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Thema: 2015’s Major Advances

  1. #11
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    Hallo Konrad,

    sehr okay sogar.... Danke Dir.

    LG,
    Frank

  2. #12
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    Mir hat man im Cyberknife Zentrum bei Kapselüberschreitung zu einer IMRT Bestrahlung geraten da Cyberknife nicht mehr eingesetzt werden konnte.

    Von der Protonenbestrahlung weiß ich, dass die Patienten einen Ballon in den Darm bekommen um diesen zu dehnen und damit möglichst wenig vom Darm bestrahlen zu müssen. Also wird der Darm schon teilweise mitbestrahlt.

    Soweit ich weiß reduziert man bei IMRT die Dosis wenn man in der Nähe des Darms bestrahlt.

    Hier eine einfache Beschreibung der IMRT:
    http://www.strahlentherapie-bremen.c...statakrebs.pdf

  3. #13
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    "Dornröschen oder Wenn Tumorzellen wieder erwachen"

    Lieber Andi,
    vieles, was du unter LowRoad hier im Forum ausführst, ist für mich eine Bereicherung. Und die dadurch angeregte Diskussion bietet Ausblick in eine Zukunft mit Lösungsmöglichkeiten für Diagnostik und Therapie.

    Als Nichtbetroffener bespreche ich die Forumsbeiträge immer wieder mit meinen Verwandten, die als internitische Onkologen in Forschung und Praxis tätig sind.

    Hierzu eine kleine Notiz

    Der Text ist wirklich gut geschrieben und entspricht den aktuellen Sichtweisen zur Heterogenität. Zirkulierende tumorzellen akquirieren über den Primärtumor teilweise Mutationen, daher profitieren Patienten teilweise auch in der metastasierten Situation von der Entfernung des Primärtumor, Bsp nierenzellkarzinom. Insgesamt super spannendes Feld, ich habe darüber meinen zweiten habilvortrag vor dem fakultätsrat gehalten. Der Titel lautete: "Dornröschen oder Wenn tumorzellen wieder erwachen".
    Wnfried

  4. #14
    Harald_1933 Gast
    Seneszenz: Tumorzellen im Winterschlaf

    Bitte - hier - weiterlesen

    Warum Krebs oft unerwartet zurückkehrt

    Bitte - hier - weiterlesen

    Bitte auch noch in den nachfolgenden Links lesen:

    http://www.research.bayer.de/de/27-3...screening.pdfx

    http://www.akustikusneurinom.info/cm...estrahlung.php

    http://link.springer.com/article/10.1007/s11654-015-0356-5#page-1 - bitte auf look inside klicken

    "Die Welt ist rund. Und der Ort, der wie das Ende der Welt aussieht, ist vielleicht nur der Anfang"
    (Ivy Baker Priest)

    Gruß Harald

  5. #15
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    Guten Tag Konrad,

    bei Deinem Vergleich von IMRT/IGRT mit Cyberknife muß ich noch einen
    wesentlichen Vorteil von Cyberknife ergänzen. CK kompensiert die
    intrafraktionelle Bewegung der Prostata.
    Das erfolgt durch das Setzen von 3 bis 4 Fiducials (Goldmarker) in die Prostata.
    Dadurch ist ein ständiges Überwachen der Bewegung der Prostata bei geringster
    Strahlenbelastung möglich in Verbindung mit einer kontinuierlichen Nachjustierung
    der Bestrahlungseinheit innerhalb einer Fraktion.

    Die Intrafraktionelle Bewegung der Prostata kann in Abhängigkeit der Fraktionszeit bis zu 15 mm
    betragen. Das kann, wenn nicht nachjustiert wird, z.B. bei IMRT dazu führen, dass die Prostata
    während der Fraktion aus dem zu Beginn festgelegtem Zielbereich trotz "Sicherheitsbereich" herauswandert und
    statt Karzinomgewebe gesundes Gewebe bestrahlt wird.

    Zur intrafraktionellen Bewegung hier ein Link:

    http://www.micropos.se/wp-content/up...2014-Final.pdf


    Gruß vom Wolf
    -----------------------------------------------------------------------
    PCa: Gleason 7b; T1c NO M0 G2; PSA: 3,0

    Cyberknife-Therapie 3/2015, Cyberknife Zentrum Hamburg

    Mein ausführlicher Bericht unter: http://de.myprostate.eu/?req=user&id=642&page=report

  6. #16
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    Zitat Zitat von CYBER48 Beitrag anzeigen
    ...CK kompensiert die intrafraktionelle Bewegung der Prostata....
    Wolf,
    habe ich da was verpasst? Meines Wissens kann Cyberknife die Bewegungsunsicherheit während der Bestrahlung nicht oder nur Stückweise korrigieren?! Hält sich ziemlich hartnäckig hier im Forum. Hatten wir schon mal in 2014 besprochen.

    Abgesehen davon ist die Plazierung der Goldmarker auch immer ein unschöner Eingriff, der Komplikationen hervorrufen kann! Bei primärer Strahlentherapie ist das aber heute praktisch Standard. Die aktuellen IMRT Behandlungsplätze bestrahlen in ein bis zwei Minuten (abhängig von den Umläufen), da ergeben sich noch nicht so viele Bewegungsunsicherheiten.
    if nothing's fails, it's not real life

  7. #17
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    Guten Tag LowRoad,

    bei bis zu 250 Positionen pro Fraktion und einer CK-Fraktionsdauer von ca. 90 min. wäre es sicher
    unzulässig, hier nicht ständig der Bewegung der Prostata zu folgen. Das geschieht nicht analog, sondern in
    vorher festgelegten Zeitabständen, z.B. aller 10 sec. Die Größe der Zeitabstände bestimmt natürlich auch die Fraktionsdauer.

