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Thema: Stress und Krebs

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  1. #1
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    Stress und Krebs

    Stress kann die Entstehung von Krebs begünstigen und seine Heilung verhindern.

    Mit Stress bezeichnet man die psychischen und physischen Reaktionen auf innere oder äußere Stressoren sowie die dadurch entstehenden Belastungen.
    Je nach Bewältigungskapazität kann Stress als positiv oder negativ empfunden werden und sich auch entsprechend auswirken.
    Sich negativ auswirkende Stressoren können vielfältig sein: Lärm, Mobbing, Schulden, Verlust des Arbeitsplatzes, Ängste, Scheidung, Insolvenz, Krankheit, Depression, Umzug, Überforderung, Tod von Angehörigen oder Freunden, Eheprobleme, Zeitmangel, Reizüberflutung und viele mehr.
    Je häufiger diese Belastungen auftreten, je länger sie anhalten und je mehr man sich ihnen ausgeliefert fühlt, desto größer ist der Stress.

    Dieser negativ empfundene Stress kann eine ganze Reihe von Veränderungen im Körper auslösen:
    - Ausschüttung von Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol
    - Erhöhung des Muskeltonus
    - Abbau von Gehirnmasse
    - Magen- und Darmprobleme
    - Gelenkschmerzen
    - Hörsturz
    - Schwächung des Immunsystems
    - Vergesslichkeit, Verwirrung
    - Schlafstörungen
    - Appetitlosigkeit
    und viele mehr.

    Ich möchte hier insbesondere auf den Zusammenhang zwischen Immunsystem und Stress eingehen.
    Unser Immunsystem gleicht einer mächtigen Armee, die unseren Körper vor Feinden schützt.
    Feinde sind Viren und Bakterien, die in den Körper eindringen, aber auch entartete Zellen, die im Körper entstehen.
    Eindringlinge treffen auf Fress- und Alarmzellen (Monozyten, Makrophagen), die sie binden und verdauen. Ausserdem werden Immunbotenstoffe (Zytokine) produziert, mit denen alle anderen Teile des Immunsystems alarmiert werden. Es kommt dadurch zu einer Aktivierung von B-Zellen, die Antikörper herstellen. T-Zellen nehmen den Kampf gegen die mit Antikörpern markierten Erreger auf. Die Zytokine können über das Gehirn Fieber auslösen, das die Erreger hemmt und Tumorzellen absterben lässt, und Leber und Knochenmark aktivieren. Auch sog. NK-Zellen (natürliche Killerzellen) sind in der Lage, von Viren infizierte Körperzellen sowie entartete Tumorzellen zu töten.
    Diese Immunantwort ist so mächtig, dass Gefahr besteht, dass sie auch Schaden anrichten kann. Sei es, dass das Fieber zu hoch wird, dass das Blut Schaden nimmt oder dass Organe versagen. Selbst Tod durch Schock ist möglich.
    Die wirkungsvollste Immunbremse des Körpers ist ein Hormon namens Cortisol. Es ist das Stresshormon, das die Gene der Zytokine wieder abdreht. Die Produktion von Cortisol wird im Gehirn gesteuert. Nervenzellen des Hypothalamus aktivieren CRH (Corticotropin--Releasing-Hormon), das wiederum das Hormon ACTH (Adrenocorticotropes Hormon) bilden lässt, wodurch es in der Nebenniere zur Ausschüttung von Cortisol kommt.
    Diese Balance zwischen Stresssystem und Immunsystem folgt einem circadianem Rhythmus: Ist die Cortisolproduktion hoch, dann ist die Immunakivität niedrig und umgekehrt. So sind beim Menschen morgens die Gene des Stresssystems aktiviert, abends die des Immunsystems.

