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Thema: Interdisziplinäres Symposium Prostatakarzinom Magdeburg 2015

  1. #31
    Registriert seit
    01.06.2008
    Ort
    Mannheim, Maulbeerinsel östlich der Schafweide, zwischen Rhein und Heidellberger Schloss
    Beiträge
    198
    Hi Harald,
    Hab Dank für Deine unermüdliche Arbeit in Gottes Prostatakrebs-Weinberg!


    Chapeau,
    WJ

  2. #32
    Harald_1933 Gast
    Zitat Zitat von spertel
    Ich würde Dir dafür ein Chang spendieren..))))
    LG
    Lieber Reinhard,

    das ist das süffige Bier mit den Elefantenbildern auf der Bierdose. Elefant heißt auf thailändisch Chang. Bei der ständigen Hitze dort, wo es gebraut und auch meist getrunken wird, durchaus zu empfehlen. Gegen die bei mir sicher noch vorhandenen Tumorzellen setze ich aber unentwegt lieber noch Rotwein ein. Reichlich Wasser natur gibt es dann separat. Nach der heutigen Rundwanderung mit unserer Wandergruppe auf der Hannelore-Kohl-Promenade um die Parkinsel am Ludwigshafener Rhein herum habe ich mir ein Eichbaum Ureich Premium Pils zum Essen gegönnt. Dir wünsche ich weiterhin eine gute Reise, und Junge komm heil wieder heim.

    Zitat Zitat von LowRoad
    Harald,
    ich kann mir sehr gut vorstellen, welche Arbeit hinter deinen Berichten steckt, weshalb ich mich hiermit sehr herzlich dafür bedanken möchte. Er ist bestimmt von Nutzen für Männer, die sich entlang der S3 Leitlinien in Deutschland behandeln lassen wollen.
    Lieber Andi,

    die Leitlinien sind nun mal die Richtschnur, wenn man als Arzt sicher gehen möchte, im Falle des Fehlschlagens einer Therapie zumindest unter dieser Sicht nichts falsch gemacht zu haben. Ich hoffe aber dennoch optimistisch, dass sich auch unter den Ärzten, die sich meist konsequent daran halten, noch welche finden lassen, die auch ohne Evidenz bereit sind, zusätzliche Hilfestellung zu geben.

    Ansonsten hoffe ich aber auch, dass noch viele Mitleser bereit sind, sich durch den in der Tat umfangreichen Stoff hindurchzumanöverieren.

    Zitat Zitat von helmut.a.g.
    Liebster Harald,
    für Dein Engagement kann ich mich nur der Laudatio meiner Vorschreiber anschliessen.
    Lieber Helmut,

    Deine und die schon von mir gelesenen vorherigen anerkennenden Worte stimmen mich zufrieden und sind wahrlich Balsam für mich. Sie motivieren, auch weiterhin hier und da, etwas von dem abzugeben, was mir das Forum in den letzten Jahren an Wissen vermittelt hat.

    Zitat Zitat von hartmuth
    Lieber Hutschi,
    hab Dank für dein großes Engagement.
    Lieber Hartmut,

    seit wir uns vor vielen Jahren anläßlich des Stuttgarter DGU-Kongresses erst am Schluß auf dem Messebahnhof getrofffen hatten, ist das damalige Engagement ungetrübt auf die aktuelle Gegenwart übergegangen. Ich wäre zufrieden, wenn sich das noch lange beibehalten lässt.

    Zitat Zitat von wolfjanz
    Hi Harald,
    Hab Dank für Deine unermüdliche Arbeit in Gottes Prostatakrebs-Weinberg!

    Chapeau,
    WJ
    Lieber WJ,

    es dürfte dieses:

    „Das Wunder ist das einzig Reale, es gibt nichts außer ihm. Wenn aber alles Wunder ist, das heißt durch und durch unbegreiflich, so weiß ich nicht, warum man dieser großen einen Unbegreiflichkeit, die alles ist, nicht den Namen Gott sollte geben dürfen.“
    (Christian Morgenstern)

    Zitat gewesen sein, das ich weiter oben eingestellt hatte, was Dich inspiriert hat. Ich habe nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass ich mich sehr intensiv mit dem Buddhismus beschäftigt habe und mit der Vaterfigur Gott kaum etwas anfangen kann. Gott heißt übersetzt weiter nichts als gut, und das kann ja nur gut sein.

