Seite 3 von 3 ErsteErste 123
Ergebnis 21 bis 30 von 30

Thema: „Schlüssel zur Heilung liegt bei Dir“

  1. #21
    Registriert seit
    07.06.2011
    Ort
    CH 90... Appenzellerland
    Beiträge
    4.401
    Zitat Zitat von Hartmut S Beitrag anzeigen
    Wo „Kaviarfresser“ und Harz4 Empfänger, durch die Krankheit so nahe miteinander verbunden sind, und sich hier in diesem besonderem Forum vereint haben, sollte ein wenig nachgedacht werden, welche Sätze beim Schreiben verwendet werden,

    Thomas, alles Gute!
    Nein, Captain, wir müssen uns nicht in Political Correctness ersticken.
    Es ging um diesen Satz aus Beitrag #7 zum Verhältnis von Apparate-
    Medizin und alternativen Angeboten, was hier das eigentliche Thema ist.

    Hier kommt es gar vor, dass ein Forist sich unter Rineckers Protonenkanone legt,
    zugleich aber Globuli und Tröpfchen konsumiert. [...]
    Globuli sind erwiesenermassen weniger gefährlich als Krokodile.
    In dieser pointierten Formulierung wurde weder Neid geäussert,
    noch irgend ein Name genannt. Der Sachverhalt ist mittlerweile auch
    zur Genüge geklärt: Tumortherapie und Therapie der Nebenwirkungen
    laufen da auf verschiedenen Ebenen.

    Was das teure Appartement angeht, wird dem Betroffenen ein
    Geschenk doch niemand neiden wollen!?
    Das Wetter ist nun wie erhofft frühlingshafter geworden, und so kann
    der eine nun Bällchen schubsen gehen, der andere an der Isar
    spazieren und schöne Mädel gucken oder sich im Englischen Garten eine
    Dosis Ganzkörperbestrahlung mit Photonen abholen - gratis.

    Deinen guten Wünschen an Thomas schliess ich mich an.
    u
    Konrad

  2. #22
    Registriert seit
    06.08.2008
    Ort
    Verbringe meinen Lebensabend an der Nordsee
    Beiträge
    44
    Hallo Wahrheitssucher,

    die Diskussion um die Wirklichkeit der Wirksamkeit von Globuli ist doch vermutlich keine Frage von Naturgesetz oder Wunderglaube, sondern eher durch eine Phänomenbeschreibung, wie ich sie eben bei Marie von Ebner-Eschenbach lese, einzuordnen:

    "Wenn es einen Glauben gibt, der Berge versetzt, so ist es der Glaube an die eigene Kraft".

    Gruß

    Huskie

    P.S.
    Der gelegentlich in der F.A.Z. erscheinende "KILLROY WAS HERE"-Text lautete bei der Nr. 261:

    Ärger für die Pharmabranche

    Dr. Hahnemann Arznei:
    Je weniger, desto besser.
    Die Chemiker waren verdutzt.

  3. #23
    Registriert seit
    29.03.2015
    Beiträge
    122
    Jetzt müsste ich auch noch mein Profil ergänzen:
    - hat großzügige Freunde
    - betreibt in der Therapie, während der andere leiden, einen elitären Sport.

    Wird immer bunter hier.

    Zu den Globuli:
    - Was heilt, wirkt. Wo/Wie würden wir leben, wenn wir uns immer nur auf das verlassen hätten, was der jeweilige Stand der Technik nachweisen kann. Nach unseren Gesetzmäßigkeiten der Luftfahrttechnik dürfte eine Hummel nicht fliegen. Zum Glück kennt sie diese Gesetze nicht und fliegt trotzdem.
    - Gleiches mit Gleichem zu heilen und den Körper in seinen eigenen Kräften stärken. Gerade Letzteres ist die Basis der Immuntherapie und unser aller Hoffnung für die Zukunft. Nur in der Homöopathie wird dieses Denken immer verteufelt.

