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Thema: PSA und Aussagekraft

  1. #1
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    PSA und Aussagekraft

    Hallo Zusammen in diesem Forum

    Ich bin etwas verunsichert was die Aussagekraft von PSA Werten aussagt.

    kurze Info zu mir: Ich bin 60 Jahre alt und beobachte meinen PSA Wert nun schon eine Weile
    2009 hatte ich eine heftige Prostatitis und seitdem ist der PSA Wert über die Jahre auf nun 6.8 gestiegen. Vorher war er immer so um den Wert 2.0 herum. Über 3.5 dann 5.0 dann w wieder 4 darauf 5.5 und nun 6.8 und das über 6 Jahre hinweg.

    Tastuntersuchungen (DRU) bis dato haben nichts auffälliges festgestellt, bei Ultraschall ( TRUS ) ist auch nie was aufgefallen.
    Allerdings ist sie wohl richtig groß. Im Normalfall wäre es in meinem Alter 25ml und sie ist tatsächlich 57ml.
    Aussage kurzgefasst: je mehr Prostata um so mehr PSA ?

    Reicht es wirklich nur alle 6 Monate unter Beobachtung zu bleiben ?
    Was meint Eure Erfahrung dazu ?

    gruß Oxygen

  2. #2
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    Hallo Oxygen,

    den erhöhten PSA-Wert würde ich unbedingt abklären lassen.

    Gruß

    Hansjörg Burger

  3. #3
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    Zitat Zitat von BurgerH Beitrag anzeigen
    Hallo Oxygen,

    den erhöhten PSA-Wert würde ich unbedingt abklären lassen.

    Gruß

    Hansjörg Burger

    Danke HansJörg ... was meinst Du mit "abklären" ?

    Oxygen

  4. #4
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    Hallo,

    ein Prostatakrebs wird nur behandelt, wenn er vorher durch eine Biopsie bestätigt wurde.

    Die S3-Leitlinie empfiehlt keine bildgebenden Verfahren zur Früherkennung.

    Wenn Bildgebung vor Biopsie, dann ein multiparametrisches MRT, keine normeles MRT!, aber vorher die Kostenübernahme mit der KK abklären.

    Hier in diesem Ratgeber findest Du mehr Informationen:

    http://leitlinienprogramm-onkologie....nnung_2015.pdf



    Gruß

    Hansjörg Burger

  5. #5
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    Zitat Zitat von BurgerH Beitrag anzeigen
    Hallo,


    Wenn Bildgebung vor Biopsie, dann ein multiparametrisches MRT, keine normeles MRT!, aber vorher die Kostenübernahme mit der KK abklären.


    Gruß

    Hansjörg Burger

    Danke Hansjörg,

    das war ein hilfreicher Beitrag für mich.

    weiterhin stellt sich immer noch die Frage ob es tatsächlich so sein kann das bei einer recht großen Prosata auch mehr PSA gemessen werden kann ?
    Da muss es doch mehr Leute geben die eine vergößerte Prostata haben

    (Uwe)
    Oxygen

  6. #6
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    Hallo Uwe,

    ja, in der Regel wird bei einer größerern Prostata auch mehr PSA gemessen:

    http://www.prostatakrebs-bps.de/medi...psa-bestimmung

    Schönen Gruß

    Uwe


  7. #7
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    Hallo Oxygen,

    das kann sein, muss aber nicht!

    Die ganzen PSA-Berechnungs-Überlegungen bringen m.E. Dir nichts, da alles theoretische Grundlagen sind.

    Lass das richtig abklären und 'Du findest auch innerlich Ruhe!

    Gruß

    Hansjörg

  8. #8
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    Zitat Zitat von Oxygen Beitrag anzeigen
    kurze Info zu mir: Ich bin 60 Jahre alt und beobachte meinen PSA Wert nun schon eine Weile
    2009 hatte ich eine heftige Prostatitis und seitdem ist der PSA Wert über die Jahre auf nun 6.8 gestiegen. Vorher war er immer so um den Wert 2.0 herum. Über 3.5 dann 5.0 dann w wieder 4 darauf 5.5 und nun 6.8 und das über 6 Jahre hinweg.

    Tastuntersuchungen (DRU) bis dato haben nichts auffälliges festgestellt, bei Ultraschall ( TRUS ) ist auch nie was aufgefallen.
    Allerdings ist sie wohl richtig groß. Im Normalfall wäre es in meinem Alter 25ml und sie ist tatsächlich 57ml.
    Aussage kurzgefasst: je mehr Prostata um so mehr PSA ?

    Reicht es wirklich nur alle 6 Monate unter Beobachtung zu bleiben ?

    Prostatavolumen in ml durch 15 (oder x 0.066) ergibt in etwa PSABPH in ng/ml.
    Das ist eine Faustregel, die wahren Verhältnisse weichen in weitem Rahmen ab.**

    Dennoch, 57 / 15 = 3.8, was zuviel ist, denn BPH (Benigne Prostatahyperplasie)
    wächst sehr langsam, mit Verdoppelungszeiten von wohl 20 oder mehr Jahren,
    und noch vor 2009 hattest Du PSA-Werte um 2. Geh also mal von rund 3 ng/ml
    aus.
    Blieben also ein Anstieg von etwa (3.5-3.0)=0.5 auf (6.8-3.0)=3.8 in sechs Jahren,
    also etwa eine Verdoppelungszeit (VZ) von zwei Jahren des nach Abzug von PSABPH
    verbleibenden PSA. Ob dies nun malign, also bösartig sei, oder ob dieser Anstieg
    durch zufälliges entzündliches Geschehen verursacht sei, bedarf der Abklärung.

    Beachte, dass diese Abschätzung sehr rudimentär ist, aber immerhin kann man
    daraus wohl schliessen, dass kein hochaggressives Geschehen unterwegs ist.
    Meine übliche Empfehlung der nächsten PSA-Messung nach halber letzter
    VZ geb ich daher diesmal nicht, das wäre ja erst in einem Jahr, sondern ich
    schliesse mich der 6-Monate-Empfehlung an, mit dem Hinweis, dass kürzere
    Intervalle nicht schaden, aber eben öfter mal wegen zu geringer Veränderung
    des Wertes keine wirklich brauchbaren Ergebnisse liefern. Dies insbesondere,
    wenn die Prostata eh zur Entzündung neigt.

    So bleibt auch mir nur der Hinweis, diese Sache sollte weiter abgeklärt werden,
    nicht in grosser Eile zwar, aber um dies zu verschieben auf Sommer nächsten Jahres,
    bräuchte es schon gute Argumente, z.B. dass sich der Anstieg bei der nächsten
    Messung in spätestens sechs Monaten nicht fortgesetzt hätte.

    Carpe diem!
    Konrad



    **wie Grafik [3] zu entnehmen ist, traf diese Faustregel z.B. auf meine Prostata nicht zu:
    42 / 15 wäre 2.8ng/ml, gemäss der Glättlianalyse betrug mein PSABPH aber lediglich ca. 1.5ng/ml.
    (Prostatavolumen: Grüner Punkt; PSABPH: Blaue Linie)
    Meine Beiträge schreibe ich als CRPCa-betroffener Laie.

    [1] Mein PSA-Verlauf graphisch auf myprostate.eu
    [2] Meine PK-Historie auf Myprostate.eu
    [3] PSA-Verlaufsanalyse 2003-2013 nach Glättli (Was ist PSA-Alert?)
    [4] PSMA-PET/CT vom 04.07.2012: Paraaortale Lymphmetastase
    [5] PSMA-PET von 08.2016 vor PSMA-RLT, danach 03.2017, sowie 05.2017

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