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Thema: Knochenmetastase?

  1. #1
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    Knochenmetastase?

    Hallo alle zusammen,

    bei einer PET/CT mit 68Gallium PSMA wurde der Befund folgendermaßen beurteilt:

    Kein Hinweis auf Lokalrezidiv.
    Suspekter PSMA avider Lymphknoten links inguinal von 6,5mm.
    Dringender V.a. PSMA avide ossäre Knochenmetastase 5. Rippe links dorsal.

    Wegen des Lyphknotens bin ich dabei mir Expertenrat einzuholen.
    1. Termin im Magdeburg bei Prof. Schostak.

    Wegen des V.a. Knochenmetastase soll, lt. Urologe, eine Röngtenaufnahme
    klären, ob es sich um eine ältere Fraktur oder wirklich um eine Metastase handelt.
    Nuklearmediziner und Urologe waren sich einig darin, dass bei PCa eine Rippenmetastase
    sehr selten zu beobachten sei.
    Oder sollte die Diagnose besser bei einem Chirugen erfolgen der, ggf., auch die Behandlung
    durchführen könnte?

    Nun habe ich zwei weitere Fragen an Euch: wie sollte der Radiologe ausgestattet sein, bzw.
    mit welchem 'Gerät' läßt sich der fragliche Bereich am besten darstellen?

    Was sollte ich bei diesem Befund grundsätzlich/noch beachten?

    Über Eure Info's freue ich mich.

    Grüße von Bernhard

  2. #2
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    Bernhard,
    ein PSMA-PET ist sehr spezifisch, das bedeutet, wenn es etwas zeigt, dann ist es auch da! Ein befallener Lymphknoten bei pT3b wäre nicht ganz ungewöhnlich, da auch nur relativ wenige Knoten bei der Operation entfernt wurden. Man könnte diesen befallenen Knoten jetzt lokal, durch Operation oder Strahlentherapie, behandeln. Davon wird dir auch Prof. Schostak wahrscheinlich abraten, da du noch einen Knochenbefund bekommen hast – blöd! Ein (dorsaler) Befall der Rippen ist durchaus nichts Ungewöhnliches. Ein planares Röntgenbild wird das nicht aufklären können, eher ein CT oder MRT.

    Natürlich könnte man auch beide Stellen lokal therapieren, aber ich fürchte man wird mit “Spitze des Eisberg“ usw. argumentieren, und dich auf die Möglichkeiten der Hormontherapie hinweisen – was nicht die schlechteste Lösung sein muss. Dank dem bei dir doch recht langsamen PSA Anstieg, kann das noch ziemlich lange gut gehen, vielleicht ausreichend lang? Richtet sich auch immer ein bisschen nach dem allgemeinen Gesundheitszustand, Komorbiditäten ect.
    if nothing's fails, it's not real life

  3. #3
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    Hallo LowRoad,

    vielen Dank. Mein Urologe sprach davon man könne die Rippe punktieren oder komplett herausnehmen.
    Ein Wechsel zu einem anderen Urologen ist längst überfällig. Er ist eine Notlösung. Wohne in der Wallachei,
    auf dem Land- am Wald.... und sehe hier keinen anderen Fachmann. Hannover oder Bremen wären aber erreichbar.
    Ihn gefälltt nicht dass ich alles selbst entscheide; z.B. meine 'späte' Bestrahlung. Dabei interpretiere ich den o. Befund so, dass die Bestrahlung erfolgreich verlaufen ist.
    Obwohl der PSA nicht ganz abfiel. Wie jetzt zu sehen ist, wurde PSA an anderer Stelle produziert.
    Oder siehst du das anders?

    Körperlich bin ich meinem Alter entsprechend fit. Habe allerdings 12 Monate hinter mir, mit extremer, psychischer Belastung. Trennung nach 35 Jahren!
    Bin psychisch fix und fertig. Bekomme aber professionelle Hilfen.

    Was mir fehlt ist der Durchblick: an welche Einrichtung sollte ich mich wegen der Rippe wenden?

