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Thema: PSMA THERAPIE/ Theranostics früh anwenden?

  1. #101
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    Dr. Bergter und die Klinik in Frankfurt haben sich "getrennt". Ob er bereits an einem anderen Krankenhaus arbeitet weiß ich nicht. Wahrscheinlich kann er dort aber seine Lu177 Therapie nicht anbieten.

  2. #102
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    PSMA-Radioligandentherapie

    Liebe Mitleser,

    Zitat aus dem aktuellen Deutschen Ärzteblatt, Jg.114, Heft 44 vom 3.11.2017,Seite 1683 ff.

    Radioligandentherapie: Die Ultima Ratio beim Prostatakrebs
    - u.a. Information bezüglich Finanzierung durch gesetzliche Krankenversicherungen.

    Winfried

  3. #103
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    Hier der Artikel
    Some days it's hard to find motivation .....
    some days motivation finds you!

  4. #104
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    Viele neue Therapien wurden zuerst bei austherapierten Patienten angewendet. Mit der Zeit und entsprechenden Erfahrungen in der Anwendung wurden sie immer früher eingesetzt. Ich habe den Eindruck, dies wird sich auch bei der Radioligandentherapie so wiederholen.

    Frank hatte mehrere Knochenmetastasen und Lymphknotenmetastasen. Er machte daraufhin Hormontherapie und zusätzlich Radioligandentherapie. Nach zwei Spritzen waren die Metastasen mit einem PSMA PET/CT nicht mehr sichtbar. Dauerhafte Nebenwirkungen entstanden keine.

    Deshalb denke ich, man sollte schon versuchen, die Radioligandentherapie auch bei nicht austherapierten Patienten einzusetzen.

    Georg

  5. #105
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    Zitat Zitat von Georg_ Beitrag anzeigen
    Frank hatte mehrere Knochenmetastasen und Lymphknotenmetastasen. Er machte daraufhin Hormontherapie und zusätzlich Radioligandentherapie. Nach zwei Spritzen waren die Metastasen mit einem PSMA PET/CT nicht mehr sichtbar. Dauerhafte Nebenwirkungen entstanden keine.

    Deshalb denke ich, man sollte schon versuchen, die Radioligandentherapie auch bei nicht austherapierten Patienten einzusetzen.
    Hallo Georg, Du kennst den Zusammenhang zwischen Testosteronentzug und Sensitivität eines PET? Einzelfälle sind kein Maßstab für medizinischen Fortschritt.

    Mit dem Schlusssatz unterstütze ich Dich wieder. Ich nehme aber auch an, dass diese Therapie verbunden mit einer Verbesserung der Methode sowieso in Arbeit ist. Die Spezifität des PSMA ist durchaus verbesserungsbedürftig. Für die Diagnose ist das unerheblich, weil man weiß, wo die Speicheldrüse ist.

    Vielleicht hast Du Glück gehabt. Ich habe von meiner Bestrahlung nun eine Kleinblase zurückbehalten mit etwa 250ml Fassungsvermögen. Meine nächtlichen Klogänge halten fit! Jetzt sag mir einer, ich hätte meine Blase nicht rechtzeitig befüllt... Solche Dinge sind Glücksspiele. Deswegen ist der Erfolg nicht am Einzelfall messbar sondern nur an einer statistischen Auswertung einer großen Zahl von Betroffenen.

  6. #106
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    Hallo Hermes,
    Zitat Zitat von Hermes_53 Beitrag anzeigen
    Hallo Georg, Du kennst den Zusammenhang zwischen Testosteronentzug und Sensitivität eines PET?
    ich bin zwar nicht Georg_, aber ich möchte mich trotzdem zu diesem Satz äußern. Du zielst darauf ab, dass eine PET, Besser PET/CT unter einer Androgenblockade nichts anzeigt. Dass liegt daran, dass die Krebszellen unter einer ADT in den Winterschlaf geschickt werden und den Trägerstoff Cholin nicht mehr aufnehmen. Eine PSMA-PET/CT funktioniert aber anders. Der Tracer (PSMA-617) dockt an die PSMA-Moleküle an der Oberfläche der Krebszelle an, nicht an die Krebszelle selbst. Die PSMA-Moleküle sind da, egal ob die Krebszelle sich gerade im Winterschlaf befindet oder nicht, und das (PSMA-617) bindet in jedem Fall. Eine PSMA-PET/CT zeigt also auch unter einer ADT etwas an. Das ist eines der schönen Dinge an ihr.

