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Thema: Neu hier - Biopsie in Aussicht

  1. #1
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    Neu hier - Biopsie in Aussicht

    Hallo,
    ich bin neu hier (leider). Seit zwei Jahren wird mein PSA-Wert kontrolliert. Er war nie unter 3,5. In diesem Jahr pendelte er bei 3 Messungen um die 4,8 (4,8 - 4,7 - 4,9). Bei der letzten Messung wurde auch der PSA-Quotient ermittel: 11%. Da auch mein Vater Prostata-Krebs hatte, steht jetzt die Biopsie an. Weil der Ultraschall beim Urologen konstant ohne Auffälligkeit ist, wird vorher mit Kernspin nach verdächtigen Regionen gesucht, um dort gezielt zu stanzen. Macht für mich Sinn. Der Vorschlag mit der Biopsie inkl. Kernspin kam vom Urologen (wäre auch mein Vorschlag gewesen, aber er empfahl es ungefragt). Ach ja: ich werde demnächst 54 Jahre alt.
    Im Moment sehe ich (nach etlichen Informationen aus dem Internet und einem Gespräch mit dem KID in Heidelberg) wieder etwas ruhiger in die Zukunft. Das Gefühl, momentan alles für mich erreichbare geprüft zu haben, ist dafür mit verantwortlich (extra-Gruß an meine Frau, die mich hier auch ruhig unterstützt).
    Habe ich noch etwas vergessen, was man vorher abklären könnte?
    Viele Grüße, Norbert

  2. #2
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    Hallo Norbert, Da mach dich mal nicht verrückt. Bei den Werten kann es auch eine Entzündung sein. Wurde denn schon mal eine Antibiotikatherapie vorgeschlagen oder hast Du diese schon hinter dir? Da scheint mir als Laien die Biopsie zu früh angesetzt. Vielleicht wäre da eine zweite Meinung angebracht. Am Ende ist es Deine Entscheidung. Wann waren denn die drei Messungen in diesem Jahr? Ist der Wert in Klammern so zu verstehen , dass er auch mal gesunken ist? Gruß Frank

  3. #3
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    Ich weiss garnicht, warum um die Biopsie soviel Aufhebens gemacht wird. 2 Betäubungsspritzen waren schmerzhaft, aber die Stanzen waren schmerzfrei. Einige Tage etwas Blut im Urin, das wars. Dafür weiss man, wie schwer der Krebs ist. Ich hatte GS 7a und anschliessend RPE.
    Der agressive Typ Grade 5 (tertiär) wurde erst nach OP vom Pathologen entdeckt. So gesehen war die OP wohl noch rechtzeitig.Hoffe ich.
    Gruss
    Reinhard

  4. #4
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    Hallo Namensvetter,
    bei mir waren die Nebenwirkungen der Biopsie durch den Enddarm trotz vorsorglichem Antibiotikum fast schlimmer als die der RPE: zuerst Sepsis und dann über längere Zeit immer wieder Nebenhodenentzündung. Daher rate ich dir vorher ein Antibiogramm machen zu lassen, um das richtige Antibiotikum für die Prophylaxe zu nehmen. Oder die Methode über den Damm, um keine Darmkeime einzuschleppen.
    Gruß
    Norbert

  5. #5
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    Zitat Zitat von Norbert H. Beitrag anzeigen
    Hallo Namensvetter,
    bei mir waren die Nebenwirkungen der Biopsie durch den Enddarm trotz vorsorglichem Antibiotikum fast schlimmer als die der RPE: zuerst Sepsis und dann über längere Zeit immer wieder Nebenhodenentzündung. Daher rate ich dir vorher ein Antibiogramm machen zu lassen, um das richtige Antibiotikum für die Prophylaxe zu nehmen. Oder die Methode über den Damm, um keine Darmkeime einzuschleppen.
    Gruß
    Norbert
    Genauso würde ich das heute auch angehen. Lag nach der Biopsie im KH mit über 40 Fieber und 1 Tag Schüttelfrost wegen einer Sepsis. Zusätzlich noch einen Katheter. Hatte auch ein Breitbandantibiotikum bekommen (Ciprofloxacin), das aber nicht gewirkt hat. Das Fieber stellte sich bei Tag 3 nach der Biopsie ein. Ferner würde ich keine Biopsie ohne Betäubung mehr machen lassen. Mein damaliger Uro hatte mir 1(!) Zäpfchen Diclofenac mitgegeben als Vorbereitung auf die Biopsie. Also vorher gut informieren, wie der Uro vorgehen will. Ach so...Ultraschallgesteuert oder so war da auch nix...

