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Thema: Selbsttest: Metabolismus/Warburg/Metabloc

  1. #251
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    Hallo an Metabloc Interessierte,

    von meinen neuesten Werten berichte ich hier . Echt Metabloc
    ist es ja nicht mehr, da ich seit einige Monaten zusätzlich Vit-E und Metformin nehme.

    Hans-J., deine Bemerkungen zu Metformin machen mir etwas Sorgen: Ich
    nehme zur Zeit tatsächlich 2000mg/Tag, kann ich dem ATP Entzug durch Metformin
    irgendwie vorbeugen? Macht sich das durch geringere Leistungsfähigkeit bemerkbar oder andere Folgen?

    Gruß
    Roland
    Meine Werte grafisch bei myprostate: hier
    PSA Verlauf unter Metabloc und Metformin: hier #253

  2. #252
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    @Roland schrieb:

    Hans-J., deine Bemerkungen zu Metformin machen mir etwas Sorgen: Ich
    nehme zur Zeit tatsächlich 2000mg/Tag, kann ich dem ATP Entzug durch Metformin
    irgendwie vorbeugen? Macht sich das durch geringere Leistungsfähigkeit bemerkbar oder andere Folgen?

    Es ist durchaus möglich,dass durch die Reduzierung des Blutzuckerspiegels auch die Vitalität sinkt.
    Viel wichtiger ist aber die Gefahr der Laktatazidose. Diese Übersäuerung wollen wir ja gerade vermeiden bei unserem PCa.
    Weil der Tumor/Gewebe ja schon von Hause aus versucht die Hypoxie zu verstärken.

    Für Diabetiker nicht einfach.

    Um das saure Milieu zu vermeiden, versuchen einige Betroffene, durch Alkalisierung diesen Zustand basisch zu gestalten.
    Bist du zu sauer eingestellt, versuchen die Nieren durch hohe Aktivität diesem Umstand auszufällen.
    Je basischer du den Stoffwechsel gestaltest umso weniger brauchst du - meist nachts - die Toilette benutzen.
    Viele nehmen nicht Backpulver, sondern Natron.

    Hans-J.

  3. #253
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    Mein PSA-Verlauf unter Metabloc (und Metformin)

    Hallo Metabloc-Interessierte,

    der Erfolg von Metabloc (evtl. kombiniert mit Metformin) ist ja rechts zwiespältig und erst recht durch die Erfahrung, die Klaus gemacht hat, eher zweifelhaft geworden.

    Ich möchte hier die Auswirkungen bei mir zeigen, zumindest was an der Oberfläche sichtbar ist, also am PSA Verlauf und bei einigen Bildgebungen.

    Mein Krankheitsverlauf: 2010 Diagnose und RPE, aPSA=13 ng/ml, T3a, N(1/13), Gleason 7b; 2013 nach Anstieg auf PSA=0,3 ng/ml RT Prostataloge einschließlich Lymphabflusswege.
    Seit Anfang 2014 Wiederanstieg des PSA, die folgende Grafik gibt den PSA-Verlauf seit 1.1.2014 bis "heute" wieder.



    In der Grafik
    - ist die "y-Achse" logarithmisch geteilt, daher bilden sich exponentielle Verläufe als Geraden ab. Ich habe das gewählt, da dann der Unterschied deutlicher wird.

    - ist der Gesamtverlauf in drei Phasen gezeichnet: blau: ohne Medikation, rot: Metabloc , grün: Metabloc+Metformin

    - sind durch diese Messwerte exponentielle Trendlinien gerechnet, die jeweils als dünne durchgezogene Linien erscheinen, wie gesagt werden sie hier wegen der logarithmischen Teilung der y-Achse als Geraden abgebildet.

    Die Verdopplungszeiten (VZ) habe ich aus den Gleichungen dieser Trendlinien berechnet:

    Blau (ohne Medikation): VZ=7,8 Monate. Dies ist also wahrscheinlich der "natürliche" Verlauf meiner Krebszellen. In der Extrapolation der Trennlinie ergibt sich für heute ein Wert von ca. 30 ng/ml.

