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Thema: Long-term Survival of Extremely Advanced Prostate Cancer Patients

  1. #11
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  2. #12
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    Ein Gedanke zu den drei hier zitierten Studien #1 (LowRoad), #5 u. #10 (Franz).

    Diese drei Studien stammen aus asiatischen Ländern
    . Es gibt eine Unmenge an Literatur z. B:
    https://www.test.de/Prostatakrebs-Es...ien-1305101-0/

    in der darauf hingewiesen wird, dass Asiaten wesentlich seltener an PK erkranken als Europäer und Amerikaner. Vermutet wird als mögliche Ursache die Ernährung mit Grünen Tee, Soja, Fisch usw.

    Ich habe noch weitere bisher nicht näher durchgesehene, ältere Studien zum Thema "extreme PSA-Werte". Alles Studien aus Asien.
    Aus westlichen Ländern habe ich noch keine Studien zu extremen PSA-Werten gefunden.

    Passt für mich nicht so ganz mit der vielgepriesenen asiatischen Ernährung zusammen.

    Franz

  3. #13
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    Franz,
    schau Dir vielleicht nochmal das hier an: Forumsleser wissen mehr und vielleicht das noch.
    if nothing's fails, it's not real life

  4. #14
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    Man lade herunter die "fact sheets" für China, Japan und Deutschland http://gco.iarc.fr/today/fact-sheets-populations
    und vergleiche die Tabellen.
    Die Krebs-Erkrankungsrate ist dort eigentlich eine Rate der erkannten signifikanten Karzinome. In China hat diejenige Hälfte der Bevölkerung, die fernab von Städten lebt, wahrscheinlich noch nie von PSA gehört. Insoweit wird das PCa hier später erkannt - man beachte das im Verhältnmis zu den Erkrankungen viel höhere Todesrisiko. Japan und Südkorea liegen im Ranking deutlich näher an Deutschland als an China. Dort ist das Todesrisiko aber geringer - entweder sind die PCa harmloser (früher erkannt?) oder werden besser behandelt oder sonstwas. Die Vermutung bezüglich Ernährung ist meines Erachtens so gut wie jede andere.
    Was man definitiv weiß ist die erhöhte Inzidenz bei Afroamerikanern, die nicht aus Lebensstil oder Diagnoserate resultiert. Hier gibt es die begründete Vermutung, dass erhöhte Testosteronwerte die Ursache sind. Ähnlich hohe Zahlen zeigen die afrikanischen Staaten. Umgekehrt haben Asiaten im Mittel etwas geringere Testosteronwerte, was den harmloseren Verlauf der PCa-Erkrankungen begründen könnte.

  5. #15
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    Naja, die Inzidenzrate der einzelnen Tumorerkrankungen ist schon unterschiedlich, wenn man mal Deutschland und Japan vergleicht, und bekanntlich passt sich das an, wenn es zu Immigration kommt. Es muss wohl doch irgendwelche Umweltfaktoren geben, die Einfluss auf die Krebsentstehung haben, was eigentlich auch völlig unstrittig ist. Ob das nun speziell an der Ernährung liegt oder sonstwas, ist natürlich wissenschaftlich betrachtet unklar. Deshalb hatte ich geschrieben:

    Eine offene Frage wäre, ob Übernahme Japanischer Lebens- und Ernährungsgewohnheiten auch bei uns das Ergebnis der ADT entsprechend verbessern könnte, oder ob es dann dafür "zu spät" wäre? Ich denke, ein Versuch wär's wert.
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  6. #16
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    LowRoad, deine Frage wollte ich nicht in Frage stellen. Das wäre einen Versuch wert. Ob man allerdings 1000 US-Amerikaner ins Lager stecken und rund um die Uhr so videoüberwachen kann, auf dass sie sich nur "japanisch" ernähren, bezweifle ich. Das Studiendesign müßte schon sehr intelligent sein.
    Bei den Afroamerikanern hat sich übrigens die Inzidenz nicht angepaßt, obwohl sie im selben Land leben.
    Die Ursachen für PCa sind ziemlich unerforscht, selbst die Testosteronvermutung ist zweifelhaft: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4623905/
    Andererseits ist sie für die Progression anerkanntes Faktum. Die Progression vor ADT (d.h. die Dedifferenzierung und Streuung des PCa) kann die Wirkung der ADT beeinflussen. 2013 und vorher schloß "Bereinigung um das Krankheitsrisiko" sicher nicht die Ergebnisse von PSMA-Bildgebung ein.

  7. #17
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    Ein altes, schon öfter behandeltes Thema auf das ich bei der Durchsicht der Studien zu den extremen PSA-Werten gekommen bin. Bereits 2001 wurde über PK und Japaner im Forum diskutiert. Dazu ein interessanter Beitrag aus dem Forumsextrakt (Ernährung-Japan)

    http://www.prostatakrebse.de/informationen/html/nahr_jap.html

    Forumsteilnehmer "Wil" mit 2 Bekannten aus Japan berichtet:

    Zu beachten ist, dass speziell Prostatakrebs in Japan verschwiegen wird. Es soll ja keiner wissen, wenn möglich sogar die eigene Frau nicht. Dies wird so weit getrieben, dass der Arzt sehr häufig im Totenschein ein Sterben an PK verschweigt.“

    Das klingt erstmal etwas merkwürdig, wenn ich jedoch zurückdenke (60er Jahre), dann war auch in meinem Familien- und Bekanntenkreis, Krebs in jeder Form ein Thema über das nicht gesprochen werden sollte.
    Wenn das Thema PK in Japan ein Tabuthema war, könnte das erklären, das die teilweise sehr hohen PSA-Werte etlicher Japaner darauf beruhen, dass sie erst sehr sehr spät eine Behandlung vornehmen ließen. Nunja, eine Theorie mehr.

    Franz




  8. #18
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    Durchsicht der Studien zu den extremen PSA-Werten
    Vielleicht kannst Du aus dieser Studie noch Informationen gewinnen. Ich habe sie noch nicht im Detail gelesen, angeblich konnte in Abhängigkeit vom Ausgangs-PSA Wert kein Unterschied im Gesamtüberleben festgestellt werden, auch wenn dieser über 1000 lag.

    Georg

  9. #19
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    Zitat Zitat von Optimist Beitrag anzeigen
    Forumsteilnehmer "Wil" mit 2 Bekannten aus Japan berichtet:
    "Wil" war Wil de Jongh, ein Niederländer mit einem für die damalige Zeit (Anfang der Nullerjahre) bereits ungeheuren Wissen zum Prostatakrebs und unser aller Vorbild. Er starb 2003 an neuroendokriner Entartung seines Tumors, der kein PSA mehr ausschüttete und dessen Gefährlichkeit darum überhaupt nicht gesehen worden war. Wil zu Ehren gibt der BPS zweijährlich die Wil-de-Jongh-Medaille an besonders verdienstvolle und um ihre Patienten bemühte Ärzte heraus.

    Ralf

  10. #20
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    Hallo Ralf,
    danke für den Hinweis. Von Wil de Jongh und der Verleihung der Wil-de-Jongh-Medaille habe ich schon gelesen. Hätte ich auch selber drauf kommen können.

    Georg,
    danke für den link. Ich habe ihn schon länger abgespeichert. Auch wieder aus Japan.
    Mein Problem ist, dass ich an zu vielen Themen sitze die mich interessieren und nur langsam vorankomme. Und die Familie gibt es auch noch.

    Franz

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