    Durch Probleme in zwischenmenschlichen Beziehungen, Depressionen und chronischen Stress kann dieses Gleichgewicht aus der Balance geraten. Das zentrale Stressgen CRH wird aktiviert, was zur vermehrten Produktion von Cortisol führt. Dies kann zur Folge haben, dass das Immunsystem behindert wird.
    Eine Daueraktivierung der Stressachse kann das Immunsystem so schwächen, dass es zum Beispiel im Körper „schlafende“ Viren wie Herpesviren oder auch das Epstein-Barr-Virus nicht mehr unter Kontrolle halten kann. Bei akuten Infektionen mit Viren oder Bakterien können wichtige Teile der Immunantwort ganz ausbleiben, was verschiedene chronische Gesundheitsstörungen zur Folge haben kann. T-Zellen und NK-Zellen sind vermindert und in ihrer Funktion gehemmt.
    Kommen zum Stress noch andere Risikofaktoren wie Depression oder Rauchen, potenziert sich die Gefahr einer Krebserkrankung.

    Aus diesen Gründen gehört zu jeder Krebstherapie eine Anti-Stress-Strategie.
    Eine potentiell lebensbedrohende Krankheit stellt das Leben auf den Prüfstand. Es empfiehlt sich, alle Lebensbereiche nach Schwachstellen abzusuchen. Was macht Stress? Wo ist das Gleichgewicht gestört? Was stärkt mich, was schwächt mich? Wo fühle ich mich überfordert, wo unterfordert? Stresse ich meinen Körper durch schlechte Ernährung? Durch Bewegungsmangel? Bin ich eigentlich glücklich in meiner Ehe, in meinem Beruf?
    Wenn der Stress auf Konflikten beruht, sollten diese geklärt werden.
    Stress als Überreaktion auf Stressoren kann durch Entspannungsübungen gelindert werden. Das kann sein: Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung, Meditation, Reiki usw. Yoga, Sport, Qi Gong können eine Hilfe sein.
    Liegt der Stress in einer äußeren Situation begründet, kann die Krebsdiagnose Anlass sein, diese endlich zu verändern, beispielsweise sich scheiden zu lassen, auch wenn man dann aus dem Eigenheim ausziehen muss, oder sich einen anderen Job zu suchen, auch wenn man dort weniger verdient.
    Auch kann sie Anstoß geben, sich um eine Psychotherapie zu kümmern. Das gilt besonders, wenn zum Stress noch Depressionen kommen oder Ängste oder andere psychische Beschwerden. Auch die Krebsdiagnose an sich ist natürlich einen großer Stressfaktor. Plötzlich rückt das eigene Lebensende näher, die Möglichkeit eines baldigen Todes ist gegeben. Es heisst, hinter jeder Angst steckt die Angst vor dem Tod. Viele Menschen, die ihre Krebserkrankung überwanden, sagten, zuerst hätten sie die Angst besiegt, dann den Krebs.

    Krebs ist eine Gelegenheit, das eigene Wohlbefinden in den Vordergrund zu stellen. Wer bisher hauptsächlich für andere da war, hat jetzt die Möglichkeit (und das Recht!), sich um sich selbst zu kümmern. Alles, was der Gesundheit dient, ist hilfreich.
    Pflegen und verwöhnen Sie sich. Ernähren Sie sich gesund, halten Sie sich fit. Gönnen Sie sich viel Entspannung, Pausen, Abschalten. Machen Sie Urlaub. Lassen Sie sich massieren. Gönnen Sie sich ein wenig Luxus (Sie können das Geld am Ende eh nicht mitnehmen). Bauen Sie Belastungen konsequent ab. Simplify your life. Was macht Sie wirklich glücklich?
    Lassen Sie los, was der Mühe nicht lohnt. Misten Sie aus in ihrem Leben. Wenn Sie sich zuviel aufgeladen haben, dann befreien Sie sich jetzt davon, erleichtern Sie die Last auf Ihren Schultern.
    Spüren Sie genau hin, was Ihnen Stress macht. Vergeben Sie Menschen, die sie verletzt haben. Versöhnen Sie sich mit Ihrem Schicksal. Finden Sie Frieden und Ruhe. Erfreuen Sie sich an den kleinen Dingen. Nehmen Sie sich eine Auszeit.
    Krebs kann auch eine Wende sein, hin zu einem besseren Leben. Zu mehr Bewusstheit, mehr Gelassenheit, mehr Liebe, mehr Gesundheit. Wenn nicht jetzt - wann dann?

