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Thema: Aktive Überwachung......eventuell

  1. #1
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    Aktive Überwachung......eventuell

    Einen wunderschönen Guten Tag,
    seit dieser Woche 21.3 glaube ich Peter(1960) im falschen Film zu sein.
    Kurz zu meiner Historie:

    03/15 Allgemeine Vorsorgeuntersuchung, alles Top, aber PSA 3,5
    10/15 PSA 2,6
    02/16 PSA 4,6 - Biopsie empfohlen
    02/16 Biopsie, 6 x 2 Proben
    03/16 Befundbesprechung, Probe 2 (Mitte rechts) positiv:

    Duktales Adenokarzinom der Prostata.
    G2, Gleason 3+3, pT1c, L0, V0, Pn0 (10% der Gesamtschnittfläche infiltriert)
    Fibroadenomatöse Prostatahyperplasie
    Basalzellhyperplasie

    Bei der mikroskopischen Beschreibung von Probe zwei ist noch "Das Areal ist 1mm groß" vermerkt.

    Andere Proben: Fibroadenomatöse Prostatahyperplasie und milde chronische unspezifische prostatitis.

    Wie gehts weiter:

    04/16 Termin für MR am 5.4
    Urologe erwähnte unter anderem, nehme an je nach Ergebnis des MR, aktive Überwachung.

    Ich warte mal das Ergebnis des MR ab, update folgt.

    Grüße

    Peter

  2. #2
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    Aktive Überwachung ist durchaus eine Option. Wenn Du den Tumor in der Prostata aber gerne loswerden willst, würde ich eine fokale Cyberknife Bestrahlung empfehlen. Diese hat vergleichsweise sehr wenig Nebenwirkungen und bestrahlt nur einen sehr engen Bereich.

  3. #3
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    Hallo Peter,
    für eine Entscheidung hast du Zeit. Mehrere Optionen kommen für dich in Frage: AS , (beinhaltet in bestimmten Zeitintervallen Rebiopsien und festgelegte Exit-Punkte ), OP , Bestrahlung .
    Was ist zu tun: 1. Informiere dich möglichst genau über die Erkrankung und die Optionen.z.Bsp.hier: http://www.prostatakrebse.de/informa...ster%20Rat.pdf
    2. Durch das MRT erhälst du weitere Informationen zum Staging.
    3. Wie ist der PSA-Verlauf ( Historie bekannt? )
    4. Finde kompetente Ärzte deines Vertrauens, diese können auch weit entfernt ihren Arbeitsplatz haben.
    4. Entscheidung auf guter Datengrundlage.
    Viel Glück
    Skipper

  4. #4
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    Hallo Georg,

    wo in Österreich befindet sich denn ein Cyberknife-Zentrum und welche Krankenkasse übernimmt die Behandlung für Peter. Die Idee ist aber nicht schlecht, wenn die finanziellen und örtlichen Hindernisse überwunden sind. Mit 56 Jahren wäre mir das Risiko des Abwartens auf jeden Fall zu hoch.

    Gruß Heribert

    Vollständige PK-Historie seit 2005 bei
    myProstate.eu
    Menschen sind Engel mit nur einem Flügel.
    Sie müssen sich umarmen um fliegen zu können.



    (Luciano de Crescenzo)

  5. #5
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    Hallo Peter,

    da hast du dir aber eine seltene Spezi von PCa eingehandelt. Das duktales PCa beschert dir PSA was du für die Verlaufskontrolle für AS gar nicht gebrauchen kannst.
    Leider ist das nicht alles, das duktale PCa metastasiert gerne früh und Blase & Urethra ist gerne betroffen.

    Vielleicht ist der Vorschlag von Georg richtig gut. Heribert geht ja in gleicher Richtung.

    Ehe ich eine sehr aufwändige Diagnostik im Zeitablauf zu bewirtschaften hätte, würde ich einen frühen Termin zur Therapie dir anraten.

    Das hört sich jetzt zuerst einmal so an, als ob man mit Kanonen auf Spatzen schießt.
    Je mehr du dich aber mit dem duktalen PCa beschäftigt und die Hyperplasie und die Prostatitis miteinfließen läßt und auf weitere Nebenwirkungen wartest, schließe ich mich @Georg @Heribert an.

    Wenn ich mir das PCa aussuchen könnte würde ich mir das azinäre PCa wünschen, auf dem PSA wäre dann wenigstens Verlass.

    weiteres nachfolgend, achte auf die Fragezeichen.

    http://link.springer.com/article/10....-1968-6#page-4

    Gruss
    Hans-J.

