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Thema: Pro und contra AHB bzw.Kur,bitte um Meinungen und Erfahrungen

  1. #1
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    Pro und contra AHB bzw.Kur,bitte um Meinungen und Erfahrungen

    Ist jetzt 26 Tage nach meiner OP.Am ersten Tag nach meiner OP bekam ich auf dem Krankenzimmer besuch von einer Mitarbeiterin des Krankenhaussozialdienstes.Sie wollte mit mir die Sache mit der AHB mit mir besprechen und durcharbeiten.Da es mir zu diesem Zeitpunkt noch extrem beschissen ging,habe ich sie gleich wieder weggeschickt und die Sache erst mal verschoben.Jetzt nach fast vier Wochen mache ich mir so langsam Gedanken darüber,ob ich eine Kur beantrage oder nicht.Da ich mich mit Kuren etwas auskenne,sowohl als Patient als auch aus früherer Berufstätigkeit,habe ich so meine zweifel,ob ich mit meiner individuellen Situation von einer derartigen Kur provitieren kann.

    Worum geht es?

    Ich denke,dass es darum gehen muß,noch postoperatiev vorhandene Probleme zu beseitigen oder wenigstens zu verbessern.

    Schwerpunktmäßig wird es wohl um das Thema Inkontinenz gehen,mit der Therapie (Beckenbodengymnastik) welche in manchen Kliniken nicht angewand wird,da umstritten.

    Nun ja,dann noch alles andere drumm herumm (ein paar Psychogespräche,Diätberatung,Fango Massage,Bewegungsbad usw.)

    Bitte nicht falsch verstehen:Für den einen oder anderen ist so eine Kur mit Sicherheit eine sehr hilfreiche und sinnvolle Angelegenheit.

    Für mich persönlich habe ich den Eindruck:Mir geht es von Tag zu Tag besser,kaum noch Schmerzen im Unterleib,die Kontinenz ist bissher auch im axzeptablen Bereich und wird sich meines erachtens auch durch Beckenbodengymnastik nicht perfektionieren lassen,den so wie es vor der OP mal war kann es nicht werden.

    Das Problem mit meinem tauben Oberschenkel wird eine Kur mit Sicherheit nicht beheben können,da hilft nur hoffen und beten das sich das vieleicht mit der Zeit von sebst regeneriert.(nur mit dem beten hab ichs nicht so)


    Bitte schreibt mir Eure Meinungen und Erfahrungen zu diesem Thema!



    Viele Grüße

    Wolfgang

  2. #2
    Harald_1933 Gast
    Hallo Wolfgang,

    - hier - Dein erster Beitrag im Forum. Bitte, vervollständige doch Deine Daten in Deinem Profil, damit man nicht zurückblättern muß, um zu wissen was Sache ist. Ich bin in zweiter Linie bestrahlt worden, habe also keine persönlichen Erfahrungen, wie sich das alles anfühlt nach einer Ektomie. Und mit Beten habe ich es auch nicht. Aber die Forumsbenutzer in ähnlicher Situation werden sich sicher noch bemerkbar machen.

    "Wenige Menschen denken, und doch wollen alle entscheiden"
    (Friedrich II. der Große)

    Gruß Harald

  3. #3
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    Zitat Zitat von wolfgang1953 Beitrag anzeigen
    Für mich persönlich habe ich den Eindruck:Mir geht es von Tag zu Tag besser,kaum noch Schmerzen im Unterleib,die Kontinenz ist bissher auch im axzeptablen Bereich und wird sich meines erachtens auch durch Beckenbodengymnastik nicht perfektionieren lassen,den so wie es vor der OP mal war kann es nicht werden.

    Das Problem mit meinem tauben Oberschenkel wird eine Kur mit Sicherheit nicht beheben können,da hilft nur hoffen und beten das sich das vieleicht mit der Zeit von sebst regeneriert. ...