  2. #2
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    Hallo Muggelino,

    Deinen Text habe ich mit Aufmerksamkeit zweimal gelesen und ich bin ganz bei Dir, was die Empfehlungen für Anti-Stress-Strategien betrifft. Diese Art von check-liste sollte am besten jeder Mensch schon früh verinnerlichen, sie in Abständen abklopfen und dann hopefully in der Lage sein, auch etwas zu ändern.

    Was es nach meinem (laienhaften) Wissen, den Informationen, die für mich einsehbar sind, aber nicht gibt, ist eine Studie, die den Zusammenhang zwischen Stress und Krebs belegt. Dies konnte bei Bluthochdruck, Schlaganfall, Depression belegt werden, aber bis jetzt nicht bei Krebserkrankungen.
    Angeblich wachen z.B. auch schlafende Herpesviren nicht unbedingt auf, weil das Immunsystem geschwächt ist, auch bei einem eben festgestellten super-duper Immunsystem können sie zuschlagen.

    Bestimmt kann man einiges tun um gesund zu bleiben, gesund zu werden, aber man hat es nicht wirklich in der Hand. Es tut mir dann immer richtig leid, wenn an Krebs erkrankte Menschen zusätzlichen Stress erleiden, weil sie geradezu panisch auf der Suche nach „dem richtigen Weg“ sind und verzweifeln, wenn trotz aller Bemühungen keine Besserung folgt.

    Schon klar, das behauptest Du in Deinem Beitrag auch nicht, aber die Überschrift geht irgendwie in die Richtung und ist der Grund, daß ich schreibe.
    Alles Gute für Dich und noch zwei Links, die vielleicht interessant sind.

    Briele

    https://www.krebsinformationsdienst....ken/stress.php

    https://books.google.de/books?id=BO4hurpHfFEC&pg=PA147&lpg=PA147&dq=gibt+es+eine+studie,+die+den+zusammenhang+zwisc hen+stress+und+krebs+belegt?&source=bl&ots=oUgYm-2AHS&sig=UzdlkHlcq9HSvONbBVQfnIyGORs&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwi0tOrtkt3RAhWjOsAKHQ2cDt04ChDoAQgkMAE#v =onepage&q=gibt es eine studie, die den zusammenhang zwischen stress und krebs belegt?&f=false


  3. #3
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    Hallo Briele,

    danke für die links, die kannte ich nicht (sonst hätte ich mir viel Geschreibe ersparen können).
    Ich entnehme ihnen, dass Stress als Ursache für Krebs umstritten und noch nicht bewiesen ist, und dass aber ein Zusammenhang zwischen Stress und Krebsverlauf belegt ist (weniger Rezidive bei weniger Stress).
    Auf letzteres kam es mir an, denn wir haben ja alle schon Krebs hier.
    Und wenn der Zusammenhang zwischen Stress und Schlaganfall, Depression etc. unstrittig ist, dann halte ich ihn auch für Krebs wahrscheinlich, auch wenn nicht alle Studien zu diesem Ergebnis kamen.
    Natürlich soll man sich aus der Stressvermeidung keinen Stress machen! Ich schrieb oben: "Spüren Sie genau hin, was Ihnen Stress macht." Und ich wies darauf hin, dass es gut sei, sich mit seinen Ängsten auseinander zu setzen.
    Einen für alle "richtigen" Weg gibt es wohl nicht, und eine Erfolgsgarantie sowieso nicht.
    Mir kommt es darauf an, hier Denkanstösse zu geben. Ich bin überzeugt, dass man auch ausserhalb der Schulmedizin viel zu seiner Heilung beitragen kann, zumindest zu einem besseren Krankheitsverlauf. Und auch, wenn keine Besserung erfolgt, ist es gut, wenn man mit diesem Stress umgehen kann...

    Danke für die Gelegenheit, dies klarzustellen.
    Auch dir alles Gute!