    Was mich aber am meisten erschüttert. Da kommt einer und erzählt ganz offen von seinen eigenen Überlegungen. Mit all den gleichen Unsicherheiten und Ängsten wie ihr. Nur dass diese Überlegungen etwas Neues sind. Und was passiert. Es wird nicht kritisch nachgefragt, was machst du genau und wie sind deine Erfahrungen damit. Zumal ich geschrieben habe "ich mache" und nicht "man muss". Sondern direkt aus eigenen Vorurteilen dagegen geschossen. Ihr beschwert euch gegen die Borniertheit der Ärzte im Umgang mit unserer Diagnose und seid selbst nicht anders. Räkelt euch meinetwegen weiterhin im eigenen Sud, ich muss da ja nicht mitmachen.


    Eine gute Zeit allen.
    Thomas

  4. #24
    Registriert seit
    07.10.2008
    Beiträge
    786
    Hallo Konrad,

    auf Deine Einladung zu einer Tasse Kaffee würde ich gerne zurückkommen aber nicht in der Schweiz sondern in Lappland. Voraussetzung wäre, dass Du Anfang Juli eingeplant hättest, Dein lappländisches Refugium zu besuchen. Wir, meine Frau und ich, starten am 13. Juni mit einem gemieteten Wohnmobil gen Nordkap und werden über Finnland, die baltischen Staaten und Polen zurückfahren.
    Zur Begrüßung würde ich meinen Lieblingsbrandy, 1866 Gran Reserva Málaga, mit erprobter PSA-Absenkung mitbringen.

    Ich würde mich sehr freuen, falls es terminlich passen sollte.
    Gruß Knut.

  5. #25
    Registriert seit
    28.11.2012
    Ort
    Stadtgrenze Hamburg
    Beiträge
    1.070
    Zitat Zitat von knut.krueger Beitrag anzeigen
    meinen Lieblingsbrandy, 1866 Gran Reserva Málaga, mit erprobter PSA-Absenkung mitbringen.
    Das funktioniert ? Hmmm....ich muß wohl doch noch mal über geeignete "NEM" nachdenken :-)

    @Thomas

    ich glaube, hier ist soviel durcheinander geschrieben worden, dass mancher manches in den "falschen Hals" bekommen hat - trinkt einen virtuellen Wein (Brandy ?) zusammen und drückt die Reset Taste.
    Globoli ? Wissenschaftliche Wirkung nicht erwiesen....Erfahrung aus der Hausarztpraxis meiner Frau: Bei manchen hilft es...was auch immer dafür ursächlich war...warum also nicht versuchen' (solang man nicht das Gefühl hat, es würde nur der Brieftasche des Homöopathen helfen...)

    Schönen Abend allerseits.

    Uwe

  6. #26
    Registriert seit
    07.06.2011
    Ort
    CH 90... Appenzellerland
    Beiträge
    4.401
    Lieber Knut

    Ach, wie gerne würde ich Euch auf dem bescheidenen Hof 'Puistola' in Peltovuoma
    auf einen Kahvi einladen. Keinen hippen Nespresso, sondern grobgemahlenen
    Pannukahvi, wie ihn die Samen unter meinen Nachbarn vorziehen.

    Allein, ich fürchte, dass mein gegenwärtiger Zustand es mir nicht erlaubt,
    mich tausende Kilometer von meinen Ärzten zu entfernen, zumal mich
    schon die Fahrt ins nahe Konstanz oder Zürich zu erschöpfen pflegt.
    Sollte sich das binnen nützlicher Frist verändern, werde ich gerne
    den Besen vor der Tür wegnehmen, der nach nordischer Sitte besagt,
    der Hausherr sei nicht da, und das Täfelchen [Tervetuloa] raushängen:
    Willkommen!

    Für den Brandy würde ich mich mit einem guten schweizer Williams
    oder Kirsch revanchieren. Den brauch ich am Polarkreis, um die
    Sauflust der Nachbarn in meiner Küche zu minimieren. Deren schwache
    Kehlen halten keine aus Früchten gebrannte Wässer aus, sonden nur
    'Viini', die finnische Variante von Vodka, grob auch 'Ryypy' genannt
    (Y steht für den Laut Ü).

