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Thema: PSA Anstieg nach 10 Monaten?

  1. #161
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    Zitat Zitat von Georg_ Beitrag anzeigen
    ... Aber die nicht-resistenten Zellen mutieren während der ADT weiter und mutieren durch den
    Selektionsdruck zu resistenten Zellen. Diesen zweiten Mechanismus hätte man ohne ADT nicht.

    Außerdem werden durch die Bestrahlung auch resistente Zellen zerstört.
    Georg,
    Nicht-ADT-resistente Zellen teilen sich nicht während der ADT, also mutieren sie auch nicht.
    Von der Bestrahlung werden sowohl resistente als auch nicht-resistente Zellen zerstört, das
    macht also keinen Unterschied in Bezug auf die ADT.
    Die nach Bestrahlung verbliebenen resistenten Zellen teilen sich ohnehin, mit oder ohne ADT.
    Ob man also die ADT "früh" beginne oder "spät", es werden immer die resistenten Zellen
    verbleiben, während die nicht-resistenten während der ADT stillhalten oder abladiert werden.
    (Unter "Früh" verstehe ich bei Wiederanstieg des PSA nach Primärtherapie, wie ich das
    erlebt hatte, "spät" erst nach weiterem Anstieg nach Sekundärtherapie(n), wie Hartmut
    und Daniela das wohl planen. Dazwischen läge die adjuvante ADT zur Salvage-Therapie,
    wie sie Strahlenarzt Danel Schmidt empfiehlt.)

    Setzt man mutig oder tollkühn die ADT nach sechs oder neun Monaten ab, wachsen jene
    Zellen wieder weiter, die auf Testosteron reagieren, sofern sie nicht bereits abladiert sind.
    Deswegen hatte ich nach 9 Monaten ADT keine parailliakalen Metastasen mehr, sondern
    nur weiter oben gelegene paraaortale, die dem ADT-Angriff besser widerstanden hatten.
    Dort und noch weiter oben retrocrural und am Schlüsselbein fanden sich dann auch die
    ADT-resistenten Zellstämme, mit denen ich mich heute herumschlagen muss.

    Konrad

  2. #162
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    Hallo Konrad,

    es bleiben trotz Hormontherapie genug Zellen, die sich noch teilen und mutieren. Hier ein Bild von den zwei Wegen, durch die sich die Kastrationsresistenz bilden soll:


    Die "AR negative cells" sind die schon vor Beginn der ADT resistenten Zellen und der Zweig "Adaptation" beschreibt die Mutation der nicht-resistenten Zellen, die dadurch u.a. eine erhöhte Anzahl Androgen-Rezeptoren gebildet haben und daher sehr Androgen sensitiv sind.

    Hier einige Studien/Artikel die die Mutation als Mechanismus der Kastrationsresistenz beschreiben:
    Pathophysiology of a hormone-resistant prostate tumour (daraus das Bild)
    Adaptation versus selection as the mechanism responsible for the relapse of prostatic cancer to ADT
    Androgen deprivation induces selective outgrowth of aggressive hormone-refractory prostate cancer clones
    Evidence for Clonal Outgrowth of Androgen-independent Prostate Cancer Cells from Androgen-dependent Tumors
    through a Two-Step Process

    Georg

  3. #163
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    Georg,
    Zellen, die unter ADT fähig sind, sich zu adaptieren, sind offensichtlich resistent,
    denn sonst könnten sie ja nicht auf den Androgenentzug wie auch immer reagieren.
    Dass es nicht verschiedene Pfade der Resistenz gebe, hab ich nie behauptet.

    Trotzdem Danke für die Informationen zu diesem Fragenkomplex.
    Konrad

  4. #164
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    Hallo ans Forum,

    der heutige PSA Wert beträgt 0,58. Am 17.09 hat mein Mann einen Termin zur PSMA/Pet Ct und wird das Bild machen lassen. Ich hätte viellleicht noch weiter abgewartet-aber da der Termin schon feststeht geht er hin. Danach berichte ich.