    Detlef

  4. #4
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    PS:
    Bestimmt kann man einiges tun um gesund zu bleiben, gesund zu werden, aber man hat es nicht wirklich in der Hand. Es tut mir dann immer richtig leid, wenn an Krebs erkrankte Menschen zusätzlichen Stress erleiden, weil sie geradezu panisch auf der Suche nach „dem richtigen Weg“ sind und verzweifeln, wenn trotz aller Bemühungen keine Besserung folgt.
    Ja, das tut mir auch leid. Aber was wäre die Konsequenz? Dann müsste man raten: Tun Sie am besten gar nichts, es könnte nicht klappen und dann wären Sie enttäuscht!
    Kein überzeugendes Motto, weder für die Krebsbekämpfung noch fürs Leben allgemein.
    Im Gegenteil: Wenn alle Bemühungen fehlschlagen, dann kann man wenigstens sagen "Okay, ich hab's versucht. Mehr konnte ich nicht tun."
    Das ist allemal besser, als sich später Vorwürfe zu machen, sich nur auf Ärzte und Studien verlassen zu haben.
    Es gibt ausser Studien auch noch den gesunden Menschenverstand, die Intuition, Erfahrungsberichte (nicht verallgemeinerbar, schon klar!) und viele Wahrscheinlichkeitsgrade zwischen unbewiesen und eindeutig bewiesen.
    Diese Wissenschaftsgläubigkeit hier macht mir Stress ;-)!

  5. #5
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    Hallo Muggelino,

    das letzte was ich möchte ist, Dir mit dem was ich schreibe, Stress zu machen (smilye) und ich hoffe Du findest mich nicht beckmesserisch wenn ich noch etwas dazu bemerke.

    Nein, die Konsequenz wäre meiner Meinung nach nicht, einem Menschen zu raten, lassen sie alles bleiben, schlucken sie die Medizin und denken sie nicht weiter nach. Ich hatte ja geschrieben, daß ich Deine Punkte für jeden Menschen in allen Lebensphasen beachtenswert finde.

    Ich plädiere lediglich die Dramatik heraus zu nehmen und meine damit nicht explizit Dich, Deine Beiträge, sondern all die zahlreichen Meldungen mit dem Thema „Stress kann Krebs verursachen“, oder „Positiv denken hilft“, all dieses. Man könnte doch darauf verzichten und gute Angebote auf das beschränken, was sie sein können: ein Angebot, eine Möglichkeit. Vielleicht könnten dann Betroffene mit weniger Druck das eine und andere ausprobieren und hätten nicht das Gefühl schon wieder etwas falsch gemacht, falsch entschieden zu haben, wenn der Erfolg ausbleibt.

    Wir sind ja alle geprägt von Erfahrungen, die Deinen sind zu diesem Thema, bzw. wie man damit umgeht, andere als meine. Ich habe zu oft die Verzweiflung von kranken Menschen erlebt die meinten durch Versäumnisse an Krebs erkrankt zu sein und dann verzweifelt bemüht waren durch richtiges Verhalten gesund zu werden. Da denke ich dann schon, man hätte die Latte niedriger halten können, indem man sagt, vielleicht tut dir dies oder jenes gut, magst du es ausprobieren, kann ich dir dabei helfen.

    Und nun lass ich es auch.
    Liebe Grüße
    Briele








  6. #6
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    Liebe/r Briele,

    ich verstehe.

