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Thema: "Wer älter als 45 ist und nicht regelmäßig zum PSA-Test geht, spielt mir seinem Leben

  1. #11
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    Hallo Reinhard,

    die Überschrift dürfte nicht von einer Redakteurin stammen, sondern von Reinhold. Er hat ja das neue Thema eingestellt und wahrscheinlich die Worte von Prof. Schlomm in Form von
    "Wer älter als 45 ist und nicht regelmäßig zum PSA-Test geht, spielt mir seinem Leben
    interpretiert.

    Gruß
    Roland
    Lerne mit Deinen Beschwerden zu leben, versuche gelassen zu bleiben und gehe friedvoll mit Deinen Mitmenschen um - dann hast Du schöne Tage.

  2. #12
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    Irrtum, Roland! Die Aussage habe ich mir nicht selber ausgedacht, sondern die ist gefallen. Wahrscheinlich in der Anmoderation, oder ich habs im Fernsehteil der FAZ gelesen.
    Langsam verstehe ich nicht, wieso so eine Aussage so viel Gehirnschmalz in Wallung bringt. Ist doch nicht falsch, die Aussage, oder?!
    R.

  3. #13
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    Ist doch nicht falsch, die Aussage, oder?!
    Die Aussage ist in ihrer Richtigkeit leicht extrapolierbar: "Wer geboren wird, spielt mit seinem Leben."
    Ist ähnlich gehaltvoll wie der angebliche Satz des Professors.

  4. #14
    MD Weiss Gast
    Die Aussage ist falsch. Sie suggeriert jedem Mann, der seinen PSA Wert nicht bestimmen lässt, sein Lebensrisiko durch Unterlassen zu erhöhen. Dies würde gleichzeitig unterstellen, dass jeder Mann nach seinem 45. Lebensjahr an Prostatakrebs erkrankt. Die Bestimmung des PSA Wertes ist nicht protektiv, sie verhindert keine Erkrankung.

    Die Bestimmung des PSA Wertes im Rahmen einer Früherkennung muss daher zwingend differenziert betrachtet werden. Diese Betrachtungsweise fordert Aufklärung, Beratung und keine Parolen. Sie dürfen nicht nur Vorteile herausstellen und Nachteile verschweigen.

    Bis wir einen eindeutigen Tumormarker bei einem Prostatakarzinom identifizieren können ist die Früherkennung in der jetzigen Form unvollkommen.

    In welcher Relation würden sie diese Aussage betrachten wenn sie Männer sehen die in jungen Jahren Früherkennung ohne jeglichen Tumorverdacht betreiben (niedrige PSA Werte, DRU, TRUS unauffällig) und innerhalb von wenigen Monaten ein hoch aggressives Karzinom entwickeln, mit PSA Werten die durch die Decke schießen bzw. ein Potential entwickeln an diesem Karzinom zu versterben? Einzelschicksale? Früherkennungsversager?

    Wie sieht diese Aussage in Bezug auf Männer aus die grenzwertige PSA Werte vorweisen, die eine ganze Bandbreite der Diagnostik wieder und wieder durchlaufen. Die solange biopsiert werden bis man endlich ein Karzinom nachweisen kann. Die wissen, dass jede Biopsie eine Läsion oder lokale Entzündung hinterlassen kann die selbst Auslöser eines Karzinoms werden können? Von der psychischen Belastung kaum zu schweigen.

    Früherkennung ist wichtig, die Bestimmung des PSA Wertes derzeit unverzichtbar. Früherkennung muss aber auch kritisch betrachtet und darf nicht überschätzt werden. Früherkennung kann man deshalb nicht in Verbindung mit einer positiven Beeinflussung eines Lebensrisikos bringen.

    An dieser Stelle darf man einen Blick in die Glaskugel erlauben. Wir werden längerfristig Verfahren entwickeln die frühzeitig Karzinome identifizieren und deren Entwicklung einschätzen können.
    Bis dahin bleibt uns nur ein Umgang mit der Früherkennung übrig die sich an Fakten orientiert, differenziert und uns nicht von Gefühlen leiten lässt.

    MfG
    MD Weiss

  5. #15
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    @Reinhold:

    Zitat Zitat von Reinhold2
    Langsam verstehe ich nicht, wieso so eine Aussage so viel Gehirnschmalz in Wallung bringt.
    Die Aussage ist schon starker Tobak - deshalb verstehe ich nicht, wieso du dich wunderst so viel Gehirnschmalz in Wallung gebracht zu haben.
    Übrigens, weder in der Anmoderation, noch in der FAZ ist die Aussage - wie hier eingestellt - zu finden. In der Ankündigung des Sendebeitrags zum PSA-Test wurde davon gesprochen, dass dieser "definitiv Leben retten kann", d.h. im Umkehrschluss allerdings noch nicht unbedingt mit seinem Leben zu spielen, wenn man ihn nicht macht.

    Roland

  6. #16
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    Zitat Zitat von MD Weiss Beitrag anzeigen
    Sie suggeriert jedem Mann, der seinen PSA Wert nicht bestimmen lässt, sein Lebensrisiko durch Unterlassen zu erhöhen. Dies würde gleichzeitig unterstellen, dass jeder Mann nach seinem 45. Lebensjahr an Prostatakrebs erkrankt.
    @ MD Weiss

    Ihr erster Satz stimmt genau! Der zweite Satz muss durch z.T. zwei Worte ergänzt werden um zu stimmen:
    "Dies würde gleichzeitig unterstellen, dass jeder Mann nach seinem 45. Lebensjahr an Prostatakrebs erkranken kann."

    MfG
    Reinhold

  7. #17
    MD Weiss Gast
    @ Reinhold

    Vielen Dank für das Relativieren meines Satzes. Da gingen leider meine Emotionen mit mir durch.

    MD Weiss

  8. #18
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    Die Riesenstudie zum PSA-Screening in den USA war wohl auch ein Rohrkrepierer!
    R.

  9. #19
    MD Weiss Gast
    Zitat Zitat von Reinhold2 Beitrag anzeigen
    Die Riesenstudie zum PSA-Screening in den USA war wohl auch ein Rohrkrepierer!
    R.
    Wenn Sie Langeweile haben lesen Sie einfach mal hier weiter: http://www.gesundheitsforschung-bmbf.de/de/4839.php

    Auch beschäftigen sich Studien mit der Reproduzierbarkeit von Studien. Die Ergebnisse sind leider ernüchternd.

    MD Weiss

    Schönes Wochenende!

  10. #20
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    Schaut man nur in den Abstract der europäischen Studie:
    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/...?dopt=Abstract
    so findet man im letzten Satz, Absatz Methods:
    Mortality follow-up was identical for the two study groups and ended on December 31, 2006.
    Ich muss jetzt nicht die two study groups nennen.

    Folgt man den Link zum full text (oben rechts) und betrachtet Fig.2, so findet man nach 13 Jahren den Gleichstand im Sterberisiko wieder. Zunächst jedoch ist die screening Gruppe klar im Vorteil.

    Ich weiß demnach überhaupt nicht, woher die Fernsehsendung ihre Selbstsicherheit nimmt. Denn mindestens diese stellt die Sendung zur Schau.

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