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Thema: Long-term Survival of Extremely Advanced Prostate Cancer Patients

  1. #21
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    Hallo Ralf,

    was ist eine neuroendokrine Entartung des PCa?

    Grüße

    Dirk

  2. #22
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    Hallo Dirk,

    siehe "Basiswissen", Abschnitt 6.12 bzw. 8.13 zur Behandlung.

    Ralf

  3. #23
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    Hallo Ralf,

    vielen Dank für Deinen Hinweis.

    Grüße

    Dirk

  4. #24
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    Zitat Zitat von Georg_ Beitrag anzeigen
    Vielleicht kannst Du aus dieser Studie noch Informationen gewinnen. Ich habe sie noch nicht im Detail gelesen, angeblich konnte in Abhängigkeit vom Ausgangs-PSA Wert kein Unterschied im Gesamtüberleben festgestellt werden, auch wenn dieser über 1000 lag.Georg
    In dieser Studie aus Japan wurden 184 Patienten mit der Diagnose metastasierener Prostatakrebs und hohen bis sehr hohen PSA-Werten in drei Gruppen eingeteilt:
    PSA < 100 ng/ml, PSA 100 - 999 ng/ml und PSA > 1000 ng/ml.
    Alle Patienten erhielten eine sofortige ADT.
    Untersucht wurde das PSA-progressionsfreies Überleben für die Erstlinien-ADT und das Gesamtüberleben innerhalb jeder dieser 3 Gruppen.
    Untersucht wurde auch nach Erreichen des kastrationsresistenten PK (CRPC) die Reaktion auf Antiandrogenentzug und alternative Antiandrogentherapien.

    Ergebnisse: Es konnten keine signifikanten Unterschiede beim Gesamtüberleben beobachtet werden. Patienten mit hohen Diagnose-PSA-Wert profitierten kürzer von der Erstlinien-ADT als die Gruppen mit niederen PSA-Werten.
    Aber Patienten mit hohem PSA-Ausgangswert zeigten längeres progressionsfreies Überleben nach Erreichen der Kastrationsresistenz als die anderen Gruppen.
    Die Autoren folgern dass ein extremer Diagnose-PSA-Wert für die Zeit nach Erreichen der Kastrationsresistenz ein günstiger prognostischer Marker sein könnte.

    Wie schon bei den vorhergehenden Studien angesprochen: heute gibt es Docetaxel, Cabazitaxel, Enzalutamid und Abirateron und andere Möglichkeiten den PK-Patienten länger am Leben zu erhalten.

    Was auch aus dieser Studie zu entnehmen ist: Ein Erstdiagnose-PSA über 1000 ng/ml ist behandelbar und kein sofortiges Todesurteil!

    https://www.researchgate.net/publica...intage_therapy


    Franz

  5. #25
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    Progressionsfreiheit nach Kastrationsresistenz verstehe ich gerade nicht. Ein Zeichen von CRPC ist doch steigender PSA unter AHT.
    Wo ist denn dann die Progressionsfreiheit?
    Man möge versuchen, mich zu erleuchten...
    Grüße
    Uwe

  6. #26
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    Zitat Zitat von uwes2403 Beitrag anzeigen
    Progressionsfreiheit nach Kastrationsresistenz verstehe ich gerade nicht. Ein Zeichen von CRPC ist doch steigender PSA unter AHT.
    Wo ist denn dann die Progressionsfreiheit?
    Man möge versuchen, mich zu erleuchten...
    Grüße
    Uwe
    Hallo Uwe,
    Kastrationsresistenz heißt noch nicht Ende der Behandlung!
    In der Studie erfolgte nach Erstdiagnose eine ADT bis zur Kastrationsresistenz. Der Zeitraum bis zum Eintreten des Status "Kastrationsresistenz" war in den 3 Gruppen unterschiedlich lang, am kürzestens bei der PSA-Gruppe über 1000 ng/ml.