  6. #6
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    Ich wurde bei meiner Antwort auf Peters Bericht länger unterbrochen.
    Dennoch stelle ich nach dem zwischenzeitlich Geschriebenen meinen Text
    unverändert ein:



    Lieber Peter

    Erstmal willkommen in unserer Runde und Glückwunsch für
    die sehr frühe Erkennung deines wenig aggressiven kleinen
    Tumors in der Prostata, zumindest soweit es das Biopsie-Ergebnis
    erkennen lässt. Gleason-Score (GS) 3+3 ist die niedrigste aller
    Aggressivitätsstufen nach Gleason, die oft mit einem sehr
    langsamen Wachstum verbunden ist.
    Dass dein Urologe mal die aktive Überwachung in den Raum
    gestellt hat, ist durchaus vernünftig, aber natürlich noch an
    die Ergebnisse der bildgebenden Untersuchung per MRT gebunden.
    Therapievorschläge sind ohne die Bilder verfrüht.


    Jeder Versuch, aus deinem bisherigen PSA-Verlauf mehr zu lernen über
    das Wachstum des Tumörchens ist leider nicht möglich, da auch eine
    Prostataentzündung vorliegt, die ebenfalls PSA produziert, mal mehr,
    mal weniger, und darüberhinaus die Prostatahyperplasie, eine im Grunde
    harmlose (benigne) Prostatavergrösserung (BPH) die aber auch zum PSA beiträgt.

    Lass uns hören wie es weitergehe, und Grüsse vom Rhein ins ferne Wien
    (Die Donau fliesst auch hier vorbei, nicht weit nördlich des Bodensees).


    Carpe diem!
    Konrad
    Meine Beiträge schreibe ich als CRPCa-betroffener Laie.

    [1] Mein PSA-Verlauf graphisch auf myprostate.eu
    [2] Meine PK-Historie auf Myprostate.eu
    [3] PSA-Verlaufsanalyse 2003-2013 nach Glättli (Was ist PSA-Alert?)
    [4] PSMA-PET/CT vom 04.07.2012: Paraaortale Lymphmetastase
    [5] PSMA-PET von 08.2016 vor PSMA-RLT, danach 03.2017, sowie 05.2017

  7. #7
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    Zitat Zitat von Hans-J. Beitrag anzeigen
    Hallo Peter,

    da hast du dir aber eine seltene Spezi von PCa eingehandelt. Das duktales PCa beschert dir PSA was du für die Verlaufskontrolle für AS gar nicht gebrauchen kannst.
    Leider ist das nicht alles, das duktale PCa metastasiert gerne früh und Blase & Urethra ist gerne betroffen.

    http://link.springer.com/article/10....-1968-6#page-4

    Gruss
    Hans-J.
    Na toll, das auch noch :-(
    Vom Gefühl her wird AS für mich nun keine Option sein, ich werde zusehen dieses "Zeug" so rasch wie möglich los zu werden.

    Danke für den Link.

  8. #8
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    Hallo Peter,
    vielleicht macht es hier Sinn einen 2. Pathologen hinzuzuziehen um das duktale PC verifizieren zu lassen.
    Hatte das "duktale" überlesen - sollte sich das bestätigen ist AS keine Option für dich.
    Gruß Skipper

  9. #9
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    Zitat Zitat von Hvielemi Beitrag anzeigen
    Lieber Peter

    Erstmal willkommen in unserer Runde und Glückwunsch für
    die sehr frühe Erkennung deines wenig aggressiven kleinen
    Tumors in der Prostata, zumindest soweit es das Biopsie-Ergebnis
    erkennen lässt. Gleason-Score (GS) 3+3 ist die niedrigste aller
    Aggressivitätsstufen nach Gleason, die oft mit einem sehr
    langsamen Wachstum verbunden ist.

    Konrad
    Hallo Konrad,

    danke für die Glückwünsche.
    Was mir aber "Kopfschmerzen" bereitet ist der Zusatz duktales Adenokarzinom.
    Ab 5.4 (MR) und anschließenden Termin beim Uro weiß ich wieder mehr, ich halte Euch am Laufenden.

    LG
    Peter

  10. #10
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    Hallo Peter,

    der von Hans-J. verlinkte Artikel stammt aus dem Jahr 2009, aber den Dr. Brock gibt es immer noch als Oberarzt an der Urologischen Klinik des Marienhospitals in Herne, siehe hier. Versuche doch mal, mit ihm Kontakt aufzunehmen und ihn zu fragen, wie er Deinen Fall beurteilt, vielleicht reagiert er ja. Zwischen einer ausgedehnten Prostatozystektomie und einer Active-Surveillance-Strategie ist ein sehr großer Unterschied! Wie, wenn erstere gar nicht erforderlich ist?

    Ralf

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