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Thema: Neu hier - Biopsie in Aussicht

  1. #21
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    Zitat Zitat von norbert177 Beitrag anzeigen
    Ganz wichtig: per Darmabstrich wird geprüft, welches Antibiotikum das Mittel der Wahl gegen folgende Entzündungen wäre.
    Hervorragend! Ich lese zum erstenmal, dass dieses "Antibiogramm" genannte Verfahren in einer deutschen Klinik praktiziert wird. Es sollte eigentlich mittlerweile Standard sein angesichts der immer weiteren Verbreitung von Darmkeimen, die gegen das üblicherweise eingesetzte Ciprofloxazin reistent sind.

    Ralf

  2. #22
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    Hallo Ralf,

    ich muss Dich leider korrigieren: im Klinikum haben sie den Urin untersucht, um zu ermitteln, ob spezielle Antibiotika notwendig sind. Das hatte ich so noch nicht gehört. Beim dortigen Urologen war aber die gesamte Atmosphäre für mich so, dass ich die Frage zum Darmabstrich nicht stellte (eigentlich schön blöd - ist mir schon klar).

    Die Variante mit dem Darmabstrich wird von meinem Urologen durchgeführt. Den habe ich "eigentlich nur" über das Internet gefunden. Dort wird aber auch der Bereich "urologische Tumorerkrankungen" als Schwerpunkt angegeben.
    Aus der Durchführung des MRT (als Versuch, die Biopsie in verdächtige Areale zu lenken. Mangels Arealen geht das jetzt nicht) und der Durchführung des Darmabstrichs schließe ich aber für mich, dass ich einen verantwortungsvollen Urologen gefunden habe.

    Gruß, Norbert

  3. #23
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    Hallo nochmal,

    ich habe jetzt den Befund des MRT:
    ************************************************** *****************
    T2:
    Die Prostata misst 48*26*39 mm (laterolateral x ventrodorsal x craniocaudal), hieraus errechnet sich ein ungefähres Volumen von 48 ml. Die zentrale Zone ist zeigt geringe nodulär-hyperplastische Veränderungen. Die periphere Zone stelle sich regelrecht hyperintens dar mit teilweiser hypointenser, radiärer Markierung der Prostatasepten. Keine sicher suspekten hypointensen Areale. Die Samenblasen stellen sich unauffällig dar.

    Diffusion:
    Regelrechte Darstellung der Prostata in der Diffusionsbildgebung.

    Perfusion:
    Sowohl in der mean transit time als auch im plasma flow zeigen sich keine sicher malignitätssuspekten Areale.

    VIBE:
    Es zeigen sich iliacal bds. mehrere nicht suspekte Lymphknoten. Kein Nachweis suspekt vergrößerter Lymphknoten. Unauffällige knöcherne Strukturen.

    Beurteilung:
    MR-morphologisch insgesamt kein Nachweis sicher prostatakarzinomsuspekter Herdbefunde.
    ************************************************** ***********************

    Das habe ich mir wie folgt übersetzt:
    ************************************************** ***********************
    T2:
    Die Prostata misst 48*26*39 mm, hieraus errechnet sich ein ungefähres Volumen von 48 ml. Die zentrale Zone ist zeigt geringe knötchenförmige Vergrößerung durch Zunahme der Zellzahl. Die periphere Zone stelle sich regelrecht signalreich dar mit teilweiser signalarmer, ausstrahlender Markierung der Prostatascheidewände. Keine sicher suspekten signalarmen Areale. Die Samenblasen stellen sich unauffällig dar.

    Diffusion:
    Regelrechte Darstellung der Prostata in der Diffusionsbildgebung.

    Durchfluss von Flüssigkeiten durch Organe:
    Sowohl in der mean transit time als auch im plasma flow zeigen sich keine sicher malignitätssuspekten Areale.

    VIBE (Volumetric Interpolated Breathhold Examination = Messtechnik für Kontrastmitteluntersuchungen):
    Es zeigen sich iliacal bds. mehrere nicht suspekte Lymphknoten. Kein Nachweis suspekt vergrößerter Lymphknoten. Unauffällige knöcherne Strukturen.

    Beurteilung:
    MR-morphologisch insgesamt kein Nachweis sicher prostatakarzinomsuspekter Herdbefunde.
    ************************************************** *****************

    Findet jemand grobe Verständnis- oder Übersetzungsfehler?

    Gruß, Norbert

  4. #24
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    Hallo,

    schon wieder ich. Bei einem Gespräch mit einem Freund, der auch Laborarzt ist, bekam ich von ihm folgende Empfehlung: vor der Biopsie sollte eine Untersuchung des Exprimaturins vorgenommen werden auf allgemeine Bakterien, aber speziell auch auf Chlamydien und Mycroplasmen.
    Hat das von Euch schon jemand machen lassen? Ist das zu empfehlen?

    Gruß, Norbert

  5. #25
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    Hallo Norbert,

    Deine Prostata hat suspekte Herde, die sowohl gutartige als auch bösartige Veränderungen bedeuten können. Eine der gutartigen Veränderungen könnte von einer bakteriellen Prostatitis ausgehen. Darum ist eine Keimkultur vom Exprimaturin eine Möglichkeit eine bakterielle Entzündung weitest gehend auszuschließen. Deshalb der Vorschlag des Laborarztes eine solche differenzialdiagnostische Untersuchung vor einer möglichen Biopsie als Absicherung durchzuführen. - Sollten sich dabei Keimzahlen von 10 4 ergeben wird ein Antibiogramm mit nachfolgender, intensiver Antibiose die bakterielle Infektion ggf. beseitigen.