    Diagnose - ADT- Zeitraum 1 - Kastrationsresistenz - div. Therapien - Zeitraum 2 - Progress -

    Ab Kastrationsresistenz wurde behandelt mit Antiandrogenentzug und anderen Therapien, die wiederum nach einiger Zeit der Stabilisierung zu einem neuem Progress der Erkrankung (Anstieg des PSA-Wertes) führten. Die Zeit bis zu diesem Progress dauerte bei der Gruppe mit "Anfangs - PSA über 1000", dann länger als bei den anderen Gruppen.

    Durch Wechsel der Medikamente (Sequenztherapie) versucht man heutzutage einen "chronischen Status" für einen längeren Zeitraum zu erreichen, aber letztendlich kommt dann irgendwann der nächste Progress und die Situation wird schwieriger, zum einem wegen des Fortschritts der Erkrankung, zum anderen weil die Therapien den Patienten immer mehr schwächen.

    Franz

  7. #27
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    Danke Dir für die Erklärung.
    Und Gruß von Nord nach Süd.
    Uwe

    Oh...mein 1.000 Post....

  8. #28
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    Hier die Studie, die ich gestern angesprochen habe.
    Es geht dabei um die Prognose von Männern mit PSA-Werten über 100 ng/ml.

    https://onlinelibrary.wiley.com/doi/...1111/bju.13411

    In dieser Studie wurden 5716 vom PK betroffene Männern verglichen.
    Die Männer wurden nach diagnostischen Gesichtspunkten in Gruppen eingeteilt.
    PSA-Wert: <20 ng/ml, 20-≤100 ng/ml, 100-≤200 ng/ml, 200-≤500 ng/ml, und >500 ng/ml

    Klinisches Stadium, Gleason Score und das Vorhandensein von Knochenmetastasen wurde bewertet, um festzustellen, ob es prognostische Faktoren bei Patienten mit PSA-Werten über 100 ng/ml bei Diagnose sein könnten.


    Einige Ergebnisse:
    Patienten mit Diagnose- PSA >100 ng/ml hatten eine signifikante Reduzierung des 5-Jahres-Überleben (29,1% vs. 62,5% vs. 87%) und 10-Jahres-Überlebens (18.2% vs 36.7% vs 70.7%) im Vergleich mit den Patienten mit diagnostischem PSA 20-100 ng/ml und <20 ng/ml.

    Die Patienten mit PSA über100ng/ml wurden in Gruppen aufgeteilt: PSA 100 – 200 ng/ml, PSA 200 – 500 ng/ml und über 500 ng/ml.
    Es gab ein schlechteres Gesamtüberleben für die Gruppe über 200 ng/ml im Vergleich zur Patientengruppe unter 200 ng/ml PSA.
    Aber bei den Patienten mit über 200 ng/ml gab es keinen Zusammenhang zwischen PSA-Wert und Gesamtüberleben.

    Das Gesamtüberleben war bei PSA-Werten über 200 ng/ml vom Gleason Score und der Metastasierung (Knochen) abhängig.


    Franz

    Liebe Mitforisten, wie bereits gestern angekündigt, stelle ich nach diesem Beitrag meine aktiven Tätigkeiten im Forum ein. Es war eine interessante Zeit für mich, ich konnte einiges dazulernen und vielleicht habe ich auch dem einen oder anderen Mitbetroffenen etwas weiterhelfen können. Alles Gute für die Zukunft und versucht optimistisch zu denken!
    Macht das Beste aus euerer Erkrankung, es gibt diverse Behandlungsmöglichkeiten mit dem Ziel Heilung und auch bei der palliativen Behandlung hat sich in den letzten Jahren einiges verbessert.

  9. #29
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    Lieber Franz,

    ich bedaure Deinen Schritt außerordentlich auch ich habe mich entschieden hier aufzuhören.
    Wir können aber gerne einen privaten email Verkehr aufrecht erhalten.

    Bis dahin.
    Hans-J.

  10. #30
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    Eine Diagnose mit PSA>=100 bedeutet nach allgemeiner Ansicht ein fortgeschritteneres Stadium, das heißt, man ist unbehandelt dem Tode näher. Die Zahlen könnte man so interpretieren, dass die angewendeten Therapien in diesem Stadium bei den meisten Patienten keinen signifikanten Erfolg haben, und demgemäß fragwürdig sind.

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