    Grüße von Bernhard


  4. #4
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    Bernhard,
    wie LowRoad schon mitteilte: wenn schon, dann eine CT-Aufnahme.
    Ich hatte im vergangenen Jahr elende Schmerzen in einer unteren Rippenregion. Beim Chirurgen brachte eine Röntgenaufnahme nichts zu Tage.
    Weil der um meinen PCa wusste, schickte der mich zu einer Szintigrafie.
    Dort war was zu sehen, aber man war gleich der Ansicht, dass es sich wohl kaum um einen Metastase handeln könne.
    Gleich darauf im CT: eindeutiger Rippenbruch.

    Alles Gute
    Michel

  5. #5
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    Hallo Michele,

    auf einen Bruch tippen ja beide Ärzte. Danach fiel mir ein, dass ich vor vier Jahren einen schweren Sturz erlitten hatte.
    Aus mehr als 3 Metern Höhe stürzte ich von der Leiter und landete genau auf meinem Hintern. Die Folge waren sehr starke
    Rückschmerzen. Aus dem liegen aufzustehen war unmöglich. Nur mit einem Seil was an der Bettumrandung befestigt war
    kommte ich unter starken Schmerzen zum Sitzen bringen. Das ging wochenlang.
    Eine Röntgenaufnahme zeigte keine Verletzung.

    Wäre es also dann nicht richtig, erst die Knochenfrage zu klären und dann sich um den Lymphknoten zu kümmern?


    Bernhard

  6. #6
    Harald_1933 Gast
    Zitat Zitat von Bernhard
    Wegen des Lyphknotens bin ich dabei mir Expertenrat einzuholen.
    1. Termin im Magdeburg bei Prof. Schostak.
    Hallo Bernhard,

    bei Professor Martin Schostak wärest Du in guten Händen. Mit dem solltest Du auch das mit dem möglichen Rippenbruch abklären.

    Prof. Dr. med. Martin Schostak
    Direktor der Urologischen Universitätsklinik
    zertifiziertes Prostatakrebszentrum
    Universitätsklinikum Magdeburg A.ö.R.
    Leipziger Str. 44
    D - 39120 Magdeburg

    Tel.: +49 391 67 15036
    Fax.: +49 391 67 15094

    martin.schostak@med.ovgu.de
    http://urologie.uni-magdeburg.de

    Alles Gute weiterhin für Dich und Kopf hoch wegen der erwähnten Trennung. Deiner Gesundheit solltest Du Deine ganze Kraft widmen, denn das Leben muss auch als Single weitergehen. Wer weiß, was das Schicksal noch für Dich bereit hält.

    "Ich bin ein Egoist. Das ist keine Position, die mir gefällt. Aber anders kann ich nicht erfolgreich sein"
    (Peter Maffay)

    Herzliche Grüße

    Harald

  7. #7
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    Hallo Harald,

    Danke für tröstendes.

    In zwei Wochen habe ich einen Termin bei Prof. Schostak. Bis dahin mache ich wegen meiner Rippe nichts.

    Und sonst: als Segler weiß ich von der Bedeutung die Segel richtig zu setzen. Und nicht nur i.S. Gesundheit-Krankheit, sondern in allen Zusammenhängen des Lebens.

    Alles Gute für Dich

    Bernhard

  8. #8
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    Hallo Bernhard,
    Rippenbrüche müssen nicht unbedingt sonderlich schmerzvoll sein. Kann sein man merkt es gar nicht. Ob eine vier Jahre alte Fraktur so auffällig wäre? Ich weiß es nicht. Wurde das mit der Fraktur nur mündlich erwähnt oder steht dazu etwas im Bericht? Wie hoch war der SUV-Wert in der Rippe?
    Bei mir wurde im April bei einem PSA-Wert von 0,5 ng/ml u.a. zwei Stellen in den Rippen mittels Ga68-PSMA-Pet/Ct festgestellt. Jedoch auch gleich auf wahrscheinlich einhergehend mit Frakturen hingewiesen. Diese Frakturen hatte ich nicht bemerkt. Zugezogen durch starken Husten und die damit verbundenen leichten Schmerzen eher einer Zerrung der Brustmuskulatur zu geschrieben. Eine spätere Überprüfung im CT ergab keinen Anhalt für Metastasen, gut zusammengewachsene Rippen, aber noch nicht ausgeheilt. Eine weitere Ga68-PSMA-Pet/Ct im August bei einem PSA-Wert von 2,9 ng/ml ergab einen Rückgang der SUV-Werte in den Rippen und zwar von 2,4 auf 1,4 und 3,5 auf 1,0! Es besteht also der Verdacht, dass Frakturen zu einer Mehranreicherung führen könnten. An deiner Stelle würde ich die Rippensache in einem ersten Schritt mittels CT (kein Röntgen) überprüfen, gerade auch in Hinblick auf die Hinweise von LowRoad bezüglich der zu erwartenden Therapieoptionen.
    Grüße
    wievaldi