  5. #165
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    Liebe Daniela, ich drücke die Daumen. Die "Profis" werden sich bestimmt zu Wort melden.
    Gruß Sonja

  6. #166
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    Zitat Zitat von daniela3 Beitrag anzeigen
    Ich hätte viellleicht noch weiter abgewartet-aber da der Termin schon feststeht geht er hin.
    Der Zeitpunkt ist nicht so schlecht. Diese Studie Full JNM article_PSMA PET Impacts Radiotherapy Planning.pdf
    sagt, das von 270 Patienten mit Median-PSA 0,44 49% ein positives Ergebnis hatten, davon wiederum bei 39% Stellen gefunden wurden, die bei der vorgesehenen Salvagebestrahlung nicht bestrahlt worden wären, das PSMA PET CT also direkt therapeutische Konsequenzen gehabt hätte.
    Es gibt noch Unterscheidungen nach Gleason, PSA-Wert, und N0/N1-Status; gefühlsmäßig deuten die Zahlen darauf hin, dass bei deinem Mann eher 60% als 49% Wahrscheinlichkeit sichtbare Metastasen im PET/CT besteht.
    Dein Mann hat nicht die Zeit, auf die in der Studie dringend empfohlene randomisierte prospektive Studie zu warten.

  7. #167
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    Liebe Daniela,
    Ich lese mit Interesse eure Geschichte, weil sie einige Parallelen hat mit meiner Geschichte.
    Bei mir wurde gestern eine PSMA Pet bei PSA 0.09 ng/mL gemacht (Chance was zu sehen bei ca. 20% gemäss meiner Strahlentherapeutin).
    Der Grund war wohl einfach der, vor meiner jetzt schon in Kürze geplanten adjuvanten Bestrahlung nichts zu verpassen, was jetzt schon bildlich sichtbar ist. Weitere Ausführungen anderswo dann.

    Ich vermute, ihr schwankt wohl immer noch zwischen einer IMRT der Lymphabflusswege (mit oder ohne P-Loge) und einer späteren gezielten Bestrahlung auftretender Metastasen.
    Von kompetentem ärztlichem Rat habt ihr wohl genügend, wie ich Deinen bisherigen Beiträge entnehme.


    Nur noch zwei Gedankenanstösse:
    a) Wenn eine IMRT wie oben beschrieben immer noch eine Option sein sollte (vielleicht kannst Du mich aufklären, warum denn ev. Vernarbungen im Bauchraum vor Jahren da jetzt noch nachteilig sein sollten ?).
    b) Wenn ihr eh nur nach sichtbaren Metastasen Ausschau halten wolltet, dann könnte man sicherlich auch noch länger warten.

    Bei Variante a) besteht m.E. die Chance, dass keine weiteren Therapien mehr folgen müssen (aber ev. mehr Nebenwirkungen eintreten können)
    Bei Variante b) besteht das Risiko, dass bald schon weitere Metastasen wieder bestrahlt werden müssen

    So wie ich euch kenne, erzähle ich da aber auch nichts Neues.
    Viel Erfolg bei der Wahl der Therapie und alles Gute !

    Tritus

  8. #168
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    Danke euch für die Komentare! Wir werden sehen ob wir was sehen. In einem Monat wissen wir mehr sodass ich weiter berichten kann.

  9. #169
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    Sitzen bei der Nuklearmedizin und warten. Die Substanz im Fläschen die meinem Mann gespritzt werden soll ist dem Fahrer kaputtgegangen. Ist noch nie passiert in 10 Jahren, sagt der Arzt. Und so war es jedesmal seit der Diagnose; jedesmal ist irgendwas passiert was aus der Reihe war.

    Wir sitzen hier und warten ob die heute noch eine neue herstellen können...sind 180 Km hergefahren.

  10. #170
    SeppS58 Gast
    Liebe Daniela,
    Ihr zieht das Pech aber auch an.

    Aber nach sieben Jahre Dürre, kommen dann aber sieben fette Jahre.
    (Oder war das umgekehrt)

    Haltet durch!

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