    Dennoch bin auch ich hin und wieder gefangen vom Nachdenken über das Wie und Wann und durch Was einmal alles irdische seinen Anfang genommen hat. In diesem Sinne wünsche ich auch Dir auf Deiner Maulbeerinsel die Freuden des Bacchus, dem Befürworter guter Tropfen.

    „Es ist absurd, die Menschen in gute und schlechte einzuteilen. Sie sind entweder amüsant oder langweilig.“
    (Oscar Wilde)

    Gruß Harald

  3. #33
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    Zitat Zitat von Harald_1933 Beitrag anzeigen
    ...Ich hoffe aber dennoch optimistisch, dass sich auch unter den Ärzten, die sich meist konsequent daran halten, noch welche finden lassen, die auch ohne Evidenz bereit sind, zusätzliche Hilfestellung zu geben...
    Lieber Harald,
    ja, diese Ärzte gibt es – leider. Ich halte ein Vorgehen jenseits von Evidenz doch eher für Hokuspokus. Aber es gibt auch noch einige Ärzte, die schwerbetroffenen Patienten evidenzbasierte Therapien jenseits der Leitlinien anbieten, diese haben meine volle Unterstützung. Wie beispielsweise Prof. Eugen Kwon von der Mayo Klinik, der selbst für einen durchmetastasierten Mann mit einem PSA von 25.000ng/ml, dem höchsten Wert von dem ich bisher gehört habe, noch eine evidenzbasierte Therapieoption konstruieren – jenseits der Leitlinien versteht sich.



    Solche Vorträge wären für mich spannender, als zum 1000. Mal die Leitlinien durchzudeklinieren. Einschränkend muss ich aber sagen, dass ich das immer aus Sicht eines fortgeschrittenen Patientens sehe, und die allgemeinen Veranstaltungen, wie auch die von der du berichtet hast, sind eher auf Neubetroffene ausgerichtet. Auch sehr wichtig!

  4. #34
    Harald_1933 Gast
    Zitat Zitat von Harald_1933
    die auch ohne Evidenz bereit sind, zusätzliche Hilfestellung zu geben...
    Lieber Andi,

    da hast Du mich ja voll erwischt. Hab Dank. Meine Formulierung hätte so nicht lauten dürfen, besser natürlich evidenzbasiert - die Lieblingsvokabel des leider inzwischen abgetauchten Daniel Schmidt - jenseits oder außerhalb der S3. Von Hokuspokus wollen wir beide nichts wissen, obwohl es auch ohne bestätigte Evidenz so manches Hausrezept geben soll, das ähnlich Placebo wirklich Wirksamkeit entfaltet. Man muss nur tüchtig daran glauben.

    Ich habe den von Dir aufgenommenen Faden mal weiter gesponnen. Anfangs wunderte ich mich Disase anstatt Disease auf dem Titel des Videos vermerkt zu sehen und vermutete, es könnte im Slang so geschrieben werden. Ist aber wohl nur ein Druckfehler? Nachfolgend der erwähnte Faden:

    http://www.mayoclinic.org/medical-pr...rostate-cancer

    http://advancedprostatecancer.net/?cat=1125

    http://www.ro-journal.com/content/9/1/135

    http://www.biomedcentral.com/1471-2407/14/671

    http://prostatecancer.urologiconcolo...ic-Salvage.pdf

    http://prostate-cancer.org/events-ca...nference-2014/

    „Eure Zeit ist begrenzt. Vergeudet sie nicht damit, das Leben eines anderen zu leben. Lasst euch nicht von Dogmen einengen - dem Resultat des Denkens anderer. Lasst den Lärm der Stimmen anderer nicht eure innere Stimme ersticken. Das Wichtigste: Folgt eurem Herzen und eurer Intuition, sie wissen bereits, was ihr wirklich werden wollt.“
    (Steve Jobs)

    Gruß Harald

  5. #35
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    Vielen Dank euch beiden unermüdlichen Informationsbeschaffern.