    Sollte das der Fall sein, müsste man die Ursache der PSA-Erhöhung neu überdenken.
    Gruß Heribert

    Vollständige PK-Historie seit 2005 bei
    myProstate.eu
    Menschen sind Engel mit nur einem Flügel.
    Sie müssen sich umarmen um fliegen zu können.



    (Luciano de Crescenzo)

  6. #26
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    Hallo,

    mal wieder ein Update von mir. Vom Urologen des Vertrauens wurde (unter "passendem" Antibiotikum-Schutz) gestern die Biopsie durchgeführt. War nicht so unangenehm wie befürchtet. Lediglich mein Kreislauf tendierte zum Protest (ich wurde bleich und mir wurde ganz schwummerig - einmal während der Biopsie und dann nochmal während des Wartens auf die Entlassung nach zufriedenstellendem Pinkeln. Den eigenartigen Kreislauf kenne ich aber vom Zahnarzt).
    Auch das danach war in Ordnung: Urin ohne Blut, auch kein Blut aus dem Darm, etwas angeschlagenes Gefühl am Nachmittag. Die Arzthelferin hatte mir für den Rest des Tages den Zustand des Couchpotatoes angeraten (ab auf die Couch, Lesen und Fernsehen ok, aber bitte keinen Spaziergang). Heute ging es mir wieder ganz normal.
    Spannend wird es dann nächste Woche, die den Befund bringt.
    Gruß, Norbert

  7. #27
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    Hallo,
    die Spannung ist jetzt vorbei - ich habe den Biopsie-Befund: Gleason 7a mit 3 (80%) + 4 (20%). 5 von 12 Stanzen waren "Treffer": 3 Stück mit Gleason 3+3=6, ein 3(80%)+4(20%), eine 3(70%)+4(30%). Außderdem Malignität G2 (mäßig differenziert) und T1c.
    Der Urologe will jetzt noch einige Untersuchungen machen lassen (Knochenszintigram, Blasenspiegelung, Kernspin). Nach unserem Urlaub im Oktober geht es dann an die OP (so der Plan). Es soll die da-Vinci-Methode gemacht werden in Pforzheim. Der dortige Doc wäre sehr geübt in der Methode - außerdem hätten die dort den modernsten Roboter für die OP. Darüber ging nur noch die Martini-Klinik in Hamburg oder ein "Laden" in New York.
    Das mit der weiteren Klassifizierung will ich mal nur mässig ernst nehmen. Ich glaube meinem Urologen aber, dass in Pforzheim gut gearbeitet wird. Hat hier jemand Erfahrungen mit Klinik? Alternativ kämen noch Mannheim oder Heidelberg in Frage.... Ich tendiere aber zu Pforzheim.
    Was unschön ist: beide Seiten sind befallen, davon auf einer Seite ziemlich am Rand. Dieser Nerv wird wohl nicht zu schonen sein. Beim anderen wird sich der Operateur auf jeden Fall Mühe geben. Je nach aktuellem Bild bei der OP kann aber auch hier noch eine andere Entscheidung fallen.
    OK, das werde ich jetzt mal überschlafen und durchdenken und mit meiner Frau besprechen. Ich werde noch die Biomed-Klinik in Bad Bergzabern um eine Meinung fragen. Ich denke aber, dass die OP sein sollte. Der Krebs soll weg - je eher desto besser.

    Ich frage mich, ob ich mittlerweile im "neu hier" so langsam unpassend werde. Evtl. passt jetzt "Diagnostig und Therapie" besser, weil das mich demnächst betrifft.

    Gruß, Norbert

  8. #28
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    Hallo Norbert,

    für eine gute Prostata-OP braucht man heutzutage nich mehr nach New York oder sonstwohin fliegen.

    Erkundige Dich bei der örtlichen Selbsthilfegruppe über die St.Trudbert-Klinik, 07231-298612 Dieter Voland.

    Die Universitätsmedizin Mannheim ist auch sehr gut. Von Prof. Michel bin ich im März wegen eines Urothel-Ca ohne Komplikationen offen operiert worden. Mir wurde eine Niere entfernt.

    Das war mit dem da Vinci nicht möglich.

    Gruß

    Hansjörg Burger


  9. #29
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    Hallo Norbert,
    eigentlich ist in Deutschland die Missio-Klinik mit Martini-Hamburg auf den vordersten Plätzen.
    Ich persönlich würde nach Würzburg gehen.

    http://missioklinik.de/fachzentren/d...akarzinom.html

    http://missioklinik.de/fachabteilung...ichnungen.html

    Und AHB dann nur in Bad Wildungen.

    http://www.klinik-am-kurpark.de/

    Wie auch immer du dich entscheidest, ich wünsche dir alles Gute.

    Thomas

  10. #30
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    Der Krebs soll weg - je eher desto besser
    Hallo Norbert,

    warum nicht bestrahlen? Gerade auch im Hinblick auf die Nervenerhaltung.

    Gruss und viel Glück

    Thomas

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