    Bitte schreibt mir Eure Meinungen und Erfahrungen zu diesem Thema!
    Meine Meinung?
    Du hast dich längst gegen so eine AHB entschieden, denn aus obigem Zitat geht hervor,
    dass Du nichts Hilfreiches davon erwartest.

    Meine Erfahrung:
    Wie die grosse Mehrheit meiner Landsleute hab ich keine AHB bekommen
    und wohl auch nicht benötigt (?).
    Physiotherapie, Psychologische Hilfe und Anderes, was in so einer AHB
    angeboten wird, erfolgt hierzulande nach Bedarf.
    Diesen zu erkennen bedarf es regelmässiger, nicht zu knapp bemessener
    Nachsorge bei einem guten Urologen oder auch Hausarzt. Einfach wegschauen
    und verdrängen reicht nicht.
    Darüber, wie lange Du eine AHB hinauszögern könntest, ohne den Anspruch
    darauf zu verwirken, kann ich dir nichts schreiben, denn solche Fragen sind
    von Land zu Land sehr unterschiedlich geregelt.

    Carpe diem!
    Konrad



    Bald ist deine RPE einem Monat her, und eine PSA-Bestimmung fällig.
    Vielleicht gibst Du uns im anderen Thread eine Nachricht, wie es dir
    diesbezüglich gehe?

  4. #4
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    Ist letztlich wohl eine ganz persönliche Entscheidung. Wenn der eigene Bauch 'sagt' ich sehe keinen Vorteil davon, warum dann machen. Mein Mann hat sich auch nicht dafür entschieden, er war mal vor Jahren zu einer Reha in Sachen seines Rheumas. Und das war eine bittere Enttäuschung. Vermutlich bringt solch eine Kur auch nichts, wenn man sich bereits mental dagegen entschieden hat.

  5. #5
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    @ Wolfgang
    Zum Antritt einer AHB gilt es, bestimmte Fristen einzuhalten. Dein Posting ist voller Vorurteile und falscher Meinungen. Diese willst du hier bestätigt bekommen. Was soll das Ganze dann eigentlich?!
    In deinem Fall wäre ein Aufenthalt sogar nützlich: bei der Freizeit, die man da vor allem am Wochenende hat, könntest du dich ein bisschen mit der deutschen Grammatik befassen.
    Gruß
    Reinhold

  6. #6
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    Lieber Reinhold,

    du scheinst mich wohl vollkommen mißverstanden zu haben.Ich habe in diesem Posting meine persönlichen Gedanken ausgedrückt,das hat nichts mit Vorurteilen oder falschen Meinungen zu tun.
    Übrigens,ob eine Meinung richtig oder falsch ist,liegt im Auge des Betrachters.Ich will auch nichts bestätigt bekommen,sondern lediglich Meinungen oder Erfahrungrn zu diesem Thema.
    Das soll das Ganze und mehr nicht.

    Übrigens: Diesen bösartigen Seitenhieb,daß ich mich mal mit der deutschen Gramatik befassen sollte,finde ich wirklich übel.
    Ich glaube,daß wir wohl alle ganz andere Sorgen haben,als solche!


    Gruß

    Wolfgang

  7. #7
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    Hallo Harald

    Welche Daten muss ich denn in meinem Profil vervollständigen,damit man nicht mehr zurückblättern muß?

    Sind es Wohnort,Beruf,Krankengeschichte usw.?


    Gruß Wolfgang

  8. #8
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    Hallo Wolfgang,

    ich war jetzt erst im April zur Anschlussheilbehandlung nachdem mir auf Grund eines Urothel-Carcinoms eine Niere entfernt worden war.

    In der AHB habe ich mich körperlich von den Strapazen der OP erholt, postoperaive Gymnastik und Ergometertraining brachten mich wieder auf Vordermann.

    Da das Urothel-Ca für mich "Neuland" war, habe ich viel über das Karzinom erfahren und wie ich die verbliebene Niere pfleglich behandeln kann (z.B. Salzreduktion und eiweißarme Kost).