    Ich werde über meine Reisepläne berichten.

    Let the good times roll!
    Konrad



    @Uwe:
    Der alte Indianerhäuptling stieg auf den heiligen Hügel um zu sterben.
    Nach rituellem Speertanz mit Gesängen in alle vier Winde legte er
    sich hin. Später fand man ihn, erfrischt durch den Schlaf.
    Sein Kommentar: "Sometimes it works, sometimes not."
    Unwiderlegbar!

  7. #27
    Registriert seit
    11.02.2015
    Ort
    NRW
    Beiträge
    139
    Zitat Zitat von Epon59 Beitrag anzeigen
    Zu den Globuli:
    - Was heilt, wirkt.
    Ohne Frage richtig! Aber wie soll purer Zucker denn wirken?

    Warte, warte. Ich nehme es mal vorweg. Du wirst jetzt sagen: Bei Kindern und Tieren wirken Globuli, und die wissen ja gar nichts von Schulmedizin und Homöopathie. Ich komme dann mit: Ob es den Kindern und Tieren nicht ohne Globuli auch besser ginge? Oder glaubst Du nur, dass es ihnen besser geht, weil Du es willst? Du dann wieder: Wer heilt, hat Recht. Ich dann: Falsch, wer Recht hat, heilt. Und so weiter und so fort...

    Frau Engelke bringt es auf den Punkt:

    https://www.youtube.com/watch?v=Bh6NagYGFLg

  8. #28
    Registriert seit
    06.08.2008
    Ort
    Verbringe meinen Lebensabend an der Nordsee
    Beiträge
    44
    [QUOTE=Mikael;83081]Ohne Frage richtig! Aber wie soll purer Zucker denn wirken?

    Frau Engelke bringt es auf den Punkt:

    Die ernste Frage von Ursache und Wirkung komödiantisch zu lösen bringt doch nicht weiter. Daher sei hier mal auf einen seriöseren Erklärungsversuch des Mediziners Dr. Hans Hoppeler aus Zürich hingewiesen. Zitat aus seiner Publikation:

    "Wunderbar ist auch die zarte Empfindlichkeit unserer Körperzellen auf feine und feinste Einwirkungen, auf kleine und kleinste Dosen gewisser Gifte. Kürzlich versammelt sich der schweizerische Ärzteverein in Davos, um hier über die Behandlung der Lungenschwindsucht zu reden und zu hören. Da machte der hervorragende Lungenspezialist, dem das Hauptreferat übertragen war, die Mitteilung, daß er auf Grund vielfacher Erfahrung in der Anwendung von Tuberkulin zu immer kleineren Dosen gelangt sei, und daß er jetzt in der Regel Einspritzungen von einhalb zehntausendmillionstels Gramm anwende. Wer das hört, muß beinahe lachen, da es doch allzu märchenhaft klingt. Aber vergiß nicht, lieber Leser, daß ein sehr tüchtiger und seriöser Arzt durch die Erfahrung zu solchen Dosen gezwungen wurde, und daß die ganz gleiche Erfahrung von anderen, unabhängig voreinander arbeitenden Ärzten ebenfalls gemacht worden ist.

    Die Verdünnung ist allerdings ungeheuer. Sie entspricht dem Verhältnisse von e i n e m T r o p f e n a u f 1 5 0 H e k t o l i t e r. Würde man auf einer Strecke von zehn Stunden, also zum Beispiel von Zürich bis Schaffhausen, eine lange Reihe mit destilliertem Wasser gefüllte Fässer von 1 Meter Länge und 200 Liter Inhalt hinlegen, so würde ein einziger Tropfen Tuberkulin genügen, um in sämtlichen Fässern die richtige Lösung herzustellen; es träfe also per Faß ein hunderttausendstel Tropfen. Ein einziger Tropfen wäre hinreichend, um allen Menschen von Deutschland, Frankreich und der Schweiz je fünf Tuberkulin-Einspritzungen a 1 Gramm zu machen. Wird man da nicht fast an die Erzählung des Evangeliums erinnert, wo mit fünf Broten und zwei Fischen fünftausend Menschen satt geworden sind?

