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Thema: Jetzt wirds ernst :-(

  1. #41
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    Zitat Zitat von rolando Beitrag anzeigen

    @Haimer:
    Das klingt ein wenig so, als ob du noch in der ADT-Phase mit einem GnRH-Analogon/ -Antagonist bist oder einer einfachen Antihormontherapie unterliegst. Der Blick in dein Profil (sofern die hinterlegten Daten stimmen) sagt etwas Anderes. Du bist schon in einer kastrationsresistenten Situation.
    Das mag sein - ich habe keine Ahnung, was die o.a. Abkürzungen bedeuten und gebe zu, mich nicht intensiv mit meiner Situation zu befassen. Ich will das auch nicht! Um es rustikal auszudrücken: Solange Appetit und Verdauung geregelt sind und ich keine wirklich üblen Beschwerden habe, schiebe ich das Thema weg. Komischerweise hat sich mein PSA Wert von Nov. 16 bis aktuell von 20 auf 14 verringert.

    Jeder Mensch geht anders mit seinen Problemen um. Ich war schon vor Jahren in diversen SHG und habe dieses Anbeten des PSA Wertes (teilweise auf die zweite Stelle hinterm Komma) nie verstanden. Vielleicht bin ich ja ein schlichtes Gemüt Aber ich finde, mit solch akribischen Betrachtungen erhöht man die Lebensqualität nicht. Aber das muss jeder selber wissen ...
    Das letzte Auto im Leben ist immer ein Kombi

  2. #42
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    Zitat Haimer:
    "..und habe dieses Anbeten des PSA Wertes (teilweise auf die zweite Stelle hinterm Komma) nie verstanden.."

    Ich übrigens auch nicht!
    P=Psycho- S=Somatischer A=Aggressor ))

    Schönes Wochenende allerseits!
    dillinger

  3. #43
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    @Haimer:
    Es war mir ein Anliegen auf die Unvollständigkeit deiner Angaben in Bezug auf deine Hormonbehandlung hinzuweisen. Dadurch wird anderen Betroffenen ein falscher Eindruck über deinen Therapieverlauf vermittelt, mit dem Ergebnis, dass Sie daraus unter Umständen hinsichtlich der Behandlung ihres eigenen PCa´s falsche Schlüsse ziehen.
    Ein akribischer Umgang mit dem PSA-Wert war übrigens nicht das Thema meines Beitrags.
    Und ja, du hast recht, jeder Mensch geht anders mit seinen Problemen um.
    Deine Art mit der Erkrankung umzugehen
    Solange Appetit und Verdauung geregelt sind und ich keine wirklich üblen Beschwerden habe, schiebe ich das Thema weg.
    ist beachtenswert, wird aber sicherlich nicht von allzu Vielen hier im Forum geteilt.

    Ich lass mich nicht von Arztberichten verrückt machen - mein ehemaliger Urologe gab schon damals zu, das eigentlich jeder Arzt in erster Linie Geschäftsmann ist. Die Aussage kam aber auch erst, als er in Rente war
    Wieder mal eine sehr pauschales Urteil in Stammtisch-Manier, das ich so aus meinen eigenen Erfahrungen heraus nicht nachvollziehen kann.

    Letztendlich zählt für mich mein persönliches Befinden, unabhängig von irgendwelchen Werten und Zahlen.
    Wenn das nicht mal ein Trugschluss ist. Frage, warum lässt Du irgendwelche Werte überhaupt noch ermitteln?

    Bei so viel Mißtrauen gegenüber Ärzten und offensichtlich ausgeprägt vorhandenem Einfühlungsvermögen für das eigene körperliche Befinden, frage ich mich schon warum du überhaupt noch einen Arzt aufsuchst?

    Nochmal - Dir alles Gute

    Roland

    Anmerkung: Es ist mir bewußt, dass sich die Thematik wieder mal vom ursprünglichen Thread entfernt, aber irgendwie muss man sich halt äussern - damit ist´s jetzt aber auch genug.

  4. #44
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    Von mir mal eine völlig andere Frage. In welcher Krankenkasse ist denn Dein Mann? Ich frage, weil einige Therapien nur von manchen KK übernommen werden.

  5. #45
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    Guten morgen... mein Mann ist privat versichert.