  6. #6
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    Zitat Zitat von norbert177 Beitrag anzeigen
    Hallo,
    ich bin neu hier (leider). Seit zwei Jahren wird mein PSA-Wert kontrolliert. Er war nie unter 3,5. In diesem Jahr pendelte er bei 3 Messungen um die 4,8 (4,8 - 4,7 - 4,9). Bei der letzten Messung wurde auch der PSA-Quotient ermittel: 11%. Da auch mein Vater Prostata-Krebs hatte, steht jetzt die Biopsie an. Weil der Ultraschall beim Urologen konstant ohne Auffälligkeit ist, wird vorher mit Kernspin nach verdächtigen Regionen gesucht, um dort gezielt zu stanzen. Macht für mich Sinn. Der Vorschlag mit der Biopsie inkl. Kernspin kam vom Urologen (wäre auch mein Vorschlag gewesen, aber er empfahl es ungefragt). Ach ja: ich werde demnächst 54 Jahre alt.
    Im Moment sehe ich (nach etlichen Informationen aus dem Internet und einem Gespräch mit dem KID in Heidelberg) wieder etwas ruhiger in die Zukunft. Das Gefühl, momentan alles für mich erreichbare geprüft zu haben, ist dafür mit verantwortlich (extra-Gruß an meine Frau, die mich hier auch ruhig unterstützt).
    Habe ich noch etwas vergessen, was man vorher abklären könnte?
    Viele Grüße, Norbert
    Ich halte den Zeitpunkt der Biopsie für richtig. Zwar können sowohl der PSA-Wert als auch der PSA-Quotient für eine entzündliche Veränderung sprechen. Wenn es aber über die Jahre eine leichte Steigerung des PSA-Wertes gibt, kann es sich auch um ein Karzinom handeln.

    Wenn man jetzt keine Biopsie sofort macht, könnte man noch an eine vorherige Antibiotika-Therapie denken und gucken, ob sich der PSA-Wert dadurch verändert. Es gibt aber keine Garantie, dass dies den PSA Wert senkt, selbst wenn eine Entzündung vorliegt (so war das etwa bei mir).

    Zur Biopsie: Unbedingt sollte der Arzt eine 5-Tages-Antibiotika-Therapie verschreiben, die einen Tag vor der Biopsie beginnen sollte. Die Betäubung halte ich ebenfalls für erforderlich und würde, wenn der Arzt diese nicht anbietet, zu einem anderen Arzt gehen (bei mir war es mit Betäubung absolut erträglich. Bekannte, die ohne Betäubung biospiert wurden, sprachen von nahezu traumatischen Erfahrungen).

    Die Gefahr von Komplikationen besteht natürlich, die Blutvergiftung (Sepsis) wäre die schlimmste. Nach meinen Recherchen ist die statistische Gefahr einer Sepsis nach Prostatabiopsie 3 zu 1000. Das ist durchaus einen Gedanken wert. Mir war die durch die Biopsie erreichbare (zügige) Sicherheit wichtiger. So weiß ich jetzt, dass meine Prostata chronisch entzündet ist. Die Gefahr, dass ein etwa vorhandenes Karzinom nicht getroffen wird, ist gering.