    Ein spannender Vortrag von Dr. Kwon, bei dem mir die Bezeichnung "oligometastatisch" zum
    ersten Mal aufgefallen ist. Das ist ja wohl der Zustand, in dem sich eine Vielzahl von
    Betroffenen befinden, die nach zunächst kurativer Therapie einen Wiederanstieg
    des PSA erleiden. So auch bei mir, deshalb das besondere Interesse auch an den verlinkten
    Informationen.

    Interessant, dass dort die Bildgebung mit C11 Colin Pet/CT gemacht wird, und nicht
    mit dem hier ja viel gepriesenen PSMA Pet/CT.

    Ich werde mich jetzt erst mal durch die Informationen durcharbeiten, um zu
    verstehen welche Konsequenzen sich daraus ergeben können.

    Gruß
    Roland

  6. #36
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    Oligometastatisch = Wenige Metastasen vorhanden
    Polymetastatisch = Viele Metastasen vorhanden

    Das C11-Cholin PET/CT wird dort noch gemacht, wo
    Ga68-PSMA als Radiodiagnostikum nicht verfügbar ist.
    Das bestellt man nicht eben mal in einer Versandapotheke
    in New Jersey oder Castrop-Rauxel, sondern das muss
    stündlich vor Ort hergestellt werden, weil das Ga68 eine
    sehr kurze Halbwertszeit aufweist, wie es eben für ein
    Radiodiagnostikum typisch ist.
    Dazu bedarf es erst mal des Wissens um das noch
    keineswegs weitverbreitete PSMA-PET und einiger
    Infrastruktur, die eben auch einigen Kredites bedarf.
    An der PET-Maschine liegt es nicht, die kann den
    Zerfall von 68Gallium ebenso lesen wie von 11Kohlestoff.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Gallium-68-Generator

  7. #37
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    Roland,
    wie Konrad schon erwähnt hat, war ein Ga68-PSMA PET Scan zu Untersuchungszeitpunkt, der wie besprochen Jahre zurückliegt, nicht verfügbar. Auch bei uns war damals ein Cholin-PET das Maß-Der-Dinge. Das aktuell präferierte PSMA PET sollte etwas mehr Sensitivität haben, wird aber das Cholin PET nie gänzlich ersetzen können, da es auch PSMA negative Cholin positive Befunde gibt.

    Abgesehen davon muss man sich immer genau überlegen, was die Konsequenzen solch einer bildgebenden Untersuchung sind. Ich sehe die Männer nach erfolgloser Primärtherapie oft darauf drängend, ohne sich im Klaren zu sein, wie sie die Konsequenzen, d.h. Therapie der sichtbaren Läsionen, denn organsiert bekämen. Sind die Kliniken beim Anbieten eines PET Scans heute durchaus offener, so herrschen doch noch große Vorbehalte bei der Therapie gefundener nicht lokaler Läsionen. Was wir gerne als noch verbliebenden Tumorrest ansehen, wird bei den Ärzten eigentlich immer als Spitze des Eisbergs wahrgenommen. Dann werden nur noch palliative Therapien angeboten, sprich Symptombehandlung. Schade eigentlich, denn durch konsequente Umsetzung von lokalen Therapieoptionen bei oligometastatischer Erkrankung könnte Lebenszeit gewonnen werden, denke ich.

    Was meint ihr wie schwer es ist einen Strahlentherapeuten zu überreden eine Androgen sensitive asymptomatische Knochenmetastase behandelt zu bekommen? Ich hab’s jetzt endlich geschafft, nächste Woche geht es los…

    Ich hatte mal eine Übersetzung eines Vortrags von Prof. Wenz gebracht. Man sieht darin gut, wie fordernd der unbekannte Golfspieler auftreten muss, um eine für ihn hilfreiche Behandlung zu erhalten. Ob ihm das auch als Kassenpatient gelungen wäre?

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