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Thema: Weiterer PSA-Anstieg nach über 10 Jahren

  1. #71
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    Achim,


    ich bin bei einer nicht unähnlichen Vorgeschichte mit einer verzögerten intermittierender Hormontherapie gut gefahren. 6 Monate "maximale Hormonblockade" (Spritze + Bicalutamid) @ PSA 2,67 und nach 108 weiteren Monaten immer noch in der ersten Therapiepause @ PSA 7,38. Maximaler PSA im Verlauf 9,66 vor einem knappen Jahr. Ich frage mich oft, ob ich bei einer aggressiveren Hormontherapie immer noch hormonsensitiv wäre. Mein Profil findest du hier http://de.myprostate.eu/?req=user&id=517.


    Liebe Grüße
    Jon

  2. #72
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    Zitat Zitat von silver dollar Beitrag anzeigen
    Moin Achim,
    die TKK übernimmt nun häufig das PSMA PET Voraussetzung vorheriger begründeter Antrag und Inanspruchnahme der Berliner Vertragsinstitution, Reisekosten verbleiben üblicherweise beim
    Patienten.
    . .

    Reisekosten haben sie nach meiner energischen Intervention doch übernommen. (HH-BLN) 600km immerhin.
    Reinhard

  3. #73
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    Moin,
    Glück gehabt Rechtsanspruch besteht nicht
    Gruss aus Tornesch
    Guenther
    SHG Prostatakrebs Pinneberg
    Dies ist die Ansicht eines Betroffenen und keine fachärztliche Auskunft
    Serve To Lead

  4. #74
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    Zitat Zitat von reini99 Beitrag anzeigen
    . .

    Reisekosten haben sie nach meiner energischen Intervention doch übernommen. (HH-BLN) 600km immerhin.
    Reinhard
    Hallo Reinhard, wie hast Du genau "energisch interveniert"? Ich brauchte für das PET selber in Berlin nur eine Überweisung meines Urologen. Mehr habe ich nicht.

  5. #75
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    Hallo zusammen;


    ich habe gestern (03.11.2017) einen neuen PSA-Wert bekommen: 0,24ug/l
    (vorher 0,12ug/l vom 16.10.2017). Das ist eine Verdopplungszeit von
    unter einem Monat. Das macht mir doch viel Sorgen...
    Ich hatte ja für meine 3 Lymphknotenmetastasen eine Strahlentherapie
    (Mitte Feb. - Ende März) und parallel dazu eine HT (2x 3-Monatsspritze
    mit Trenantone, letzte am 02.05.2017) gemacht.
    Jetzt frage ich mich, wieso steigt der PSA schon wieder an ?
    Die Strahlentherapie hätte doch die LKM "zerstören" müssen.
    Was ich verstehe ist, das die HT keine Wirkung mehr hat.
    Meine Testosteron ist ja auch schon seit einiger Zeit wieder im
    Normalbereich...
    Außerdem kann es sein, das bei der Strahlentherapie eine LKM nicht
    mitbestrahlt wurde. Macht "die" also jetzt den Anstieg ?
    Nächste Woche bin ich beim Urologen und auch in der Martini-Klinik
    um die weitere Therapie zu besprechen.
    Ich würde mich aber über Eure Einschätzungen freuen.




    Liebe Grüße aus HH
    Achim

  6. #76
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    Hallo Achim,

    offensichtlich hat die Bestrahlung nicht alles abgedeckt was an Metastasierung vorhanden war. Ich denke, da zeigt sich ein generelles Problem der Bildgebung. Man glaubt sich auf ein entsprechendes PET-CT verlassen zu können. Das ist ab leider nicht immer der Fall. Auch bei einem höheren PSA-Wert - bei dir mit 1,35 ng/ml - werden immer nur die größeren Ansammlungen von Tumorzellen angezeigt, weiterhin vorhandene Mikrometastasen liegen noch unterhalb der Detektionsgrenze einer Bildgebung. So läuft man mit dem PET-CT quasi ständig der aktuellen Entwicklung hinterher, sofern es sich um einen Tumortypus handelt, der entsprechend aggressiv ist und weitere Mikrometastasen gebildet hat.

    Nach meinem Dafürhalten gibt es für dich zwei vorrangige therapeutische Möglichkeiten. Entweder zunächst ein erneutes PET-CT durchführen zu lassen (nach dem Abwarten auf einen entsprechenden höheren PSA-Wert bei dem das PET-CT auch etwas zeigt), um die neuen Quellen für die PSA-Erhöhung ausfindig zu machen und danach zu entscheiden, ob eine abermalige Bestrahlung möglich wäre oder aber mit einer Hormontherapie zu beginnen. Ob dabei ADT oder AHT zum Zuge kommen, bliebe noch zu klären.