    Rot (Metabloc): VZ= 15,5 Monate, also rund eine Verdopplung der VZ und damit, wie in der Grafik schön zu sehen, eine deutliche Reduktion des PSA-Anstiegs. Am Ende dieser Phase hatte ich den Eindruck, dass der Anstieg wieder stärker wird, deshalb habe ich mit Metformin ergänzt.

    Grün: (Metabloc + Metformin): VZ=40 Monate, also noch mal eine starke Verminderung des PSA-Anstiegs.

    Vom Standpunkt der PSA Entwicklung ist diese "Medikation" also sehr erfolgreich. Dabei ist die Hoffnung,
    dass dieser PSA-Verlauf auch das reale Krebsgeschehen widerspiegelt. Durch Klaus' Erfahrungen muss man das kritisch sehen.
    Ich nehme aber an, dass bei mir andere Verhältnisse vorliegen: ich bin noch hormon-naiv und also erst recht nicht kastrationsresistent; mein PSA Verlauf unter Metabloc zeigt einen "schönen" exponentiellen Verlauf, wie er einem "normalen" Wachstum der Krebszellen entspricht, dies ist bei Klaus anders. Und: in drei PSMA-PET/CT wurde keine größere Metastasierung gesehen:

    2.6.16 bei PSA=1,3 ng/ml: keine relevante Mehrspeicherung, ein Lymphknoten (LK) wurde in einer späteren Nachbeurteilung mit 6mmx3mm gefunden.

    19.2.18 bei PSA=2,8 ng/ml, ungefähr 18 Monate nach Beginn mit Metabloc: 1 LK mit Mehrspeicherung, jetzt 6mmx4mm,
    1 fraglicher LK, Durchmesser 4mm

    28.3.19 bei PSA=3,08 ng/ml: ungefähr 2,5 Jahre Metabloc plus 1 Jahr Metformin: Beide zuvor erkannten LK weisen hier nur eine geringe Mehrspeicherung auf, der größere wird mit 6mmx5mm gemessen; hinzu kam ein starkes Signal im PET mit Verdacht auf Lungenmetastase, dies wird aber in mehreren Nachbeurteilungen verworfen (s. hier).

    Ganz vorsichtig gehe ich davon aus, dass bei mir Metabloc+Metformin im Sinne einer Dämpfung des Krebswachstums noch funktioniert und mache erst mal weiter, wenn auch mit einem mulmigen Gefühl. Im September ist das nächste PSMA PET/CT (diesmal wieder in Bonn) geplant, insbesondere um noch mehr Klarheit über den vorherigen Lungenbefund zu erhalten.

    Bin gespannt, wie ihr das seht

    Gruß
    Roland
    Meine Werte grafisch bei myprostate: hier
    PSA Verlauf unter Metabloc und Metformin: hier #253

  4. #254
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    Bei einer Lymphknotenmetastase muss man nicht sofort Hormontherapie machen, vor allem nicht bei einer langsamen PSADT. Abwarten und beobachten wäre ein vertretbares Konzept gewesen und Du hast dabei Metabloc ergänzt. Du kannst in Ruhe das PSMA PET/CT abwarten und dann sehen ob eine Therapieänderung erforderlich ist. Die Nebenwirkungen der Hormontherapie hast Du Dir erstmal erspart.

  5. #255
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    Hallo Roland,

    dieser Beitrag verdient Respekt. Auch ich, der sich mit Berechnungen und Erklärungen über die logarithmisch geteilte "Y-Achse" nicht gut auskennt, habe dank Deiner ausführlichen Erläuterungen zu den einzelnen Abläufen es letztlich doch kapiert.

    Dein Bericht unter myprostate endet zwar unter 01.03.2010, aber das PSA ist über alle Jahre vollständig einzusehen. Weil das Profil von Dir auch perfekt gestaltet ist, hat mal alle Infos sofort zur Verfügung.