    Ralf

  7. #107
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    Hallo Hermes,

    wie Ralf schrieb, kann man auch während einer Hormontherapie mit einem PSMA PET/CT erkennen wo sich Tumorherde befinden. Während einer Radioligandentherapie werden mehrere PSMA PET/CTs zur Kontrolle der Behandlung eingesetzt, so die Empfehlung der DGN.

    Frank hat nur zwei Spritzen bekommen und da ergaben sich keine dauerhaften Nebenwirkungen, auch nicht bei den Speicheldrüsen. Konrad hat ja schon geschildert wie man diese kühlen kann um sie zu schonen.

    Ich weiß nicht ob der letzte Absatz sich auf mich selbst bezieht. Ich habe nur CyberKnife Bestrahlungen auf die sichtbaren Lymphknotenmetastasen machen lassen. Also nicht auf Verdacht die Lymphabflusswege. Da die CyberKnife Bestrahlung ein viel kleineres Gebiet, praktisch nur die sichtbare Metastase, bestrahlen kann als eine IMRT Bestrahlung ergeben sich weniger Nebenwirkungen. Es sei denn, die Bestrahlungsplanung und die Fixierung des Patienten wird nicht gut gemacht. Das kann Dir auch passieren.

    Georg

  8. #108
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    Hallo Ralf, danke für die Antwort. Ich habe jetzt mal ein bisschen gestöbert und fand zunächst dieses da:

    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28497198
    Ohne weiter gelesen zu haben, verweise ich auf den Abstract, der ja direkt angezeigt wird.

    Unter Results steht da:
    "A pathological (positive) PET/CT scan was associated with PSA level and ADT"

    Unter Conclusions ebenso:
    "68Ga-PSMA-11 PET/CT detects tumour lesions in a high percentage of patients with recurrent PCa. Tumour detection is clearly associated with PSA level and ADT."

    Mein Fazit dazu ganz praktisch: Finger weg von ADT, wenn ein PSMA PET vorgesehen ist.

    Ich finde Dein Beschreibung trotzdem gut. Wenn ich dazu einmal mitspekuliere, sage ich so: Wie soll der Tracer wissen, dass dort eine Krebszelle ist, wenn diese sich unter ADT einfach nicht rührt und keinerlei Lockmittel aussendet.

  9. #109
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    Zitat Zitat von RalfDm Beitrag anzeigen
    ...Die PSMA-Moleküle sind da, egal ob die Krebszelle sich gerade im Winterschlaf befindet oder nicht, und das (PSMA-617) bindet in jedem Fall. Eine PSMA-PET/CT zeigt also auch unter einer ADT etwas an. Das ist eines der schönen Dinge an ihr.
    Nicht ganz korrekt!
    Erstmal muss man zwischen Hormon Sensitivem-Prostatakrebs und Hormonunabhängigem-PCA unterscheiden, und dann auch noch wie lange nach Beginn der ADT ein PSMA PET/CT oder auch PET/MRT (gibt es ja auch noch) gemacht wurde. Nehmen wir mal den hier diskutierten Fall des Hormonabhängigen-Krebses, dann können wir von einer verstärkten PSMA Expression zu Beginn der ADT ausgehen, die sich aber über die Zeit abschwächt:

    ...Uptake in the patient was 7-fold higher at the post-ADT imaging time point than before treatment. This finding suggests that determining the post–AR inhibition imaging time point when PSMA expression is highest will be critical. Two processes are likely going on. The first is an increase in PSMA expression due to AR inhibition, as exhibited in our patient and as suggested recently by a study using 99mTc-MIP-1404 PSMA. The second is therapeutically induced cell death, which decreases the cell mass in the tumors and thus reduces their overall PSMA uptake. Previous work showed that a decrease in tumor mass can be seen on PSMA PET 4 mo after treatment with ADT...
    so Hope & Kollegen im JNM.

    Es gibt also ein PSMA-Flaire nach Einleitung einer ADT - hatten wir ausführlich drüber diskutiert, liest aber offensichtlich keiner. Ich halte, nach wie vor, einen Termin 2-4 Wochen nach Einleitung einer ADT für den idealen Zeitpunkt für eine PSMA PET Diagnostik bei Hormonabhängigem-Prostatakrebs. Wer im Fall eines Rezidivs nach Operation bei niedrigen PSA Werten die PSMA Sensitivität steigern will, könnte demnach über eine vorübergehende ADT, beispielsweise mit Bicalutamide, nachdenken. Dann sieht man aber vielleicht auch mehr als man will, das gilt es immer zu bedenken!
    if nothing's fails, it's not real life

  10. #110
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    Kann mir einer erklären was genau eine PET CT ist. Ist das dieses CT bei der die Punkte für die Bestrahlung gesetzt werden ?

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