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Thema: Frage zu PSA-Wert

  1. #1
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    Frage zu PSA-Wert

    Hallo!

    Hätte nur mal eine Frage... Mein Vater (metastasierter Prostatakrebs) macht jetzt seit etwas über einem halben Jahr eine Hormonentzugstherapie... Jetzt meinte der Urologe, dass der PSA-Wert auf 2,0 gesunken sei, aber er hätte weiter sinken müssen. Was heißt das? Wirkt die Behandlung nun doch nicht???

    Liebe Grüße
    Marlene

  2. #2
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    Doch, doch, liebe Marlene,
    der Hormonentzug bzw. die Androgendeprivation (ADT) wirkt!
    PSA von 120ng/ml runter auf 2ng/ml ist ein guter Erfolg,
    aber es sollte eben noch tiefer fallen und wird das wohl auch noch.

    Das Problem bei der ADT ist, dass sie immer nur eine gewisse
    Zeit wirksam ist. Je tiefer das PSA fällt, umso besser ist die
    diesbezügliche Prognose. Die mit der ADT gewonnene Zeit sollte
    man nutzen, um sich über das weitere Vorgehen klar zu werden.

    Das tut ihr ja, denn Im Profil schreibst Du:
    weitere Untersuchungen/ Beratungen stehen an (als nächstes Zahnarzt)
    Das ist gut so.
    Die zahnärztliche Untersuchung dient wohl der Vorbereitung eines
    Knochenschutzes, der sehr gut abgewogen sein muss. Eine
    Knochendichtemessung gehört da auch noch dazu.


    Carpe diem!
    Konrad


    PS:
    Bitte lest im gelben Link ganz oben das "Basiswissen".
    Da steht aus Patientensicht so gut wie ALLES drin.
    Meine Beiträge schreibe ich als CRPCa-betroffener Laie.

    [1] Mein PSA-Verlauf graphisch auf myprostate.eu
    [2] Meine PK-Historie auf Myprostate.eu
    [3] PSA-Verlaufsanalyse 2003-2013 nach Glättli (Was ist PSA-Alert?)
    [4] PSMA-PET/CT vom 04.07.2012: Paraaortale Lymphmetastase
    [5] PSMA-PET von 08.2016 vor PSMA-RLT, danach 03.2017, sowie 05.2017

  3. #3
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    Zitat Zitat von MarleneH Beitrag anzeigen
    Hallo!

    Hätte nur mal eine Frage... Mein Vater (metastasierter Prostatakrebs) macht jetzt seit etwas über einem halben Jahr eine Hormonentzugstherapie... Jetzt meinte der Urologe, dass der PSA-Wert auf 2,0 gesunken sei, aber er hätte weiter sinken müssen. Was heißt das? Wirkt die Behandlung nun doch nicht???

    Liebe Grüße
    Marlene
    der rasche PSA-Abfall ist in der Regel auf die positive Reaktion der Lymphknotenmetastasen zurückzuführen.
    Der jetzt nur noch langsamer Abfall ist meistens dem schwächeren Ansprechen der Knochenmetastasen geschuldet, aber nicht ungewöhnlich.
    Es sollte trotzdem weiter konsequent therapiert werden unter Beachtung der Testosteron-Werte (< 0.2 ng/ML).
    Je tiefer der erreichte Tiefstwert (PSA-Nadir) kommt, desto besser das Langzeitergebnis.
    ----------------------------------------------------------
    Meine Kommentare stellen keine verbindliche Auskunft dar,
    sondern spiegeln meine PERSÖNLICHE Meinung und Erfahrung
    wider und können keine direkte Beratung und Behandlung
    vor Ort ersetzen

    Gruss
    fs
    ----------------------------------------------------------

  4. #4
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    Hallo,

    danke für eure Antworten! Das hilft mir wirklich weiter! Die Ärzte meines Vaters sind wohl auch zufrieden mit den ersten Ergebnissen... Ich bin allerdings skeptischer... Kann es schlecht beschreiben, aber ich traue "dem Frieden" nicht... Er sieht grau und irgendwie alt aus, er ist körperlich schwächer geworden und manchmal habe ich das Gefühl, dass auch die geistigen Fähigkeiten nachlassen... Es ist schwierig mit ihm darüber zu sprechen, meistens blockt er direkt ab und ich möchte ihm ja auch nicht auf die Nerven gehen und respektiere das weitestgehend... Trotzdem macht man sich ja so seine Gedanken... Und manchmal äußert er sich so, dass er selbst nicht daran glaubt, noch viele Jahre zu leben... Dann wird er z.B. ganz "gefühlsduselig", wenn es um meine Kinder geht...
    Also, was ich damit sagen will, "gute" Untersuchungsergebnisse sind nur eine Seite der Medaille... Krebs ist heimtückisch und ich bin davon überzeugt, dass man selbst auch "spürt", wie es wirklich um einen steht. Es sieht nicht gut aus... Und das macht mich unendlich traurig...

    Gruß

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