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Thema: Duxford 2015

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
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    Duxford 2015

    Zitat Zitat von LowRoad Beitrag anzeigen
    In diesem Sinne werde ich mich am Wochenende mal bei den Flying Legends in Duxford umschauen – freu mich wie Bolle!
    Es war, wie immer, ein Fest! Das Wetter war optimal und die Veranstaltung abwechslungsreich.

    Auch konnte ich doch noch selbst den Steuerknüppel ergreifen, denn es gelang mir Mike zu überreden mich als Copilot in seiner Tiger Moth mitfliegen zu lassen. Man muss doch ziemlich heftig am Knüppel arbeiten, um die Kiste zu kontrollieren...



    Ansonsten war alles da was Rang und Namen hat in der Szene.





    Heute Morgen bin ich dann zur letzten Pamorelin Spritze vor der geplanten Pause, zum Doc geradelt. Kleines Palaver, Rezepte, Termin und gute Wünsche eingepackt, Blut + Urin dagelassen, und weg. Jetzt beginnt wieder der Sichtflug
    if nothing's fails, it's not real life

  2. #2
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    Zitat Zitat von LowRoad Beitrag anzeigen

    Auch konnte ich doch noch selbst den Steuerknüppel ergreifen,
    Siehste :-)

    Uwe

  3. #3
    Harald_1933 Gast
    Zitat Zitat von LowRoad
    Jetzt beginnt wieder der Sichtflug
    Lieber Andi,

    wer mit so viel Enthusiasmus so was Tolles erleben kann und auch noch darf, der wird den Sichtflug locker wegstecken, falls der leicht eingetrübt ist, was aber sicher nicht der Fall sein wird. Tolle Fotos und dann die Bombenstimmung.

    Vor ein paar Jahren habe ich die Red Bull Airshow oder Air Race in Abu Dhabi gefilmt und kann bestätigen, welche Begeisterung da aufkam. Hier - eine aktuelle Präsentation.

    "Erfolg ist das gefährlichste aller Rauschgifte"
    (Billy Graham)

    Herzliche Grüße

    Harald

  4. #4
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    LowRoad gets medical airworthiness

    Heute kann ich voller Freude berichten, dass ein länger angelegtes, recht ambitioniertes Projekt einen großen Schritt nach vorne gemacht hat. Am Samstag erhielt ich die medizinische Flugtauglichkeit der Klasse LAPL (Light Aircraft Pilot License = Begrenzung auf 2000Kg MTOW).

    Mein Gejammer nach dem Duxford Event diesen Jahres, wegen der eigenen nie mehr erreichbaren Flugtauglichkeit, wurde meiner Frau irgendwann zu viel und sie forderte von mir Beweise, also eine Konsultation mit einem Flugmediziner. Ich habe mir dann erst mal die ganzen Vorschriften und Fachbeiträge zum Thema Flugtauglichkeit bei onkologischer Grunderkrankung angeschaut. Wie man sich denken kann, ist das ein wenig definiertes Terrain. Es wird eigentlich nur davon ausgegangen, dass nach kurativer Therapie der Pilot körperlich und seelisch wieder voll einsatzfähig erscheinen muss.

    Was aber mit der doch wachsenden Zahl von Krebspatienten, die nach aktuellem Stand der Medizin zwar niemals geheilt werden können, aber doch sehr lange Remissionsphasen durchlaufen? Beispielhaft sei hier die chronische myeloische Leukämie (CML) genannt, die medikamentös sehr lange in Remission gehalten werden kann.