    Was bei dir als Druck oder Dramatik ankommt, habe ich mit Leidenschaft und Begeisterung abgeschickt.
    Ja, wir sind durch Erfahrungen geprägt. Ich mache immer wieder die Erfahrung, dass Krebskranke nicht bereit sind, ihren Lebensstil zu ändern. Sie rauchen weiter, sie trinken weiter, bauen ihr Übergewicht nicht ab, reduzieren ihren Stress nicht, ernähren sich ungesund, treiben keinen Sport - und erwarten dann, dass Ärzte, Forschung, Wissenschaft die Probleme lösen.
    Grad vor ein paar Tagen kam im TV eine Sendung mit dem Titel "Chemical chicas" über brustkrebskranke Frauen, die sich gegenseitig beistanden und Mut machten. Eigentlich eine tolle Sache, aber auch sie sah man rauchen, Fleisch grillen, Süßigkeiten essen...
    Vielfach fehlt das Bewusstsein dafür, wie weit wir uns schon von einer gesunden Lebensweise entfernt haben.
    Ich glaube an die Selbstheilungskraft des Körpers, ich glaube auch an seelische Kräfte, die man mobilisieren kann. Aber der Umstieg von Vollmilchschokolade auf Zartbitter reicht nicht aus, wenn man eine lebensbedrohende Krankheit hat. Und zu sagen "vielleicht tut dir dies oder jenes gut" ruft wohl eher ein Achselzucken hervor und bleibt ohne Folgen.
    Die meisten Prostatakrebskranken haben ja noch eine beträchtliche Spanne Lebenszeit vor sich und somit Gelegenheit, die Lebensweise zu ändern. Diesen Vorteil haben nicht alle Krebskranke. Es gibt viele Erfolgsgeschichten über Therapieerfolge durch Sport beispielsweise (auch hier im Ersten Rat zu finden), aber dazu muss man sich bewegen, und dafür wiederum ist manchmal ein Tritt in den Allerwertesten nötig.
    Sicher, für manche/n mag es zu spät sein, und dem ist damit nicht geholfen. Aber dem ist dann auch mit Stahl und Strahl nicht mehr geholfen. Dennoch wird der Arzt nicht sagen "magst du es ausprobieren", sondern die Behandlung dringend empfehlen.
    Mein eigener PSA-Verlauf ist ungewöhnlich positiv zur Zeit, und ich führe das schon auf meine vielen Eigenbemühungen zurück, auch wenn ich diesen Zusammenhang nicht beweisen kann. Und ich denke, wenn ich das kann, können andere das auch, und es tut mir weh, hier so viele leiden zu sehen. Da geht dann wohl ein Helfersyndrom mit mir durch.
    Aber ich verstehe auch, dass billige Ratschläge wie "denk positiv, dann wirst du geheilt" kontraproduktiv sind und auf gewisse Weise sogar den Kranken verhöhnen. Dagegen bin ich auch allergisch.
    Übrigens bin ich überzeugt, dass zu meinem Krebs Stress eine Menge beigetragen hat. In den Jahren vor der Diagnose hatte ich: Verlust des Arbeitsplatzes, Umzug, Selbstständigkeit, Schulden, Existenzängste, Ende einer langen Beziehung, Insolvenz, Hartz IV, Herzrhythmusstörungen, Panikattacken, Schlaganfall der Mutter, Fortbildung. Dazu schlechte Ernährung, zu wenig Bewegung, 16 Jahre lang kein Urlaub. Vorwürfe mache ich mir nicht deswegen, mein Schicksal beklage ich auch nicht.
    Aber wenn eine ungesunde Lebensweise krank macht, dann kann auch ein gesunde gesund machen. Daran arbeite ich.

    Liebe Grüße,
    Detlef


  7. #7
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    Zitat Zitat von Muggellino
    Ja, ich war ein wenig enttäuscht über ausbleibendes positives Feedback
    Lieber Detlef

    Der Sprachductus und das Siezen in Beitrag #1 passen nicht zu dir,
    auch nicht der am Schluss fehlende Gruss.
    Deine nichtgenannte Quelle schrieb:

    Pflegen und verwöhnen Sie sich. Ernähren Sie sich gesund, halten Sie sich fit
    Ein freundlicher, sinnvoller Satz.
    Doch wäre es ehrlicher, statt einen Text per copy/paste zu guttenbergen,
    die Quelle anzugeben und den Link hinzuschreiben mit einer kurzen Bemerkung:
    "Ich habe einen interessanten Artikel zu 'Krebs und Stress' gefunden."

    Das Plagiat war der Grund, warum ich nicht geantwortet habe.
    Wenn der Text auf deiner Feder stammen würde, hätte ich wohl
    Überlegungen zum Krebswachstum angestellt und hingewiesen auf
    den zeitlich unwahrscheinlichen Zusammenhang von Stressereignis,
    Krebsdiagnose und Zeitpunkt der Krebsentstehung viele Jahre zuvor.


