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Thema: Taugt das MP-MRT zur Prostatakrebserkennung?

  1. #161
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    Martin,

    ich hatte bei meinem Beitrag keine großen Forschungen zuvor angestellt, das ist richtig. Was ich gefunden hatte bezog sich auf Mäusestudien und einzelne Fallstudien bei Menschen. Daraus habe ich den Schluss gezogen: kein halbwegs akzeptabler Beweis.

    Beim PAMP Verfahren wird das Fieber durch die Behandlung gezielt erzeugt und ist keine Reaktion des Immunsystems: "Auslöser für das Fieber und die Stimulation des angeborenen Immunsystems sind PAMP-Substanzen, die von pathogenen Keimen abgegeben werden." (FAQ der verlinkten Seite). Man spricht auch vom "positiven Effekt fiebriger Infekte".

    "Eine solche "alternative" Therapie wird immer wieder als letztes verzweifeltes Mittel eingesetzt. Warum nicht in einem früheren Stadium, in dem dann vielleicht Mikrometastasen oder CTCs angegriffen werden?"
    Da hast Du bei mir eine empfindliche Stelle getroffen. Wenn ein Patient merkt, dass die Schulmedizin ihm nicht mehr helfen kann, so sucht er nach einer Hoffnung. Dies wird von speziellen Ärzten ausgenutzt, die diesen Patienten - gegen entsprechendes Entgelt - eine Heilung von ihrem Tumor versprechen. Wenn das Geld zu Ende ist werden die Patienten als geheilt entlassen. Es gibt auch deutsche Ärzte, die dieses Geschäftsmodell verfolgen. Häufiger ist es offenbar in den USA. Ein Freund von mir hatte Bauchspeicheldrüsenkrebs und ist in eine solche Klinik in Deutschland geraten. Als er sich beklagte, dass keine Besserung eintrete wurde der Arzt ruppig und böse. Mein Freund starb dann zuhause.

    Ein Beispiel ist Dr. Lentz, der in den USA nicht mehr praktizieren darf und deshalb nach Prien am Chiemsee gezogen ist. Dort behandelt er vorzugsweise "austherapierte" amerikanische Patienten und auch aus anderen Ländern der Welt. Offenbar keine deutschen Patienten. Die todkranken Patienten sterben meist zuhause kurz nach der Behandlung oder bereits in Prien. Eine Behandlung kostet - Vorkasse natürlich - ca. 180.000 US-Dollar. Manche Patienten bitten alle Verwandte und Bekannte um Geld um ihre Behandlung bezahlen zu können. Diese geben das Geld um nicht am Tod des Erkrankten mitschuldig zu sein.

    Georg

  2. #162
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    Georg, Solche Ärzte sind übel. PAMP scheint aber aufgrund der geringen Kosten nicht ein reines Geschäftsmodell zu sein. Ich würde das eher so wie NEMs sehen: man futtert irgendwelche Antioxidantien, Granatpfelsaft, usw., die potentiell dem Immunsystem helfen und/oder gewisse krebsbehindernde Eigenschaften haben sollen. DIe kosten nicht so viel (im Laufe der Jahre kommt schon was zusammen) und haben keine oder wenig Nebenwirkungen.

  3. #163
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    Ein Hallo in die Runde nach längerer Abstinenz. Die Wirksamkeit der (Trenatone) Antihormontherapie lässt nach. PSA steigt wieder von seinerzeit (2017) 1,8 auf jetzt 8,2 im Mai 2019. und innerhalb 2 Monate um 2 volle Punkte. es wird jetzt erwogen zusätzlich zur Antihormontherapie Bicalitumalid zu geben. Alternativ das (wohl deutlich teuere) Xtandi. zu xtandi gibts mehrere Studien, die eine höhere Wirksamkeit bezüglich Progression und Überleben bestätigen. Gibts hier Erfahrungen ob mit Schwierigkeiten zu rechnen ist wenn ich gerne mit Xtandi behandelt werden möchte? (bin Kassenpatient KKH)

  4. #164
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    Ich spreche mich ja öfter für Bicalutamid aus, aber nicht in Deiner Situation. Bei dieser PSA Verdopplungszeit sollte man nicht mit Bicalutamid herumprobieren, sondern gleich das "Super-Bicalutamid", also Xtandi, einsetzen. Dies ist bei Kastrationsresistenz, die liegt bei Dir vor, zugelassen. Du kannst ja vorher bei der KKH nachfragen. Das ist ein sehr teures Medikament und daher mag Dein Urologe zurückhaltend sein. Aber an sich kann es keine Diskussion geben, dass die Versicherung dies in Deinem Fall bezahlen muss.

    Georg

  5. #165
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    Danke für prompte und sehr konstruktive Antwort. Alles Gute und ich melde mich bei Gelegenheit wie es ausgegangen ist. Bin aber guter Dinge, baue halt gerne vor Gesprächen Verhandlungsmasse auf.

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