    Das Setzen der Goldmarker ist vergleichbar mit einer Biopsie und diese hat jeder Bestrahlungskandidat mindestens einmal bereits
    hinter sich gebracht. Da gibt es bei anderen Therapien unangenehmere Prozeduren, z.B. der Rektumballon bei den meisten Protonentherapien.

    Gruß vom Wolf
    -----------------------------------------------------------------------
    PCa: Gleason 7b; T1c NO M0 G2; PSA: 3,0

    Cyberknife-Therapie 3/2015, Cyberknife Zentrum Hamburg

    Mein ausführlicher Bericht unter: http://de.myprostate.eu/?req=user&id=642&page=report

  8. #18
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    Das CyberKnife überprüft die Lage des Tumors vor jedem einzelnen Beamlet, also alle
    paar Sekunden. Dabei orientiert es sich je nach Tumor an Gold-Fiducials, oder an den
    umliegenden Knochenstrukturen. Wegen der Beweglichkeit der Prostata durch
    zunehmende Blasenfüllung und Peristaltik im Darm, geht es hier nicht ohne Fiducials.

    Überprüft wird das mittels zweier sich im Ziel kreuzenden Röntgenstrahlen, deren
    Strahlenquellen in der Decke eingebaut sind und deren Sensorplatten im Boden,
    beidseits der Patientenliege, eingelassen sind. Das CK-System ist viel mehr als nur
    ein Roboterarm.
    Ist die Lageabweichung zu gross, schaltet die Maschine ab, und der Patient wird
    neu gelagert und vermessen, bevor der Linearbeschleuniger wieder sein penetrantes
    Surren von sich gibt.

    Durchdie viel längere Sitzungszeit bei SBRT ist der viel höhere Aufwand an Bildgebung
    gegenüber einer gantry-basierten IGRT erforderlich. Ein Vorteil gegenüber einer tumben
    3D-konformalen oder IMRT-Bestrahlung ist, dass das Zielvolumen durch geeignete
    Bildgebung realtime im Therapieraum enger gefasst werden kann.

    Kommt dazu, dass SBRT-Verfahren wegen der wenigen Sitzungen (typischerweise 2 - 5
    anstelle von 30 - 40 Tagen) deutlich kostengünstiger sind, die Gesamtstrahlenbelastung
    deutlich geringer ist, sowie ausserhalb des Zielvolumens viel breiter gestreut wird,
    also dort weniger toxisch wirkt.

    Dennoch gibt es wohl weiterhin Gründe, bestimmte Fälle weiterhin mit IMRT oder
    gar 3D-konformal zu bestrahlen. IGRT sollte es dann aber schon sein, zumindest
    solange ein klar umreissbares Volumen bestrahlt werden soll (was bei Lymphbahnen
    bekanntlich nicht der Fall ist).

    Carpe diem!
    Konrad



    PS:
    Eben gesehen, dass Wolf schon kürzer und zutreffend geantwortet hat.
    Wegen allerlei Details lass ich meinen Beitrag dennoch stehe,

  9. #19
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    Zitat Zitat von CYBER48 Beitrag anzeigen
    .. CK-Fraktionsdauer von ca. 90 min...z.B. aller 10 sec...
    Lieber Cyber-Wolf,
    das heißt also, man bekommt neben der eigentlichen Bestrahlung noch etwa 1000 Röntgenaufnahmen verpasst!? Zumindest in kurativen Settings würde ich das etwas kritisch sehen, wenn man bedenkt, was für ein Bohei schon bei einer einzelnen Röntgenuntersuchung gemacht wird.
    if nothing's fails, it's not real life

  10. #20
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    Lieber Andi

    Es ist ein gewaltiger Unterschied, ob Du mit diesen 2 x 250 Röntgrnbildern jeweils
    feinste anatomische Details festhalten möchtest, oder ob es um die räumliche Lage
    von drei oder vier Goldklümpchen geht, die absolut röntgendicht sind.
    Die gesamtstrahlung dieser 500 Aufnahmen wird ein Bruchteil sein des Planungs-CT,
    von einem vollen diagnostischen CT mal ganz abgesehen.

    Wie das bei einer IGRT mit 40 Sitzungen sei, weiss ich nicht. Aber wenn ich
    richtig informiert bin, werden da jedesmal vor der Bestrahlung CT-Bilder erzeugt,
    die dann mit dem Planungsbild in Deckung gebracht werden, durch Lageanpassung
    der Patienten. Auch das natürlich ein Klax, wenn Gold-Fiducials gesetzt sind, weil man
    ja nur diese sehen muss nicht und die ganze Anatomie.

    Carpe diem!
    Konrad
    Meine Beiträge schreibe ich als CRPCa-betroffener Laie.

    [1] Mein PSA-Verlauf graphisch auf myprostate.eu
    [2] Meine PK-Historie auf Myprostate.eu
    [3] PSA-Verlaufsanalyse 2003-2013 nach Glättli (Was ist PSA-Alert?)
    [4] PSMA-PET/CT vom 04.07.2012: Paraaortale Lymphmetastase
    [5] PSMA-PET von 08.2016 vor PSMA-RLT, danach 03.2017, sowie 05.2017

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