Nachbargewebe.
    Deiner Krankengeschichte folgend, handelt es sich um eine Ausdehnung des Primärtumors (Prostatakarzinom) in den unteren Dickdarm, den Mastdarm. Dessen Lymphbahn verläuft einen etwas anderen Weg, als dem der Prostata. Deshalb halte ich die Mitbeurteilung sowie deren Therapie durch einen Viszeralchirurgen (Proktologen) für sehr wichtig.

    Entscheidend für die Beurteilung der Ausbreitung und damit für den Erhalt des Mastdarms ist die Nähe zum Schließmuskel (Linia dentata) und ob bereits Tumorzellen den Weg über die Darmschleimhaut in deren Lymphabflusswege gefunden haben.

    Von der notwendigen Therapie abhängig ist dann, ob der Mastdarm mit seiner Ampulle seine defäkation wieder regelrecht aufnehmen kann. Mitentscheidend ist dafür die Schonung des Sakralnervengeflechts, welches sowohl die Harn- und Stuhlkontinenz als auch die Sexualfunktion steuert.

    Weil die Zusammenhänge zwischen den betroffenen Organen so komplex sind, solltest Du Dich in einem der führenden onkologischen Zentren vorstellen, die sowohl Urologie, Viszeralchirurgie, Radiologie und Onkologie abdecken.

    Das sollte möglichst zeitnah gerschehen, um eine Ausweitung der Erkrankung in Leber und Lunge einzudämmen. Nutze dazu auch deren Hotline.

    Alles Gute und herzliche Grüße
    Heribert

    Vollständige PK-Historie seit 2005 bei
    myProstate.eu
    Menschen sind Engel mit nur einem Flügel.
    Sie müssen sich umarmen um fliegen zu können.



    (Luciano de Crescenzo)

  10. #100
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    Hallo Heribert , Danke für Deinen ausführlichen Bericht.
    Ich habe in den nächsten Tag einen Gesprächstermin mit Prof. Sergei Khandoga , einem Darmkrebsspezialisten.


    Gruss Richard

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