    Zitat helimb:
    "Was ich verstehe ist, das die HT keine Wirkung mehr hat.
    Meine Testosteron ist ja auch schon seit einiger Zeit wieder im Normalbereich...".
    Deinem Profil entnehme ich, dass du wohl 2x Trenantone erhalten hast, die letzte Spritze am 02.05.2017. Sofern deine Angaben vollständig sind, kann momentan nichts mehr wirken. Die Wirkdauer von Trenantone beträgt 3 Monate, d.h. Anfang August war deine ADT beendet. Das ist auch der Grund, weshalb dein Testosteronspiegel seit einiger Zeit wieder im Normbereich liegt.

    Gruß
    Roland

    Der Beitrag beruht auf meiner laienhafter Einschätzung
    Lerne mit Deinen Beschwerden zu leben, versuche gelassen zu bleiben und gehe friedvoll mit Deinen Mitmenschen um - dann hast Du schöne Tage.

  7. #77
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    Hallo Achim,

    die Tumorzellen sind nach einer Bestrahlung nicht sofort tot. Die Bestrahlung schädigt die DNA der Zellen und diese sterben erst, wenn sie versuchen sich wieder zu teilen. Das kann über ein Jahr dauern bis alle Zellen einen "Teilungsversuch" gemacht haben. Du solltest daher noch etwas abwarten. Ein vorübergehender Anstieg "= Bounce" ist üblich, sie dazu den Ersten Rat.

    Für eine Salvage Bestrahlung warst Du mit einem PSA Wert von 1,35 schon zu hoch. Ich fürchte, die 54 Gy haben gereicht eventuelle Mikrometastasen zu zerstören, jedenfalls die, die im Bereich der IMRT Bestrahlung waren. Bei den sichtbaren Metastasen führt es u.U. nur zu einer Verkleinerung. Auf sichtbare Metastasen kann man einen "Boost" geben, mit SBRT Bestrahlung oder HDR Brachytherapie.

    Also im nächsten Jahr ein PSMA PET/CT machen und nachbestrahlen, was noch übrig ist.

    Georg

  8. #78
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    Lieber Roland,
    lieber Georg,


    Danke für Eure Beiträge !


    @Georg,
    Ich habe Deinen Hinweis zum Thema "Bounce" mit
    dem "Ersten Rat" nicht verstanden...
    Kannst Du bitte die Themen "Boost", "SBRT Bestrahlung"
    und "HDR Brachytherapie" noch etwas erläutern.
    Mit meinem laienhafen Verständnis weiß ich eigentlich
    nur, das man prinzipiell ein Gebiet nicht 2x bestrahlen kann.
    Die Untersuchung mit dem PSMA PET/CT habe ich auch schon in
    Erwägung gezogen. Heist aber, entweder lege ich ca 1300€ auf den Tisch
    oder ich muß nach Berlin fahren...


    LG Achim

  9. #79
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    Hallo Achim,

    ich fuhr aus KA zum PET nach Berlin. Die Leute am DTZ machen das sehr gründlich. Es ist eine Sauerei, was sich die GKV uns gegenüber leisten. Leider macht es die TK ihrer Klientel durch die Möglichkeit Berlin unmöglich, die woanders entstehenden Kosten eines PET einzuklagen. Schließlich hat die GKV ihre Leistungen nach dem medizinischen Fortschritt anzupassen. Das PSMA PET ist seit einigen Jahren etabliert, nur die GKV übernimmt es nicht.

    Antworten zu Deinen Fragen an Georg: Das sind alles spezielle Techniken der Bestrahlungstherapien. Näheres findest Du sicher bei Tante Guhgel.

    Deine PCa Geschichte erinnert mich an meine. Ich würde immer wieder empfehlen, die Versuche der Direktbehandlung der Metastasen auszureizen. Also bei Dir jetzt oder in Kürze: Zum PET nach Berlin und weitere Diagnose oder Therapie nach Ergebnis.

    Gruß, Hermes

  10. #80
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    Hallo Achim,

    den Ersten Rat findest Du unter Basiswissen. Im Kapitel 7.2.7 ist der Bounce, also ein vorübergehender Anstieg des PSA Wertes nach einer Bestrahlung, beschrieben.

    Dort ist unter 7.2.2 auch die HDR Brachytherapie und unter 7.2.1 die SBRT oder CyberKnife Bestrahlung beschrieben. Mit beiden Verfahren kann man sehr gezielt kleinere Bereiche mit höheren Dosen bestrahlen. Dies kann man nutzen um die Dosis innerhalb eines mit IMRT bestrahlten Bereichs zu erhöhen. Oder nachträglich nochmal zu erhöhen wenn die Metastasen nicht verschwunden sind. Ich glaube allerdings nicht, dass jeder Strahlentherapeut bereit ist, dies zu machen. Jedenfalls würde es z.B. Prof. Dunst in Kiel machen.

    Allerdings kann man auch mit IMRT eine erhöhte Dosis auf sichtbare Metastasen geben, siehe dieses Bild. Dort wurden die Lymphabflusswege in gelb mit 50 Gy bestrahlt und die Metastase in lila mit 68 Gy. Der 68 Gy Bereich ist der grüne Kreis.



    Du kannst diese Alternativen ja bei Deinem Termin in der Martini Klinik ansprechen.

    Georg

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