  9. #9
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    PSMA-Anreicherung niemals von Knochenbruch

    Zitat Zitat von Bernhard Beitrag anzeigen

    bei einer PET/CT mit 68Gallium PSMA wurde der Befund folgendermaßen beurteilt:

    [...]
    Dringender V.a. PSMA avide ossäre Knochenmetastase 5. Rippe links dorsal.

    Wegen des V.a. Knochenmetastase soll, lt. Urologe, eine Röngtenaufnahme
    klären, ob es sich um eine ältere Fraktur oder wirklich um eine Metastase handelt.
    Nuklearmediziner und Urologe waren sich einig darin, dass bei PCa eine Rippenmetastase
    sehr selten zu beobachten sei.
    Wenn ich das richtig verstehe, hast Du keine Rippenschmerzen, sondern es wurde
    im PET eine Ga68-PSMA-Anreicherung in der Rippe festgestellt. Ein Knochenbruch
    reichert aber den PSMA-Liganden nicht an. Das tun nun mal nur Prostatakrebszellen.

    Dein Urologe hat nicht verstanden, dass das PSMA-PET eine funktionelle Aussage
    macht. Beim Cholin-PET könte ein Bruch zu einer erhöhten Anreicherung führen,
    und gerade dies nicht zu tun, ist ja der unschätzbare Vorteil des PSMA-PET.
    Ein CT hast Du ohnehin schon, nämlich jenes Bild in Grautönen, von dem
    sich die Ga68-PSMA-Anreicherungen so schön bunt abheben. Darin sollte an der
    Stelle der Anreicherung auch die morphologische Veränderung im Knochen
    sichtbar sein.

    Auf der Bild-CD zum PET findest Du Bildserien nur mit CT, nur mit PET und die
    fusionierten Bilder, wie das Beispiel in Anhang [4]. Prof. Schostak wird die
    Bilder innert kürzester Zeit richtig interpretieren.

    Solange Dir nichts weh tut, brauchst Du bis dann keine weitere Diagnostik, ausser
    vielleicht kurzfristig vor der Konsultation in Magdeburg noch einen PSA-Wert.


    Carpe diem!
    Komrad


    PS:
    Grüss den Professor vom Forum, wir vermissen ihn sehr.
    Ich hab grad gestern wieder mal nachgelesen, welch
    wertvollen Rat er mir vor Jahren gab, u.A aufgrund der
    ersten PSMA-PET-Bilder in diesem Forum.
    Meine Beiträge schreibe ich als CRPCa-betroffener Laie.

    [1] Mein PSA-Verlauf graphisch auf myprostate.eu
    [2] Meine PK-Historie auf Myprostate.eu
    [3] PSA-Verlaufsanalyse 2003-2013 nach Glättli (Was ist PSA-Alert?)
    [4] PSMA-PET/CT vom 04.07.2012: Paraaortale Lymphmetastase
    [5] PSMA-PET von 08.2016 vor PSMA-RLT, danach 03.2017, sowie 05.2017

  10. #10
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    @wievaldi

    SUV Werte:
    Lymphknoten SUV max. 2,3
    5. Rippe SUV max. 5,1

    Eine mögliche Fraktur als mögliche Anreicherung wurde nur mündlich erwähnt.
    Im Bericht steht: 'Deutlich gesteigerte PSMA Anreicherung der 5.Rippe.'
    In der Beurteilung: 'Dringender V.a. PSMA avide ossäre Knochenmetastase 5. Rippe links dorsal.'

    Den Urologen nehme ich nicht für voll. Ihm stinkt offenbar dass ich mit ihm auf 'Augenhöhe' rede.

    @Komrad

    Danke für Deine Hinweise. Ich hätte übersehen, dass eine CT ja auf der CD gespeichert ist. Nicht mal darauf
    hat mich der Uro hingewiesen.

    Die Grüße an Prof. Schostak richte ich gerne aus.

    Bernhard

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