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Thema: ich bin mal bissl neugierig :-)

  1. #1
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    ich bin mal bissl neugierig :-)

    Hallo,

    abgesehen von dem ganzen medizinischen Bohei - wie stark dominiert die Krankheit euer Denken? Tag und Nacht oder schiebt ihr das weit weg? Und wie kommt ihr mit dem unausweichlichen Ende klar? Denkt man da oft dran?

    Bissl indiskret, ich weiss aber ich würde mich über Antworten und Kommentare echt freuen. Mein Senf kommt natürlich auch :)

  2. #2
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    Zitat Zitat von Haimer Beitrag anzeigen
    Hallo,

    abgesehen von dem ganzen medizinischen Bohei - wie stark dominiert die Krankheit euer Denken?
    Gehört zum Alltag wie Zähneputzen oder Müll-rausbringen.

    Tag und Nacht oder schiebt ihr das weit weg?
    Wenn ich morgend aufwache, dann kann ich mich daran erinnern in dern Nacht daran gedacht zu haben.

    Und wie kommt ihr mit dem unausweichlichen Ende klar? Denkt man da oft dran?
    Nein.
    if nothing's fails, it's not real life

  3. #3
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    So'n Bohei!

    Also der "ganze medizinische Bohei" ist mir sehr wichtig.
    Und ohne den intensiv und weit über das Übliche hinaus zu betreiben,
    würde ich hier wohl nicht mehr antworten können.
    Die Krankheit und das ganze Drumrum ist so eine Art Hobby
    geworden für mich. Braucht weniger Platz als eine Modelleisenbahn.

    Das Ende ist wie für Alle unausweichlich und vielleicht auch früher
    als die allgemeine Lebenserwartung. Damit hab ich mich abgefunden.
    Mich interessiert das Leben deutlich mehr als der Tod.


    Hmm, ich schreib dies im Café des KSSG, wo ich mir eben per
    Ultraschall einen schmerzenden Knoten im Bein anschauen lassen
    habe, weil ich fürchtete, wieder mal eine Thrombose zu haben,
    was mir schon wieder eine Lungenembolie eintragen könnte.

    Entwarnung, Spätfolge eines Unfalles, den ich vor Zwanzig
    Jahren mal in den Bergen hatte.
    Soo'n Bohei!


    Let the good times roll!
    Konrad


    PS:
    Deinen PSA von gegenwärtig 20ng/ml sollte man ins Verhältnis
    setzen zu den zuvor gemessenen Werten. Wichtiger als der einzelne
    Wert ist, ob eine Steigerung erfolgte, und wie schnell.
    Kannst ja mal deinen PSA-Verlauf mit den Kalendrdaten in dein Profil
    schreiben. Das ist kein Bohei, sondern entscheidend für deine weitere
    Therapie.
    Meine Beiträge schreibe ich als CRPCa-betroffener Laie.

    [1] Mein PSA-Verlauf graphisch auf myprostate.eu
    [2] Meine PK-Historie auf Myprostate.eu
    [3] PSA-Verlaufsanalyse 2003-2013 nach Glättli (Was ist PSA-Alert?)
    [4] PSMA-PET/CT vom 04.07.2012: Paraaortale Lymphmetastase
    [5] PSMA-PET von 08.2016 vor PSMA-RLT, danach 03.2017, sowie 05.2017

  4. #4
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    Also ich denke an meine Krankheit nur, wenn ich hier lese und vergleichbare Fälle studiere. Dann alle 3 Monate neuer PSA Wert- da kommt gelegentlich etwas Unruhe auf.
    Grts
    Reinhard

  5. #5
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    Bis jetzt habe ich mich von meiner Krankheit noch nicht unterkriegen lassen. Ich denke höchstens daran das ich meine vierteljährigen PSA Messung nicht versäume. Dazu kommt noch ein Termin da eine Op ansteht in der ich ein wenig dichter gemacht werden sollte. Sonst lebe und esse ich so wie immer.

  6. #6
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    Angst rettet Leben!

    Nach meiner Diagnose im Febr. 2013 war ich ein bissel geschockt.
    Nach 3 Monaten hatte ich mich aber wieder im Griff.
    Ich muss dazu anmerken, dass diese Diagnose des zeitigeren Ablebens nicht meine erste war.
    Zu oft im Leben hat mir der Klabautermann versprochen, dass ich nicht mehr lange leben werde.
    Heute schließen wir Wetten ab. Ich spiele gerne, auch wenn der Einsatz hoch ist.

    Vielleicht tröstet dich ja das:
    An dem Tag wo du stirbst, sterben noch ca. weitere 155.000 Menschen auf der Welt.
    Du bist nicht allein.
    Alles Gute für dich!

    Gruss
    hartmut

  7. #7
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    Moins,

    heute vor einem Jahr hatte ich GS 9 und PSA 77 . . .

    nach IMRT Bestrahlung und nun Hormontherapie denke ich an meinem Krebs wirklich nicht ! ! ! meine Frau täglich .

    Wenn meine Frau mich nicht täglich an die Flutamid erinnern würde, würde ich das auch vergessen und ich muß wöchentlich auf den Kaleder gucken um die 3 Monatsspritze und die PSA Messung nicht vergessen.

    Also ich denke in keinster weise an den krebs! jedenfalls so lange es mir " gut " geht, wie im Augenblick und ich hoffe es bleibt auch erstmal so.

    Ich weiß aber auch, daß es noch anders wird / werden kann.

  8. #8
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    Zitat Zitat von LowRoad Beitrag anzeigen
    Wenn ich morgend aufwache, dann kann ich mich daran erinnern in dern Nacht daran gedacht zu haben.
    Sollte heissen:

    "Wenn ich morgend aufwache, dann kann ich mich NICHT daran erinnern in dern Nacht daran gedacht zu haben.

    Ja, man sollte nicht so unter Zeitdruck schnell noch einen Kommentar schreiben, ne?
    if nothing's fails, it's not real life

  9. #9
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    Zitat Zitat von LowRoad Beitrag anzeigen
    Ja, man sollte nicht so unter Zeitdruck schnell noch einen Kommentar schreiben, ne?
    Wohl war...hab' mir schon Gedanken wg, evtl. bisher nicht dokumentierter Nebenwirkungen gemacht :-)

    Ansonsten halte ich es wie Du.

    Grüße

    Uwe

  10. #10
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    Danke für die offenen Antworten! Bei mir ist es (nach mittlerweile fast 7 Jahren) ähnlich. Bewusst denke ich auch nur sehr selten an den Teufel da unten. Solange er Ruhe gibt ... Lediglich die Nebenwirkungen der Medis erinnern mich doch öfter daran, dass nicht alles so wie früher ist.

    Allerdings hat sich meine Lebensplanung doch bissl verändert - ich fahre mehr auf Sicht.

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