    Carpe diem!
    Konrad

  8. #8
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    „vielleicht kriegst Du es mit einiger Übung noch hin auf dem Trampolin Schach zu spielen"
    Liebe Briele,

    hier fehlt das Shmily.
    Ich habe es einmal hinzugefügt.
    Ist das nun Urkundenfälschung? - ja . .

    Irgendwie habe ich nun ein blödes Psychoproblem.
    Ich war gestern zum 2. Mal zur Beratung, wegen meiner Da Vinci OP.
    Ich mag diese großen Krankenhäuser nicht. Die letzte Klinik (RPE) hatte nur 30 Betten.
    Gestern wurden wir von Pontius bis Pilatus geschickt, nur weil ein Narkosearzt mein Befinden ermitteln wollte. Es waren Hunderte von Metern, die ich ohne Fahrrad und Trampolin zurücklegen musste.

    Das schlimmste war, dass niemand meinen Humor verstanden hat.
    Es waren brasilianische, russische und indische Ärzte.
    Bitte keine Missverständnisse.
    Ich bin Seemann, und somit sehr weltoffen.
    Aber diese „nicht Vereinigung“ ging mir auf den Geist.

    Danke, liebe Briele, dass du mir alles Gute gewünscht hast.
    Ich glaube, das brauche ich jetzt, in den letzten Tagen meines Lebens.

    Negativen Stress hatte ich nur in jungen Jahren, als ich bei der Bundeswehr war, und meine erste Frau verloren hatte.
    Danach gab es nur noch positiven Stress.
    Auch als ich mich wieder neu verliebt habe.
    Mit meiner neuen Frau (Brigitte), wurde mir erst einmal das Telefon und der Strom abgestellt.
    Demnach, was Detlev schreibt, müsste ich ja bereits mit 30 Jahren meinen Krebs bekommen haben.

    Detlef hat ja nur über negativen Stress berichtet, weil er positiven Stress wohl nicht kennt. Positiver Stress ist der, wenn man weiß, dass man etwas geschenkt bekommt, was man sich Jahre gewünscht hat, und nicht weißt, ob es nun das richtige Geschenk ist.
    Wenn es dann nicht stimmt, wird schnell einmal ein negativer Stress daraus.

    Lieber Detlev, nun spiele nicht den Beleidigten.
    Du bist und bleibst eine Bereicherung des Forums.
    Sei nicht immer gleich beleidigt.
    Ein Körnerfresser und ein oller Seemann werden nie auf der gleichen Welle schwimmen.
    Deinen blöden Tee habe ich trotzdem gekauft, falls wir uns einmal in Spanien an Bord unseres Schiffes oder zu Hause sehen werden.

    Nun hätte ich beinahe wieder geschrieben, trink einen Schluck aus der Pulle, damit dein Leben lebenswerter wird.
    Ich lasse es einmal, sonst bekomme ich mit vielen Bergsteiger, Piloten und Fahrradfahrer ärger.

    Lieben Gruss
    hartmut

  9. #9
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    Lieber Hartmut,

    ich weiß nicht, wer Dir diese Prognose gemacht hat oder wie Du die "letzten Tage" interpretierst:
    Zitat Zitat von Hartmut S Beitrag anzeigen
    Danke, liebe Briele, dass du mir alles Gute gewünscht hast.
    Ich glaube, das brauche ich jetzt, in den letzten Tagen meines Lebens.
    aber nach Durchsicht Deiner hier veröffentlichten Daten würde ich ein klassisches Metermaß, von dem Du jeden Morgen 1cm abschneidest, nicht unter 10m Länge bestellen. Und dieses Metermaß wirst Du krebsspezifisch überleben.

    Vielleicht kümmerst Du Dich mal um Deinen eigenen Stress. Für Leute wie uns ist das eine Pflichtaufgabe.

    Gruß, Wolfgang

  10. #10
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    Lieber Wolfgang,

    das ist im Zusammenhang mit den guten Wünschen gemeint, für meine in kürze anstehende
    OP in einer UNI Klinik , in der ich mich nicht wohlfühle.

    Wenn ich das überstehe, werde ich dich auch nie wieder mit „Flüstermann“ Harald verwechseln.

    Gruss
    hartmut

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