  7. #7
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    Hallo,

    vielen Dank für Eure Meinungen. Ich fühle mich derzeit recht gut informiert. Das ging so weit, dass ich beim längeren Telefonat mit dem Krebsinformationsdienst in Heidelberg wenig Neuigkeiten erfahren habe. Das war aber trotzdem ein hilfreiches Gespräch. Im Moment würde ich mich so beschreiben, dass ich mich nicht verrückt mache. Unmittelbar nach der Bekanntgabe der letzten Werte (Prostata-Wert und -Quotient) war dies anders. Aber über Gespräche (KID und Freundeskreis) sowie weitere Recherche im Netz habe ich für mich die Entscheidung getroffen, dass ich wissen möchte, was in meiner Prostata los ist. Da "nur" der PSA-Wert Verdacht meldet (Ultraschall und DRU unauffällig) und der Urologe nicht zur Eile drängt ("Biopsie innerhalb der nächsten 3 Monate") sehe ich die Chance, dass der Krebs (wenn durch Biopsie bestätigt) auf die Prostata beschränkt ist. Wenn die Biopsie dann näher rückt, wird die aktuelle Gelassenheit wieder schwinden.
    Mein Urologe hat von sich aus vorgeschlagen, die Biopsie in Mannheim durchführen zu lassen. Das Ultraschallbild ist unauffällig und deshalb könnte er nur auf Verdacht die Proben nehmen (genau das wäre meine Argumentation gewesen für das Krankenhaus). In Mannheim hätten sie das aktuellste Gerät: Artemis. Da wird erst eine Kernspinaufnahme gemacht und die daraus gewonnenen Erkenntnisse werden ins Ultraschall eingespielt, damit dann zielgenau in den "heiklen Arealen" verstärkt gestanzt werden kann. Das Stanzen wird in Betäubung durchgeführt. Und wenn beim Kernspin kein verdächtiges Areal ermittelt wird, erfolgt auch keine Biopsie. Ich sehe diese Möglichkeit aber eher theoretischer Natur. Auch wenn ich hier im Forum auch von schlechteren Werten gelesen habe und sich dann über die Biopsie eine Prostadis ergab, welche auch Antibiotikumgaben unbeeindruckt überstanden hatte.
    Das mit dem Antibiogramm wäre wahrscheinlich gut. Ich habe eine Telefonnummer vom Krankenhaus und werde mich danach erkundigen. Wie lange vor der Biopsie muss man das machen? Ich habe eine gute Woche vor der Biopsie den Termin für die vorbereitende Kernspinuntersuchung. Kann man das damit verbinden?
    Viele Grüße und alles Gute Euch allen,
    Norbert

  8. #8
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    @Norbert: wie wird die Betäubung durchgeführt?
    LG
    reinhard
    P.S. Antibiotika wird immer vorher verordnet. Ist doch wohl selbstredend.

  9. #9
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    Hallo Reinhard,
    leider gibt es aber immer mehr Fälle bei denen die Standardantibiotika nichts nutzen, deshalb kann eine vorherige Bestimmung nützlich sein.
    Mehr als 41°C Fieber 12 h nach der Biopsie war nicht sehr lustig.
    Gruß
    Norbert

  10. #10
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    Hallo,

    heute hatte ich das am Montag angemeldete Telefongespräch mit der Gesellschaft für biologische Krebsbekämpfung (dort bin ich schon seit einigen Jahren Mitglied - ich finde es sinnvoll, auch aus dieser Richtung auf das Thema "Krebs" zu schauen).
    Immerhin wurde mein Urologe gelobt, weil er weder "blind" (weil keine Ultraschall-Auffälligkeit) noch unbedingt selbst die Biopsie durchführen will. Die Kombination Kernspin + Ultraschall sei sinnvoll. Die angedachte Narkose spricht für Damm-Biopsie (will ich aber noch konkret klären).
    Vor dem Kernspin-Ansatz sollte ich noch eine "Echtzeit-Elastographie" machen lassen. Hier wird auch mit einem Ultraschall geschaut, wie die Dichteverteilung des Gewebes der Prostata ist (so habe ich das auf die Schnelle verstanden). So könnte man auch unterscheiden, wie bösartig das Gewebe sei. Die Kosten lägen im Bereich von 250-300 Euro (Kassenzuschuß möglich). Im Zweifelsfall würde ich diesen Betrag auch selbst zahlen. Hat einer von Euch mit diesem Verfahren Erfahrungen oder davon gehört? Ich werde heute oder morgen noch eine grössere Suchaktion im Internet starten und tendiere zu schnellen Anmeldung in dieser Klinik in Heidelberg. Momentan finde ich diesen Ansatz zur zusätzlichen Klärung vor der Biopsie für sinnvoll.
    Ausserdem wurde das Thema "Entzündung" angesprochen. Da fiel mir ein, dass ich im letzten Jahr eine Gürtelrose hatte. Und anschliessend war der Weg höher. Kann es hier einen Zusammenhang geben? Obwohl, mein CRP spricht gegen eine Entzündung. Nix genaues weiß man halt nicht. Oder erst nach der Biopsie. Diese aber nach allen nicht-invasiven Vorgängen.
    Gruss (mit wieder etwas mehr Hoffnung auf ein gutes Ende),
    Norbert

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