  6. #46
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    Moin,
    dann seid ihr bis dato auf dem richtigen Weg. Diagnose verfestigen, Zweitmeinung einholen, mit der BPS hotline sprechen Therapieentscheidung treffen. Ein GS 10 ist zwar ziemlich heftig aber therapiefähig.
    Nachdem bis dato Gleason 10 und PSA, kein TNM , keine PSA velocity, kein Pathologiereport von Dir eingestellt wurde, bin ich doch etwas verwundert wie hier bereits mit Therapievorschlägen gehandelt wird.
    Nochmals schafft Klarheit, es gibt Fälle wo eine Operation (Tumormassenreduktion) angezeigt ist, es gibt Fälle wo sich die Strahlentherapie anbietet und und. Ein PSMA PET zeigt bei der aktuellen Situation hoffentlich genug zur Situation der Metastasierung. Ein kompetenter Arzt, vorzugsweise aus einem DKG / Onkozert zertifizierten Zentrum wird sicherlich auf der Basis eines Bescheids des örtlichen Tumor Boards Euch vermitteln können was machbar ist bzw. angesagt ist und er wird sicherlich auch Eure Wünsche berücksichtigen. Eine ausreichende private Krankenversicherung ist hier sicher nicht schädlich um Dinge voranzutreiben. Ich drücke Euch alle Daumen für eine gute Entscheidung.
    Gruss aus Tornesch
    Guenther
    SHG Prostatakrebs Pinneberg
    Dies ist die Ansicht eines Betroffenen und keine fachärztliche Auskunft
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  7. #47
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    Hallo Reinhold,
    Zitat Zitat von Reinhold2 Beitrag anzeigen
    Nicht so kryptisch Herr Strahlentherapeut! Zeigen sie mir bitte die Stelle wo bei hohem GS -nochmal in fett- automatisch und 100%ig ein Kapseldurchbruch und Metastasen vorliegen!
    soweit ich erkennen kann, hat in diesem thread außer Dir niemand etwas von automatisch geschrieben. Es geht hier um Erfahrungen und statistische Wahrscheinlichkeiten, und die sind von Dres. Alan Partin und Patrick Walsh vor vielen Jahren einmal in die Partin-Tabellen umgesetzt worden, die in den Nullerjahren in den damaligen Foren ein großes Thema waren und um die es in den letzten Jahren – zu Unrecht, wie ich finde – still geworden ist. Die Tabellen geben das wieder, was Ärzten von mehreren amerikanischen Kliniken bei Tausenden von Patienten bei der Erstdiagnose vorfanden, was die Beschränkung auf das Organ (OB), den Kapsel-Austritt (KA), den Samenblasenbefall (SB+) und den Lymphknotenbefall (LK+) betrifft, abhängig vom PSA-Wert, Gleason Score und klinischem Stadium. Zur Wahrscheinlichkeit von Fernmetastasen geben dei Tabellen zwar nichts her, aber es versteht sich von selbst, dass der einhergeht mit der Wahrscheinlich des Lymphknotenbefalls, aber nicht zahlenmäßig idetisch sein muss.
    Hier ein Auszug aus der BPS-Seite zu den Tabellen:

    Die "ersten Partin-Tabellen" wurden im Jahre 1997 von den Urologen Dres. Alan W. Partin und Patrick C. Walsh vom Johns Hopkins Hospital in Baltimore, USA entwickelt, wobei sie die gesammelten Daten hunderter Patienten zugrundelegten, die wegen Prostatakrebs behandelt worden waren. Für die Tabellen wurden drei Faktoren miteinander in Zusammenhang gesetzt, die über die Erkrankung eines Patienten bekannt waren – der PSA-Wert, die Gleason-Summe und das klinische Stadium. Das Ziel dabei war, Männern und ihren Ärzten zu helfen, den definitiven pathologischen Zustand vorherzusagen und die beste weitere Behandlung festzulegen.
    Im Jahr 2001 wurden die Tabellen aktualisiert und präzisiert. Für die T3-Stadien werden jetzt keine Vorhersagen mehr getroffen. Die Gleason-Summen wurden anders gruppiert. Bei der Gleason-Summe 7 wird jetzt unterschieden zwischen 3+4 (günstigere Prognose, auch als 7a klassifiziert) und 4+3 (ungünstigere Prognose, auch als 7b klassifiziert).
    Auch die PSA-Werte wurden neu gruppiert, für alle PSA-Werte über 10 ng/ml gibt es jetzt nur noch die Gruppe ">10 ng/ml". Für jeden Tabellenwert wird jetzt auch das 95-Prozent-Vertrauensintervall angegeben.

    Zum Fall von Christines Mann können wir aus den Tabellen noch nichts herauslesen, weil wir sein klinisches Stadium nicht kennen.

    Ralf

  8. #48
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    Genau so ist es, wir Ralf schreibt.
    Man kann mit Tabellen und Nomogrammen statistische Werte ausrechnen. Das ist ziemlich nützlich z.B. wenn man vor der Therapiewahl steht.
    Einem wird z.B. eine nervenschonende OP in Aussicht gestellt. Hat man jedoch im Nomogramm schon ein 80% Risiko für einen Kapseldurchbruch, kann man vermutlich davon ausgehen, dass es mit dem Nervenerhalt bei der OP schwierig wird, wenn man kein R1 riskieren will. Ist jedoch die Wahrscheinlichkeit für ein T3a unter 30%, so kann man durchaus mit guten Aussichten auf Nervenerhalt in die OP gehen.
    Dazu dienen solche Tabellen. Und nein, natürlich sind sie kein Beweis für Metastasen oder Kapseldurchbruch. Den Beweis kann nur der Pathologe liefern, sonst niemand.
    Der Strahlentherapeut.

    Alle Angaben sind nur Empfehlungen und basieren auf die verfügbaren Informationen. Sie ersetzen keinesfalls eine persönliche Beratung und Betreuung durch den behandelnden Arzt. Keine Arzthaftung.

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