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Thema: Was nun nach PET-CT Fusionsbefund mit Gallium Tracer

  1. #71
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    Ich glaube, hier gibt es ein Missverständnis.
    Beispiel PCA: 1980 lag die Zahl der Neuerkrankungen bei 20100, die der Sterbefälle bei 8818,
    im Jahr 2010 waren die entsprechenden Zahlen 62000 Neuerkrankungen und 12134 Sterbefälle (Quelle Robert Koch Institut).
    Das zeigt, dass sich das Verhältnis von Erkrankungen zu Sterbefällen sehr zu Gunsten der Patienten verbessert hat.
    Dennoch ist die Zahl der Todesfälle von 8818 auf 12134 gestiegen. Es starben 2010 mehr Männer an PCa als 1980!
    Aber von den Diagnostizierten starb "nur" noch etwa jeder 5. daran, 1980 war es fast jeder 2.

    Detlef

  2. #72
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    Zitat Zitat von Georg_ Beitrag anzeigen
    Norbert,

    man kann auch eine Bicalutamid Monotherapie machen. Diese ist nicht ganz so wirksam wie eine Spritze mit einem GnRH Analogon hat aber auch weniger Nebenwirkungen. Wahrscheinlich kannst Du Deinen Urologen überreden erstmal mit Bicalutamid weiterzumachen.

    Nochmal der Hinweis, nach einer Bestrahlung der Metastasen mit CyberKnife wird der PSA Wert auch zurückgehen und Du kannst wahrscheinlich dann für eine Weile auf eine Hormontherapie verzichten. Leider gibt es diese Bestrahlung nicht in Österreich.

    Georg
    @georg:

    War heute beim Urologen der auch von der Wirksamkeit der 50 mg Bucalutamid Therapie in einem Moinat ( PSA 2,12 auf 0,77) beeindruckt war. Ließ sich dann auch überreden statt der 3 Monatsspritze die Bucalutamid Monotherapie weiter zu führen. Jetzt allerdings mit 150 mg Tabletten.Warum eigentlich nicht weiter mit den 50 mg Tabletten , ist mir nicht klar ?
    Hoffe daß mit den 150 mg Tabletten sich die Nebenwirkungen nicht verstärken. Bei mir sind es vor allem Antriebslosigkeit und auch depressive Verstimmungen , keine physischen Beschwerden. Urologe erklärte mir das mit dem Hormonmangel - soll weit verbreitet sein.
    Hat wer schon Erfahrungen wegen der Nebenwirkungen bei Umstellung von 50 mg auf 150 mg Bicalutamid gemacht ?

    Gruß,
    Norbert

  3. #73
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    Zitat Zitat von veteran2011 Beitrag anzeigen
    Hoffe daß mit den 150 mg Tabletten sich die Nebenwirkungen nicht verstärken. Bei mir sind es vor allem Antriebslosigkeit und auch depressive Verstimmungen , keine physischen Beschwerden. Urologe erklärte mir das mit dem Hormonmangel - soll weit verbreitet sein.
    Hat wer schon Erfahrungen wegen der Nebenwirkungen bei Umstellung von 50 mg auf 150 mg Bicalutamid gemacht ?
    Hallo Norbert,

    jeder reagiert unterschiedlich; ich hatte vor vielen Jahren einmal eine Bicalutamid/150mg Monotherapie versucht, die etwa 1 Jahr gut funktioniert hatte. Ich hatte minimale Nebenwirkungen (was aber nicht viel sagt, kann sehr unterschiedlich sein).
    Vielleicht hattest Du das falsch verstanden, was Dein Urologe da bez. "Hormonmangel" gesagt hat. Man hat unter Bica keinen "Hormonmangel". Ganz im Gegenteil: Unter Bica Monotherapie steigt das Testosteron!!
    Klaus

  4. #74
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    Hallo Norbert,

    eine Bicalutamid Monotherapie macht man, soweit mir bekannt, immer mit 150 mg. Nur als Flare-up-Prophylaxe vor einer 3-Monatsspritze wird 50 mg eingesetzt.

    Hormonmangel war sicher nicht die richtige Bezeichnung, aber Nebenwirkungen hat diese Therapie schon, Klaus hat da Glück gehabt. "Schnelle Ermüdbarkeit" ist eine mögliche Nebenwirkung, Stimmungsschwankungen sind an sich auch häufig bei einer Hormontherapie. Sehr häufig ist Brustvergrößerung.

    Georg

  5. #75
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    Lieber Norbert

    Du solltest der Brustvergrösserung vorbeugen.
    Das macht man mit ca. 5 Bestrahlungen mit Elektronen
    auf die Brustdrüsen. Das kann selbst der altmodischste LINAC,
    der in der Ostalpenrepublik zu finden ist.
    Sind die Brüste etst mal gewachsen, werden die nie mehr kleiner ...

    Eine weitere, oft vergessene Nebenwirkung von Bicalutamid 150mg/d
    ist das gegenüber 50mg/d erheblich gesteigerte kardiovaskuläre Risiko.
    Deshalb besser ADT per Dreimonatsspritze.

    Carpe diem!
    Konrad


    PS:
    Hast Du dich jetzt erkundigt nach einer stereotaktischen Bestrahlung
    (SBRT) deiner parailliakalen Lymphmetastasen?
    Die könnte deine letzte, wenn auch geringe Heilungschance sein.
    Meine Beiträge schreibe ich als CRPCa-betroffener Laie.