    Die Diagnose hat mir sehr zu schaffen gemacht, was sich in meiner gedrückten Stimmung bemerkbar machte. Hier half mir das Gespräch mit der Psychoonkologien und das Entspannungstraining weiter.

    Da ich zu Hause eine schwerbehinderte Frau zu pflegen habe, konnte ich mich in den drei Wochen der AHB ganz alleine auf mich konzentrieren.

    Das find für mich die Hauptgründe für eine AHG:

    1.) Verbessern der körperlichen Fitness unter Schonung des OP-Bereiches
    2.) Information über die Krankheit und mögliche Folgetherapien
    3.) Beachten der seelischen Seite, was macht der Krebs mit mir?
    4.) Zeit einmal ganz für sich alleine zu haben ohne Alltagsverpflichtungen.

    Gruß

    Hansjörg Burger

    PS: Ich war wie vor 15 Jahren bei meinem Prostatakrebs in der Staufenburgklinik in Durbach.

  9. #9
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    Zitat Zitat von wolfgang1953 Beitrag anzeigen
    Welche Daten muss ich denn in meinem Profil vervollständigen,damit man nicht mehr zurückblättern muß?

    Sind es Wohnort,Beruf,Krankengeschichte usw.?
    Irgendwo gibt es eine gute Anleitung zum Erstellen des Profils.
    Leider find ich die grad nicht, bin wohl zu müde.
    Kann jemand helfen bitte?


    Zudem hatte ich dir vor einiger Zeit dies geschrieben:

    Wenn Du selbst bei myprostate.eu eine Seite anlegst, hast Du erstens einen
    guten Überblick über Deinen Verlauf, und zweitens gibst Du weiteren Betroffenen
    noch mehr Anschauungsmaterial, denn auch die möchten sich ein Bild machen
    von dem was bevorstehe.
    Franz, der diese Seite gemacht hat, hat da alles so vorbereitet, dass man nur
    noch Formulare und Tabellen ausfüllen muss.

    Dann setzt Du die vollständige Adresszeile als link in die Signatur hier im Forum.
    Je besser (was nicht zwingend wortreicher heisst) die Information ist, desto
    treffender kann man dir Rat geben.

    Carpe diem!
    Konrad



    @Hansjörg
    Du hast eine gute Beschreibung der AHB gegeben, die einem, der so was
    nicht aus persönlicher Anschauung kennt, verständlich darlegt, was das sei.

    Ich wünsch Dir von Herzen, dass deine vielfältige Krebskarriere nun endlich
    mit der Heilung abgeschlossen werden könne.

    Konrad
    Meine Beiträge schreibe ich als CRPCa-betroffener Laie.

    [1] Mein PSA-Verlauf graphisch auf myprostate.eu
    [2] Meine PK-Historie auf Myprostate.eu
    [3] PSA-Verlaufsanalyse 2003-2013 nach Glättli (Was ist PSA-Alert?)
    [4] PSMA-PET/CT vom 04.07.2012: Paraaortale Lymphmetastase
    [5] PSMA-PET von 08.2016 vor PSMA-RLT, danach 03.2017, sowie 05.2017

  10. #10
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    1.070
    Hallo Wolfgang,

    ob du mit dem Beckenbodentraining Deine Kontinenz noch verbessern kannst weisst Du erst, wenn Du es ausprobiert hast. Das kann man aber auch ambulant machen, wenn man einen Physio in der Nähe findet.
    Ganz sinnvoll fand' ich damals noch die "bauchdeckenschonende" Gymnastik.

    Nach meinen Erfahrungen damals würde ich keine AHB wieder machen, sondern die Übungen ambulant.

    Allerdings: Wenn man privat viel um die Ohren hat oder sich mit der Diagnose mental noch nicht auseinandergesetzt hat, dann kann eine AHB/Reha abseits des häuslichen Alltags sehr wohl hilfreich sein, um mal abzuschalten und/ooder zur Ruhe zu kommen, da stimme ich Hansjörg zu.
    Wie immer bei unserer Erkrankung - jeder Einzelfall ist anders....

    Schönen Gruß

    Uwe

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