    Und was macht man bei einem Krebspatienten mit Knochenmetastasen – wie bei mir? Damit kann man schon etwas Fassungslosigkeit bei den Flugmedizinern auslösen – das gab es bei denen bisher noch nicht. So war dann auch die Reaktion, zwar mitfühlend, aber bestimmt in der Aussage: NEVER EVER! Aber als selbstbestimmter Krebspatient ist man ja gewöhnt Zweit-, Dritt- oder Viertmeinungen einholen zu müssen, und siehe da… ich traf einen Flugmediziner, der sich der Sache nicht ganz verschloss. Voraussetzung war, dass ich medizinisch die nächst höherwertige Klasse erfüllen musste (Class-II – bis 7.5t MTOW) und einen stabilen Krankheitsverlauf dokumentieren konnte. Glücklicherweise war mein behandelnder Urologe sofort Feuer und Flamme für mein Projekt und unterstütze mich so gut es ging. Der Flugmediziner konnte so etwas Verantwortung abgeben, was die Sache sehr erleichtert hat. Ein weiterer glücklicher Umstand war, dass der Flugmediziner früher als Radiologe gearbeitet hat, und meine konsequente MRI und PET Diagnostik auf großes Interesse stieß.

    Ein schöner Erfolg auch für meine Bemühungen, mich stabil zu halten. Da gehört auch viel Glück dazu, das ist mir klar, aber wenn ich, wie vor 7 Jahren leitliniengerecht vorgeschlagen, nur mit einer einfachen ADT angefangen hätte, dann sähe es heute bei mir nicht so aus, da bin ich mir auch sehr sicher.



    Heute Abend sehe ich mir mal die zwei Flugschulen in Mainz-Finthen an, dann kann‘s losgehen. Ich werde weiter berichten…


    Solange mein Licht noch brennt - bleib ich nicht stehn!
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  5. #5
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    Zitat Zitat von LowRoad Beitrag anzeigen
    Solange mein Licht noch brennt - bleib ich nicht stehn!
    Oder:
    Solange Dein Licht brennt, fliegst Du!

    Meine allerherzlichste Gratulation zu deinem Erfolg im Kampf gegen die
    flugmedizinischen Windmühlen!

    Carpe diem!
    Konrad




    @...
    Angesichts der zu sehenden Stukas und anderer Kampfflugzeuge und gar einer
    Fliegerbombe in Bild 2, ganz links, ist "Bombenstimmung" eine Wortwahl,
    die bei mir gemischte Gefühle auslöst ...

  6. #6
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    Konrad,
    gerade im Licht der aktuellen Ereignisse in Paris ist mir auch nicht so nach Bombenstimmung, das darfst du mir glauben. Vor langer Zeit durfte ich zum Beweis meiner pazifistischen Einstellung eine strenge Gewissensprüfung über mich ergehen lassen. Danach dann einen Zivildienst machen, zur Strafe 5 Monate länger als der Wehrdienst. “Rot-Kreuz Main-Taunus 43“ war meine Tätigkeitsstätte, das luftdruckbetriebene Martinshorn war mir noch Jahre später im Ohr.

    Nie wieder Krieg war unsere Parole, als wir gegen den Nato Doppelbeschluss nach Bonn gefahren sind. Erst viel später musste auch ich erkennen, dass “nie wieder Krieg“ und “nie wieder Faschismus“ nicht immer kompatibel sind.



    In Duxford wurde in einem als Briefing-Room hergerichteten Raum eine Bomberbesprechung durchgeführt, wie sie 1943 stattgefunden hat. Von 756 Bombern, die man losschickte kamen 60 nicht wieder, 8%, was ein normalter Tagesverlust war – bedrückend. Auch wenn diese Bomberei durch die hohe Zahl ziviler Opfer verachtenswert war, so war der Blutzoll den die Alliierten leisteten, um Deutschland zu befreien, bewundernswert. Nur mit zivilem Ungehorsam, wie zu Gandhis Zeiten, wäre man Hitler wohl nicht losgeworden. Ich fürchte, die Verteidigung unserer Freiheitsideale wird sich auch noch als schwierig erweisen. Einfache Antworten gibt es da nicht.

    Abgesehen davon ist die Luftfahrt leider eng mit dem Militär verknüpft, mir wäre es anders auch lieber, und daran arbeite ich. Vielleicht könnten wir beiden irgendwann mal zusammen über die Alpen fliegen, ganz ohne Bomben, aber mit hervorragender Aussicht auf den Säntis? Konrad, ich rechne mit dir!

    Vive La France

    if nothing's fails, it's not real life

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