    [1] Mein PSA-Verlauf graphisch auf myprostate.eu
    [2] Meine PK-Historie auf Myprostate.eu
    [3] PSA-Verlaufsanalyse 2003-2013 nach Glättli (Was ist PSA-Alert?)
    [4] PSMA-PET/CT vom 04.07.2012: Paraaortale Lymphmetastase
    [5] PSMA-PET von 08.2016 vor PSMA-RLT, danach 03.2017, sowie 05.2017

  6. #76
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    Liebe Schicksalsgefährten und Experten,

    Stehe noch immer vor der Entscheidung mit 50 mg Bicalutamid weiterzu machen, auf 150 mg zu erhöhen oder 3 Montasspritze.
    Ähnlich wie auch @gerhard1 in seinem Thread fragte.

    Vor 2 Monaten begann ich mit 50 mg Bicalutamid bei einem PSA Wert von 2,12. Nach einem Monat war er auf 0,77 und heute nach 2 Monaten
    auf 0,48. Das spricht doch für eine Beibehaltung der 50 mg Monotherapie oder ? Hatte auch noch keine Brustschmerzen zu beklagen.

    Allerdings ist der Testosteronwert von 8,00 zu Beginn vor 2 Monaten nun auf 13,10 gestiegen. Was soll das bedeuten ? Muß ich mir da Sorgen
    machen bzw, doch auf 150 mg steigern oder die 3 Monatsspritze geben lassen. Wie schon früher gesagt ich bin 75 und habe vor 5 Jahren einen
    Stent wegen ausgeprägter linksvetrikulärer Insuffizienz implantiert erhalten weshalb ich mich keinem zusätzlichen kardiovaskulären Risiko aussetzen
    möchte.

    Als Antwort zu Konrads Empfehlung :

    Die Bestrahlung wurde hier abgelehnt aber in Aussicht gestellt nach einem neuerlichen PET/CT im Juni 2017 eine Bestrahlungsplanung zu versuchen wenn die metasierten
    Lymphknoten dann kleiner sein sollten. Werde nicht ganz schlau daraus ?

    Liebe Grüße ,
    Norbert

  7. #77
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    Norbert,

    was der gestiegene Testosteronwert bedeutet kann Dir wohl Dein Urologe oder vielleicht Urologe fs sagen. Ich denke eine Erhöhung der Bicalutamid-Dosis wird zu keiner Testosteronsenkung führen.

    Eine Hormontherapie führt normalerweise zu einer Verkleinerung des Tumors in den befallenen Lymphknoten. Das nutzt man um danach nur einen kleineren Bereich bestrahlen zu müssen.

    Georg

  8. #78
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    Hallo Norbert,
    Zitat Zitat von veteran2011 Beitrag anzeigen
    Allerdings ist der Testosteronwert von 8,00 zu Beginn vor 2 Monaten nun auf 13,10 gestiegen. Was soll das bedeuten ? Muß ich mir da Sorgen
    machen bzw, doch auf 150 mg steigern oder die 3 Monatsspritze geben lassen.
    mir scheint, Du hast den Wirkmechanismus von Bicalutamid nicht verstanden. Der Wirkstoff besetzt die Rezeptoren für Testosteron, so dass Moleküle des letzteren nicht mehr an die Testosteron-abhängigen Krebs- und anderen Zellen andocken können. Das Testosteron wird zu 90 bis 95 % in den Hoden und zu 5 bis 10 % in den Nebennieren gebildet. Auf diese Organe hat das Blockieren der Testosteron-Rezeptoren keinerlei Wirkung, sie produzieren unbeirrt weiter ihr Testosteron. Dem Körper wird aber gemeldet, dass mit der Testosteron-Versorgung etwas nicht stimmt, und er versucht, dies durch eine Produktionserhöhung auszugleichen. Ergebnis: Ein höherer Testosteronspiegel als vorher, also lehrbuchmäßig genau das, was Du feststellst. Nur hilft es den hungrigen Zellen nicht, sie sind blockiert und müssen weiter darben. Eine Erhöhung der Bicalutamid-Dosis wird daher wenig ändern, wozu auch?

    Ralf

  9. #79
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    Danke Ralf für Deine Erläuterungen.
    Trotzdem bleibt die Frage ob ein höherer Testosteronwert unerwünschte Folgewirkungen auch außerhalb der Prostata Krebszellennach sich ziehen kann. Ich konnte darüber bisher nichts finden. Im Gegenteil erhöhte Agilität und andere positive Auswirkungen konnte ich lesen.

    Meine laienhafte Befürchtung ist aber daß die durch die Reptorenblockade ausgelöste Mangelernährung der Prostatazellen in den Metastasen nach mehr Testosteron Zufuhr verlangt und das wiederum nur durch
    höhere Bicalutamid ausgegelichen werden kann. Also ein verängnisvolles gegenseitiges Aufschaukeln ode liege ich damit ganz falsch ?

    Liebe Grüße,
    Norbert

  10. #80
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    Hallo Norbert,

    die Leitlinie sagt seit 2009 (in der derzeitigen Konsultationsfassung für die Aktualisierung steht auch nichts Anderes):

    "Patienten mit einem lokal fortgeschrittenen Prostatakarzinom, die eine hormonablative Therapie erhalten sollen, können mit einer Therapie mit dem Effekt einer Kastration (z. B. bilaterale Orchiektomie, LHRH-Analogon, GnRH-Blocker) oder mit einem geeigneten Antiandrogen behandelt werden. Von den Antiandrogenen ist lediglich für Bicalutamid 150 mg täglich die Äqui-Effektivität mit der Orchiektomie nachgewiesen."

    Du kannst also mit Verweis auf die Leitlinie Deinen Doc bitten, Dir die 150-mg-Dosis zu verschreiben.

    Ralf

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