    Ich wünsche Dir für den geplanten nächsten PSMA PET/CT-Termin keine unangenehmen Überraschungen. Wäre eine Untersuchung per PSMA/PET/MRT nicht noch aussagefähiger?

    Gruß Harald
    nicht nachlassen

  6. #256
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    Nachdem auf mein Fragezeichen kein Echo kam, habe ich selbst recherchiert:

    https://wehrmed.de/article/3401-psma...karzinoms.html

    https://www.meduniwien.ac.at/web/ueb...tatakarzinoms/

    https://www.krebsinformationsdienst....ng/pet-faq.php

    https://www.siemens-healthineers.com...ata-krebs.html

    Im ersten Link kommt wohl letztlich klar zum Audruck, dass eine PSMA/PET/MRT gegenüber einer PSMA/PET/CT keine verbesserte Befundungsmöglichkeit ergibt. Zumindest ist das das Ergebnis der bisherigen Ermittlungen in diesem in Rede stehenden Link.

    Harald
    nicht nachlassen

  7. #257
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    Harald,

    ich hatte die Frage mehr rhetorisch verstanden, es hängt ja in erster Linie davon ab, ob Roland in der Nähe überhaupt ein PSMA PET/MRT hat. Davon gibt es ja nur wenige.

    Unabhängig von dem ersten Link: Ich glaube nicht, dass man mit dem PSMA PET/MRT mehr sieht als mit einem CT. Aber der Befund ist wohl "klarer". In den CT Befunden waren bei mir viele Erwähnungen von Uptakes, die fraglich seien. Beim MRT befanden sich im Bericht keine Unsicherheiten. Damit bietet dieser Befund eine bessere Grundlage für eine gezielte Bestrahlung.

    Georg

  8. #258
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    Moin Georg,

    es freut mich, dass Du doch PSMA/PET/MRT präferierst.

    Die Uni-Klinik in Bonn bietet das wohl nicht an:

    https://www.nuklearmedizin-ukbonn.de...n/psma-pet-ct/

    Wie Dir schon per PN erläutert, ist im Klinikum Mannheim diese Möglichkeit gegeben. Prof. Schönberg hatte mir das per E-Mail bestätigt:

    https://w2.umm.de/ikrn/

    Gruß Harald
    nicht nachlassen

  9. #259
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    Hallo ihr Beiden,

    mir ist der mögliche Erkenntnisgewinn durch ...MRT nicht ganz klar, daher habe ich das
    noch nicht ins Auge gefasst. Georgs Erfahrungen können da hilfreich sein.

    Da ich in Düsseldorf wohne bin ich in 1,5 h in Münster, wo ja das PSMA PET/MRT angeboten wird,
    das wäre also für mich sehr leicht erreichbar.

    Hinzu kommt ja noch, dass meine Krebszellen zu einem hohen Prozentsatz
    möglicherweise PSMA negativ sind, genau diesen Aspekt werde ich noch
    vor der nächsten Bildgebung mit Nuklermedizinern besprechen und fragen,
    welche alternativem Verfahren möglich sind.

    Danke für eure Vorschläge
    Roland
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    PSA Verlauf unter Metabloc und Metformin: hier #253

  10. #260
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    Das letzte PSMA PET/CT hat ja zwei Lymphknoten gezeigt, diese können den PSA Anstieg verursacht haben. Ich denke daher, man mit wird mit einem PSMA PET/MRT schon etwas sehen.

    Die Alternative wäre ein Cholin PET/CT, ob dies bei einem PSA Wert von 3,22 schon erfolgreich eingesetzt werden kann, weiß ich im Moment nicht. Da dieses Verfahren nicht so empfindlich ist wie ein PSMA PET/CT, würde ich vermuten, dass die beiden bekannten Lymphknotenmetastasen noch zu klein sind um sie damit zu sehen. Also mach erstmal ein PSMA PET/MRT und sieh Dir das Ergebnis an.

    Georg

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