    Auch dieses Beispiel von der Wirksamkeit unendlich kleiner Mengen zeigt, wie der moderne Mensch nicht weniger, sondern mehr Ursache hat, an Wunder zu glauben, als in früheren Zeiten. Nach vor zehn Jahren wurden Ärzte, die solche Verdünnungen verwendeten, ausgehöhnt, da dies gegen den gesunden Menschenverstand sei. Und doch hat seither dieser "gesunde Menschenverstand" demütig zugeben müsssen, daß er im Irrtum war, und daß die Natur mit ihren Wundern nicht nach seiner kleinen Begriffmöglichkeit sich zu richten, sondern daß eben er sich ihr anzupassen hat.

    Wahrlich, je gelehrter, je gebildeter, je "moderner" ein Mensch ist, um so mehr kommt er zur Einsicht: wahrhaftig, wir haben an die Welt bisher einen viel zu kleinen Maßstab gelegt, indem wir alles nach unserem kleinen Fassungsvermögen beurteilen; wir werden uns daran gewöhnen müssen, hundert Dinge zu glauben, über die unsere Väter gelacht haben!"

    Damit Sie diese "Betrachtungen eines Arztes" besser einordnen können, soll hier bemerkt werden, daß der Buchtitel "Bibelwunder und Wissenschaft" lautet und in der sechsten Auflage im Jahr 1927 veröffentlich wurde. Das Zitat zu der Analogie der biblischen Brotvermehrung endet übrigens wie folgt:

    "Darum lacht nur über die Bibelwunder, ihr Hochgescheiten! Es wird die Zeit kommen, hier oder in der Ewigkeit, da ihr mit Staunen gewahr werdet, wie unendlich weit ihr die Kraft eures Verstandes überschätzt, und in wie unendlichem Maße ihr die erhabene Größe Gottes und seiner Gesetze unterschätzt habt."

    Wer möchte den schlüssigen Argumenten noch widersprechen? Wohl nicht ohne Grund bezeichnet der Volksmund die Mediziner als Götter in Weiß,

    Huskie

  9. #29
    Registriert seit
    07.06.2011
    Ort
    CH 90... Appenzellerland
    Beiträge
    4.401
    Tuberkulin wurde immerhin von Robert Koch entwickelt.
    Wikipedia berichtet dazu:
    . Alt-Tuberkulin wurde von Robert Koch ursprünglich als Tuberkulose-Heilmittel (Therapeutikum) entwickelt. Es erwies sich jedoch dazu als ungeeignet.
    Der alte Hoppeler hatte also zweifelsohne recht:
    Egal, wie sehr er Tuberkulin verdünnte, die Wirkung blieb immer gleich:
    Ungeeignet zur Therapie. Wer hätte das anders erwartet von verdünntem Wasser!?

    Als Diagnostikum hingegen ist Tuberkulin bis heute im Gebrauch,
    Die meisten von uns 'alten Männern' erinnern sich noch an die
    entsprechenden Reihentests in der Schule.
    Die hierbei verwendeten Dosen sind allerdings um ein vielfaches
    höher, als die von Hoppeler für die Therapie propagierten.

    Carpe diem!
    Konrad

  10. #30
    Registriert seit
    11.02.2015
    Ort
    NRW
    Beiträge
    139
    Zitat Zitat von Huskie Beitrag anzeigen
    Die ernste Frage von Ursache und Wirkung komödiantisch zu lösen bringt doch nicht weiter.
    Dann halt ganz unkomödiantisch: Wer ein Dogma der Güteklasse "Wasser hat ein Gedächtnis" vertritt, der scheidet für mich als ernsthafter Diskutant aus.

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •